Gesicht Zeigen! Für ein weltoffenes Deutschland

Gesicht Zeigen! Für ein weltoffenes Deutschland Gesicht Zeigen! Für ein weltoffenes Deutschland e.V. Beleidigungen, Beschimpfungen und Diskriminierungen werden wir auf unserer Seite nicht dulden. B.

ist ein bundesweit agierender Verein, der Menschen ermutigen möchte, aktiv zu werden gegen Rassismus, Antisemitismus und jede Form rechter Gewalt. Hausregeln

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Mehr als 100 Menschen in Todesangst in einem brennenden Haus – und weder Feuerwehr noch Polizei kommen zu Hilfe! Dies Un...
21/08/2026

Mehr als 100 Menschen in Todesangst in einem brennenden Haus – und weder Feuerwehr noch Polizei kommen zu Hilfe! Dies Unvorstellbare ereignete sich in Rostock-Lichtenhagen in der Nacht zum 25. August 1992.

Was damals geschah: Bereits seit Tagen griff ein Mob von Rostockerinnen und zugereisten Neonazis im Stadtteil Lichtenhagen den Plattenbau mit dem Sonnenblumen-Mosaik an, in dem auch die Zentrale Aufnahmestelle für Asylbewerberinnen untergebracht war.

Die Ausschreitungen begannen am 22. August und richteten sich zunächst gegen Roma*, die vor der überlasteten Aufnahmestelle campieren mussten. Tausende Anwohnerinnen beteiligten sich aktiv an dem Pogrom: mit rechtsextremen Parolen, Angriffen mit Steinen und Brandsätzen oder Applaus für die Randaliererinnen. Die Polizei knickte vor der Gewalt ein und zog sich zwischenzeitlich zurück.

Am dritten Abend zündete der Mob den Teil des Haues an, in dem vietnamesische Familien wohnten, die zumeist als Vertragsarbeiterinnen in die DDR gekommen waren. Mehr als 100 Vietnamesinnen waren in dem brennenden Gebäude, sowie ein ZDF-Team und Unterstützer*innen wie der Ausländerbeauftragte von Rostock, Wolfgang Richter. Dieser setzte Notrufe bei Polizei und Feuerwehr ab. Die Menge skandierte derweil „Wir kriegen euch alle“. Im letzten Moment retteten sich die Menschen über das Dach ins Nachbarhaus. Nur durch Glück kam niemand ums Leben.

Rostock-Lichtenhagen war ein alptraumhafter Skandal und ein trauriger Tiefpunkt zu Beginn der 90er-Jahre, als Gewalt durch rechte Schläger in vielen Teilen Deutschlands Alltag war. Auch in Hoyerswerda beteiligten sich 1991 Hunderte an rassistischer Gewalt gegen Ausländer*innen. Breiter Protest der Zivilgesellschaft organisierte sich erst nach den Mordanschlägen von Mölln (Herbst 1992) und Solingen (1993), unter anderem mit Lichterketten.

„Das ist doch einfach zu verstehen.“ Für wen eigentlich? Warum verstehen manche Menschen politische Debatten, wissenscha...
20/08/2026

„Das ist doch einfach zu verstehen.“ Für wen eigentlich?

Warum verstehen manche Menschen politische Debatten, wissenschaftliche Texte oder Behördenbriefe nicht? Oft liegt es nicht am fehlenden Interesse, sondern an der Sprache. Sprachliche Barrieren können soziale Ungleichheiten verstärken und sind eng mit Klassismus verbunden. Klassismus bezeichnet die Benachteiligung oder Abwertung von Menschen aufgrund ihrer sozialen Herkunft oder ihres Bildungsstandes.

Deshalb sollten wir Sprache bewusster einsetzen. Wen möchte ich erreichen? Wer kann mir folgen und wer vielleicht nicht?

Wir müssen nicht von heute auf morgen perfekt sprechen. Es geht darum, bewusster zu werden. Und genau da können wir anfangen!

