12/06/2026
Klatschspiele im Traumzauberland
Aus einem gemeinsamen Klatschspiel zwischen einer Pädagogin und einem Kind entstand heute etwas ganz Besonderes.
Unsere Kollegin bringt ihre Wurzeln aus Nordrhein-Westfalen mit in den Kita-Alltag und ließ die Kinder an einem traditionellen Klatschspiel teilhaben. Dabei begegneten die Kinder auch Begriffen aus dem dortigen Sprachgebrauch. So wurde beispielsweise das Wort „Schnüt“ für Mund verwendet. Solche Begegnungen eröffnen Kindern die Möglichkeit, verschiedene Dialekte und sprachliche Besonderheiten aus dem deutschsprachigen Raum kennenzulernen und Sprache in ihrer Vielfalt zu erleben.
Mit viel Freude wurden Reime, Rhythmen und Bewegungen miteinander verbunden. Dabei erweiterten die Kinder ihre Hand-Auge-Koordination, ihre Merkfähigkeit und ihr Sprachgefühl. Gleichzeitig beobachteten sie aufmerksam die Bewegungen, den Rhythmus und den Ablauf des Spiels. Durch das genaue Beobachten und Mitmachen erschlossen sie sich neue Spielideen und entwickelten daraus eigene kreative Umsetzungen.
Besonders spannend war, was danach geschah: Zwei Mädchen griffen die Idee auf und entwickelten eigenständig ein Klatschspiel zum Lied „Kling, Glöckchen, klingelingeling“. Sie beobachteten genau, erinnerten sich an das Gesehene und setzten ihre eigenen Ideen kreativ um.
Hier zeigt sich, wie Kinder lernen. Sie beobachten, ahmen nach, probieren aus und entwickeln eigene Ideen. Dabei werden Kompetenzen in den Bereichen Sprache, Motorik, Gedächtnis, Kreativität und sozialer Interaktion gestärkt.
Gleichzeitig wird deutlich, dass Klang weit mehr ist als der Einsatz von Klangschalen. Auch der eigene Körper erzeugt Klänge. Durch Klatschen, Sprechen, Reimen und rhythmische Bewegungen erleben Kinder, wie Hände, Stimme und Körper zu Instrumenten werden. So erfahren sie Klang mit allen Sinnen und gestalten ihn aktiv mit.
Die beiden Videos geben einen kleinen Einblick in diesen Bildungsprozess und zeigen, wie aus Beobachtungen, Begegnungen und eigenen Ideen neue Lernprozesse entstehen.