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Unabhängige Beobachtung des NSU-Prozesses

Wir gedenken: Heute vor 20 Jahren, am 6. April 2006, wurde Halit Yozgat in seinem Internetcafé in   vom   ermordet. Er w...
06/04/2026

Wir gedenken: Heute vor 20 Jahren, am 6. April 2006, wurde Halit Yozgat in seinem Internetcafé in vom ermordet. Er wurde 21 Jahre alt.

Schon 2006, nur kurze Zeit nach den Morden an Mehmet Kubaşık und Halit Yozgat, schloss sich die Familie Yozgat mit anderen Angehörigen zusammen und ging in Kassel und Dortmund auf die Straße. Ihre Botschaft und ihr Aufruf: „9 Opfer – Wir wollen kein 10. Opfer". Sie forderten eine umfassende Aufklärung und die Berücksichtigung eines möglichen rechten Motivs in der Ermittlungsarbeit.

Nach der Selbstenttarnung des NSU zeigte sich, dass die Familien mit ihrer Vermutung eines rechten Hintergrundes der Mordserie recht hatten. Doch bis heute ist der Mord an Halit Yozgat nicht vollständig aufgeklärt.

So kämpft die Familie von Halit Yozgat weiterhin um eine umfassende Aufklärung aller Fragen zum Mord in Kassel – besonders zur Rolle des Verfassungsschützers Andreas Temme, der zum Tatzeitpunkt des Mordes am Tatort war.

Heute um 15:00 Uhr findet die Gedenkfeier der Familie Yozgat und der Stadt Kassel am Halitplatz statt. Weitere Infos dazu findet ihr auch bei der .

Wir gedenken heute Burak Bektaş. Er wurde vor 14 Jahren, am 5. April 2012, in  -  ermordet. Er wurde nur 22 Jahre alt. S...
05/04/2026

Wir gedenken heute Burak Bektaş. Er wurde vor 14 Jahren, am 5. April 2012, in - ermordet. Er wurde nur 22 Jahre alt. Seine Familie kämpft mit der Initiative für die Aufklärung des Mordes an Burak bis heute um die Aufklärung des Mordes.

Burak Bektaş wurde wenige Monate nach der Selbstenttarnung des ermordet. Bis heute ist der Mord ungeklärt. Vieles spricht dafür, dass es sich um eine rassistische Tat handelt.

Melek Bektaş, die Mutter von Burak, sagte am 11. März 2024 bei der Pressekonferenz des Solidaritäts-Netzwerks von Angehörigen, Betroffenen und Überlebenden rechter, rassistischer, antisemitischer Morde und Gewalt aus ganz Deutschland:

„Ich will von den verantwortlichen Behörden den Mörder meines Sohnes. Das ist das Einzige, was ich zu sagen habe.“

Am 12. April um wird es um 14:00 Uhr in Berlin Neukölln am Gedenkort Burak Bektaş in der Rudowerstr/Möwenweg eine Gedenkkundgebung geben: https://burak.site36.net/2026/03/wer-hat-burak-ermordet-schluss-mit-der-straflosigkeit-gedenkkundgebung-zum-14-todestag-am-12-04-2026-1400-uhr/

Wir gedenken: Vor 20 Jahren, am 4. April 2006, wurde Mehmet Kubaşık in seinem Kiosk in   vom   ermordet. Er wurde 39 Jah...
05/04/2026

Wir gedenken: Vor 20 Jahren, am 4. April 2006, wurde Mehmet Kubaşık in seinem Kiosk in vom ermordet. Er wurde 39 Jahre alt.

Seine Familie kämpft bis heute um Aufklärung. Seine Frau Elif Kubaşık schreibt:

"Ich frage mich immer wieder, wie alle im Verfassungsschutz, der Polizei oder Staatsanwaltschaft, die mehr wissen als sie sagen, die nicht alles aufgeklärt haben, ruhig schlafen können. Ich kann bis heute nicht ruhig schlafen, weil es noch so viele offene Fragen gibt.

Es bleibt für mich die Frage nach Gerechtigkeit. Diese hat das Verfahren in München nicht für mich gebracht. Das Verfahren endete für mich im Chaos, unsere Fragen wurden nicht beantwortet, die N***s klatschten und ich habe vor dem Ende des Urteils den Saal verlassen. Es ist so viel bekannt geworden über das Netzwerk. Jeder hätte bestraft werden müssen, der zum NSU gehörte, ihm geholfen hat. Sie haben nur die wenigen vor Gericht gebracht. Aber selbst wer vor Gericht stand, wie Eminger, ist mit einer kleinen Strafe freigelassen worden.

