Leadership Berlin - Netzwerk Verantwortung e.V.

Leadership Berlin - Netzwerk Verantwortung e.V. "Begegne dem anderen“

„Begegne dem anderen“ – nach diesem Motto bringt der gemeinnützige Verein Leadership Berlin - Netzwerk Verantwortung in seinen Weiterbildungsprogrammen und Projekten Führungskräfte zu gleichen Teilen aus Wirtschaft, öffentlichem und Non-Profit-Bereich zusammen, die sich gemeinsam mit der gesellschaftlichen Dimension von Führungsverantwortung befassen.

Mit dem dritten Programmtag unseres Leadership-Programms widmeten wir uns dem Thema „Unterschiede nutzen – Diversität al...
11/06/2026

Mit dem dritten Programmtag unseres Leadership-Programms widmeten wir uns dem Thema „Unterschiede nutzen – Diversität als Führungskompetenz“.

Mit zunehmender Führungsverantwortung wächst die Vielfalt der Menschen, Perspektiven und Lebensrealitäten, mit denen Führungskräfte in Berührung kommen. Gleichzeitig stellt sich die Frage, wie Potenziale unabhängig von persönlichen Merkmalen erkannt und genutzt werden können.

Als Einstieg haben wir die Teilnehmenden vor dem Programmtag befragt, welchen Einfluss unterschiedliche Merkmale auf die Wahrscheinlichkeit haben, befördert zu werden. Die Ergebnisse der 35 Führungskräfte (54 % Frauenanteil) zeigten deutliche Unterschiede in der Wahrnehmung:

• Während männliche Befragte nur bei 17 % der abgefragten Merkmale einen Einfluss auf Beförderungschancen sahen, waren es bei den weiblichen Befragten 38 %.

• Aus Sicht der weiblichen Befragten werden Männer bei Beförderungen nach wie vor bevorzugt. Aus Sicht der männlichen Befragten hingegen eher Frauen.

• Besonders unterschiedlich fielen die Einschätzungen zu den Merkmalen „alleinerziehend“ und „aktive Elternrolle“ aus. Während weibliche Befragte hier deutliche Nachteile wahrnahmen, sahen männliche Befragte kaum Auswirkungen.

Auch zwischen den Sektoren zeigten sich Unterschiede: In der Privatwirtschaft wurde das Merkmal „männlich“ im Durchschnitt positiv mit Beförderungschancen verbunden. Führungskräfte aus dem öffentlichen und gemeinnützigen Bereich sahen dagegen eher Vorteile für Frauen.

Von den 23 abgefragten Merkmalen wurden „Depressionen“ (-1,09), „Alter über 55“ (-0,59), „Transidentität“ (-0,50) und „alleinerziehend“ (-0,44) als die stärksten Nachteile für Beförderungschancen eingeschätzt.

Doch Zahlen allein erzählen nur einen Teil der Geschichte. Was bedeutet es konkret, einer Minderheit anzugehören? Welche Erfahrungen machen Menschen im Berufsleben? Und was wünschen sie sich von Führungskräften?

Darüber sprachen wir mit unserem Gastgeber, dem Imam der Dar-as-Salam Dar-as-Salam-Moschee, Mohammed Taha Sabri , Prof. Dr. Mira Sievers (Professorin für Islamische Theologie an der Humboldt-Universität zu Berlin), Norbert Bender (Bundesvereinigung Stottern & Selbsthilfe), Patricia Carl (Bundesverband kleinwüchsiger Menschen und ihre Familien), Andrea Jüsgen (Trans*Sisters), Mareike Dreuße (Selbsthilfeinitiative Alleinerziehende) sowie Eka Neumann (zum Thema Rassismus und PoC).

Es war ein intensiver und nachdenklich stimmender Tag – nicht mit dem Ziel, einfache Antworten zu finden, sondern unterschiedliche Perspektiven besser zu verstehen und die eigene Führungsrolle bewusster wahrzunehmen.

Unser Dank gilt der Dar-as-Salam-Moschee, Mohammed Taha Sabri und allen Gesprächspartner*innen für ihre Offenheit und Gastfreundschaft.


