Robert-Havemann-Gesellschaft e. V.

Robert-Havemann-Gesellschaft e. V. Kontaktinformationen, Karte und Wegbeschreibungen, Kontaktformulare, Öffnungszeiten, Dienstleistungen, Bewertungen, Fotos, Videos und Ankündigungen von Robert-Havemann-Gesellschaft e. V., Gemeinnützige Organisation, Klosterstraße 66, Berlin.

Die Robert-Havemann-Gesellschaft, im November 1990 von der Bürgerbewegung Neues Forum als politischer Bildungsverein gegründet, dokumentiert und vermittelt die Geschichte und Erfahrungen von Opposition und Widerstand in der DDR.

„Ich wünsche mir mehr Transparenz von den Politikern“ sagt ein junger Schüler des Berliner John-Lennon-Gymnasiums.In uns...
11/06/2026

„Ich wünsche mir mehr Transparenz von den Politikern“ sagt ein junger Schüler des Berliner John-Lennon-Gymnasiums.

In unserem aktuellen Podcast-Projekt bringen wir junge Berlinerinnen und Berliner ins Gespräch mit der Politik, besonders in Hinsicht auf die Absenkung des Wahlalters auf 16 Jahre. Thematisiert wird dabei immer wieder die Frage: "Was wünsche ich mir von der deutschen Politik und den kandidierenden Politikern?"

Grundlage der Workshops ist eine intensive Vorbereitung mit historischen Materialien aus dem Archiv der DDR-Opposition. Die Jugendlichen sichten Archivquellen zur jeweils interviewten Person bzw. zum thematischen Kontext, entwickeln eigene Fragestellungen und gestalten aktiv den Gesprächsverlauf.

Im ersten Workshop wurde dabei viel darüber diskutiert, was die Jugendlichen von der Politik erwarten und welche Themen sie im Podcast ansprechen möchten.

Denn Demokratie lebt vom Dialog, und davon, dass junge Menschen ihre Fragen selbst stellen. 🔊

Gestern Abend erinnerten wir im bis auf den letzten Platz gefüllten Schoeler Schlösschen in Berlin-Wilmersdorf an Gerulf...
11/06/2026

Gestern Abend erinnerten wir im bis auf den letzten Platz gefüllten Schoeler Schlösschen in Berlin-Wilmersdorf an Gerulf Pannach, Liedermacher, Texter der Band Renft und gemeinsam mit Jürgen Fuchs und Christian Kunert 1977 aus der DDR ausgebürgert. Christian Kunert, langjähriger Weggefährte Pannachs bei Renft sowie bei „Pannach & Kunert“, und die Autorin Doris Liebermann zeichneten Leben und Wirken Pannachs nach. Im Mittelpunkt standen seine Konflikte mit den DDR-Behörden, seine Verhaftung und Ausbürgerung. Natürlich durfte auch die Musik nicht fehlen. Der Nachlass Gerulf Pannachs wird heute im Archiv der DDR-Opposition der Robert-Havemann-Gesellschaft bewahrt.

Zur gleichen Zeit lief im Kino Babylon die Premiere des Films „Kommunist“, eines Porträts über den letzten Staatsratsvorsitzenden der DDR, Egon Krenz. Besonders bemerkenswert: Ausgerechnet im Trailer dieses Films wird mit einem Lied von Renft geworben, geschrieben von Gerulf Pannach.

Dabei war es Egon Krenz selbst, der sich bereits 1975 als FDJ-Chef beim Kulturminister über die Band beschwerte. In einem Brief schrieb er, Pannach sei „in verleumderischer Weise gegen unsere DDR“ aufgetreten. Die Renft-Combo habe „offen gegen unsere Republik, die Partei und den Jugendverband provoziert“. Deshalb hielt Krenz es für angebracht, der Band „die Grenzen ihrer Möglichkeiten“ zu zeigen.

Absurd, dass dieser Film heute mit der Musik eines Künstlers beworben wird, dessen Arbeit von Krenz einst bekämpft wurde.

