RAW-Kulturwerk

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RAW-Kulturwerk Kunst- und Kulturnetzwerk auf dem RAW-Gelände

11/10/2026

Hmm, könnte fast eine Schlagzeile von heute sein: Streit zwischen Vermieter und Mietern, Vorwürfe wegen Brandschutzmängeln und vertragswidriger Nutzung, Kündigung, der Bezirk muss vermitteln und verhandeln.

Aber nein, dieser Tagesspiegel-Artikel stammt vom **29. Mai 2001**!

Die Geschichte des RAW-Tempels reicht bis 1998/99 zurück. Seit fast 30 Jahren drehen sich die Diskussionen um dieselben Fragen: Mietverträge, Brandschutz, Verantwortung und die Zukunft der Kultur auf dem RAW-Gelände.

**Man könnte meinen, wir hätten inzwischen etwas dazugelernt.**

Die rund 70 ökologisch orientierten Leute, die seit zwei Jahren auf dem ehemaligen Gelände des Reichsbahnausbessserungswerks (RAW) an der Revaler Straße ihre provisorischen Ateliers und Werkstätten haben, müssen das Grundstück bis zum 24. Juli verlassen.

16/09/2026

Zwanzig Jahre Berliner Kulturpolitik in einer Geschichte: Eine langfristige Sicherung der Kultur durch den Eigentümer kam politisch nicht zustande. Jetzt wird sie mit öffentlichen Mitteln gesichert. Darüber kann man sich freuen und trotzdem fragen, ob es nicht früher eine tragfähige Lösung gegeben hätte.

Die Kurth-Gruppe hat uns Künstlern fast zehn Jahre lang Ateliers für rund fünf Euro pro Quadratmeter ermöglicht. Ihr Vorschlag war im Grunde einfach: kommerzielle Entwicklung an einer Stelle, langfristige Sicherung der Kultur an einer anderen. Dieses Modell fand jahrelang keine politische Mehrheit. Jetzt übernimmt der Bezirk eine fast dreimal so hohe Miete.

Ich freue mich, dass es weitergeht. Die jetzige Lösung ist ein verantwortungsvoller Schritt, der uns Künstlern Perspektive gibt. Trotzdem sollte bei aller Freude über die politische Rettung auch der Beitrag des Eigentümers anerkannt werden, der die Kultur jahrelang mitgetragen hat. Und die Frage bleibt, ob man diese Sicherheit nicht früher und günstiger hätte erreichen können.

Allesandersplatz. Raum für alles und jeden am Alexanderplatz. Jetzt bewerben!Die Raumvergabe läuft noch, und grundsätzli...
28/08/2026

Allesandersplatz. Raum für alles und jeden am Alexanderplatz. Jetzt bewerben!
Die Raumvergabe läuft noch, und grundsätzlich können sich Einzelpersonen und Gruppen bewerben. Wohnen, Gewerbe, Büro, Atelier oder Soziales: Vom Atelier bis zur Zahnarztpraxis ist vieles möglich. Das Bauprojekt der BIM läuft allerdings schon seit Jahren, deshalb sind viele der attraktivsten Flächen vermutlich längst vergeben oder vorgemerkt. Trotzdem: versuchen!
In das gesamte Areal wurde durch öffentliche Mittel in dreistelliger Millionenhöhe gefördert.

Der erste beunruhigende Vorbote: Zum ersten Mal kommt hier eine Touristengruppe gleich mit einem großen Reisebus aufs RA...
27/08/2026

Der erste beunruhigende Vorbote: Zum ersten Mal kommt hier eine Touristengruppe gleich mit einem großen Reisebus aufs RAW. Rund 40 Leute steigen aus, der Bus blockiert derweil eine ganze Fahrspur.

Touristen finde ich grundsätzlich gut. Das RAW braucht tagsüber Besucher und etwas Leben. Aber Reisebusse, die hier den Verkehr blockieren, sind dann doch eine neue Stufe.

Übrigens, mich stört diese pauschale Abwertung von Touristen sowieso. „Tourist“ heißt erst einmal nur Besucher, der Gast. Das kann deine Oma sein, die einmal im Leben nach Berlin kommt, eine Schulklasse, die lange für die Reise gespart hat, oder jemand, der zum Feiern herkommt. Entscheidend ist doch, wie sich jemand verhält, nicht dass er Tourist ist.