Fotos: Severin Stephan - https://severina-photography.com/

Am 27. und 28. April ist unser diesjähriges trisektorales Out-of-the-Box-Leadership-Programm gestartet.Mit 35 teilnehmen...
06/05/2026

Am 27. und 28. April ist unser diesjähriges trisektorales Out-of-the-Box-Leadership-Programm gestartet.

Mit 35 teilnehmenden Führungskräfte sind wir mit einer zweitägigen Auftaktveranstaltung in das diesjährige Leadership Programm gestartet. In den kommenden Monaten folgen sechs weitere Programmtage an unterschiedlichen Orten der Berliner Stadtgesellschaft.

Die Gruppe ist bewusst vielfältig zusammengesetzt: je etwa ein Drittel aus Wirtschaft, öffentlichem und gemeinnützigem Bereich, ein annähernd ausgewogenes Verhältnis von Frauen und Männern sowie ein breites Spektrum an Organisationen und Themen.
https://leadership-berlin.de/wp-content/uploads/2026/05/Teilnehmerzusammensetzung-TLP-2026.pdf

Zwei Grundgedanken leiten unser Programm:

• Je höher die Führungsverantwortung, desto größer die Vielfalt an Themen und Menschen, mit denen man zu tun hat.
• Je größer die Herausforderungen, desto wichtiger sind Kooperation, Vielfalt und die Fähigkeit, externe Impulse aufzunehmen.

Unser Programm soll die Teilnehmenden darin stärken, unterschiedliche Perspektiven mitzudenken, einzuordnen und daraus Impulse für ihre Organisationen mitzunehmen.

Wie anspruchsvoll das Agieren in einer Gruppe sein kann, die in gewisser Weise die Vielfalt der Gesellschaft widerspiegelt, zeigt ein einfaches Beispiel aus der Auftaktveranstaltung: das Befüllen einer Schatzkiste mit Snacks.

Die scheinbar einfache Frage:
Was nimmt man hinein – und was lässt man weg?

Man könnte es sich einfach machen:
• das auswählen, was einem selbst schmeckt
• das, was günstig ist und die Mehrheit anspricht
• oder das, was den eigenen Werten entspricht (z. B. gesund oder nachhaltig)

Sobald man jedoch die Perspektiven anderer mitdenkt, wird es deutlich anspruchsvoller.

Unterschiedliche Bedürfnisse:
• klassische, stark nachgefragte Produkte
• zuckerfrei, laktosefrei, glutenfrei
• vegan
• halal oder koscher

Unterschiedliche Werte:
• gesundheitliche Bedenken gegenüber Zucker
• ökologische Fragen (z. B. Verpackung)
• Kritik an Produktionsbedingungen oder großen Konzernen
• politische Vorbehalte gegenüber Herkunftsländern

Was also tun?

Führung bedeutet in solchen Situationen nicht, es allen recht zu machen – das ist faktisch unmöglich.
Und sie bedeutet auch nicht, sich von der Komplexität lähmen zu lassen – weder durch Nicht-Entscheiden noch durch Rückzug.

Sie bedeutet vielmehr, unterschiedliche Perspektiven wahrzunehmen, Zielkonflikte auszuhalten und dennoch eine bewusste, begründete Entscheidung zu treffen.

Genau in diesem Spannungsfeld unterschiedlichster Perspektiven und Werte bietet unser Programm einen Lernraum.

Denn auch im Führungsalltag bewegen sich die Teilnehmenden in einem Kontext vielfältiger Stakeholder mit unterschiedlichen Interessen, Bedürfnissen und Werten.

Wir freuen uns auf die kommenden sechs Programmtage

Leadership Talk mit Ulrike Demmer, der Intendantin des rbb Mit unserem Leadership Talk in Kombination mit "Mensa meets L...
04/05/2026

Leadership Talk mit Ulrike Demmer, der Intendantin des rbb

Mit unserem Leadership Talk in Kombination mit "Mensa meets Leadership" im April waren wir zu Gast beim Rundfunk Berlin-Brandenburg (rbb), wo Intendantin Ulrike Demmer den Fragen der Teilnehmenden Rede und Antwort stand und einen differenzierten Einblick in die Führungsherausforderungen ihres Kontextes gab. Sie trägt dabei nicht nur extern Verantwortung für die von allen Beitragszahlenden in Berlin und Brandenburg finanzierten Programmangebote, sondern auch intern für rund 3.000 Beschäftigte.

