18/02/2026
Sechs Jahre nach dem rechtsextremen Anschlag in Hanau, bei dem am 19. Februar 2020 neun Menschen ermordet wurden – Ferhat Unvar, Hamza Kurtović, Said Nesar Hashemi, Vili Viorel Păun, Mercedes Kierpacz, Kaloyan Velkov, Fatih Saraçoğlu, Sedat Gürbüz, Gökhan Gültekin – ist klar: die Behörden haben auf mehreren Ebenen versagt.
Die Hinterbliebenen sprechen von fehlender Transparenz und einer „Kette des Versagens“ staatlicher Stellen, die rechte Gewalt verharmlosen. Sie fordern unabhängige Aufarbeitung, echte Verantwortungsübernahme und strukturelle Veränderungen in Polizei und Sicherheitsbehörden, in denen rechte Netzwerke, rassistische Denkweisen und institutionelle Abschottung benennt und bekämpft werden müssen.
Ihr Engagement richtet den Blick auf eine notwendige Perspektivverschiebung: hin zu einer Politik, die Betroffene ernst nimmt und dauerhaft in die Aufklärungsarbeit einbindet.
Erinnern heißt verändern – Erinnern ohne Konsequenzen bleibt wirkungslos.
❗️Nie wieder bedeutet nicht, am Jahrestag Blumen niederzulegen. Nie wieder bedeutet, politische Verantwortung zu übernehmen. Nie wieder bedeutet, rassistische Narrative nicht zu relativieren, auch dann nicht, wenn sie vermeintlich wahlstrategisch sinnvoll erscheinen. Nie wieder bedeutet, die Perspektiven der Betroffenen ins Zentrum zu stellen.
Hanau mahnt uns. Hanau verpflichtet uns.
Wir gedenken der Ermordeten.
Wir stehen an der Seite ihrer Familien und Freund*innen.
Und wir werden nicht aufhören, strukturellen Rassismus zu benennen und zu bekämpfen.
🔗unser vollständiges Statement ist auf unserer Website nachzulesen: Link in Bio.
Kommt zu den Gedenkkundgebungen in Berlin:
19.02. um 15 Uhr Marktplatz Spandau
19.02. um 18 Uhr Leopoldplatz
21.02. um 14 Uhr O-Platz
Für weitere Infos: