SODI Der Solidaritätsdienst International e.V. (SODI) führt Menschen zusammen und setzt sich für eine gerechte und friedliche Welt ein.

Gegenwärtig hat der Verein ca. 300 Mitglieder. Er stützt sich außerdem auf ehrenamtliche Helferinnen und Helfer und Basisinitiativen sowie auf Förderkreise. SODI finanziert seine Arbeit aus Spenden, Mitgliedsbeiträgen und öffentlichen Fördermitteln.

11/08/2026

Am 26. April 1986 – um 01:23 Uhr geriet die atomare Kettenreaktion in Block 4 des AKW Tschernobyl auf dem Gebiet der heutigen Ukraine außer Kontrolle. Bis zu 70 Prozent des radioaktiven Niederschlags fielen damals in Belarus, und auch 40 Jahre später sind die Auswirkungen der Katastrophe noch in vielen Teilen des Landes zu spüren. Lebensmittel von kontaminierten Feldern und Wäldern führen weiterhin zu gesundheitlichen Belastungen, insbesondere bei Kindern. Einige Gebiete sind bis heute unbewohnbar.

Das unabhängige Institut für Strahlensicherheit BELRAD setzt sich seit 1990 für Betroffene der Tschernobyl-Katastrophe in Belarus ein. Die Organisation misst die Strahlenbelastung von Bewohner und Lebensmitteln, entwickelt Maßnahmen zum Strahlenschutz und unterstützt die Bevölkerung dabei, sich selbst vor den Folgen radioaktiver Belastung zu schützen.

Seit über 30 Jahren unterstützt SODI die Arbeit von BELRAD durch Spendensammlungen, Aufklärungsarbeit und Kinderpartnerschaften.
So verbindet die Zusammenarbeit konkrete Unterstützung für Menschen vor Ort mit dem gemeinsamen Anliegen, Gefahren der zivilen und militärischen Nutzung von Atomkraft weltweit sichtbar zu machen.

BELRADs Arbeit zeigt, dass die Folgen der Tschernobyl-Katastrophe für viele Menschen auch heute noch Teil des Alltags sind. Umso wichtiger ist es, ihnen weiterhin zur Seite zu stehen und ihre Erfahrungen nicht in Vergessenheit geraten zu lassen.

Erfahre mehr über BELRADs Arbeit: https://www.sodi.de/projekt/tschernobyl-belarus

05/08/2026

Alexejs Engagement wird weiterwirken.

Vorstand, Geschäftsführung und Team des Solidaritätsdienst International e. V. nehmen mit großer Betroffenheit vom Tod von Dr. Alexej Nesterenko Kenntnis.

Dr. Nesterenko setzte sich lokal in Belarus für Betroffene der Tschernobyl-Katastrophe ein, und engagierte sich global für internationale Solidarität und die Aufarbeitung nuklearer Risiken.

Die Zusammenarbeit zwischen SODI und dem Institut für Strahlensicherheit BELRAD begann 1996, im August 2008 übernahm Dr. Alexej Nesterenko die Institutsleitung. Im selben Jahr wurde die Kooperation zwischen BELRAD und SODI vertraglich festgeschrieben. Besonders Mitglieder aus Ostbrandenburg unterstützten BELRAD durch Spendensammlungen. Regelmäßige Besuche in Minsk, Frankfurt/Oder und weiteren Standorten in Brandenburg förderten den persönlichen Austausch und begründeten nachhaltige Verbindungen.

Neben seiner wissenschaftlichen Tätigkeit zeichnete sich Dr. Nesterenko durch einen direkten Umgang mit Menschen aus. Bei den jährlichen SODI-Tschernobyl-Wochen referierte er wiederholt und warnte vor den Folgen nuklearer Katastrophen. Die gemeinsamen Schulbesuche in Brandenburg, auf denen er Kindern und Jugendlichen seine Arbeit verständlich machte, blieben als eindrückliche Erfahrungen in Erinnerung.

Für nahezu 20 Jahre vertrauensvoller und freundschaftlicher Zusammenarbeit sagen wir unseren herzlichen Dank. Unser Beileid gilt seiner Familie; den Kolleg:innen von BELRAD wünschen wir Kraft und Entschlossenheit, die wichtige Arbeit fortzusetzen. In ihrem Sinne werden wir weiterhin an der Seite von BELRAD engagieren und den Betroffenen von Tschernobyl zur Seite stehen.