Im Gespräch standen zentrale Spannungsfelder im Fokus: der Umgang mit unterschiedlichen Erwartungshaltungen gesellschaftlicher Gruppen, die transparente Sicherung von Qualität und Objektivität der Berichterstattung, die Umsetzung von Sparmaßnahmen und strukturellen Veränderungen sowie die Frage, wie unterschiedliche Zielgruppen – beispielsweise jüngere Menschen – erreicht werden können.

Zum Einstieg schilderte Ulrike Demmer anschaulich, wie anspruchsvoll es ist, notwendige Konsolidierungsprozesse möglichst konfliktarm zu gestalten, ohne dabei die Funktionsfähigkeit und Qualität des Senders zu beeinträchtigen. Deutlich wurde auch, wie herausfordernd es ist, divergierenden Erwartungen an Programmformate und politische Ausrichtung gerecht zu werden und sich zugleich in einem Umfeld zu bewegen, das von anhaltender öffentlicher Kritik geprägt ist. In diesem Zusammenhang wurde auch die Frage thematisiert, wie Vertrauen nachhaltig gestärkt werden konnte und kann.

Die Teilnehmendengruppe war heterogen und zugleich anspruchsvoll: 42 Führungspersönlichkeiten, jeweils zur Hälfte aus dem Netzwerk von Leadership Berlin - Netzwerk Verantwortung e.V. sowie aus der Hochbegabtenvereinigung Mensa in Deutschland e.V. (IQ > 130). Ein strukturierender Ausgangspunkt des Gesprächs war eine vorab durchgeführte digitale Umfrage. Im Zentrum standen Einschätzungen zum Vertrauen in den öffentlich-rechtlichen Rundfunk sowie zur Priorisierung zentraler Zielgrößen wie inhaltliche Qualität, Vertrauen, Digitalisierung, Kostenreduktion und Reichweite. Ein konsistentes Ergebnis: Sowohl die Teilnehmenden als auch die Intendantin priorisierten die Qualität der Inhalte klar an erster Stelle.

In der Diskussion konnten die Teilnehmenden ihre Fragen einbringen; moderiert wurde dies durch unsere beiden Girls-Day-Hospitantinnen Marla und Rosa. Inhaltlich reichten die Beiträge von der Frage nach dem Wiederaufbau von Vertrauen über die Erreichbarkeit unterschiedlicher gesellschaftlicher Gruppen – etwa jüngere Zielgruppen, Menschen im ländlichen Raum oder Nichtakademiker*innen – bis hin zu strategischen Fragen der Digitalisierung. Ebenfalls thematisiert wurde der Umgang mit wachsenden Bevölkerungsanteilen, die sich in Umfragen Parteien wie der Alternative für Deutschland (AfD) zuwenden und den öffentlich-rechtlichen Rundfunk grundsätzlich infrage stellen.

Deutlich wurde dabei, dass die Herausforderung, Reichweite und gesellschaftliche Anschlussfähigkeit zu sichern, nicht nur den rbb betrifft, sondern öffentlich-rechtliche Medien insgesamt – auch im internationalen Vergleich. Digitalisierung, veränderte Mediennutzung, das Erstarken rechter und rechtsextremer Strömungen sowie zunehmend fragmentierte Öffentlichkeiten wurden wiederholt als zentrale Einflussfaktoren benannt.

Der Abend zeichnete sich durch eine hohe inhaltliche Dichte, eine offene Gesprächsatmosphäre und eine ausgeprägte Bereitschaft zur differenzierten Auseinandersetzung aus. Für die Teilnehmenden bot sich damit nicht nur ein Einblick in die spezifischen Führungsrealitäten einer Intendantin, sondern auch ein Anlass zur Reflexion über Vertrauen, Öffentlichkeit und Verantwortung in komplexen institutionellen Kontexten.