Wenn euch das Thema interessiert, lest euch in unseren Reality-Check „Wir grenzen durch komplizierte Sprache aus" auf unserer Website rein!

https://www.gesichtzeigen.de/angebote/realitycheck/

Menschenrechte sind für alle da, rechte Menschen eher nicht so, oder?  Im September sind Landtagswahlen in Sachsen-Anhal...
19/08/2026

Menschenrechte sind für alle da, rechte Menschen eher nicht so, oder?

Im September sind Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern sowie die Wahlen zum Abgeordnetenhaus in Berlin. Jede Stimme zählt! Für die Demokratie und gegen Menschenfeindlichkeit.

Bleibt stabil gegen Rechtsextremismus, denn Rechtsextremist*innen haben keine Lösungen parat. Lasst ihnen keine Chance, unsere Gesellschaft zu vergiften und die Würde so vieler Menschen, die nicht in ihr Weltbild passen, mit Füßen zu treten.

Jede*r einzelne von uns ist gefragt, auch wenn sie oder er nicht in den drei Bundesländern wohnt: Sag es bitte weiter, teile diesen Post und zeig damit Gesicht für ein weltoffenes Deutschland. Danke! 🧡

Rechtsradikal zu sein und dann auch noch zu wählen - das geht gar nicht! Wir müssen uns stattdessen radikal vor Demokrat...
17/08/2026

Rechtsradikal zu sein und dann auch noch zu wählen - das geht gar nicht! Wir müssen uns stattdessen radikal vor Demokratiefeind*innen schützen, indem wir Demokrat*innen wählen gehen – und zwar klug und menschlich!!

Unsere Botschaft: Nur wer wählt, bestimmt mit! Geh wählen - für die Demokratie, gegen Ausgrenzung und Rassismus.

Damit ganz viele Menschen wählen gehen, zeig Gesicht zu den Landtagswahlen im September und teile diesen Post mit all deinen Freund*innen!

Unsere Parolen zur Wahl findest du kostenlos auf unserer Website zum Herunterladen und Teilen: https://www.gesichtzeigen.de/wahljahr2026/setzen-sie-ein-zeichen-gegen-rechts

Unsere Mutmacher: Max Heckel Unsere Demokratie ist nicht „neutral“ – und Menschen wie Max Heckel schützen sie! Max Hecke...
14/08/2026

Unsere Mutmacher: Max Heckel

Unsere Demokratie ist nicht „neutral“ – und Menschen wie Max Heckel schützen sie!

Max Heckel, Musiker und Lehrer an einer Sekundarschule in Stendal, warnte nach dem Unterricht auf Nachfrage von Schüler*innen vor der AfD, einer Partei, die in Sachsen-Anhalt als gesichert rechtsextrem gilt.

Als ihn zwei Schüler*innen beim Aufräumen nach dem Werkunterricht fragten, ob er die AfD gewählt habe, verneinte Heckel. Anschließend zeigte er den Schüler*innen mehrere Quellen aus dem Internet, darunter den Correctiv-Bericht über das Geheimtreffen von AfD-Mitgliedern und Rechtsextremen. Außerdem sagte er, wer die AfD wähle, müsse entweder „reich, frei von Moral oder nicht bei klarem Verstand sein“. Daraufhin wurde beim Landesschulamt Beschwerde eingereicht und Heckel erhielt eine Abmahnung. Er habe sich „eindeutig gegen die AfD positioniert“ und damit gegen das Neutralitätsgebot an Schulen verstoßen habe.

Doch das Neutralitätsgebot bedeutet nicht, dass Lehrkräfte gegenüber Rechtsextremismus schweigen müssen. Im Gegenteil: Schulen haben den Auftrag, die Werte unserer freiheitlich-demokratischen Grundordnung zu vermitteln und zu schützen.

Max Heckel klagte gegen die Abmahnung. Er wollte nicht hinnehmen, dass sie erst nach sechs Monaten aus seiner Personalakte gestrichen wird, sondern verlangte ihre sofortige Entfernung. Denn andernfalls wird Lehrkräften ein klares Signal gesendet: Wer sich kritisch über gesichert rechtsextreme Parteien äußert, die die Werte unserer Demokratie gefährden, riskiert berufliche Konsequenzen.

