Mitgefühl im Alltag

Mitgefühl im Alltag "Jeder braucht ein Haus zum Leben, aber eine unterstützende Familie ist das, was ein Zuhause aufbaut."

Die (echte) Vernunft braucht als Gegenspielerin die Angst…
07/11/2025

Die (echte) Vernunft braucht als Gegenspielerin die Angst…

Angst ist emotional, spontan, körperlich spürbar. Angst hat ihre Daseinsberechtigung, denn wie jedes Gefühl hat sie Informationen im Gepäck. Darum ist es wichtig, hinzuhören – immer! Aber, und das ist ein wichtiges Aber: Manchmal sind Informationen verschlüsselt. Nicht jede Angst hat etwas mit Wahrheit und dem Hier und Jetzt zu tun. Und das ist auch kein unlösbares Problem, solange du das auf dem Schirm hast. Angst braucht Raum. Angst ist nicht übertrieben, sie ist vor allem einfach da – ganz egal, ob rational oder nicht. Sowieso war Rationalität nie in der Rollenbeschreibung von Angst aufgelistet.

Und genau deswegen wird Angst ab dem Punkt gefährlich, ab dem sie dein Denken bestimmt, sie sich als Vernunft tarnt und du ihr deswegen kopflos folgst. Die (echte) Vernunft wiederum braucht es als Gegenspielerin zur Angst. Rollenbeschreibung Vernunft: Überlegt denken, Ursachen erkennen, rationale Schlüsse ziehen.

Was also hilft, wenn sich die Angst als Vernunft ausgibt? Auseinanderdröseln und Raum geben (hilft ja generell oft im Leben). Will sich die Angst nämlich immer wieder verkleiden, liegt das vielleicht daran, dass sie denkt, dass sie als irrationales Gefühl keine Daseinsberechtigung hat und deshalb in eine andere Rolle schlüpfen muss. Darum ist es vermutlich ein richtig großer Gewinn, der Angst als Allererstes ganz liebevoll ihr Vernunfts-Verkleidungs-Mäntelchen abzunehmen und ihr zu zeigen, dass sie gar nichts anderes sein muss als das, was sie ist. Und dann: Ihr den Raum lassen, um emotional und eben nicht vernünftig zu sein. Ihr zuhören – auch wenn das mit den verschlüsselten Botschaften manchmal eine richtig anstrengende Nummer sein kann.

Und dann die echte Vernunft dazuholen für den Reality-Check. Denn als Expertin in Sachen Logik, Wissen und Erfahrung ist sie es, die wir im Boot haben wollen, wenn es gilt, Situationen zu beurteilen und Entscheidungen zu treffen. Kurz: Die Angst warnt die Vernunft. Die Vernunft prüft die Angst. Wir brauchen beide. Darum lautet das Fazit – wie so oft: Teamwork makes the dream work! Damit wir unser Leben nicht versehentlich verpassen, weil die Rollenbeschreibungen nicht klar waren.

Auch im November kann man, überall im Alltag, Poesie finden. Das wünschen wir euch zumindest.
06/11/2025

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"Einem Kind beizubringen, vorsichtig mit Raupen umzugehen, ist für beide Seiten wertvoll – für das Kind und die Raupe."
06/11/2025

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Wir Menschen können so viel ertragen. Was wir aber auch könnten: Uns öfter mal fragen, warum wir das eigentlich sollten? Weil es geht? Weil wir uns so sehr daran gewöhnt haben? Weil sich andere so sehr daran gewöhnt haben? Weil wir in einer Welt leben, in der von uns erwartet wird, dass wir unsere persönlichen Grenzen regelmäßig nicht nur vorsichtig erweitern, sondern sie höchstselbst mit voller Stampfe-Power dem Boden gleichmachen?

Oft wird Stärke mit Pflicht verknüpft: »Wenn ich es kann, muss ich es tun.« Was für ein Quatsch eigentlich, oder? Nur weil wir etwas bewältigen könnten, heißt das nicht, dass wir es mit Biegen und Brechen aushalten müssen. Fähigkeit bedeutet nicht Verpflichtung: Nur weil wir stark genug sind, etwas zu tun, heißt das längst nicht, dass wir uns selbst damit überfordern müssen. Können heißt nicht Müssen.

Manchmal ist es die größte Stärke, eben gerade nicht weiterzumachen, sondern Nein zu sagen – obwohl du technisch gesehen vielleicht noch gekonnt hättest. In unserer Leistungsgesellschaft wird das oft vergessen. Zur Freude derer, die von unserer Selbstausbeutung profitieren. Wir glauben, dass wir alles tragen müssen – emotional, beruflich, zwischenmenschlich –, nur weil wir könnten. Aber jetzt noch mal alle zusammen: Die Fähigkeit, etwas zu ertragen, ist nicht gleichbedeutend mit der Notwendigkeit, es zu tun. Und du darfst, ja solltest dich entlasten, bevor du zerbrichst, wann immer es möglich ist.

Persönliche Grenzen stehen für Selbstachtung und Fürsorge. Aber – und das muss auch gesagt werden – das können sich nicht alle immer leisten: Manchmal ist es leider überlebenswichtig, dass wir Menschen so unfassbar viel ertragen können. Wir haben nicht immer die Wahl, eine Verschnaufpause vom Ertragen zu machen. Aber das ist eigentlich nur ein Grund mehr, einen Notfallmodus nicht zum Alltagszustand zu machen, wenn er sich vermeiden lässt.

Und vielleicht geht es im Leben auch ziemlich viel darum, den Unterschied zu erkennen, um ein bisschen mehr innere Klarheit zu finden: Wann ist Ertragen notwendig oder nur eine Selbstaufopferung? Kurz: zu lernen, das Können vom Müssen zu unterscheiden.

01/11/2025

Warum verstehen wir manches auch ohne Worte? Weil wir Menschen die gleichen Gefühle und Bedürfnisse teilen. Weil Gefühle und Bedürfnisse universell sind.

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