Gesicht Zeigen! Für ein weltoffenes Deutschland

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Gesicht Zeigen! Für ein weltoffenes Deutschland Gesicht Zeigen! Für ein weltoffenes Deutschland e.V. Beleidigungen, Beschimpfungen und Diskriminierungen werden wir auf unserer Seite nicht dulden. B.

ist ein bundesweit agierender Verein, der Menschen ermutigen möchte, aktiv zu werden gegen Rassismus, Antisemitismus und jede Form rechter Gewalt. Hausregeln

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Rassismus, Gewalt und Hass töten!   Am 24. Oktober 2010 wurde der 19 Jahre alte Kamal K. in einem Park in Leipzig von ei...
23/10/2026

Rassismus, Gewalt und Hass töten!

Am 24. Oktober 2010 wurde der 19 Jahre alte Kamal K. in einem Park in Leipzig von einem betrunkenen Ne***zi erstochen. Der Mörder kam seinem „deutschen Kameraden zur Hilfe”, der sich mit Kamal stritt und stach diesem ein Messer in den Bauch. Kamal verblutete am Tatort und starb.

Das Landgericht Leipzig kam zu dem Schluss, dass das Motiv für die Tat Rassismus gewesen ist und verurteilte den Täter wegen Mordes. Es wurde Revision eingelegt, aber der Bundesgerichtshof bestätigte das Urteil: „Er betrachtete das Opfer nicht als einen Menschen, sondern als Ausländer, dessen Leben nichts wert ist. Das sind niedrige Beweggründe. Und deshalb ist es Mord.“

Übrigens: Die Staatsanwaltschaft sah den ausländerfeindlichen Tathintergrund nicht als erwiesen an, obwohl der Täter eindeutig rechtsradikale Tätowierungen hatte, zum Beispiel Bilder von Adolf Hi**er. Die Richter sahen das anders und bestätigten das rassistische Motiv.

Der mehrfach vorbestrafte Täter galt wegen seiner starken Alkoholisierung zum Tatzeitpunkt als vermindert schuldfähig. 2,4 Promille wurden festgestellt. Deshalb wurden statt Lebenslänglich nur 13 Jahre Haft mit Sicherheitsverwahrung verhängt.

Wir wollen darauf aufmerksam machen, dass rassistische Gewalt und solche menschenverachtenden Taten keine Einzelfälle sind. Wir erinnern heute an Kamal K. und an die vielen anderen Opfer rechtsextremer Gewalt!

Hey, ich bin Kimberly, 19 Jahre alt, und mache seit September meinen Bundesfreiwilligendienst in der politischen Bildung...
21/10/2026

Hey, ich bin Kimberly, 19 Jahre alt, und mache seit September meinen Bundesfreiwilligendienst in der politischen Bildungsarbeit bei Gesicht Zeigen!

Vor vier Monaten habe ich mein Abitur gemacht. Nach der Schule wollte ich erstmal raus aus dem gewohnten Schulalltag und sehen, wie die Arbeitswelt außerhalb der Schule funktioniert. Gleichzeitig war mir wichtig, etwas zu machen, bei dem ich mich aktiv einbringen und gesellschaftlich etwas mitgestalten kann.

Ich finde es wichtig, dass Kinder und Jugendliche die Möglichkeit bekommen, sich mit politischen und gesellschaftlichen Themen auseinanderzusetzen, ihre eigene Meinung zu entwickeln und verschiedene Perspektiven kennenzulernen. Gerade politische Bildung und Demokratie sind Themen, die meiner Meinung nach im Schulalltag oft zu kurz kommen.

Gesicht Zeigen! hat verschiedene Projekte in der politischen Bildungsarbeit, die genau dabei unterstützen, politische und gesellschaftliche Themen zugänglich zu machen und gemeinsam etwas zu verändern. Diese Arbeit hat mich besonders angesprochen und war für mich ein wichtiger Grund, mich bewusst bei Gesicht Zeigen! zu bewerben. Ich fühle mich sehr wohl hier mit dem Team des Lernorts 7xjung.

Hey, ich bin Louis, 18 Jahre alt, und mache seit September meinen Bundesfreiwilligendienst in der Öffentlichkeitsarbeit ...
20/10/2026

Hey, ich bin Louis, 18 Jahre alt, und mache seit September meinen Bundesfreiwilligendienst in der Öffentlichkeitsarbeit von Gesicht Zeigen!.

Im Sommer habe ich mein Abitur in der Nähe von Heidelberg bestanden😊. Bereits während meiner Schulzeit hatte ich großes Interesse an Politik und Geschichte. Obwohl diese Themenfelder spannend sind, erscheinen sie oft ernüchternd.

