Robert-Havemann-Gesellschaft e. V.

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Robert-Havemann-Gesellschaft e. V. Kontaktinformationen, Karte und Wegbeschreibungen, Kontaktformulare, Öffnungszeiten, Dienstleistungen, Bewertungen, Fotos, Videos und Ankündigungen von Robert-Havemann-Gesellschaft e. V., Gemeinnützige Organisation, Klosterstraße 66, Berlin.

Die Robert-Havemann-Gesellschaft, im November 1990 von der Bürgerbewegung Neues Forum als politischer Bildungsverein gegründet, dokumentiert und vermittelt die Geschichte und Erfahrungen von Opposition und Widerstand in der DDR.

Morgen feiert der Dokumentarfilm „BIERMANN“ von Jens Meurer im Kino International seine Premiere. Der Film widmet sich d...
14/10/2026

Morgen feiert der Dokumentarfilm „BIERMANN“ von Jens Meurer im Kino International seine Premiere. Der Film widmet sich dem Leben und
Werk des Liedermachers Wolf Biermann, dessen Musik und Texte seit mehr als
sechs Jahrzehnten politische Debatten prägen. Im Mittelpunkt steht dabei seine
Zeit in der DDR, die Folgen seiner Ausbürgerung so wie auch sein künstlerisches
Schaffen bis in die Gegenwart.

Auch wir sind bei der Filmpremiere vor Ort und freuen uns über die Möglichkeit, einige der Vitrinen vor dem Kino mit ausgewählten Materialien aus dem Archiv der DDR-Opposition zu gestalten. Die historischen Plakate, Fotos und Briefe, in die ihr oben bereits einen ersten kurzen Einblick erhaltet, werfen einen Blick auf Wolf Biermann und zeigen, wie eng Kunst, politische Haltung und oppositionelles Handeln in der DDR miteinander verbunden waren.

Wir freuen uns, mit unseren Archivmaterialien einen weiteren Blick auf diese Geschichte zu eröffnen und sie rund um die Filmpremiere öffentlich sichtbar zu machen!

12/10/2026

Drei Tage Einheitsmeile in Bremen!

Vom 2. bis 4. Oktober waren wir mit der Robert-Havemann-Gesellschaft beim Bürgerfest zum Tag der Deutschen Einheit dabei. An unserem Stand haben wir über die DDR-Opposition, die Friedliche Revolution und die Bedeutung von Freiheit und Demokratie gesprochen.

Danke an alle, die vorbeigeschaut, Fragen gestellt, diskutiert und sich mit uns ausgetauscht haben. Wir nehmen viele spannende Gespräche und Eindrücke aus Bremen mit!

Ein Plakat aus unserem Archiv erinnert an die Anfänge von „Künstler für Andere“: 1987 wurde in Jena zu einem Abend mit G...
08/10/2026

Ein Plakat aus unserem Archiv erinnert an die Anfänge von „Künstler für Andere“: 1987 wurde in Jena zu einem Abend mit Gedichten und Musik eingeladen, dessen Erlös solidarischen Projekten zugutekam.

Aus der 1986 gegründeten Jenaer Gruppe entwickelte sich ein Verein, der in der späten DDR Räume für unabhängige Kunst, Musik und Literatur schuf und zugleich Solidaritätsarbeit unterstützte.

1991 übernahm der Künstler für Andere e. V. die Trägerschaft des damals gegründeten Matthias-Domaschk-Archivs, heute bekannt als das Thüringer Archiv für Zeitgeschichte „Matthias Domaschk“ (ThürAZ). Bis heute verbindet der Verein damit die Dokumentation von Opposition und Widerstand in der DDR mit politischer Bildung und der Auseinandersetzung mit Geschichte.

Kürzlich wurde das 40-jährige Bestehen von Künstler für Andere in der Jenaer Friedenskirche gefeiert, dem Ort, an dem auch viele der damaligen Veranstaltungen stattfanden. Mitarbeitende der Robert-Havemann-Gesellschaft waren bei der Jubiläumsfeier dabei. Wir gratulieren herzlich zu 40 Jahren Engagement und wünschen alles Gute für die kommenden Jahre!

Die folgenden Fotos geben einige Eindrücke von der Jubiläumsfeier.

Die Robert-Havemann-Gesellschaft kommt nach Bremen!Vom 2. bis 4. Oktober findet in Bremen das Bürgerfest zum Tag der Deu...
27/09/2026

Die Robert-Havemann-Gesellschaft kommt nach Bremen!

Vom 2. bis 4. Oktober findet in Bremen das Bürgerfest zum Tag der Deutschen Einheit statt. Unter dem Motto „VIELE STÄRKEN EIN LAND" wird in der Innenstadt, an der Weser und rund um das Weserstadion gefeiert.

Auch die Robert-Havemann-Gesellschaft ist dabei: Gemeinsam mit der Berlin Freedom Week sind wir mit einem Stand auf der Einheitsmeile vertreten.