Der berühmte Mauerdurchbruch zum RAW-Gelände. Damals ein ziemlich großes Loch in der Mauer, später ein wichtiger Anfang ...
26/08/2026

Der berühmte Mauerdurchbruch zum RAW-Gelände. Damals ein ziemlich großes Loch in der Mauer, später ein wichtiger Anfang der RAW-Erfolgsgeschichte: Clubs, Flohmarkt und andere Angebote wurden plötzlich von der Revaler Straße aus sichtbar und direkt vom Simon-Dach-Kiez zugänglich.

Inzwischen gibt es sogar einen Fußgängerübergang, sodass man die Revaler Straße auch nachts halbwegs zivilisiert überqueren kann. Und die berüchtigte Treppe? Die hat längst Karriere gemacht. Vormittags sitzen hier regelmäßig ganze Reisegruppen und lassen sich das RAW-Gelände erklären.

Führungen durch Museen, Fabriken oder historische Gebäude kannte ich. Aber wenn Menschen aus aller Welt auf einer Treppe sitzen, um sich Schrott, Graffiti, alte Mauern und das organisierte Chaos eines ehemaligen Reichsbahnausbesserungswerks zeigen zu lassen, dann hat ein Ort wohl endgültig etwas erreicht.

Der Ruhm des Simon-Dach-Kiezes ist mittlerweile etwas verblasst. Das RAW-Gelände dagegen ist zur Legende geworden.

22/08/2026

This could very well be the most romantic spot to watch the sunset in Berlin. In any case, from the Modersohn Bridge in Friedrichshain you’re guaranteed a stunning view of the capital’s skyline. See you tomorrow.

Die neuen Nachrichten über die Zwischenlösung für das RAW lassen auf Besseres hoffen, auch wenn noch vieles offen ist. D...
21/08/2026

Die neuen Nachrichten über die Zwischenlösung für das RAW lassen auf Besseres hoffen, auch wenn noch vieles offen ist. Dank Kurth Immobilien und engagierter Nutzer funktioniert vieles auf dem Gelände inzwischen so gut wie lange nicht mehr.

Der Bezirk übernimmt einen Teil davon: ein intaktes, geordnetes Chaos mit vielen bereits gelösten, aber auch noch ungelösten Problemen. Allerdings können wirklich signifikante Verbesserungen nur durch eine generelle Planung für das gesamte Gelände erreicht werden.

Das RAW-Gelände ist ungefähr so groß wie die Museumsinsel. Dabei wird heute nur etwa die Hälfte der Fläche intensiv und vorwiegend abends genutzt. Trotzdem kommen jährlich ähnlich viele Besucher wie auf die Museumsinsel. Das zeigt ziemlich deutlich, welches Potenzial dort steckt.

Ein neues Spider-Man-Graffiti entsteht unter den neugierigen Blicken interessierter Zuschauer.
16/07/2026

Ein neues Spider-Man-Graffiti entsteht unter den neugierigen Blicken interessierter Zuschauer.

10.07.2026 Eröffnung 18 Uhr. Die Ausstellung „Ansichtssache“ verbindet künstlerische Praxis, Inklusion und gesellschaftl...
08/07/2026

10.07.2026 Eröffnung 18 Uhr. Die Ausstellung „Ansichtssache“ verbindet künstlerische Praxis, Inklusion und gesellschaftliche Teilhabe. Gezeigt werden Arbeiten von rund 20 Künstler:innen aus unterstützenden Werkstattkontexten in Berlin und London, unter anderem aus der Kunstwerkstatt Kreuzberg, der Thikwa Werkstatt für Theater und Kunst und der Londoner Organisation Outward.

Im Mittelpunkt steht nicht ein „besonderes“ Inklusionsangebot, sondern die selbstbestimmte künstlerische Position der beteiligten Künstler:innen. Die Ausstellung wurde gemeinsam mit ihnen entwickelt, kuratiert und gestaltet. Sie fragt, wer Zugang zu Ateliers, Ausstellungen und professionellen Netzwerken bekommt und wie etablierte Kunstinstitutionen sich verändern müssen, wenn Inklusion nicht Dekoration, sondern Haltung sein soll.

Zu sehen in den Räumen der **nGbK am Alex**, Karl-Liebknecht-Straße 11/13, direkt am Alexanderplatz, in der Nähe von Rotem Rathaus, Fernsehturm und **St. Marienkirche**.

Ansichtssache denkt künstlerische Praxis, Inklusion und gesellschaftliche Teilhabe zusammen. Die Ausstellung vereint Arbeiten von rund 20 Künstler:innen, die in unterstützenden Werkstattkontexten in Berlin und London arbeiten und aufgrund ableistischer Strukturen selten Zugang zu Ateliers, …

Adresse

Revaler Str. 99
Berlin
10245

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