17/06/2026
Verlage waren von Anfang an integraler Bestandteil des Systems der Zensur in der DDR.
Jedes Manuskript musste ein mehrstufiges "Druckgenehmigungsverfahren" durchlaufen: erst ein internes Gutachten des Verlags, dann ein externer Gutachter, schließlich die „Hauptverwaltung Verlag und Buchwesen", die über die Druckgenehmigung entschied. In manchen Verlagen war mehr als die Hälfte der Belegschaft allein mit der Prüfung beschäftigt.
Verlage waren nicht nur Vermittler, sondern auch Zensoren: Sie lehnten Manuskripte ab, was sie für nicht durchsetzbar hielten, kürzten Texte oder versahen sie mit Kommentaren. Gleichzeitig standen sie selbst unter staatlicher Kontrolle und Einflussnahme.
Genau solche Geschichten und Spannungsfelder machen wir im Projekt „Wortwächter“ für junge Menschen erfahrbar.
Mehr Infos zum Projekt unter: wort-waechter.de 🔗