💪Freie Frauen für eine freie Gesellschaft – Intrview mit Elke Dangeleit  im WEITWINKEL-Magazin In Syrien kämpfen Frauen ...
30/07/2026

💪Freie Frauen für eine freie Gesellschaft – Intrview mit Elke Dangeleit im WEITWINKEL-Magazin

In Syrien kämpfen Frauen seit Jahrzehnten gegen patriarchale Strukturen und politische Systeme, die ihre Rechte einschränken.

Um die Gleichberechtigung zu stärken, entwickelte die Autonome Administration von Nord- und Ostsyrien (Rojava) ein neues Gesellschaftsmodell: Erstmals wurden Frauenrechte in einem Gesellschaftsvertrag (Quasi-Verfassung) verankert und institutionell abgesichert. Bis heute hat kein Land in Westasien etwas vergleichbares erreicht.

Elke Dangeleit, Ethnologin und Mitglied der Städtepartnerschaft Friedrichshain-Kreuzberg-Dêrik e.V., berichtet im WEITWINKEL-Magazin über die Auswirkungen dieses einzigartigen Ansatzes. Frauen in der Region setzen sich weitläufig für Selbstbestimmung und politische Teilhabe ein. Sie organisieren Frauenräte und Bildungsangebote und schaffen Räume, in denen Frauen selbstbestimmt lernen und arbeiten können. Mit mobilen Kliniken erreichen sie zudem abgelegene Dörfer und verbessern die medizinische Versorgung von Frauen und Kindern.

Seit dem politischen Umbruch in Syrien sind viele dieser Fortschritte jedoch in Gefahr, denn die islamistische Übergangsregierung lehnt die gleichberechtigte Beteiligung von Frauen ab. Dennoch lassen sich Syriens Frauenverbände nicht entmutigen und kämpfen weiterhin dafür, dass ihre Erfolge Bestand haben.

👉 Welche Rolle traditionelle Heilmedizin und militärische Selbstorganisation im Einsatz für Gleichberechtigung spielen und wie internationale Städtepartnerschaften zu ihrem Erhalt beitragen können, erfahrt ihr im Bericht.

🔗Lies das ganze Interview hier:
https://www.sodi.de/artikel/weitwinkel-syrien-allianz-fuer-frauen

💪 Menschenrechtverteidiger:innen verteidigen – Interview im WEITWINKEL-Magazin Zahlreiche Aktivist:innen kämpfen afrikaw...
23/07/2026

💪 Menschenrechtverteidiger:innen verteidigen – Interview im WEITWINKEL-Magazin

Zahlreiche Aktivist:innen kämpfen afrikaweit für Frauenrechte und Demokratie. Viele von ihnen müssen aufgrund ihres Einsatzes ihre Heimatländer verlassen. Die Organisation „Defend Defenders“ unterstützt sie, dokumentiert Missstände, und setzt sich auf regionaler und internationaler Ebene für Menschenrechte ein.

Im WEITWINKEL-Magazin spricht Programmdirektorin Memory Bandera über die wichtige Rolle von Frauen in Afrikas Politik und Gesellschaft, den Kampf gegen geschlechtsspezifische Gewalt und die Auswirkungen globaler Machtverschiebungen auf die Gleichberechtigung. Denn obwohl der jahrzehntelange Einsatz für Menschenrechte viel positive Veränderung auf dem Kontinent bewirkt hat, drohen aktuelle politische Entwicklungen, viele Fortschritte zunichtezumachen.

📍Wie zivilgesellschaftliche Organisationen trotz schwieriger Bedingungen für Veränderungen kämpfen und weshalb Aufgeben für sie keine Option ist, erfahrt ihr im Interview.

👉 Neugierig geworden? Lest das komplette Interview kostenlos auf unserer Website
🔗 https://www.sodi.de/artikel/weitwinkel-afrikanische-union-defend-defenders

🪙Mit Finanzwissen zur Selbstbestimmung – Bericht im WEITWINKEL-Magazin Indigene Frauen der Adivasi-Bevölkerungsgruppe in...
16/07/2026

🪙Mit Finanzwissen zur Selbstbestimmung – Bericht im WEITWINKEL-Magazin

Indigene Frauen der Adivasi-Bevölkerungsgruppe in Südindien spielen eine wichtige Rolle in ihren Familien und Gemeinden. Sie kümmern sich um den Haushalt, betreuen Kinder und tragen zum Lebensunterhalt bei. Trotzdem haben sie oft kaum Mitspracherecht und nur begrenzten Zugang zu finanziellen Ressourcen.