Ulrike Demmer vermittelte einen authentischen Eindruck ihrer Perspektiven und trug dazu bei, das Verständnis für die Rahmenbedingungen ihrer Tätigkeit zu vertiefen. Gleichzeitig wurde der Anspruch ihres Führungskontextes deutlich: die Verantwortung für eine große Organisation mit mehreren tausend Mitarbeitenden sowie für ein breites Publikum mit sehr unterschiedlichen Erwartungen und Sichtweisen.

Den Abschluss bildete eine Führung durch die Gebäude des rbb, bei der auch Radio- und Fernsehstudios besichtigt wurden. Dazu zählte auch das Studio der Sendung „Nuhr im Ersten“. Im Kontrast zu Formaten wie dem im ZDF produzierten Magazin Royal von Jan Böhmermann ein anschauliches Beispiel, wie unterschiedlich politisch-satirische Unterhaltungsformate im öffentlich-rechtlichen Rundfunk ausgestaltet sein können. Wer über das eine lachen kann, wird über das andere kaum lachen können - sondern sich eher darüber aufregen. Und so lange in einer vielfältigen Gesellschaft jede*r etwas zum Lachen und zum Aufregen hat, ist der Auftrag des öffentlich-rechtlichen Rundfunks vielleicht ganz gut erfüllt.

Das Leben draußen – Im Dialog auf AugenhöheIm Rahmen unseres Projekts „Das Leben draußen“ besuchte dieses Mal Paul Kuste...
09/03/2026

Das Leben draußen – Im Dialog auf Augenhöhe

Im Rahmen unseres Projekts „Das Leben draußen“ besuchte dieses Mal Paul Kustermann, Unternehmer, Künstler und Gründer von , ROTE NASEN Deutschland e.V., die sozialtherapeutische Teilanstalt der JVA Tegel, zu einem offenen Gespräch auf Augenhöhe.

Ziel des Formats ist es, Einblicke in unterschiedliche Lebensrealitäten zu ermöglichen, Orientierung zu geben und Perspektiven für ein Leben nach der Haft sichtbar zu machen.

Die teilnehmenden Insassen begegneten ihm mit großem Interesse. In bewusst informeller Atmosphäre entwickelte sich ein lebendiger Dialog über ungewöhnliche Berufswege, Mut zu Entscheidungen und die Frage, was Menschen antreibt, immer wieder neue Wege zu gehen.

Von besonderem Interesse war dabei die Entstehungsgeschichte von ROTE NASEN Deutschland e.V., einem Verein, der seit vielen Jahren ausgebildete Clowns zu Menschen in schweren Lebenssituation bringt, um kleine Momente der Leichtigkeit zu schaffen.

Im Gespräch wurde deutlich, wie verbindend zentrale Themen sein können: Durchhaltevermögen, der Umgang mit Rückschlägen, Konfliktfähigkeit und die Bedeutung von Gemeinschaft. Ob auf der Bühne, im Sport oder im Arbeitsleben, oft ist es das gemeinsame Ziel, das persönliche Unterschiede überwindet.

Offenheit, Neugier und Humor prägten diesen Abend, an dem im gemeinsamen Gespräch einmal mehr deutlich wurde, wie wichtig es ist, Begegnungsräume zu schaffen.

Leadership Berlin – Netzwerk Verantwortung e.V. engagiert sich mit Projekten wie „Das Leben draußen“ dafür, gesellschaftliche Gräben zu überbrücken: durch Dialog, durch Perspektivwechsel und durch den Leitgedanken, dass in jeder Begegnung die Chance auf Entwicklung liegt.

Regelmäßig ist Leadership Berlin auch mit seinen Weiterbildungsprogrammen für Führungskräfte zu Gast in Justizvollzugsanstalten. Weitere Infos zu Leadership Berlin: www.leadership-berlin.de

Foto: Paul Kustermann, fotografiert von Axel Svehla

Seniors4Juniors 2025/26 erfolgreich abgeschlossenDie Anmeldung für den am 25.11. startenden nächsten Durchlauf ist ab so...
27/02/2026

Seniors4Juniors 2025/26 erfolgreich abgeschlossen

Die Anmeldung für den am 25.11. startenden nächsten Durchlauf ist ab sofort möglich: https://leadership-berlin.de/weiterbildungs-programme/

Mit einer dreitägigen Auftaktveranstaltung im Schloss & Gut Liebenberg begann im vergangenen Jahr der aktuelle Durchlauf unseres Seniors4Juniors-Programms – nun ist er erfolgreich zu Ende gegangen.