Wir teilen den Trailer hier bewusst nicht, weil dem Film bereits mehr als genug Aufmerksamkeit zuteilwird. Nach allem, was man bislang lesen und hören kann, scheint diese Aufmerksamkeit kaum im Verhältnis zur Qualität und historischen Einordnung des Films zu stehen.

Für uns ist dies ein weiteres Beispiel für die schleichende Umdeutung der SED-Diktatur. Die gestrige Veranstaltung hat dagegen daran erinnert, warum Menschen wie Gerulf Pannach mit dem Staat in Konflikt gerieten.



📸 Robert-Havemann-Gesellschaft/Rolf Walter

Am 7. Juni 1990, heute vor 36 Jahren, demonstrierten mehrere Tausend Studierende sowie Mitarbeitende der Berliner Hochsc...
07/06/2026

Am 7. Juni 1990, heute vor 36 Jahren, demonstrierten mehrere Tausend Studierende sowie Mitarbeitende der Berliner Hochschulen vor dem Palast der Republik, dem damaligen Sitz der DDR-Volkskammer. Sie protestierten gegen die Abwicklung von Bildungs- und Forschungseinrichtungen und forderten bessere Studienbedingungen in der Zeit des politischen Umbruchs.

Die Fotografien halten einen Moment fest, in dem viele Hochschulangehörige für den Erhalt akademischer Strukturen und für Mitbestimmung in der Neugestaltung des Bildungssystems auf die Straße gingen. Auf dem letzten Bild zu sehen: Heinrich Fink, Rektor der Humboldt-Universität. Wegen des Vorwurfs, ein inoffizieller Mitarbeiter (IM) des Ministeriums für Staatssicherheit (MfS) gewesen zu sein, wurde er später entlassen.

Die gezeigten Aufnahmen stammen von Andreas Varnhorn. Sein Fotobestand ist heute Teil des Archivs der Robert-Havemann-Gesellschaft. Mehr zum Fotografen findet ihr hier: https://www.havemann-gesellschaft.de/archiv-der-ddr-opposition/bildarchiv/bestaende-einzelner-fotografen/bestand-varnhorn-andreas/

„Gerade in der aktuellen Situation hoffe ich, dass sich die Politiker und Politikerinnen besonders mit der Bildung von K...
06/06/2026

„Gerade in der aktuellen Situation hoffe ich, dass sich die Politiker und Politikerinnen besonders mit der Bildung von Kindern im jungen Alter beschäftigen.“

Wie kann politischer Dialog auf Augenhöhe gelingen? Im ersten Workshop der vierteiligen Projekt-Reihe der Robert-Havemann-Gesellschaft zur Förderung politischer Medienkompetenz und demokratischer Diskussionskultur arbeiteten Jugendliche des John-Lennon-Gymnasiums mit Archivquellen zur DDR-Opposition und entwickelten daraus eigene Fragen an Politikerinnen.

Das Projekt der Robert-Havemann-Gesellschaft verbindet politische Bildung mit Medienarbeit: Jugendliche setzen sich kritisch mit Geschichte auseinander, hinterfragen politische Positionen und lernen, ihre eigenen Perspektiven sichtbar zu machen und selbstsicher in politische Dialoge zu gehen.

Die erste Podcast-Folge wird in den kommenden Wochen auf allen gängigen Kanälen veröffentlicht.

In der Nacht vom 3. auf den 4. Juni 1989, vor fast genau 37 Jahren, kam es auf dem Tiananmen-Platz (Platz des Himmlische...
05/06/2026

In der Nacht vom 3. auf den 4. Juni 1989, vor fast genau 37 Jahren, kam es auf dem Tiananmen-Platz (Platz des Himmlischen Friedens) in Peking zum Mord zahlreicher friedliche Demonstrierender. Mit dem Massaker, das wahrscheinlich Tausenden Menschen das Leben kostete, zerschlug das chinesische Militär eine breite Bewegung, die mit Streiks und Demonstrationen für eine Demokratisierung der Volksrepublik China eintrat.

Die Reaktionen in der DDR auf dieses Ereignis fielen sehr unterschiedlich aus: Das Politbüro der SED stand dabei hinter der Entscheidung der chinesischen Regierung. Sie machten die Demonstrierenden selbst für den tödlichen Ausgang verantwortlich. Die DDR-Führung warnte die Oppositionsbewegung in der DDR vor einem ähnlichen Ausgang.