Der „Centre for Tribal and Rural Development Trust“ (CTRD Trust) unterstützt die Frauen mit Bildungsangeboten und Schulungen dabei, ihre Zukunft selbst in die Hand zu nehmen. Saranya Devi, Projektleiterin des CTRD Trusts, berichtet im WEITWINKEL Magazin, wie lokale Selbsthilfegruppen Frauen dazu ermutigen, gemeinsam zu sparen und finanzielle Verantwortung zu übernehmen. Kreditinitiativen helfen ihnen außerdem, eigene Einkommensquellen aufzubauen und wirtschaftlich unabhängiger zu werden. So wächst nicht nur ihr Eigenkapital, sondern auch das Selbstvertrauen der Frauen - und damit ihre Chancen auf ein selbstbestimmtes Leben.

📍Wie aus lokalen Initiativen langfristiger Wandel entsteht, und wie der CTRD Trust in Zukunft noch mehr Frauen erreichen will, erfahrt ihr im Bericht.

🔗Den ganzen Bericht findet ihr auf auf unserer Website: https://www.sodi.de/artikel/weitwinkel-indien-selbsermaechtigung-adivasi-frauen

🌱 Umweltschutz stärkt Frauen und ihre Gemeinden – Bericht im WEITWINKEL-MagazinIn der abgelegenen Bergregion A Lưới in Z...
09/07/2026

🌱 Umweltschutz stärkt Frauen und ihre Gemeinden – Bericht im WEITWINKEL-Magazin

In der abgelegenen Bergregion A Lưới in Zentralvietnam erschweren Armut, fehlende Bildungschancen und traditionelle Rollenbilder vielen Frauen aus ethnischen Minderheiten ein selbstbestimmtes Leben.

Die Vietnam Union of Friendship Organization of Thua Thien Hue Province setzt sich seit fast 20 Jahren dafür ein, die Lebensbedingungen der Menschen in der Region nachhaltig zu verbessern. Im Bericht für WEITWINKEL erklärt Hồ Quang Giàu, Englisch-Koordinator der Organisation, wie lokal verankerte Umweltprojekte insbesondere Frauen neue Einkommensperspektiven eröffnen und zugleich ihre gesellschaftliche Mitbestimmung stärken. Teilnehmerinnen bauen Pfeilwurz an, besuchen Umweltschulungen, und schützen Uferböschungen mit Bambuspflanzen vor Erosion. Dabei greifen sie oft auf lokales Wissen zurück und verbinden so wirtschaftliche Entwicklung mit ökologischer Verantwortung.

💪Ein Bericht über Selbstbestimmung, Innovation, und den Kampf um eine bessere Zukunft - für Menschen und Umwelt.

🔗Les den ganzen Bericht hier: https://www.sodi.de/weitwinkel-vietnam-umweltschutz-und-einkommen

IM AUSVERKAUF: MENSCHENWÜRDEHeute stellt die Bundesregierung ihren Entwurf für den Haushalt 2027 vor. Erneut sind drasti...
06/07/2026

IM AUSVERKAUF: MENSCHENWÜRDE

Heute stellt die Bundesregierung ihren Entwurf für den Haushalt 2027 vor. Erneut sind drastische Kürzungen für die Entwicklungszusammenarbeit geplant. Die humanitäre Hilfe soll auf sehr niedrigem Niveau verharren.

Dabei hat die Bundesregierung das Budget des BMZ seit 2022 bereits um ein Drittel gekürzt, die Mittel für humanitäre Hilfe sogar halbiert.
Die Folgen sind verheerend: Eine im Mai veröffentlichte Studie im Fachjournal "The Lancet" kommt zu dem Ergebnis, dass die weltweiten Kürzungen der Entwicklungsausgaben bis 2030 bis zu 9,4 Millionen zusätzliche Todesfälle verursachen könnten durch Armut, Hunger, Krankheiten und die Folgen der Klimakrise.

Mit zahlreichen weiteren Organisationen haben wir heute vor dem Bundeskanzleramt gegen die geplanten Kürzungen protestiert.

🌍Lokales Engagement mit großer Wirkung - Interview im WEITWINKEL-Magazin Der Zusammenbruch der UdSSR bedeutete für Kirgi...
02/07/2026

🌍Lokales Engagement mit großer Wirkung - Interview im WEITWINKEL-Magazin

Der Zusammenbruch der UdSSR bedeutete für Kirgisistan schwere wirtschaftliche und soziale Herausforderungen. Bis heute prägen Armut, gesellschaftliche Konflikte und soziale Ungleichheit den Alltag vieler Menschen.