Das Programm richtet sich an Nachwuchsführungskräfte mit maximal drei Jahren Führungserfahrung aus Wirtschaft, öffentlichem Sektor und Zivilgesellschaft. Ziel ist es, Sicherheit in der Rolle, Klarheit in der Kommunikation und Resilienz im Führungsalltag zu stärken.

Programmbausteine 2025/26:

• Dreitägiger Auftakt mit Rollenklärung, Selbstreflexion und Matching mit erfahrenen Mentor*innen
• Mentoring-Phase mit zwei individuellen Treffen
• Zwei weitere Programmtage mit thematischer Vertiefung und praxisnahen Erfahrungen
• Abschluss mit Transfer in den eigenen Führungsalltag

Neben dem intensiven Austausch untereinander und mit erfahrenen Führungskräften waren auch konkrete Praxiserfahrungen Bestandteil des Programms. Dabei ging es darum, Aspekte wie „sich in eine Rolle begeben“, „klar kommunizieren“, „sich auf andere Menschen einstellen“, „Sicherheit in sich selbst finden“ und „Resilienz“ praktisch zu erproben und zu reflektieren.

Konkrete Praxisformate waren:

• Übernahme einer Unterrichtsstunde am Neuköllner Ernst-Abbe-Gymnasium in 2er-Teams
• Hospitation bei Fahrkartenkontrollen der Berliner Verkehrsbetriebe auf der U8

Der sektorübergreifende Dialog sowie der Abgleich zwischen Nachwuchsführungskräften und erfahrenen Führungspersönlichkeiten wurden von den Teilnehmenden als besonders bereichernd beschrieben.

Evaluation 2025/26:

• 12 von 16 Teilnehmenden vergaben 10 von 10 Punkten bei der Weiterempfehlungsfrage
• Der niedrigste Wert lag bei 8 von 10 Punkten
• Net Promoter Score (NPS): 87,5
(Werte ab 50 gelten in der Organisations- und Personalentwicklung als „sehr gut“)

Damit wurde das Programm von den Teilnehmenden als deutliche Bereicherung ihrer Führungspraxis bewertet.

Eine Übersicht über Inhalte, Evaluation und ausgewählte Testimonials bietet dieses PDF:https://leadership-berlin.de/wp-content/uploads/2026/03/Evaluation-Inhalte-und-Testimonials_Seniors4Juniors-Programm-2025-2026.pdf

Unser Dank gilt allen Beteiligten, insbesondere den engagierten Mentorinnen, den Gesprächspartnerinnen an den fünf Programmtagen und ganz besonders der DKB Bank Stiftung, dem Ernst-Abbe-Gymnasium und dem Sicherheitszentrum der BVG für die Gastfreundschaft und Unterstützung.

Der nächste Durchlauf startet am 25. November 2025.
Die Anmeldung ist bereits möglich: https://leadership-berlin.de/weiterbildungs-programme/

Leadership Talk zur Wohnungslosigkeit – Einblicke, Begegnungen und PerspektivenBeim Leadership Talk am vergangenen Monta...
06/02/2026

Leadership Talk zur Wohnungslosigkeit – Einblicke, Begegnungen und Perspektiven

Beim Leadership Talk am vergangenen Montag öffnete das Wohnheim für wohnungslose Menschen des Unionhilfswerk in Berlin-Marzahn seine Türen für einen intensiven Austausch.

Bereits am Nachmittag bot sich bei Kaffee und Kuchen die Gelegenheit, mit Bewohner*innen ins Gespräch zu kommen. Diese persönlichen Begegnungen ermöglichten einen unmittelbaren Einblick in unterschiedliche Lebensgeschichten, Herausforderungen und Hoffnungen und führte vor Augen, dass Wohnungslosigkeit viele Gesichter hat. Das Wohnheim in der Marchwitzastraße verfügt über 166 Plätze, vor allem für Familien und Frauen. Geschützte Bereiche für Frauen und Kinder sowie ein multiprofessionelles Team sorgen dafür, dass die Einrichtung mehr ist als nur ein vorübergehender Aufenthaltsort: Sie schafft Stabilität in einer Phase des Übergangs und unterstützt den Weg zurück in eigenen Wohnraum.

