SOS Mediterranee Germany

SOS Mediterranee Germany Leben retten, schützen & begleiten, bezeugen SOS MEDITERRANEE ist eine europäische humanitäre Organisation zur Seenotrettung im Mittelmeer.

Gegründet wurde SOS MEDITERRANEE 2015 als zivilgesellschaftliche Reaktion auf das Sterben im Mittelmeer und das Scheitern der Europäischen Union, dieses Sterben zu verhindern. Heute arbeiten wir im europäischen Verbund mit Teams in Frankreich, Italien, der Schweiz und Deutschland. Seit August 2019 ist SOS MEDITERRANEE mit dem Rettungsschiff Ocean Viking im zentralen Mittelmeer im Einsatz, von Febr

uar 2016 bis Dezember 2018 mit der Aquarius. Mit den beiden Schiffen konnten wir bislang insgesamt über 41.000 Menschen vor dem Ertrinken retten. SOS MEDITERRANEE ist von Regierungen, politischen Parteien und Konfessionen unabhängig, und gründet sich auf den Respekt gegenüber Menschen und ihrer Würde, unabhängig von ihrer Herkunft und Nationalität. Unsere Ziele sind:

1. LEBEN RETTEN
Mit einem professionellen und erfahrenen Team von Seenotretterinnen und –rettern führen wir Rettungseinsätze im Mittelmeer durch, um Menschen vor dem Ertrinken zu bewahren.

2. SCHÜTZEN & BEGLEITEN
Ein Team aus erfahrenen Mediziner*innen und humanitären Expert*innen stellt die Versorgung der Geretteten sicher, bis sie in einem sicheren Hafen an Land gehen.

3. BEZEUGEN
Wir dokumentieren die humanitäre Krise im zentralen Mittelmeer und tragen die Geschichten und Schicksale der Geretteten an die Öffentlichkeit, um diesen Menschen eine Stimme zu geben, und die Menschen in Europa über diese anhaltende Notlage zu informieren.

🟢 68 Überlebende sind gestern Abend in Savona von Bord gegangen, vier Tage nachdem sie von der   in der maltesischen Suc...
29/05/2026

🟢 68 Überlebende sind gestern Abend in Savona von Bord gegangen, vier Tage nachdem sie von der in der maltesischen Such- und Rettungsregion aus Seenot gerettet worden waren.

Viele kamen erschöpft an und trugen die Spuren langanhaltender Misshandlungen, Gewalt und Folter, die sie in Libyen erlitten hatten.

Sie befinden sich nun an einem sicheren Ort. Endlich.

Doch das Problem bleibt: Die Zuweisung weit entfernter Häfen bedeutet, dass die Überlebenden nach ihrer Rettung tagelang auf See bleiben müssen. Außerdem hält dies Rettungsschiffe vom zentralen Mittelmeer fern, wo weiterhin dringend Such- und Rettungskapazitäten benötigt werden.

Es ist eine politische Entscheidung. Und sie kostet Menschenleben.



📷 Marie Tihon / SOS MEDITERRANEE

📆 Ein weiterer Monat neigt sich dem Ende zu: Wir blicken auf den Mai zurück. Die   konnte in vier Einsätzen insgesamt 22...
28/05/2026

📆 Ein weiterer Monat neigt sich dem Ende zu: Wir blicken auf den Mai zurück. Die konnte in vier Einsätzen insgesamt 224 Personen aus Seenot evakuieren.

Leider musste auch ein lebloser Körper geborgen werden. In Ravenna gedachte die Crew dem Verstorbenen. Fehlende Kapazitäten in der staatlichen fordern täglich ihren Preis. 2026 ist das bisher tödlichste Jahr seit Aufzeichnungsbeginn.

Nun steuert die Ocean Viking Savona an, um die 68 Überlebenden der letzten Rettung in einem sicheren Hafen anlanden zu können. Wir sind froh, dass unsere Crew im Einsatzgebiet war und Menschen zur Hilfe kommen konnte.

Im Juni wird die Ocean Viking im Drydock sein. Besonders in dieser Zeit, wo wir nicht auf dem zentralen Mittelmeer präsent sein können: Seht gemeinsam mit uns hin und bleibt solidarisch! 🧡

📷 Marie Tihon / SOS MEDITERRANEE
1 & 4: Mathieu Golinvaux

Ein SOS ist mehr als ein Notruf. Hinter jedem steht ein Mensch mit einem Namen, einem Leben und einer Geschichte.Wir ber...
26/05/2026

Ein SOS ist mehr als ein Notruf. Hinter jedem steht ein Mensch mit einem Namen, einem Leben und einer Geschichte.

