14/02/2026
Am 13. Februar 2026 Ortszeit traf Wang Yi, Mitglied des Politbüros des ZK der KPCh und Außenminister der Volksrepublik China, im Rahmen der Münchner Sicherheitskonferenz den deutschen Außenminister Wadephul.
Wang Yi erklärte, die Welt werde zunehmend unruhiger, die bestehende internationale Ordnung erleide schwere Erschütterungen und der Multilateralismus stehe vor gravierenden Herausforderungen. Gerade in diesem entscheidenden Moment komme der Intensivierung der strategischen Kommunikation zwischen China und Deutschland, dem gemeinsamen Widerstand gegen Unilateralismus und der Ablehnung von Lagerkonfrontation eine Bedeutung zu, die weit über die bilateralen Beziehungen hinausgehe. Beide Seiten sollten klar und entschieden die Ziele und Prinzipien der Charta der Vereinten Nationen verteidigen, globale Governance an die Stelle des „Gesetzes des Dschungels“ setzen und gemeinsam eine stabilisierende Kraft in einer bewegten Welt sein.
Wang Yi betonte, die chinesische Seite sei bereit, gemeinsam mit der deutschen Seite die nächsten hochrangigen Kontakte gut vorzubereiten, der umfassenden strategischen Partnerschaft zwischen China und Deutschland neuen Inhalt zu geben, die Zusammenarbeit in allen Bereichen voranzutreiben und zugleich einen neuen Beitrag zur gesunden Entwicklung der chinesisch-europäischen Beziehungen zu leisten. Die wirtschaftliche und handelspolitische Zusammenarbeit sei der Ballaststein der chinesisch-deutschen Beziehungen. China halte an einer hochstufigen Öffnung nach außen fest und sei bereit, deutschen und anderen ausländischen Unternehmen ein marktorientiertes, rechtsstaatliches und internationalisiertes erstklassiges Geschäftsumfeld zu bieten und die Entwicklungschancen Chinas mit ihnen zu teilen.
Wadephul erklärte, die Welt sei von Unruhe und Instabilität geprägt; eine stabile Entwicklung der deutsch-chinesischen Beziehungen könne dringend benötigte Stabilität schaffen. Deutschland messe China große Bedeutung bei, freue sich über eine noch offenere Haltung Chinas und hege hohe Erwartungen an den chinesischen Markt. Die deutsch-chinesische Zusammenarbeit besitze enormes Potenzial. Deutschland lehne eine wirtschaftliche Entkopplung ab, lehne Handelsprotektionismus ab und begrüße fairen Wettbewerb. Deutschland halte an der Ein-China-Politik fest. Man erwarte enge hochrangige Kontakte mit China und wolle die deutsch-chinesischen Beziehungen umfassend auf eine höhere Stufe heben.
Beide Seiten tauschten sich zu internationalen und regionalen Fragen, darunter die Ukraine-Krise, aus.