10/02/2026
Die Aufarbeitungsstudie macht deutlich: Es gab und gibt Strukturen und Verhaltensweisen in unserem Verband, die Gewalt begünstigt oder nicht verhindert haben.
Daraus ergeben sich klare Aufgaben für uns alle — in Gruppenstunden, auf Fahrten, bei Aktionen und in Leitungsverantwortung. Schutz entsteht nicht durch gute Absichten, sondern durch klares Handeln, verbindliche Regeln und eine Kultur des Hinsehens. Mehr zu Hintergründen, Ergebnissen und Konsequenzen findet ihr im Forschungsbericht auf unserer Website.
Wieso wir derzeit von Täter (und Täterinnen) sprechen: Der Forschungsbericht zeigt eindeutig, dass Gewalt im Verband vor allem von männlichen Personen ausgeht. Das möchten wir gerne verdeutlichen. Es soll durch die Ergänzung in Klammern aber auch klar werden, dass weibliche Personen Gewalt ausüben und wir Betroffene davon immer mitdenken müssen. Das Weglassen des Gender-Sterns zeigt, dass es bisher keine Nachweise im Verband gibt, dass Gewalt von queeren Personen ausgeht.
Queere Menschen sind aber vor allem häufig Betroffene.
Dies ist für uns nicht abschließend. Auch mit der Frage, wie wir künftig von Tätern (und Täterinnen) in unserem Verband sprechen wollen, werden wir uns auseinandersetzen müssen.