Dann ist da die Frage des Gewissens. Ich frage mich immer wieder, wie alle im Verfassungsschutz, der Polizei oder Staatsanwaltschaft, die mehr wissen als sie sagen, die nicht alles aufgeklärt haben, ruhig schlafen können. Ich kann bis heute nicht ruhig schlafen, weil es noch so viele offene Fragen gibt.

Aber in der Gesellschaft hat sich etwas getan, das spüre ich. Wir werden viel eingeladen, die Leute sind neugierig, sie wollen etwas tun, Studierende, Schüler und Schülerinnen wollen von uns lernen, wollen solidarisch sein. Besonders wichtig ist für mich, dass gerade in Dortmund die Unterstützung für uns noch so stark ist. Die Erinnerung an Mehmet wird hier hochgehalten. Das zeigt, wie sehr Dortmund unser Zuhause ist."

📨 Am Donnerstag (2. April) kommt die nächste Ausgabe von unserem monatlichen   „Aufklären und Einmischen"!Themen der Apr...
31/03/2026

📨 Am Donnerstag (2. April) kommt die nächste Ausgabe von unserem monatlichen „Aufklären und Einmischen"!

Themen der April-Ausgabe:

➡️ 20 Jahre: Gedenken an Mehmet Kubaşık und Halit Yozgat

➡️ 2. NSU-Prozess: Drei Monate vor dem Urteil

➡️ NSU-Aufarbeitung in Hamburg: Eigenlob ohne Nachweise

➡️ Sächsische Separatisten: Zwischen Selbstverharmlosung und Hitlerbild

Wie immer:

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Seit der Nacht des 25. März 2024 fehlen sie: Elis (Emily), Gizem (Galia), İsmail (Kancho) Emilov Zhilov und Kıymet (Katy...
25/03/2026

Seit der Nacht des 25. März 2024 fehlen sie: Elis (Emily), Gizem (Galia), İsmail (Kancho) Emilov Zhilov und Kıymet (Katya) Todorova Zhilova, zwei junge Eltern und ihre beiden Kinder. Sie starben vor zwei Jahren bei dem rassistischen Brandanschlag von Solingen 2024.

Erst wenige Monate zuvor waren die vier eingezogen. Sie waren aus Bulgarien nach Solingen gekommen – im Gepäck Träume von einem sicheren und gesicherten Leben. Die Wohnung in der Grünewalder Straße hätte ein Anfang sein sollen.

Nach der Festnahme des Täters zwei Wochen später informierten Staatsanwaltschaft und Polizei die Öffentlichkeit: Der Verdächtige habe aus persönlichen Motiven gehandelt. Politische Motive seien ausgeschlossen. Um Rassismus gehe es nicht.

In den Räumen des Täters hatte die Polizei aber NS-Literatur und Bilddateien mit NS-verherrlichenden Inhalten und rassistischen und antisemitischen Memes gefunden. Außerdem: Hinweise auf ein Google-Konto des Tatverdächtigen, mit dem rassistische Online-Videos abgerufen worden waren.

Diese Beweismittel wären nicht zu Tage gekommen, hätte nicht die Nebenklagevertreterin, Rechtsanwältin Seda Başay-Yıldız auf ihre Einführung in den Prozess gedrängt. Dabei stellte sich zudem heraus, dass die Polizei – Staatsschutz und Kriminalpolizei des Polizeipräsidums Wuppertal – alle Informationen mit Hinweisen auf mögliche politische Motive aus der Ermittlungsakte herausgehalten hatte.

Am Ende verurteilte das Gericht den Täter zu lebenslanger Haft mit Sicherungsverwahrung. Das Tatmotiv sah es nicht in der politischen Gesinnung, wohl aber in der psychischen Disposition des Verurteilten.

Doch das Gerichtsverfahren und sein Ausgang blieben nicht ohne kritischen Widerhall. Im Laufe des Prozesses füllte sich der Saal zusehends, Woche für Woche begleiteten dutzende solidarische Prozessbeobachter*innen das Verfahren und zeigten ihre Solidarität mit den Betroffenen. Die Hintergründe der rassistischen Tat, die das Gericht nicht anerkennen wollte, sind bekannt und dokumentiert.