Wie haben sich Menschen in der DDR für Freiheit und Demokratie eingesetzt? Welche Bedeutung hatte die Zivilgesellschaft für die Friedliche Revolution? Und was können historische Erfahrungen für die Gegenwart bedeuten?

Kommt vorbei, lernt unsere Arbeit, das Archiv der DDR-Opposition sowie die Berlin Freedom Week kennen und kommt mit uns ins Gespräch.

📍Einheitsmeile, Am Wall, Bremen
🕛 2-4. Oktober 2026
🔊 Eintritt frei

Wir freuen uns auf euch!


Friedliche Revolution Demokratie Freiheit

Die Robert-Havemann-Gesellschaft trauert um Martin Gutzeit, der vergangene Woche im Alter von 74 Jahren in Berlin versta...
23/09/2026

Die Robert-Havemann-Gesellschaft trauert um Martin Gutzeit, der vergangene Woche im Alter von 74 Jahren in Berlin verstarb.

Der evangelische Theologe und Mitbegründer der Sozialdemokratischen Partei in der DDR war eine der prägendsten Persönlichkeiten der Friedlichen Revolution von 1989. In seiner fast 25jährigen Tätigkeit als Berliner Landesbeauftragter für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen DDR setzte er sich von 1993 bis 2017 intensiv für die Aufarbeitung des SED-Regimes und zugleich für diejenigen Menschen ein, die in der kommunistischen Diktatur verfolgt wurden.

Martin Gutzeit hat die Robert-Havemann-Gesellschaft seit ihrer Gründung bereitwillig unterstützt und sich für die Realisierung zahlreicher Projekte eingesetzt. Wir trauern um den bedeutenden DDR-Bürgerrechtler und sind in Gedanken bei seiner Familie und seinen Freundinnen und Freunden. Sein Mut und sein Engagement für Freiheit und Demokratie werden uns in Erinnerung bleiben.

Einen vollständigen Nachruf inklusive Biografie zu ihm findet ihr online unter: havemann-gesellschaft.de/aktuelles/in-memoriam/martin-gutzeit/

Im September 1987 führte der Olof-Palme-Friedensmarsch durch die DDR. Benannt war dieser nach dem schwedischen Premiermi...
18/09/2026

Im September 1987 führte der Olof-Palme-Friedensmarsch durch die DDR. Benannt war dieser nach dem schwedischen Premierminister und Nobelpreisträger Olof Palme, der 1986 in Stockholm auf offener Straße erschossen wurde. Er gehörte zu den Politikern, die sich am deutlichsten gegen das atomare Wettrüsten aussprachen. Europäische Friedensgruppen wollten so quer durch Europa für eine Verwirklichung von Olof Palmes Vorschlag eines 150 Kilometer langen atomwaffenfreien Korridors demonstrieren.

Den Marsch nutzten auch Mitglieder unabhängiger Friedensgruppen und machten mit eigenen Transparenten und Forderungen auf Militarisierung, Wehrdienst und die Umweltpolitik in der DDR aufmerksam. Am 5. September zogen rund 1.000 Menschen von der Berliner Zionskirche zur Gethsemanekirche mit DDR-kritischen Losungen. Es war die größte legale Demonstration der DDR-Opposition. Die Sicherheitsorgane der DDR-Regierung schritten nicht ein. Die Angst vor einem Gesichtsverlust der SED-Führung, die sich selbst als friedensfördernde Partei und die DDR als „Friedensstaat“ darstellte, war zu groß.

Auch im Archiv der Robert-Havemann-Gesellschaft finden sich zahlreiche Fotografien zum Olof-Palme-Friedensmarsch, darunter die oben gezeigten Fotos von Rolf Walter: Diese machen sichtbar, wie die unabhängige Friedens- und Oppositionsgruppen den Marsch nutzten.

Mehr Informationen dazu findet ihr online unter: www.jugendopposition.de/jugendopposition/themen/565022/olof-palme-friedensmarsch/

Zum Internationalen Tag der Demokratie stellt die Robert-Havemann-Gesellschaft den ersten Band ihrer neuen Publikationsr...
15/09/2026

Zum Internationalen Tag der Demokratie stellt die Robert-Havemann-Gesellschaft den ersten Band ihrer neuen Publikationsreihe vor: „Demokratie – Jetzt oder nie!“

Das Buch widmet sich dem Kampf um politische und gesellschaftliche Teilhabe in der DDR und Ostmitteleuropa und nimmt zugleich heutige Erfahrungen aus Belarus, Hongkong, Iran und Russland in den Blick.

Ausgangspunkt sind die Bestände des Archivs der DDR-Opposition. Flugblätter, Samisdat-Publikationen, Fotografien, persönliche Dokumente und politische Aufrufe erzählen von Menschen, die sich gegen staatliche Bevormundung wandten und für demokratische Rechte eintraten.

