16/10/2026
Er spricht uns aus der Seele: „Das Grundgesetz ist antifaschistisch!“, sagte der Comedian Hape Kerkeling in einer emotionalen Rede im Thüringer Landtag.
Kürzlich wurde dort gemeinsam mit Jurist*innen, Expert*innen und Prominenten über ein mögliches AfD-Prüfverfahren diskutiert. Kerkeling brachte dabei seine Sorgen zum Ausdruck: „Angst, Lügen und Hass“ seien bereits zur Zeit des Dritten Reiches Teil der nationalsozialistischen Ideologie gewesen. Nun nutze auch die AfD diese Mittel für ihre politischen Vorhaben.
Besonders eindringlich appellierte Hape Kerkeling an die Verantwortung der Politikerinnen und Politiker. Sie sollten ihre Stimme nutzen, um ein Prüfverfahren einzuleiten.
Nur der Bundestag, der Bundesrat oder die Bundesregierung können einen Antrag für ein solches Verfahren beim Bundesverfassungsgericht stellen, das über ein Verbot einer Partei entscheidet.
Hape Kerkeling sprach nicht nur als Prominenter, sondern auch als Nachfahre eines Opfers der Nationalsozialisten. Sein Großvater war Katholik und Kommunist und wurde als politischer Gefangener insgesamt zwölf Jahre inhaftiert, ab 1942 im Konzentrationslager Buchenwald. Womöglich sieht sich Hape Kerkeling auch deshalb in einer besonderen Verantwortung für Demokratie und Rechtsstaat.
Mehrfach begründete Kerkeling seine Argumentation mit dem Grundgesetz. In seiner Rede wurde deutlich, dass dieses mit Rechtsextremismus unvereinbar ist: „Wer die Verbrechen von 1933 bis 1945 relativiert, verharmlost oder bagatellisiert, verlässt den Boden des Grundgesetzes.“
Wir danken Hape Kerkeling für seinen Einsatz für unsere Demokratie und vor allem für seine klare Positionierung gegen den Rechtsextremismus. Deswegen ist er heute unser Mutmacher!