Die aktuelle politische Lage ist angespannt. Gerade rechtsextreme Kräfte erfahren einen alarmierenden Zuwachs. Rassistisches, antisemitisches, sexistisches und queerfeindliches Gedankengut findet in der Öffentlichkeit immer mehr Akzeptanz. Auch unsere Parlamente werden zunehmend von antidemokratischen Akteur*innen beeinflusst.

Ich möchte, dass sich Deutschland zu einem weltoffenen und toleranten Staat entwickelt. Deswegen habe ich mich dazu entschieden, mich bei Gesicht Zeigen! zu bewerben. Ich fühle mich hier sehr wohl und habe schon viel gelernt.

Ich freue mich, ein ganzes Jahr Teil des Teams zu sein, und grüße herzlich alle Mitglieder und Unterstützer*innen des Vereins!

Er spricht uns aus der Seele: „Das Grundgesetz ist antifaschistisch!“, sagte der Comedian Hape Kerkeling in einer emotio...
16/10/2026

Er spricht uns aus der Seele: „Das Grundgesetz ist antifaschistisch!“, sagte der Comedian Hape Kerkeling in einer emotionalen Rede im Thüringer Landtag.

Kürzlich wurde dort gemeinsam mit Jurist*innen, Expert*innen und Prominenten über ein mögliches AfD-Prüfverfahren diskutiert. Kerkeling brachte dabei seine Sorgen zum Ausdruck: „Angst, Lügen und Hass“ seien bereits zur Zeit des Dritten Reiches Teil der nationalsozialistischen Ideologie gewesen. Nun nutze auch die AfD diese Mittel für ihre politischen Vorhaben.

Besonders eindringlich appellierte Hape Kerkeling an die Verantwortung der Politikerinnen und Politiker. Sie sollten ihre Stimme nutzen, um ein Prüfverfahren einzuleiten.

Nur der Bundestag, der Bundesrat oder die Bundesregierung können einen Antrag für ein solches Verfahren beim Bundesverfassungsgericht stellen, das über ein Verbot einer Partei entscheidet.

Hape Kerkeling sprach nicht nur als Prominenter, sondern auch als Nachfahre eines Opfers der Nationalsozialisten. Sein Großvater war Katholik und Kommunist und wurde als politischer Gefangener insgesamt zwölf Jahre inhaftiert, ab 1942 im Konzentrationslager Buchenwald. Womöglich sieht sich Hape Kerkeling auch deshalb in einer besonderen Verantwortung für Demokratie und Rechtsstaat.

Mehrfach begründete Kerkeling seine Argumentation mit dem Grundgesetz. In seiner Rede wurde deutlich, dass dieses mit Rechtsextremismus unvereinbar ist: „Wer die Verbrechen von 1933 bis 1945 relativiert, verharmlost oder bagatellisiert, verlässt den Boden des Grundgesetzes.“

Wir danken Hape Kerkeling für seinen Einsatz für unsere Demokratie und vor allem für seine klare Positionierung gegen den Rechtsextremismus. Deswegen ist er heute unser Mutmacher!

„Natürlich hatte ich große Angst zu töten. Doch manchmal muss man Dinge tun, die man freiwillig nicht tun würde“, erinne...
14/10/2026

„Natürlich hatte ich große Angst zu töten. Doch manchmal muss man Dinge tun, die man freiwillig nicht tun würde“, erinnert sich der jüdische Kämpfer Yehuda Lerner an den Aufstand im Vernichtungslager Sobibór 1943. „Wir wussten, dass wir dort keine Wahl hatten. Man würde uns töten. Doch wir wollten nicht wie Schafe getötet werden. Wir wollten wie Menschen sterben.“

Am 14. Oktober 1943 wagten jüdische Gefangene unter der Leitung von Alexander Petscherski und Leon Feldhendler die Revolte in Sobibór im Südosten des besetzten Polens. Unter den Häftlingen war zuvor das Gerücht umgegangen, die Tötungsanstalt werde abgerissen und alle Insassen als Mitwisser ermordet.

Nach dem Aufstand im Vernichtungslager Treblinka am 2. August 1943 war in Sobibór der zweite erfolgreiche Widerstand in einem Vernichtungslager. Mehr als 300 Aufständische töteten elf SS-Wachleute und brachen aus dem L***r aus. Viele starben auf der Flucht im Kugelhagel der Wachleute oder im Minenfeld. Rund 200 Widerständler erreichten die Wälder, nur 47 erlebten das Kriegsende.

Die übrigen wurden Opfer der Menschenjagd, welche die SS nach der Massenflucht organisierte. Alle im L***r verbliebenen Häftlinge – einige kämpften die ganze Nacht mit Gewehren und Äxten weiter – wurden erschossen. Anschließend wurde Sobibór eingeebnet.