Obwohl die Gleichberechtigung von Frauen und Männern in der kirgisischen Verfassung verankert ist, kämpfen Frauen vielerorts noch immer mit traditionellen Rollenbildern, ungleichen Chancen und wirtschaftlicher Abhängigkeit von Familie oder Partnern.

📍Im Interview für das WEITWINKEL-Magazin erzählt Rakhila Zhusupova, Gründerin des Frauenverbands Erayim (Deutsch: „Mitgefühl, Wohltätigkeit“), wie ihre Organisation diesen Herausforderungen mit konkreten Projekten begegnet. Gemeinsam mit lokalen Selbsthilfegruppen unterstützt sie landwirtschaftliche Initiativen, Sanierungsprojekte und Bildungsangebote, die den Zusammenhalt vor Ort stärken und Umweltschutz fördern.

👉 Wie das Verteilen von Saatgut ganze Gemeinschaften ernähren kann, und weshalb Selbstbestimmung so wichtig für die Friedensarbeit ist, erfahrt ihr im Interview

🔗Les das vollständige Interview hier: https://www.sodi.de/artikel/weitwinkel-kirgisistan-selbshilfegruppen

🌱 Klimagerechtigkeit braucht Gleichberechtigung – Interview im WEITWINKEL-MagazinDie Folgen des Klimawandels prägen den ...
25/06/2026

🌱 Klimagerechtigkeit braucht Gleichberechtigung – Interview im WEITWINKEL-Magazin

Die Folgen des Klimawandels prägen den Alltag vieler Gemeinden in Nepal. Wasser wird knapp, Ernten fallen aus und immer mehr Menschen sind gezwungen, ihre Heimat zu verlassen.

Im Interview mit der Nepal Peacebuilding Initiative erzählen Arina Kharel (Koordinatorin des Programms Klimawandel) und Subindra Bogati (Geschäftsführer), wie diese Veränderungen bestehende soziale Ungleichheiten verschärfen.

Betroffen sind besonders Frauen marginalisierter Gruppen. Sie sichern die Wasserversorgung, kümmern sich um ihre Familien und übernehmen zusätzliche Verantwortung, wenn Angehörige zur Arbeit abwandern, doch ihre Stimmen bleiben trotzdem oft ungehört. Die Nepal Peacebuilding Initiative unterstützt sie dabei, sich zu organisieren, Lösungen für ihre Gemeinden zu entwickeln und für mehr Mitsprache und Gerechtigkeit zu kämpfen.

💪WEITWINKEL berichtet, warum Klimagerechtigkeit ohne Frauenrechte nicht möglich ist und wie lokale Gemeinschaften eine klimaresiliente Zukunft gestalten

🔗Lies das ganze Interview hier:
https://www.sodi.de/artikel/weitwinkel-existenzsicherung-im-klimawandel

💪 Der Weg zur Gleichstellung ist lang.  📍 Interview im WEITWINKEL-Magazin Im Interview spricht Mario Pschera mit Yulia S...
22/06/2026

💪 Der Weg zur Gleichstellung ist lang. 📍 Interview im WEITWINKEL-Magazin

Im Interview spricht Mario Pschera mit Yulia Sporysh, Direktorin der NGO Divchata, und Anna Povch, Expertin für Geschlechtergleichberechtigung bei Divchata, über den Kampf für Frauenrechte mitten im Krieg.

Der Krieg in der Ukraine hat fest verankerte patriarchale Denk- und Handlungsstrukturen sichtbar gemacht.
Gleichzeitig gewinnt das Thema Menschenrechte, insbesondere die Gleichstellung der Geschlechter für die ukrainische Zivilgesellschaft an Bedeutung.
Die Divchata leistet grundlegende Aufklärungsarbeit. Sie spricht gezielt schambehaftete Themen an, um diese zu enttabuisieren und sensibilisiert für das Thema geschlechtsspezifische Gewalt.

💪 Nach 4 Jahre Krieg kämpfen Frauen gleichberechtigt an der Front, aber auch für ihre Rechte und für eine gerechte Zukunft im Wiederaufbau.

🌱 Ein Portrait von Widerstandsfähigkeit, Aktivismus und Hoffnung.

🔗 Link in Bio
🔗 Lies das ganze Interview hier: https://www.sodi.de/artikel/weitwinkel-aufklaerung-rollenbilder-ukraine



Was denkst du: Wo siehst du die größten Hürden für Geschlechtergleichstellung in Krisenregionen? 👇

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