Ab 17 Uhr gibt es heute in Solingen eine Demonstration am Neumarkt und um 17:30 eine Kundgebung vor dem Haus in der Grünewalder Straße 69. Folgt für mehr Informationen!

Hintergründe könnt ihr in unserer Podcastfolge nach dem Urteil im Juli 2025 nachhören: https://www.nsu-watch.info/podcast/nsu-watch-aufklaeren-einmischen-112-vor-ort-57-nach-dem-urteil-im-prozess-zum-brandanschlag-in-solingen-2004/

📻 Unsere neue  -Folge ist da: Staatsgewalt, Rassismus und Misogynie in den USA. Ein Gespräch mit Cynthia Miller-Idriss.F...
10/03/2026

📻 Unsere neue -Folge ist da: Staatsgewalt, Rassismus und Misogynie in den USA. Ein Gespräch mit Cynthia Miller-Idriss.

Frauenhass, Rassismus und Gewalt gegen LGBTIQA+ sind Brückenideologien einer transnational vernetzten extremen Rechten.

Mit der US-amerikanischen Soziologin Prof. Cynthia Miller-Idriss, u.a. Direktorin des Polarization and Extremism Research and Innovation Lab (PERIL) an der American University (Washington DC) und Autorin zahlreicher Standardwerke zur extremen Rechten in den USA, haben wir Mitte Februar 2026 über die Verbindung zwischen White Supremacy, Misogynie und die Auswirkungen massiver und tödlicher staatlicher Gewalt gegen vulnerable Communities in den USA und die Ermutigung gesprochen, die durch solidarische Bündnisse auch für die Verteidigung der Demokratie in Deutschland entstehen kann.

Das Gespräch ist im Podcast im Original auf Englisch zu hören.

🎧 Hört den Podcast jetzt bei allen Podcatchern, bei Spotify oder hier: https://www.nsu-watch.info/podcast/nsu-watch-aufklaeren-einmischen-116-vor-ort-60-staatsgewalt-rassismus-und-misogynie-in-den-usa-ein-gespraech-mit-cynthia-miller-idriss/

📨 Am Donnerstag (5.März) kommt die nächste Ausgabe von unserem monatlichen   „Aufklären und Einmischen"!Themen der März-...
03/03/2026

📨 Am Donnerstag (5.März) kommt die nächste Ausgabe von unserem monatlichen „Aufklären und Einmischen"!

Themen der März-Ausgabe:

➡️ 2. NSU-Prozess: Unhinterfragte Erinnerungslücken

➡️ Combat 18: Verfahren eingestellt

➡️ Gedenken an den rassistischen Brandanschlag von Solingen 2024

Wie immer:

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Wir gedenken: Heute vor 22 Jahren, am 25. Februar 2004, wurde Mehmet Turgut im Imbiss eines Freundes in  , in dem er aus...
25/02/2026

Wir gedenken: Heute vor 22 Jahren, am 25. Februar 2004, wurde Mehmet Turgut im Imbiss eines Freundes in , in dem er aushalf, vom erschossen. Er wurde 25 Jahre alt.

Seine Familie kämpft weiter um Aufklärung und fordert die Umbenennung des Neudierkower Wegs in Mehmet-Turgut-Weg.

Sein Bruder Mustafa Turgut schrieb im November 2021:

"Für uns ist es wichtig, dass Mehmet Turgut nicht in Vergessenheit gerät. Familie Turgut hat eine Botschaft an die Stadt Rostock. Mein Bruder wurde in Rostock kaltblütig hingerichtet und wir sehen, dass es an der Zeit ist Mehmet Turgut mit der Umbenennung der Straße in der er ermordet ist, zu würdigen. Wir bitten alle Beteiligten sich mit Mehmet-Turgut-Weg auseinanderzusetzen."

Mustafa Turgut sagte vor dem ersten NSU-Untersuchungsausschuss in Mecklenburg-Vorpommern:

"Bedenken Sie bitte, dass der Tatort in Rostock von jemanden ausgesucht sein muss, der sich dort auskennt. Viele Tatorte waren so gelegen, dass sich nur Einheimische dort aufgehalten haben müssen. Und leider wissen wir daher immer noch nicht, wie der NSU die Tatorte gewählt hat und ob sie Hilfe erhalten haben. Wir glauben, dass der NSU Helfer vor Ort hatte. Wir glauben, dass der NSU größer ist, als bisher angenommen wird. Und wir hoffen, dass wir endlich Antworten auf diese Fragen bekommen. Wir sind unseren Angehörigen diese Antworten schuldig. Und dafür werden wird alles tun."

