29/05/2026
🟢 68 Überlebende sind gestern Abend in Savona von Bord gegangen, vier Tage nachdem sie von der in der maltesischen Such- und Rettungsregion aus Seenot gerettet worden waren.
Viele kamen erschöpft an und trugen die Spuren langanhaltender Misshandlungen, Gewalt und Folter, die sie in Libyen erlitten hatten.
Sie befinden sich nun an einem sicheren Ort. Endlich.
Doch das Problem bleibt: Die Zuweisung weit entfernter Häfen bedeutet, dass die Überlebenden nach ihrer Rettung tagelang auf See bleiben müssen. Außerdem hält dies Rettungsschiffe vom zentralen Mittelmeer fern, wo weiterhin dringend Such- und Rettungskapazitäten benötigt werden.
Es ist eine politische Entscheidung. Und sie kostet Menschenleben.
📷 Marie Tihon / SOS MEDITERRANEE