Wir sind der Meinung: Wer vor einer als gesichert rechtsextrem eingestuften Partei warnt und über ihre Strategien, Inhalte und Ziele aufklärt, ist im besten Sinne nicht „wertneutral“ und handelt im Sinne unserer Demokratie.

Rechtsextreme wollen uns spalten. Wähle mit Herz und Verstand: demokratisch! Im September sind Landtagswahlen in Sachsen...
13/08/2026

Rechtsextreme wollen uns spalten. Wähle mit Herz und Verstand: demokratisch!

Im September sind Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern sowie die Wahlen zum Abgeordnetenhaus in Berlin. Jede Stimme zählt! Für die Demokratie und gegen Menschenfeindlichkeit.

Bleibt stabil gegen Rechtsextremismus, denn Rechtsextremisten haben keine Lösungen parat. Lasst ihnen keine Chance, unsere Gesellschaft zu vergiften und die Würde so vieler Menschen, die nicht in ihr Weltbild passen mit Füßen zu treten.

Jede*r einzelne von uns ist gefragt, auch wenn sie oder er nicht in den drei Bundesländern wohnt: Sag es bitte weiter, teile diesen Post und zeig damit Gesicht für ein weltoffenes Deutschland. Danke! 🧡

Rechtsradikal zu sein geht gar nicht! Deswegen müssen wir uns radikal vor Demokratiefeinden schützen, indem wir klug und...
12/08/2026

Rechtsradikal zu sein geht gar nicht! Deswegen müssen wir uns radikal vor Demokratiefeinden schützen, indem wir klug und menschlich wählen gehen.

Wir wählen demokratisch, denn wir können mehr als braune Hetze – und du kannst das sicher auch! Deswegen: Zeig Gesicht zu den Landtagswahlen im September und teile diesen Post mit all deinen Freund*innen!

Unsere Botschaft: Sei radikal in puncto Demokratie: Geh wählen!

Diese Parole und viele weitere findest du kostenlos auf unserer Website zum Herunterladen und Teilen: https://www.gesichtzeigen.de/wahljahr2026/setzen-sie-ein-zeichen-gegen-rechts

Rassismus, Rechtsextremismus und Pogrome. All das gab es schon vor der Welle der Gewalt in den 1990er-Jahren. All das ga...
10/08/2026

Rassismus, Rechtsextremismus und Pogrome. All das gab es schon vor der Welle der Gewalt in den 1990er-Jahren. All das gab es in beiden deutschen Staaten, auch in der DDR. Die Gewalt von Hoyerswerda oder die Angriffe in Rostock-Lichtenhagen entstanden nicht im luftleeren Raum. Vielmehr gibt es historische Kontinuitäten. Allerdings sind die Pogrome in der ehemaligen DDR kaum Bestandteil des öffentlichen Bewusstseins.

Wir erinnern deshalb heute an das erste Pogrom auf deutschem Boden nach 1945: Zwischen dem 10. und 13. August 1975 wurden in Erfurt algerische Vertragsarbeiter*innen immer wieder von einem mit Eisenstangen und Holzlatten bewaffneten Mob durch die Straßen gejagt. Der Mob rief „Schlagt die Algerier tot”. Zuvor war das Gerücht in die Welt gesetzt worden, dass zwei bis zehn Deutsche von Algerier*innen ermordet worden wären. Das war eine Lüge. Die Attacken hatten den Charakter von Lynchjustiz. Die Angegriffenen konnten nur unter Polizeischutz flüchten.

Die Angriffe von Erfurt zeigen auf, dass unter der Fassade von Antifaschismus und Völkerverständigung Rassismus in der ehemaligen DDR weder problematisiert noch bekämpft wurde und stattdessen Raum hatte, sich auszubreiten. Ein Problem, das selbst heute noch in ganz Deutschland fortbesteht.

Zeigt Gesicht und kommt mit uns auf die Straße! Wir wollen, dass das Bundesverfassungsgericht prüfen kann, ob die AfD ve...
06/08/2026

Zeigt Gesicht und kommt mit uns auf die Straße! Wir wollen, dass das Bundesverfassungsgericht prüfen kann, ob die AfD verfassungskonform ist. Das ist umso wichtiger, weil das Gutachten der Gesellschaft für Freiheitsrechte ergeben hat, dass die Partei nachweislich verfassungswidrig ist.