Heute um 17 Uhr wird es am Gedenkort für Mehmet Turgut am Neudierkower Weg in Rostock-Toitenwinkel eine Gedenkkundgebung geben. Um 20 Uhr findet im Peter-Weiss-Haus eine Lesung mit Gamze Kubaşık statt.

Einen Artikel mit Hintergründen zum NSU-Komplex findet ihr hier: https://www.nsu-watch.info/2024/06/der-nsu-komplex-in-mecklenburg-vorpommern-eine-bilanz-der-arbeit-zweier-untersuchungsausschuesse/

Heute gedenken wir Blanka Zmigrod.Vor 34 Jahren, am 23. Februar 1992, wurde die Shoa-Überlebende auf dem Nachhauseweg im...
23/02/2026

Heute gedenken wir Blanka Zmigrod.

Vor 34 Jahren, am 23. Februar 1992, wurde die Shoa-Überlebende auf dem Nachhauseweg im Frankfurter Westend an der Kreuzung Kettenhofweg/Niedenau von einem schwedischen Rechtsterroristen ermordet. Sie wurde 68 Jahre alt.

Zwischen August 1991 und Januar 1992 hatte der Täter bereits aus rassistischen Motiven auf elf Menschen mit Migrationsgeschichte geschossen. Der 34-jährige Student Jimmy Ranijba wurde bei einem der Anschläge ermordet. Aufgrund dieser Mordserie und Banküberfällen wurde er im Januar 1994 in Schweden zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt.

Blanka Zmigrods Mörder stand dabei auch im Fokus der deutschen Ermittlungsbehörden, eine Auslieferung erfolgte jedoch erst im Jahr 2016.

Nach der Selbstenttarnung des NSU im Jahr 2011 rückte der Mord erneut in den Fokus. Die Staatsanwaltschaft Frankfurt am Main erhob im Mai 2017 Anklage gegen ihn. Am 21. Februar 2018 wurde er zu einer lebenslangen Haftstrafe mit anschließender Sicherheitsverwahrung verurteilt. In der Urteilsbegründung war jedoch lediglich von Habgier und einem gestohlenen Casio-Taschencomputer durch den Täter die Rede, von Antisemitismus als Motiv nicht.

Lange erinnerte in Frankfurt nichts an den Mord an Blanka Zmigrod. Das änderte sich erst 2021 mit einer Petition, die sich für einen Ort der Erinnerung an sie eingesetzt hat. 2022 wurde eine Gedenktafel am Tatort eingeweiht. Darauf steht ein Zitat von Blanka Zmigrod:

"Meine Genugtuung für das, was die N***s mir angetan haben, ist zu überleben und so gut und so lange wie möglich zu leben."

Wir gedenken:Gökhan GültekinSedat GürbüzSaid Nesar HashemiMercedes KierpaczHamza KurtovićVili Viorel PăunFatih Saraçoğlu...
19/02/2026

Wir gedenken:

Gökhan Gültekin
Sedat Gürbüz
Said Nesar Hashemi
Mercedes Kierpacz
Hamza Kurtović
Vili Viorel Păun
Fatih Saraçoğlu
Ferhat Unvar
Kaloyan Velkov

Sie wurden vor sechs Jahren, am 19. Februar 2020, bei dem rassistischen Anschlag von Hanau ermordet. Der Täter erschoss anschließend seine Mutter und sich selbst.

Wir gedenken auch Ibrahim Akkuş, der am 10. Januar 2026, sechs Jahre nach dem rassistischen Anschlag, an den Spätfolgen seiner Verletzungen verstorben ist.

Bis heute ist der Anschlag nicht vollständig aufgeklärt. Die Angehörigen der Ermordeten, die Überlebenden, die Initiative 19. Februar Hanau, die Bildungsinitiative Ferhat Unvar und viele andere kämpfen weiter.