Wir berichten von einem besonderen Einsatz: Im September 2017 rettete die Aquarius 20 Menschen aus Seenot. Es handelt sich dabei um Libyer*innen. Auch Jahre später zeugt dieser Einsatz davon, dass Libyen kein sicheres Land ist; weder für Menschen auf der Flucht, noch für die eigene Bevölkerung.

Es braucht ein sofortiges Ende der Kooperation der EU mit libyschen Akteur*innen. Bereits 2017 berichtete Human Rights Watch, dass Einheiten der libyschen Küstenwachen in laufende Rettungseinsätze eingriffen. Die aktuellen Eskalationen zeigen deutlich, dass humanitäre Rettungsorganisationen Bedrohungen und Beschuss durch die libyschen Küstenwachen ausgesetzt sind.

greift bewegende Stimmen wieder auf, die uns in zehn Jahren operativen Einsatz besonders in Erinnerung geblieben sind. Die Individuen hinter den Zahlen und Statistiken sind es, worum es uns in unserer Arbeit geht.



*Name zum Schutz des Überlebenden geändert.

📷: 1&4: Anthony Jean / SOS MEDITERRANEE
2&3: Hara Kaminara / SOS MEDITERRANEE
5: Tess Barthes / SOS MEDITERRANEE

🔵Die   ist auf dem Weg zum zugewiesenen sicheren Hafen in Savona, Italien – rund vier Tage Fahrt entfernt vom Ort der Re...
25/05/2026

🔵Die ist auf dem Weg zum zugewiesenen sicheren Hafen in Savona, Italien – rund vier Tage Fahrt entfernt vom Ort der Rettung. Die Zuweisung weit entfernter Häfen verlängert die Zeit, die Überlebende auf See verbringen müssen, und hält Rettungsschiffe fern von den Gebieten, in denen sie dringend gebraucht werden.

📸 Marie Tihon / SOS MEDITERRANEE

🔴 BREAKINGHeute Morgen rettete die   68 Menschen aus einem überfüllten Fiberglasboot in Seenot, das von der Brücke aus i...
24/05/2026

🔴 BREAKING

Heute Morgen rettete die 68 Menschen aus einem überfüllten Fiberglasboot in Seenot, das von der Brücke aus in der maltesischen SAR-Zone gesichtet wurde. Die Überlebenden berichteten, nach ihrer Abfahrt aus Libyen 24 Stunden auf See verbracht zu haben. Viele waren erschöpft und dehydriert. Nun sind sie an Bord in Sicherheit.
Trotz der Gefahren im zentralen Mittelmeer versuchen weiterhin Menschen die Überfahrt in überfüllten und nicht seetüchtigen Booten. Jede Rettung macht deutlich, wie dringend ausreichende Such- und Rettungskapazitäten sowie sichere und verlässliche Rettungsmechanismen benötigt werden.

📸 Marie Tihon / SOS MEDITERRANEE

Ein SOS ist mehr als ein Notruf. Hinter jedem steht ein Mensch mit einem Namen, einem Leben und einer Geschichte.Mit die...
19/05/2026

Ein SOS ist mehr als ein Notruf. Hinter jedem steht ein Mensch mit einem Namen, einem Leben und einer Geschichte.

Mit diesem Format greifen wir bewegende Stimmen wieder auf, die uns in zehn Jahren operativen Einsatz besonders in Erinnerung geblieben sind. Die Individuen hinter den Zahlen und Statistiken sind es, worum es uns in unserer Arbeit geht.

Dieser erste Post handelt von Zeineb*, 19 Jahre alt. Als das seeuntüchtige Boot kentert, auf das sie und andere gezwungen wurden, bricht Panik aus. Sie ist die einzige Frau, die am 15. November 2016 überlebte, obwohl sie nicht schwimmen kann.



*Name zum Schutz der Überlebenden geändert

📷 1&5: LAEC
2-4: Kevin Mc Elvaney / SOS MEDITERRANEE
6: Tess Barthes / SOS MEDITERRANEE

18/05/2026

🟢 Heute Morgen gingen die 131 Menschen, die von der Ocean Viking gerettet wurden, sicher in an Land.

Am Pier gedachte die Crew der Person, die diesen Einsatz nicht mehr erlebt hat. Er wurde kurz nach seiner Ankunft an Bord für tot erklärt. Überlebende berichteten, dass er bereits in Libyen schwer Gewalt ausgesetzt worden war. Wir sind in Gedanken bei seiner Familie und seinen Liebsten.