Im Gespräch mit Führungskräften aus der Wohnungslosenhilfe teilten Beate Jost, Fachbereichsleiterin Wohnungslosenhilfe der Unionhilfswerk Soziale Dienste gGmbH, sowie Sascha Jost und Farbod Vahedi, Einrichtungsleiter des Wohnheims, ihre Erfahrungen aus der Praxis. Offen wurde darüber gesprochen, vor welchen strukturellen und gesellschaftlichen Herausforderungen die Wohnungslosenhilfe steht, welche Unterstützungssysteme bereits greifen und wo weiterhin Handlungsbedarf besteht. Besonders eindrücklich war von der Vielzahl an Ursachen zu hören, die zu Wohnungslosigkeit führen können. Das machte deutlich, wie schnell Menschen in existenzielle Not geraten können und wie komplex die Wege zurück in stabile Lebensverhältnisse teils sind.

Der Leadership Talk hat einmal mehr gezeigt, wie wertvoll gesellschaftlicher Dialog und Austausch ist. Neben fachlichen Impulsen waren es vor allem die persönlichen Begegnungen, die diesen Nachmittag geprägt haben.

Ein herzliches Dankeschön an das Team vor Ort sowie an Beate Jost, Sascha Jost und Farbod Vahedi für ihre Offenheit, die wichtigen Einblicke und die engagierte Diskussion.

Wir freuen uns bereits auf den nächsten Leadership Talk!

Start unseres Nachwuchsführungskräfteprogramms Seniors4JuniorsVom 24. bis 26. November fand unser Nachwuchsführungskräft...
28/11/2025

Start unseres Nachwuchsführungskräfteprogramms Seniors4Juniors

Vom 24. bis 26. November fand unser Nachwuchsführungskräfteprogramm Seniors4Juniors im Hotel und Schloss Liebenberg statt. Drei Tage, in denen junge Führungskräfte ihren eigenen Weg in der Führungsrolle reflektierten, Sicherheit gewannen und ein tragfähiges Netzwerk aufbauten.

Im Mittelpunkt stand kein bestimmter Führungsstil. Ziel des Programms ist es, eine Haltung zu stärken, die Nachwuchsführungskräfte befähigt, ihren individuellen Führungsalltag bewusster zu betrachten und souveräner auf unterschiedliche Situationen zu reagieren. Die Teilnehmenden brachten positive und negative Führungserfahrungen ein, die sie selbst erlebt hatten, und nutzten diese, um zu reflektieren, wie sie künftig führen wollen und welche Verhaltensweisen sie vermeiden möchten. Ein weiterer Schwerpunkt war der konstruktive Umgang mit Kritik und herausfordernden Situationen sowie die Frage, welche Motive Menschen in eine Führungsrolle führen und woraus sich Motivation bei ihnen und ihrem Team ableitet.

Ein zentrales Element des Programms war das Speed-Dating mit erfahrenen Führungskräften, aus dem Mentoring-Tandems hervorgingen. Die Duos verbrachten bereits den ersten Abend miteinander und werden ihren Austausch in den kommenden Monaten fortführen. Dieser kontinuierliche Dialog ermöglicht es den Nachwuchsführungskräften, eigene Fragestellungen gemeinsam mit einer erfahrenen Führungskraft zu reflektieren und Sicherheit im Rollenverständnis zu gewinnen. Als besonders wertvoll zeigte sich dabei, dass es sich um ein Cross-Mentoring handelt: Die Mentorinnen und Mentoren waren jeweils bei anderen Arbeitgebern beschäftigt, sodass umso offener über Herausforderungen und Konflikte gesprochen werden konnte.

Wir danken den Mentorinnen und Mentoren, die ihre Erfahrung eingebracht und die Teilnehmenden dabei unterstützt haben, ihren eigenen Weg als Führungskraft klarer zu definieren.