In ihrem aktuellen Aufruf schreibt die Initiative 19. Februar:
„In Erinnerung vereint. Sechs Jahre nach dem 19. Februar 2020 sind Schmerz, Trauer und Wut noch immer spürbar. Und zugleich ist da etwas, das trägt: Solidarität. Zusammenhalt. Das Wissen, nicht allein zu sein.“

Die Initiative schreibt weiter: "Seit sechs Jahren leben wir mit Schmerz und Wut. Sie sind Teil unseres Alltags geworden. Für die Angehörigen bedeutet Erinnern, die Geschichte immer wieder zu erzählen – so, wie sie geschehen ist. Gegen das Vergessen. Gegen die Verharmlosung. Gegen das Verdrehen der Wahrheit.

Ihre Namen sind eine Anklage. Sie fordern uns heraus, den rassistischen Normalzustand zu benennen und zu bekämpfen – im Alltag, in Behörden, in Politik, in Medien und in den Sicherheitsapparaten. Dort, wo weggesehen, relativiert und geschwiegen wird. Dort, wo Warnungen ignoriert und Betroffene nicht gehört werden.

In einer Zeit, in der die Gefahr einer rechtsextremen Regierung real ist, sagen wir klar: Nie wieder ist jetzt."

In Hanau und bundesweit wird heute und in den nächsten Tagen der Ermordeten gedacht, in zahlreichen Städten gibt es Kundgebungen und Demos. Informiert euch, beteiligt euch!

https://19feb-hanau.org/


📨 Am Donnerstag (5.2.) kommt die nächste Ausgabe von unserem monatlichen   „Aufklären und Einmischen"!Themen der Februar...
03/02/2026

📨 Am Donnerstag (5.2.) kommt die nächste Ausgabe von unserem monatlichen „Aufklären und Einmischen"!

Themen der Februar-Ausgabe:

➡️ 2. NSU-Prozess: Bühne für die Rechtsterroristin

➡️ Umsturzphantasien und Mordpläne: Die Sächsischen Separatisten vor Gericht

➡️ Justice for Mahdi ben Nacer!

Wie immer:

➡️ Termine bundesweit

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Naziterror konsequent aufklären!📢 Antifaschistische Kundgebungen und kritische Prozessbegleitung anlässlich der Aussagen...
24/01/2026

Naziterror konsequent aufklären!

📢 Antifaschistische Kundgebungen und kritische Prozessbegleitung anlässlich der Aussagen des wegen Mordes verurteilten NSU-Mitglieds Beate Zschäpe.

🗓️ 29. Januar 2026
🕖 7:30 Uhr
📍 OLG-Außenstelle, Hammerweg 26, Dresden

Ein Bruch, der nötig war. Mit den Worten „Dann sag die Wahrheit!", unterbrach Gamze Kubaşık die Vernehmung von Beate Zschäpe vor dem Oberlandesgericht Dresden. Der Ruf galt der wegen Mordes verurteilten Rechtsterroristin, die gemeinsam mit Kompliz*innen des NSU für den Mord an Mehmet Kubaşık, den Vater von Gamze Kubaşık, und neun weiteren Menschen verantwortlich ist.

In Dresden sollte die Rechtsterroristin zu ihrer engen Weggefährtin Susann E. befragt werden, der vorgeworfen wird, die terroristischen Vereinigung unterstützt zu haben. Auch wenn Zschäpe stundenlang redete, hat sie dabei wenig gesagt. Das Gericht, immerhin ein mit fünf Richter*innen besetzter Senat, hat dem wenig entgegengesetzt. Tatkomplexe wurden oberflächlich abgefragt, Widersprüchen nicht nachgegangen, Schutzbehauptungen nicht hinterfragt. Das ist bitter, weil der jahrelange NSU-Terror eine Zäsur in der bundesdeutschen Geschichte markiert und die Betroffenen weiterhin auf vollständige Aufklärung und Gerechtigkeit warten. Hierfür trägt das Gericht Verantwortung, erst recht weil die Betroffenen im Verfahren keine Stimme haben - denn eine Nebenklage ist nicht zugelassen.

Grund genug, N***s und Justiz genau auf die Finger zu schauen. Am 29. Januar 2026 soll die Vernehmung von Zschäpe fortgesetzt werden. Gemeinsam mit Angehörigen und Betroffenen des NSU-Terrors rufen wir zur Kundgebung vor Prozessbeginn auf. Im Anschluss kann der Prozess besucht werden. Kommt zahlreich, zeigt euch solidarisch!

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