📢 Dafür demonstrieren am Samstag viele Menschen in zahlreichen Hauptstädten der Bundesländer!

Organisiert werden die Demonstrationen von PRÜF (Prüfung rettet übrigens Freiheit!). Die einzige Forderung: „Alle Parteien, die vom Verfassungsschutz als rechtsextremer Verdachtsfall oder gesichert rechtsextrem eingestuft werden, müssen vom Bundesverfassungsgericht überprüft werden.”

Am 8 August finden die Demonstrationen in elf Landeshauptstädten statt.

📢 Berlin: Brandenburger Tor - 14 Uhr
📢 Bremen: Hillmannplatz - 14 Uhr
📢 Dresden: Theaterplatz – 14 Uhr
📢 Düsseldorf: Gustav-Gründgens-Platz – 14 Uhr
📢 Hamburg: Jungefernstieg – 14 Uhr
📢 Hannover: Platz der Menschenrechte – 14 Uhr
📢 Magdeburg: W***y-Brandt-Platz – 14 Uhr
📢 Mainz: Gutenbergplatz – 14 Uhr
📢 Potsdam: Picknick Demo Bassinplatz – 14 Uhr
📢 Schwerin: Alter Garten – 13Uhr
📢 Stuttgart: Oberer Schlossgarten – 14 Uhr

Im Jahr 2000 hat Uwe-Karsten Heye gemeinsam mit Paul Spiegel und Michel Friedman mit der Gründung von Gesicht Zeigen! ei...
05/08/2026

Im Jahr 2000 hat Uwe-Karsten Heye gemeinsam mit Paul Spiegel und Michel Friedman mit der Gründung von Gesicht Zeigen! ein deutliches Signal gegen den in Deutschland immer lauter werdenden Antisemitismus und Rechtsextremismus gesetzt.

Uwe-Karsten Heye war ein mutiger Mensch. So etwas brauchte man gerade zur Jahrtausendwende, als Synagogen und Wohnhäuser von Migrant*innen brannten und N***s andere Menschen gewaltsam bedrohten. Aus dieser Erinnerung an alte Zeiten, die er als Kind erlebt hatte, und dem Verständnis für Recht und Gerechtigkeit ist damals unser Verein entstanden – Gesicht zu zeigen war für unseren Gründer nicht nur wichtig, sondern vor allem selbstverständlich. Ein Auftrag. Ein Lebensweg.

Uwe-Karsten Heye hat Wahrheiten ausgesprochen und unserer Gesellschaft den Spiegel vorgehalten. Er wollte nie recht haben, sondern immer aufklären, informieren und mit dazu beitragen, dass sich Geschichte in Deutschland nicht wiederholt. Eine antifaschistische Haltung und das persönliche Eintreten für eine freie und weltoffene Gesellschaft gehörten für ihn zu den wichtigen Grundlagen unseres Zusammenlebens.

Neben all seiner politischen Kenntnis, seiner Erfahrung als Journalist, Redenschreiber W***y Brandts, Regierungssprecher, Diplomat und Autor, hat er uns stets ermutigt und ermuntert, für Menschlichkeit und Würde, für Frieden und Solidarität, für Respekt und Toleranz einzustehen. Für sein Engagement wurde er zu Recht mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet.

Wir erinnern an einen herzlichen Menschen, der sich zeit seines Lebens für die gute Sache einsetzte, der Begegnungen und Diskussionen schätzte, der bis zum Lebensende neugierig und wissbegierig war. Wir erinnern an einen Menschen, dem wir unendlich viel zu verdanken haben. Sein Mut, Gesicht zu zeigen und seine aufrichtige Art haben uns Kraft gegeben und uns gelehrt, uns nicht einschüchtern zu lassen.

Wir sind sehr traurig. Wir werden Uwe sehr vermissen – als unseren Gründer, als ehemaligen Vorsitzenden, als Wegbegleiter. Und als wunderbaren, guten Freund. Wir werden den Kampf gegen Rechtsextremisten in seinem Sinne fortführen.

Adresse

Franz-Mehring-Platz 1
Berlin
10243

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