Wie viele Menschen im 1942 erbauten Vernichtungslager Sobibór ermordet wurden, ist nicht bekannt, da die schriftlichen Unterlagen vernichtet wurden. Schätzungen gehen von 150.000 bis 250.000 Opfern aus. Die meisten wurden in Gaskammern mit Kohlenmonoxid erstickt.

Die Geschehnisse in Sobibór wurden in Deutschland erst zwei Jahrzehnte später breiter bekannt. Überlebende reisten aus aller Welt nach Deutschland und sagten vor Gericht aus. Der ehemalige Kommandant von Treblinka und Sobibór, Franz Stangl, wurde 1970 vom Landgericht Düsseldorf wegen gemeinschaftlichen Mordes an mindestens 400.000 Menschen zu lebenslanger Haft verurteilt.

Dank des Aufstands konnten Überlebende Zeugnis über die Verbrechen in Sobibór ablegen. Und sie zeigten der Welt: Juden waren nicht wehrlos. Sie konnten und sie wollten kämpfen.

Mit deiner Unterstützung setzen wir uns für Demokratie, Gleichberechtigung und Zivilcourage ein! Als gemeinnütziger Vere...
13/10/2026

Mit deiner Unterstützung setzen wir uns für Demokratie, Gleichberechtigung und Zivilcourage ein! Als gemeinnütziger Verein sind wir auf Spenden und deine Mitgliedschaft angewiesen.

Wir müssen etwas tun! Werde jetzt Mitglied! 🙌 Das geht ganz einfach: https://www.gesichtzeigen.de/angebote/gesicht-zeigen-aber-wie/mitglied-werden

Danke für deinen Beitrag für die Demokratie! 🧡

Wir gedenken der Opfer des rechtsextremen und antisemitischen Anschlags in Halle 2019. Am höchsten jüdischen Feiertag Jo...
09/10/2026

Wir gedenken der Opfer des rechtsextremen und antisemitischen Anschlags in Halle 2019.

Am höchsten jüdischen Feiertag Jom Kippur wollte ein damals 27-jähriger Deutscher in der Synagoge von Halle ein Blutbad unter den Gläubigen anrichten. Stephan B. hatte mehreren Schusswaffen und Sprengstoff bei sich und filmte sein Attentat im Livestream. Der versuchte Massenmord an den Mitgliedern der jüdischen Gemeinde in der Synagoge scheiterte an der stabilen Tür. Der Attentäter erschoss die Passantin Jana L. (40) vor dem Gotteshaus und später Kevin S. (20), der seine Mittagspause im Kiez-Döner machte.

Auf seiner Flucht bedrohte und verletzte er mehrere Menschen, bevor er verhaftet wurde. Der Täter nannte das Attentat eines Rechtsextremen in Christchurch (Neuseeland) im März 2019 als Auslöser für seine Tat. Er wurde zu lebenslanger Haft mit anschließender Sicherungsverwahrung verurteilt.

Wir gedenken heute Jana L. und Kevin S. sowie der Hinterbliebenen und Überlebenden dieser menschenfeindlichen Tat, die weiterhin mit den traumatischen Erfahrungen und im schmerzhaften Gedenken an die Opfer leben.

08/10/2026

Prüfen rettet übrigens Freiheit!

Komm am Samstag, den 10. Oktober zu den deutschlandweiten Prüf-Demos. Es geht auch um deine Grundrechte! Alle Infos findet ihr unter www.pruef-demos.de

Die Demonstrationen finden in 15 Landeshauptstädten statt.

📢 Berlin: Brandenburger Tor - 14 Uhr
📢 Bremen: Hillmannplatz - 14 Uhr
📢 Dresden: Theaterplatz – 14 Uhr
📢 Düsseldorf: Gustav-Gründgens-Platz – 14 Uhr
📢 Hamburg: Jungfernstieg – 14 Uhr
📢 Hannover: Opernplatz – 14 Uhr
📢 Magdeburg: Domplatz – 13 Uhr
📢 Mainz: Gutenbergplatz – 14 Uhr
📢 Potsdam: Alter Markt – 14 Uhr
📢 Schwerin: Stadthafen – 14Uhr
📢 Stuttgart: Oberer Schlossgarten – 14 Uhr
📢München: Geschwister-Scholl-Platz – 14 Uhr
Saarbrücken: Landwehrplatz – 14 Uhr
📢Wiesbaden: Luisenplatz – 14 Uhr
📢 Erfurt: Hirschgarten – 14 Uhr



Musikcredit: "Free With You" by Danlsan — Free download: breakingcopyright.com/song/danlsan-free-with-you