Der erste Band verbindet historische Erfahrungen mit aktuellen internationalen Perspektiven. Der Einsatz für Demokratie, Menschenrechte und gesellschaftliche Teilhabe ist universell.

Das Buch ist ab sofort in deutscher und englischer Ausgabe über unseren Onlineshop und im Buchhandel erhältlich. Mehr Infos dazu findet ihr in unserer Pressemitteilung unter: www.havemann-gesellschaft.de/beitraege/tag-der-demokratie-neue-publikation/

Am Montag, dem 4. September 1989, protestieren in Leipzig erstmals im Revolutions-Herbst über tausend Menschen gegen das...
04/09/2026

Am Montag, dem 4. September 1989, protestieren in Leipzig erstmals im Revolutions-Herbst über tausend Menschen gegen das SED-Regime.

Bereits ab Anfang der 1980er Jahre fanden in Leipzig jeweils am Montag Friedensgebete in der Nikolaikirche statt. Zur Montagsdemonstration am 4. September 1989 versammelten sich im Anschluss an die Andacht Bürgerrechtlerinnen und Bürgerrechtler mit Plakaten und Bannern auf dem Platz vor der Kirche. Mit Forderungen wie "Für ein offenes Land mit freien Menschen" und "Reisefreiheit statt Massenflucht" protestierten die Menschen. Die Demonstration wurde durch zahlreiche Westmedien begleitet, was öffentliche Verhaftungen verhinderte und die Forderungen der Demonstrierenden deutschlandweit bekannt machte.

Am 9. Oktober 1989 zogen rund 70.000 Menschen trotz massiver Drohungen und eines großen Aufgebots von Polizei und Sicherheitskräften friedlich durch Leipzig und machten damit deutlich, dass sich die Menschen in der DDR nicht mehr einschüchtern ließen.

Die obenstehenden Bilder des Fotografen Armin Wiech aus unserem Archiv zeigen Szenen der ersten Montagsdemonstration in Leipzig. Mehr zu diesem Thema findet ihr unter: jugendopposition.de/jugendopposition/themen/565097/friedensgebete-und-montagsdemonstrationen/

Im Sommer 1980 kam es in Polen zu einer landesweiten Streikwelle, aus der die Solidarność-Bewegung hervorging. Ein entsc...
30/08/2026

Im Sommer 1980 kam es in Polen zu einer landesweiten Streikwelle, aus der die Solidarność-Bewegung hervorging. Ein entscheidender Ausgangspunkt war die Entlassung der Kranführerin Anna Walentynowicz aus der Danziger Leninwerft. Aus Protest traten die Beschäftigten der Werft Mitte August in den Streik. Unter der Führung von L**h Wałęsa schlossen sich bald Arbeiterinnen und Arbeiter zahlreicher weiterer Betriebe an und formulierten gemeinsame politische und soziale Forderungen. Mit dem Danziger Abkommen vom 31. August 1980 erkannte die polnische Regierung schließlich unter anderem das Recht auf unabhängige Gewerkschaften an. Wenige Wochen später gründeten Vertreter der Streikkomitees die Solidarność – die erste unabhängige Gewerkschaft im kommunistischen Machtbereich.

Mit der Verhängung des Kriegsrechts im Dezember 1981 wurde die Tätigkeit der Solidarność gewaltsam unterbunden; zahlreiche Mitglieder und Aktivisten wurden interniert. Die Gewerkschaft, der zu diesem Zeitpunkt rund zehn Millionen Menschen angehörten, arbeitete jedoch im Untergrund und im Exil weiter. Angesichts einer sich verschärfenden politischen und wirtschaftlichen Krise und neuer Streikwellen sah sich die kommunistische Führung 1988 schließlich zu Verhandlungen mit der Opposition gezwungen. Die Gespräche am Runden Tisch 1989, die anschließende Wiederzulassung der Solidarność und die teilweise freien Wahlen im Juni 1989 leiteten den demokratischen Systemwechsel in Polen ein.

Dokumente und Fotos im Archiv der DDR-Opposition der Robert-Havemann-Gesellschaft zeigen die engen Beziehungen zu oppositionellen Kreisen in Polen und anderen osteuropäischen Ländern. Besonders der Fotobestand von Bernd Markowsky enthält zahlreiche Aufnahmen aus Polen. Geprägt von seinen Erfahrungen in der SED-Diktatur verfolgte er die entstehende Solidarność-Bewegung mit besonderem Interesse.

Mehr Fotos und Infos dazu findet ihr online auf unserer Webseite:https://www.havemann-gesellschaft.de/aktuelles/aus-dem-archiv/unterlagen-zur-unabhaengigen-gewerkschaft-solidarnosc-und-polnischen-oppositionsbewegung-im-archiv-der-ddr-opposition/

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Berlin
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