Ein besonderer Dank geht an die DKB-Bank bzw. DKB-Stiftung, die die Durchführung des Programms auf dem wunderschönen Areal von Schloss & Gut Liebenberg ermöglicht hat. Das Areal beinhaltet zugleich Brandenburgs größtes Inklusionsunternehmen und einen der schönsten, gerade im Aufbau befindlichen Weihnachtsmärkte Deutschlands. Ein Gespräch mit dem Vorstand der DKB-Stiftung, Axel Kasterich, veranschaulichte zudem eindrücklich, was Führung in unterschiedlichen Kontexten ausmacht – in seinem Fall in Bank, Stiftung sowie Inklusionsbereich im Handwerk und in der Landwirtschaft – und was er im Laufe seiner Karriere jeweils daraus lernen konnte.

Rückblick auf den Programmtag »Der Blick nach vorne – das Netzwerk entwickeln«Zum letzten Mal innerhalb des acht Tage um...
19/11/2025

Rückblick auf den Programmtag »Der Blick nach vorne – das Netzwerk entwickeln«

Zum letzten Mal innerhalb des acht Tage umfassenden Leadership-Programms kamen die Teilnehmenden zu unserem Abschlusstag beim rbb zusammen. Im Mittelpunkt standen die Weiterentwicklung des Netzwerks und die Frage, wie Führung in einer komplexen Gesellschaft Verbindung schafft.

Der Tag begann mit selbst organisierten Vor-Ort-Besuchen innerhalb des Teilnehmendenkreises.
• Dr. med. Saleem Hefni, Chefarzt Orthopädie und Unfallchirurgie am Jüdischen Krankenhaus, ermöglichte einen Einblick in den OP-Bereich und zeigte auf, wie er höchste medizinische Qualität gegenüber den vielfältigen Herausforderungen des klinischen Alltags behauptet.
• Lena Brühne, Unternehmerin im Bereich Real Estate, gab Einblicke in das von ihr revitalisierte ehemalige Postscheckamt und die Zusammenarbeit mit Behörden und Zivilgesellschaft.
• Sabrina Heeren-Simon, Landeskirchenarchivdirektorin, führte durch das Archiv der Evangelischen Landeskirche, zeigte historische Bestände aus vielen Jahrhunderten und machte die Herausforderung ihrer Arbeit deutlich.
• Daniela Stack, Bereichsleiterin der Messe Berlin, eröffnete einen Blick auf die aktuell laufende Messe »Bazaar Berlin« und erläuterte die Besonderheiten des Messebetriebs sowie ihren Verantwortungsbereich.

In der anschließenden Reflexion wurde erneut sichtbar, wie sehr Führung über klassische Mitarbeitendenführung hinausgeht. Sie wird zu einer Schnittstellenaufgabe, die Austausch über Sektoren hinweg erfordert. Genau dieses Zusammenspiel unterschiedlicher Perspektiven hat die Learning Journey durchgängig geprägt.

Am Nachmittag traf die Gruppe beim rbb auf Intendantin Ulrike Demmer. Sie schilderte eindrücklich Ihren Anspruch, wie der öffentlich-rechtliche Rundfunk in einer zunehmend polarisierten Gesellschaft Orientierung geben kann und wie gut dies laut repräsentativer Bevölkerungsumfragen dem rbb –konträr zu der mitunter geäußerten Kritik – gelingt.

Der kontinuierliche Dialog mit verschiedensten gesellschaftlichen Akteur*innen gehört für sie zu den wesentlichen Aufgaben, gerade mit Blick auf die Wiederherstellung von Vertrauen nach dem notwendigen Wechsel an der Führungsspitze. Die Teilnehmenden nutzten das Gespräch für einen offenen Austausch über Erwartungen an journalistische Qualität, Neutralität, Digitalisierung und gesellschaftliche Verantwortung. Viele betonten, wie zentral sie den Beitrag des rbb für die demokratische Öffentlichkeit sehen.

