19/08/2026
Über 2.000 Schriftsteller*innen mussten zwischen 1933 und 1945 Deutschland verlassen. Berufsverbote, Verhaftung, Verfolgung – für viele blieb nur die Flucht. Doch das Exil war kein sicherer Hafen. Aufenthaltsgenehmigungen waren an Einkommen geknüpft, Besitz war beschlagnahmt, ausländische Verlage zeigten kaum Interesse. Das Leben im Exil war für die meisten ein Leben in Armut. Hinzu kamen Einsamkeit, Heimatlosigkeit und Ablehnung.
Spätestens mit dem Ausbruch des Zweiten Weltkrieges wurde klar: Es gab keinen sicheren Ort mehr in Europa. Die psychische Belastung war für viele unerträglich. Walter Benjamin, Ernst Toller, Kurt Tucholsky und Stefan Zweig nahmen sich im Exil das Leben.
Und trotzdem schrieben viele weiter. Es entstand eine Exil- und Widerstandsliteratur mit zahlreichen politischen Schriften und Romanen gegen das NS-Regime.
Solche Geschichten machen wir im Projekt "Wortwächter" für junge Menschen nachvollziehbar. Mehr Infos zum Projekt unter: wort-waechter.de 🔗