01/07/2026
Anbau von zur Ernte 2027: Biokraftstoffpolitik stärkt die Nachfrage nach Rapsöl.
In der neuen Ausgabe unerer „UFOP-Information zur Winterrapsaussaat“ zeigen wir, warum nationale und europäische Biokraftstoffpolitik die Nachfrageperspektiven für Rapsöl und Rapssaat stärkt.
Höhere Rohölpreise verbessern die Wettbewerbsfähigkeit von Biodiesel, HVO und Rapsölkraftstoff. Zugleich setzen politische Reformen in vielen Weltregionen zusätzliche Impulse: höhere Quotenverpflichtungen, steuerliche Anreize, ambitionierte Beimischungsvorgaben und neue Einsatzbereiche im Flug- und Schiffsverkehr.
Auch in der EU werden mit der Umsetzung der Erneuerbare-Energien-Richtlinie RED III die Weichen neu gestellt. Der Verkehrssektor muss bis 2030 höhere Beiträge zur Treibhausgasminderung und zum Einsatz erneuerbarer Energien leisten. Deutschland hat mit dem Gesetz zur Weiterentwicklung der THG-Quote wichtige Signale gesetzt: Die Quote steigt schrittweise, Doppelanrechnungen entfallen und die Obergrenze für Biokraftstoffe aus Anbaubiomasse wird angehoben. Zusätzlich eröffnet die geplante Bioheizöl-Quote im Gebäudebereich neue Perspektiven. Zugelassene Brennstoffe sollen unter anderem Biodiesel und HVO sein, ausdrücklich auch aus Anbaubiomasse wie Rapsöl.
Für die Landwirtschaft ist das doppelt relevant: als Rohstoffproduzentin und als Anwenderin erneuerbarer Antriebsenergien. Raps steht dabei für einen produktiven Kreislauf aus heimischer Energie, Eiweißfutter, CO₂-Bindung und regionaler Wertschöpfung. Die politischen Rahmenbedingungen und die Marktsignale sprechen für stabile Nachfrageperspektiven. Das sollte bei der Anbauplanung für zur Ernte 2027 berücksichtigt werden.
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