Heute jährt sich der terroristische Überfall der Hamas und anderer palästinensischer Gruppen auf Israel und das unbeschr...
07/10/2026

Heute jährt sich der terroristische Überfall der Hamas und anderer palästinensischer Gruppen auf Israel und das unbeschreiblich grausame Massaker an Zivilist*innen im Jahr 2023. Seither dreht sich die Spirale der Gewalt im Nahen Osten mit Zehntausenden Toten. Mit Trauer und tiefem Mitgefühl denken wir an die Opfer in Israel und Gaza, im Westjordanland und im Libanon, an die Überlebenden des Massakers und der Geiselhaft, deren Wunden noch nicht verheilt sind. Wir fühlen mit den Menschen auf allen Seiten dieses unfassbaren Krieges, die nichts dringlicher ersehnen als Frieden.

Nach dem 7. Oktober stieg die Zahl der antisemitischen Vorfälle in Deutschland rasant und bleibt seither auf hohem Niveau. Die Recherche- und Informationsstellen Antisemitismus (RIAS) dokumentierte 2025 bundesweit 8725 antisemitische Vorfälle - ungefähr so viel wie im Jahr zuvor.

Jüdinnen und Juden werden bedroht, beschimpft und attackiert. Synagogen werden angegriffen, Häuser werden mit Davidsternen markiert – das sind perfide Methoden aus dem Nationalsozialismus. Jüdinnen und Juden – sowie Menschen, die für sie eintreten – werden haftbar gemacht dafür, welches Unheil gerade in Nahost geschieht. Das ist gefährlicher Antisemitismus.

Lasst uns aktiv dafür eintreten, dass jüdisches Leben in Deutschland wieder sicherer wird. Stellen wir uns unmissverständlich gegen jede Form von Antisemitismus und Menschenhass! Sorgen wir durch Dialog, durch Aufklärung über die Menschenfeindlichkeit des Nationalsozialismus und nicht zuletzt durch eine Stärkung der Medienkompetenz dafür, dass antisemitische Propaganda nicht auf fruchtbaren Boden fällt.

Seit 20 Jahren sorgt Sabine Klemm dafür, dass die Opfer des NS-Terrorregimes in Schwerin nicht in Vergessenheit geraten....
06/10/2026

Seit 20 Jahren sorgt Sabine Klemm dafür, dass die Opfer des NS-Terrorregimes in Schwerin nicht in Vergessenheit geraten. 2006 veranlasste sie in einem Schulprojekt die erste Stolperstein-Verlegung, 2011 gründete sie die Initiative Stolpersteine in der Landeshauptstadt Mecklenburg-Vorpommerns.

Ins Leben gerufen wurden die Stolpersteine 1992 von dem Künstler Gunter Demnig. Inzwischen wurden europaweit über 100.000 der kleinen messingfarbigen Gedenktafeln in den Boden eingesetzt und erinnern an das Schicksal der Opfer des NS-Regimes. So entstand das größte dezentrale Mahnmal der Welt.

In Schwerin wurden bisher rund 100 Stolpersteine und eine Stolperschwelle verlegt. Die Biografien der Menschen, an die sie erinnern, wurden von der Stolperstein-Initiative Schwerin recherchiert und sind auch über eine App abrufbar. Die Stolpersteine erinnern an alle Opfergruppen der NS-Zeit in Schwerin. Neben Juden wurden dort auch Hunderte Behinderte und Kranke aus der „Heil- und Pflegeanstalt“ am Sachsenberg ermordet.

Für Sabine Klemm, die hauptamtlich als Geschäftsführerin der Kontakt-, Informations- und Beratungsstelle für Selbsthilfegruppen (KISS) arbeitet und sich ehrenamtlich für das Gedenken vor Ort engagiert, sind Stolpersteine mehr als kleine Tafeln auf dem Gehweg. Sie geben den Opfern ihre Namen und ihre Geschichten zurück. Sie holen Erinnerung dorthin, wo Menschen gelebt haben: vor unsere Haustüren, in unsere Straßen, mitten in unseren Alltag.

Mit ihrem Engagement macht Sabine Klemm sichtbar, was nicht vergessen werden darf. Gemeinsam mit ihrem Team recherchiert sie, erzählt Lebensgeschichten und bringt Menschen zusammen, die Verantwortung für das Erinnern ihrer Vorfahren übernehmen.

Daran kann sich jede*r von uns ein Beispiel nehmen. Danke für das Engagement, Sabine Klemm! Denn nur wenn Initiativen vor Ort die Schicksale recherchieren, werden die Stolpersteine auch verlegt.

Adresse

Franz-Mehring-Platz 1
Berlin
10243

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