Gleichzeitig stellte sich die Oppositionsbewegungen der DDR auf die Seite der Demonstrierenden. Sie verschickten Protestschreiben an die chinesische Staatsführung, sammelten Unterschriften und riefen selbst zur Demonstration vor der chinesischen Botschaft in Berlin-Pankow am 6. Juni 1989 auf. Daraufhin kam es zu zahlreichen Verhaftungen, Verhören und Ordnungsstrafen.

Mehr Informationen und weitere Fotos rund um dieses Ereignis findet ihr hier: https://www.jugendopposition.de/jugendopposition/themen/564948/die-chinesische-loesung/

Was heute mit wenigen Klicks veröffentlicht werden kann, war in der DDR oft mit hohen Risiken verbunden oder augenschein...
01/06/2026

Was heute mit wenigen Klicks veröffentlicht werden kann, war in der DDR oft mit hohen Risiken verbunden oder augenscheinlich unmöglich. Wer unabhängige Meinungen, politische Texte oder Informationen verbreiten wollte, tat dies daher häufig im Samisdat, dem „Selbstverlag“ außerhalb staatlicher Kontrolle.

Mit Schreibmaschinen, Kohlepapier, Matrizen- oder einfachen Druckgeräten entstanden seit den 1950er Jahren Untergrundzeitschriften, Flugblätter und Broschüren, die heimlich weitergegeben wurden. Besonders in den 1980er Jahren wurde Samisdat zu einem wichtigen Sprachrohr der DDR-Opposition.

Gedruckt wurde oft in Wohnungen, Gemeinderäumen oder kirchlichen Einrichtungen, trotz drohender Repressionen. Samisdat bedeutete nicht nur Informationsaustausch, sondern auch Vernetzung, Solidarität und das Sichtbarmachen unabhängiger Stimmen in der Diktatur.

Die Sammlung an Samisdat-Publikationen im Archiv der DDR-Opposition, die Teils oben in den Bildern abgebildet zu finden sind, ist mit über 160 Titeln eine der größten und umfangreichsten ihrer Art. In dieser Sammlung befinden sich Periodika wie auch Einzelausgaben. Die Publikationen zählen zu den bedeutsamsten schriftlichen Zeugnissen der DDR-Opposition, da sich deren Akteure in den Blättern der Selbstverlage frei artikulieren konnten.

Mehr Informationen zu diesem Thema findet ihr auf unserer Webseite unter: https://www.havemann-gesellschaft.de/archiv-der-ddr-opposition/sammlungen/samisdat-der-ddr-opposition/ sowie auch hier: https://www.jugendopposition.de/jugendopposition/themen/565047/samisdat/

Wie wird Erinnerung gemacht, wer missbraucht sie und welche Rolle kann sie in einer demokratischen Gesellschaft spielen?...
29/05/2026

Wie wird Erinnerung gemacht, wer missbraucht sie und welche Rolle kann sie in einer demokratischen Gesellschaft spielen? Mit diesen Fragen beschäftigte sich das 14. Europäische Gedenksymposium des European Network Remembrance and Solidarity (ENRS) .eu vom 27.–29. Mai in Bratislava.
Unter dem Motto „Memory Wars: Facts, Disinformation and the Politics of Remembrance“ diskutierten internationale Expertinnen und Experten über den Umgang mit Geschichte in Zeiten von Desinformation und Künstlicher Intelligenz. Für die Robert-Havemann-Gesellschaft nahm Sebastian Zilm an einem internationalen Panel teil und sprach darüber, wie Geschichte und Erinnerungskultur für junge Menschen ansprechend vermittelt werden können und welche Antworten Erinnerungsinstitutionen auf die Herausforderungen der „Memory Wars“ finden müssen.
Die Tagung hat gezeigt, wie wichtig der europäische Austausch über Erinnerungskultur gerade in einer Zeit ist, in der historische Deutungen zunehmend umkämpft sind.

