An den JugendFEIERn, den humanistischen Jugendweihen des HVD Berlin-Brandenburg können Jugendliche zwischen 13 und 15 Jahren teilnehmen und ihr Erwachsenwerden bewusst feiern. Eine Zeit zwischen Träumen und Realität, zwischen Sehnsucht und Verunsicherung, dem Drang nach Veränderung und Aufbruch, der Suche nach der eigenen Identität, eine Zeit mit vielen Fragen – oft chaotisch und wunderschön. Mit
dem einmaligen Erlebnis einer Humanistischen JugendFEIER des HVD Berlin-Brandenburg e.V. begleiten wir Jugendliche ein Stück auf ihrem Weg ins Erwachsenwerden. Das Vorbereitungsprogramm mit seinen vielfältigen Veranstaltungsangeboten von Oktober bis April ist fester Bestandtteil der JugendFEIER und will Heranwachsende auf verschiedene Facetten des Erwachsenwerdens aufmerksam machen. Spannende Erlebnisse mit Gleichaltrigen und die Auseinandersetzung mit Themen aus Bereichen des gesellschaftlichen Lebens geben dabei Denkanstöße auf der Suche nach eigenen Ideen und Lebensvorstellungen und sind ein erster Schritt in ein eigenverantwortliches und selbstbestimmtes Leben. Jugendliche können individuell ihr freiwilliges Vorbereitungsprogramm zusammenstellen und somit ihr Erwachsenwerden bewusst gestalten. Den feierlichen Abschluss der JugendFEIERn bildet eine unvergessliche Festveranstaltung, wo Jugendliche mit Gleichaltrigen und der ganzen Familie den symbolischen Abschied von der Kindheit und die ersten Schritte ins Erwachsenenleben feiern. Und wer den Kontakt zu den in dieser Zeit gewonnenen Freundinnen und Freunden halten will, der kann unkompliziert die gemeinsame Zeit in unserem Jugendverband, den Jungen Humanist_innen ( Hu) fortsetzen. In der Zeit der bürgerlichen Revolution 1848/49 wandten sich aufgeklärte Mitglieder freireligiöser Gemeinden von den Kirchen und damit auch von Konfirmation und Firmung ab. Sie entwickelten eine neue Form des Feierns. 1852 tauchte erstmals der Begriff „Jugendweihe“ auf. Als Alternative zur Konfirmation war sie für 14-jährige junge Menschen die außerkirchliche Feier zur Schulentlassung. Zwischen 1919 und 1933 wurde die Jugendweihe zum festen Bestandteil der Feierkultur der Arbeiterbewegung. Während des Nationalsozialismus verboten, lebte die Jugendweihe nach 1945 in den Westsektoren der Stadt wieder auf. In der DDR war diese Feierform bis 1954 nicht zugelassen. Danach missbrauchte der Staat die Jugendweihe zur Verfolgung eigener ideologischer Zwecke. Der Humanistische Verband Deutschlands – der sich 1993 als Zusammenschluss vieler freigeistiger und freireligiöser Organisationen gegründet hat – nennt seine bundesweit durchgeführten Veranstaltungen heute JugendFEIERn. Wir wollen Jugendliche nicht weihen, sondern ihnen den symbolischen Schritt ins Erwachsenenleben unvergesslich machen. Dementsprechend gibt es bei uns auch kein Gelöbnis o.ä. bei uns stehen die Jugendlichen im Mittelpunkt. In Verbindung mit einer halbjährigen Vorbereitungszeit ist die JugendFEIER mehr als ein bloßes Fest – sie steht auch für die Vermittlung humanistischer Werte wie Toleranz, Selbstbestimmung, Verantwortung und Solidarität.