Die 131 Überlebenden waren am 12. und 13. Mai in zwei Einsätzen aus der libyschen Such- und Rettungsregion evakuiert worden, nach Tagen auf See, ohne ausreichend Nahrung und Wasser. Der zugewiesene sichere Hafen Ravenna lag 1.350 Kilometer vom Einsatzgebiet entfernt.

Der Tod des Mannes steht nicht allein: 2026 ist der tödlichste Jahresbeginn, der je im zentralen verzeichnet wurde. Es sind vermeidbare Tode, das Ergebnis politischer Entscheidungen, die weiterhin Menschenleben kosten.



🎥 Marie Tihon / SOS MEDITERRANEE

13/05/2026

🔴 Heute Morgen evakuierte die Crew der 56 weitere Personen in der libyschen Such- und Rettungsregion von einem stark überfüllten Glasfaserboot.

Beim Näherkommen bemerkte unser Team eine scheinbar bewusstlose Person an Bord. Sie wurde umgehend auf die Ocean Viking gebracht, wo das medizinische Team sofort Wiederbelebungs- und Notfallmaßnahmen einleitete – leider ohne Erfolg.

Nach Aussage anderer Überlebender sei die Person vor Abfahrt in schwer Gewalt ausgesetzt worden und bereits einige Stunden vor Sichtung durch die Ocean Viking leblos.

Ein weiterer Todesfall im Jahr 2026: der tödlichste Jahresbeginn, der jemals im verzeichnet wurde. Währenddessen arbeiten die EU-Staaten mit den libyschen Küstenwachen zusammen und zwingen Menschen zurück in die .

Es befinden sich nun insgesamt 131 Überlebende an Bord. Als sicherer Hafen wird weiterhin Ravenna angesteuert.

📹 Marie Tihon / SOS MEDITERRANEE

🔴 Gestern Morgen konnte die Besatzung der   75 Personen von einem überfüllten Boot in der libyschen Such- und Rettungsre...
13/05/2026

🔴 Gestern Morgen konnte die Besatzung der 75 Personen von einem überfüllten Boot in der libyschen Such- und Rettungsregion evakuieren.

Das Boot wurde von Seabird gesichtet und von Alarm Phone gemeldet. Insgesamt verbrachten die Überlebenden fünf Tage und vier Nächte auf dem zentralen Mittelmeer.

Die Rettung ist dank der Unterstützung durch das Handelsschiff MV Kilburn möglich gewesen: Trotz gegensätzlicher Aussagen durch die maltesischen Behörden, blieb der Tanker über Nacht bei dem seeuntüchtigen Boot.

Zuständige Staaten wie Malta haben keine Rettungsmaßnahmen ergriffen und sich während der Rettung nicht mit uns koordiniert.

Nun befinden sich die 75 Überlebenden an Bord und erholen sich, einige waren stark dehydriert.

Der zugewiesene sichere Hafen von Ravenna wird vermutlich erst am Wochenende erreicht.

📷 1-3: Mathieu Golinvaux
4: Marie Tihon / SOS MEDITERRANEE

„Als ihr uns gefunden habt, hatten wir bereits das Gebet der Sterbenden gesprochen.”Ayman* verließ Ägypten, um seine hoc...
12/05/2026

„Als ihr uns gefunden habt, hatten wir bereits das Gebet der Sterbenden gesprochen.”

Ayman* verließ Ägypten, um seine hoch verschuldete Familie zu unterstützen. Stattdessen wurde er sechs Monate lang in einem libyschen Lager festgehalten, gefoltert und unter Waffengewalt gezwungen, seine Mutter anzurufen, um Geld zu erpressen. Seine Angehörigen verkaufen ihren Besitz, um ihn freizukaufen.

Er überlebte Stromschläge, Hunger und einen Fluchtversuch. Als bewaffnete Männer ihn bei rauer See auf ein Boot zwangen, dachte er: „Ich würde lieber auf See sterben als durch Folter in den Händen der Libyer.”

Er sprach das Gebet der Sterbenden. Dann tauchte die Ocean Viking auf.

Wir wünschen Ayman*, dass er nun ein Leben in Frieden und Sicherheit findet und seiner Familie helfen kann.

Seinen ausführlichen Bericht findest Du hier: https://www.sosmediterranee.de/aktuelles/fluchtgeschichte-aegypten-ayman

*Name zum Schutz des Überlebenden geändert.



📷 1-3, 5-7: Ville Maali / SOS MEDITERRANEE

4: Kenny Karpov / SOS MEDITERRANEE

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Berlin
10437

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