01/06/2026
Wie orientiert man sich, wenn man plötzlich nichts mehr sehen kann?
Was nimmt man wahr, wenn das Sehen wegfällt?
Gemeinsam mit einer Kollegin vom Nachbarschafts- und Selbsthilfezentrum durfte ich im „Stadtteil der Sinne“ des Blindenhilfswerks eine ganz besondere Erfahrung machen. Mit verbundenen Augen und einem Langstock ging es durch einen nachgestellten Straßenverkehr mit Bürgersteigen, Hindernissen, Geräuschen und verschiedenen Alltagssituationen.
Dabei habe ich schnell gemerkt, wie sehr ich mich normalerweise auf das Sehen verlasse und wie verunsichernd es war, als diese Orientierung plötzlich wegfiel. Geräusche, Bodenleitsysteme oder kleine Hinweise, die ich im Alltag kaum wahrnehme, wurden auf einmal unglaublich wichtig.
Besonders eindrücklich war für mich, wie schnell Hindernisse zu echten Problemen werden können. Seitdem achte ich nochmal bewusster darauf, zum Beispiel keine Fahrräder an Geländern abzustellen, an denen sich blinde oder sehbeeinträchtigte Menschen orientieren oder festhalten.
Diese Erfahrung hat mich sensibilisiert und mir gezeigt, wie wichtig Rücksicht, Barrierefreiheit und Inklusion im Alltag sind. Ich finde, jede*r sollte diese Perspektive einmal erleben dürfen.
Das Besondere:
Jeden letzten Freitag im Monat kann man ab 14 Uhr auch ohne Anmeldung vorbeikommen und diese Erfahrung selbst machen.
Danke für eure wertvolle Arbeit!
📍 Rotenburgstraße 15, 12165 Berlin
📞 Anmeldung & Informationen:
030 – 790139919
[email protected]
Ansprechpartner:
Carsten Zehe
01522 5883073
[email protected]
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