„Ich wünsche mir, dass die Politik uns junge Menschen und unsere Interessen ernster nimmt“Viele junge Menschen erleben P...
28/05/2026

„Ich wünsche mir, dass die Politik uns junge Menschen und unsere Interessen ernster nimmt“

Viele junge Menschen erleben Politik als weit entfernt vom eigenen Alltag, obwohl sie Tag zu Tag direkt davon beeinflusst werden, besonders im Blick auf ihre Zukunft. Genau hier setzt das neue Podcast-Projekt der Robert-Havemann-Gesellschaft an: In insgesamt vier Workshops entwickeln Berliner Schülerinnen und Schüler eigene Fragen an Politikerinnen und Politiker, vorbereitet durch die Arbeit mit historischen Materialien aus dem Archiv der DDR-Opposition.

Den Auftakt der Workshop-Reihe machten die Schülerinnen und Schüler des John-Lennon-Gymnasiums. Gemeinsam diskutierten sie über politische Teilhabe, demokratische Gesprächskultur und ihre Erwartungen an heutige Politik. Aus diesen Gesprächen entsteht eine Podcast-Reihe, in der junge Menschen selbst das Mikrofon übernehmen. 🎙️

Am 21. Mai 1990 wurde in Ost-Berlin symbolisch die Hoffnung auf eine eigenständige demokratische Verfassung der DDR zu G...
27/05/2026

Am 21. Mai 1990 wurde in Ost-Berlin symbolisch die Hoffnung auf eine eigenständige demokratische Verfassung der DDR zu Grabe getragen. Unter dem Titel „Beerdigung eines Verfassungsentwurfes“ protestierten Vertreterinnen und Vertreter der Bürgerbewegungen gegen den politischen Kurs der schnellen Vereinigung ohne breite öffentliche Debatte über eine neue Verfassung.

Die Aufnahmen zeigen einen Moment zwischen Aufbruch, Enttäuschung und politischem Protest in der Transformationszeit von 1989/90.

Die oben gezeigten Fotografien stammen von Andreas Kämper. Sein umfangreicher Fotobestand ist heute Teil des Archivs der Robert-Havemann-Gesellschaft und dokumentiert zentrale Ereignisse der Friedlichen Revolution und der Transformationszeit. Mehr Infos zu seinen Arbeiten findet ihr hier: www.havemann-gesellschaft.de/archiv-der-ddr-opposition/bildarchiv/bestaende-einzelner-fotografen/bestand-kaemper-andreas/

Am 21. Juni 2026 öffnen wir unsere Türen: Die Robert-Havemann-Gesellschaft lädt herzlich zum Tag der offenen Tür in ihre...
26/05/2026

Am 21. Juni 2026 öffnen wir unsere Türen: Die Robert-Havemann-Gesellschaft lädt herzlich zum Tag der offenen Tür in ihre neuen Räumlichkeiten in der Klosterstraße 66 ein.

Nach intensiven Wochen des Umzugs und Einrichtens möchten wir euch unseren neuen Standort vorstellen und Einblicke in unsere Arbeit geben. An diesem Tag öffnen wir auch unsere Magazin- und Archivräume und bieten Führungen zur Geschichte der Robert-Havemann-Gesellschaft, des Archivs der DDR-Opposition und zu den Hintergründen unseres Umzugs an.

🕒 Führungen um 12.00, 14.00 und 16.00 Uhr
📍 Klosterstraße 66, 10179 Berlin
📅 21. Juni 2026

Kommt vorbei, lernet unsere neuen Räume kennen und werft einen Blick hinter die Kulissen der Robert-Havemann-Gesellschaft.

Die Anmeldung für die Führungen erfolgt über folgenden Link: https://forms.cloud.microsoft/e/GP3i3XJPre

Im Anschluss lohnt sich auch ein Besuch auf dem Parochialkirchhof nebenan: Dort findet im Rahmen der Fête de la Musique von 14.00 bis 22.00 Uhr ein Programm mit Nonstop-Chormusik statt.

Adresse

Klosterstraße 66
Berlin
10179

Öffnungszeiten

Montag 09:00 - 16:00
Mittwoch 09:00 - 20:00
Donnerstag 09:00 - 16:00
Freitag 09:00 - 16:00

Telefon

+4930577998010

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