Den Abschluss bildeten Zertifikatsverleihung und persönliches Resümee. Die Evaluation fiel sehr positiv aus: 19 von 28 Teilnehmenden vergaben für das Jahresprogramm die Höchstnote 10 Der NPS (Net Promoter Score) lag bei 75 (ab 51 gilt als "sehr gut"). Teilnehmendenzusammensetzung, Evaluation und Testimonials, siehe:https://leadership-berlin.de/wp-content/uploads/2025/11/Zusammensetzung-Evaluation-und-Testimonials-zum-Leadership-Programm_2025.pdf

Mit Freude blicken wir bereits auf das am 27. April 2026 startende Folgeprogramm, für das sich Führungskräfte – wieder zu je einem Drittel aus Wirtschaft, öffentlichem und gemeinnützigem Bereich – bewerben können.

Mit dem Projekt „Das Leben draußen“ bringen wir inhaftierte Männer der sozialtherapeutischen Teilanstalt der JVA Tegel m...
18/11/2025

Mit dem Projekt „Das Leben draußen“ bringen wir inhaftierte Männer der sozialtherapeutischen Teilanstalt der JVA Tegel mit Führungskräften aus der Berliner Stadtgesellschaft ins Gespräch. Ziel ist es, Perspektiven zu eröffnen, gesellschaftliche und berufliche Einblicke zu ermöglichen und damit einen Beitrag zur Resozialisierung zu leisten.

Diesen Monat war Philipp Freund, Geschäftsführer der Ricam Hospiz gGmbH, zu Gast. Offen und nahbar erzählte er von seinem beruflichen Weg und vom Alltag im Hospiz. Getragen von dem Grundsatz, dem Tag mehr Leben zu geben, berichtete er von erfüllten Herzenswünschen, einer Weihnachtsfeier im Sommer und von Gesprächen mit Bewohnerinnen und Bewohnern, die ihn bis heute begleiten.

Es entstand ein tiefgründiger Austausch, bei dem viele Fragen gestellt und persönliche Erfahrungen geteilt wurden, begleitet von der Gemeinsamkeit, dass Reflexion und Akzeptanz eine spürbare Rolle spielen können.

Anmeldung noch möglich:Seniors4Juniors – Programm für NachwuchsführungskräfteAm 24. November startet wieder unser Senior...
28/10/2025

Anmeldung noch möglich:
Seniors4Juniors – Programm für Nachwuchsführungskräfte

Am 24. November startet wieder unser Seniors4Juniors-Programm für Nachwuchsführungskräfte mit bis zu drei Jahren Führungserfahrung.

Das Programm bietet Raum für offenen Austausch untereinander und mit erfahrenen Führungspersönlichkeiten – zu Best- und Bad-Practice-Beispielen aus dem Führungsalltag, zu Fragen des Umgangs mit Sandwich-Positionen, Zielkonflikten, Umgang mit schwierigen Mitarbeitenden oder anderen Herausforderungen, die junge Führungskräfte in ihrer Rolle bewegen.

Anstatt einfache Antworten oder ein bestimmtes Führungsmodell zu vermitteln, geht es im Programm darum, das eigene Führungsverständnis zu schärfen und zu einer besseren Haltung und mehr Sicherheit in der Rolle zu finden. Wir ermutigen Nachwuchsführungskräfte, herauszufinden und zu reflektieren, was zu ihnen selbst, zu den eigenen Mitarbeitenden, Vorgesetzten und zur jeweiligen Organisation passt.

Da der Frauenanteil unter den Teilnehmenden bei über 70% liegt, achten wir auch auf einen hohen Frauenanteil unter den Mentor*innen und Gesprächspartner*innen im Programm. Das Programm besteht aus einem dreitägigen Seminarblock vom 24. bis 26. November, einer Mentoringphase mit zwei individuell vereinbarten Mentoringgesprächen und zwei Einzelprogrammtagen am 29. Januar und 19. Februar, bei denen Themen aufgegriffen werden, zu denen sich die Teilnehmenden nach der Auftaktveranstaltung noch Vertiefung wünschen.

Für Nachwuchsführungskräfte aus Mitgliedsorganisationen des Paritätischen Wohlfahrtsverbands Berlin stehen aktuell noch Stipendienplätze zur Verfügung.

👉 Start: 24. November 2025
👉 Anmeldungen sind noch möglich!

Mehr Informationen unter: https://leadership-berlin.de/weiterbildungs-programme/

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