01/06/2026
Was heute mit wenigen Klicks veröffentlicht werden kann, war in der DDR oft mit hohen Risiken verbunden oder augenscheinlich unmöglich. Wer unabhängige Meinungen, politische Texte oder Informationen verbreiten wollte, tat dies daher häufig im Samisdat, dem „Selbstverlag“ außerhalb staatlicher Kontrolle.
Mit Schreibmaschinen, Kohlepapier, Matrizen- oder einfachen Druckgeräten entstanden seit den 1950er Jahren Untergrundzeitschriften, Flugblätter und Broschüren, die heimlich weitergegeben wurden. Besonders in den 1980er Jahren wurde Samisdat zu einem wichtigen Sprachrohr der DDR-Opposition.
Gedruckt wurde oft in Wohnungen, Gemeinderäumen oder kirchlichen Einrichtungen, trotz drohender Repressionen. Samisdat bedeutete nicht nur Informationsaustausch, sondern auch Vernetzung, Solidarität und das Sichtbarmachen unabhängiger Stimmen in der Diktatur.
Die Sammlung an Samisdat-Publikationen im Archiv der DDR-Opposition, die Teils oben in den Bildern abgebildet zu finden sind, ist mit über 160 Titeln eine der größten und umfangreichsten ihrer Art. In dieser Sammlung befinden sich Periodika wie auch Einzelausgaben. Die Publikationen zählen zu den bedeutsamsten schriftlichen Zeugnissen der DDR-Opposition, da sich deren Akteure in den Blättern der Selbstverlage frei artikulieren konnten.
Mehr Informationen zu diesem Thema findet ihr auf unserer Webseite unter: https://www.havemann-gesellschaft.de/archiv-der-ddr-opposition/sammlungen/samisdat-der-ddr-opposition/ sowie auch hier: https://www.jugendopposition.de/jugendopposition/themen/565047/samisdat/