Stelle für Jesidische Angelegenheiten e.V.

Stelle für Jesidische Angelegenheiten e.V. Die SJA e.V. ist ein religiöser, kultureller, sozialer und parteipolitisch unabhängiger Verein, der s zu Jesiden oder zur Arbeit des Vereins erkennbar ist.

Die „Stelle für Jesidische Angelegenheiten“ ist ein religiöser, kultureller, sozialer und parteipolitisch unabhängiger Verein, der sich für die Erhaltung und Anpassung der jesidischen Religion und Kultur mit dem modernen Weltfortschritt einsetzt. Alle Jesiden, sich zum Jesidentum bekennende Menschen, Anders- und Nichtgläubige mit dem Willen, Jesiden zu unterstützen, finden – unabhängig von ihrer H

erkunft – im Verein „Stelle für Jesidische Angelegenheiten“ Aufnahme. Der Verein ist den Prinzipien der Demokratie, Toleranz und gegenseitiger Achtung verpflichtet. Die „Stelle für Jesidische Angelegenheiten“ behält sich das Recht vor, zu Themen Stellung zu nehmen, sofern ein Zusammenhang zum Jesidentum bzw.

Vom Asylheim zum Master  ist jemand, der nicht mit großen Parolen auftritt. Kein lautes Pathos, keine dramatischen Wende...
09/04/2026

Vom Asylheim zum Master

ist jemand, der nicht mit großen Parolen auftritt. Kein lautes Pathos, keine dramatischen Wendepunkte – vielmehr eine Geschichte, die gerade deshalb beeindruckt, weil sie so vielen ähnelt, und dennoch für sich steht. Und weil sie zeigt, was möglich ist, wenn Ehrgeiz auf Ausdauer trifft.

Daxwaz wurde in Deutschland geboren – als erstes Kind seiner Familie. Alle seine Geschwister kamen noch in der Heimatregion zur Welt, in der Grenzregion zwischen der Türkei und Syrien. Seine Familie war 1989 nach Deutschland geflüchtet. Eine andere Zeit, wie er sagt. Die Stimmung gegenüber Geflüchteten sei damals offener gewesen, die Willkommenskultur spürbarer. Das habe seinen Eltern das Ankommen erleichtert.

Seine frühesten Erinnerungen führen nicht in ein Einfamilienhaus oder auf einen idyllischen Spielplatz, sondern in ein Asylheim in Detmold. Drei oder vier Jahre alt war er damals. Viel ist verschwommen – aber er weiß noch, dass sie dort wohnten. Für ihn war das normal. Er kannte nichts anderes. Und vielleicht liegt genau darin eine Stärke: Wer nichts anderes kennt, empfindet manches nicht als Mangel, sondern als Realität.

In unserer Reihe „Jung, Jesidisch, Erfolgreich“ stellt die Stelle für Jesidische Angelegenheiten junge Jesidinnen und Jesiden vor, die in Deutschland und Europa nicht nur eine neue Heimat gefunden haben, sondern mit besonders gutem Beispiel in unserer Gesellschaft vorangehen und uns zeigen, wie Integration und das Erfüllen individueller Träume Hand in Hand gehen.

Mehr lest Ihr auf unserer Seite www.JESIDEN.org

In unserer Reihe „Jung, Jesidisch, Erfolgreich“ stellt die Stelle für Jesidische Angelegenheiten junge Jesidinnen und Je...
28/02/2026

In unserer Reihe „Jung, Jesidisch, Erfolgreich“ stellt die Stelle für Jesidische Angelegenheiten junge Jesidinnen und Jesiden vor, die in Deutschland und Europa nicht nur eine neue Heimat gefunden haben, sondern mit besonders gutem Beispiel in unserer Gesellschaft vorangehen und uns zeigen, wie Integration und das Erfüllen individueller Träume Hand in Hand gehen.

Wenn wir unsere heutige Interviewpartnerin mit drei Worten beschreiben müssten, wären es wohl: Haltung. Herz. Hoffnung. Und vielleicht noch ein viertes: Verantwortung.

Denn Verantwortung zieht sich wie ein roter Faden durch ihre Geschichte – nicht als Bürde, sondern als bewusste Entscheidung.

Geboren wurde Dilveen Al-Moussa in Xanke im Irak.

Mehr auf www.Jesiden.org unter der Rubrik „Jung, Jesidisch, Erfolgreich“



Heute, am 23. Februar 2026, wird im Innenausschuss des Deutschen Bundestags ein Gesetzesentwurf und ein Antrag über das ...
23/02/2026

Heute, am 23. Februar 2026, wird im Innenausschuss des Deutschen Bundestags ein Gesetzesentwurf und ein Antrag über das Aufenthaltsrecht aller bis zu einem Stichtag in Deutschland lebenden Jesiden mit irakischer Staatsangehörigkeit diskutiert.

Was auf den ersten Blick wirkt wie eine humanitäre Entscheidung zum Schutz der Jesiden, entpuppt sich bei genauerer Betrachtung als Vorhaben mit fataler Signalwirkung an die im Irak verbleibende jesidische Gemeinschaft:

Wer geht, wird geschützt, wer bleibt, bleibt schutzlos.

Der Grund: Das Vorhaben ignoriert alle bei der Anerkennung empfohlenen Maßnahmen, die der jesidischen Gemeinschaft im Irak eine Bleibeperspektive in ihrer traditionellen Heimat ermöglicht hätten. Keine Spur vom Wiederaufbau, von Unterstützung bei der Entschärfung von Minen und bei der Wiederherstellung von Lebensgrundlagen. Jesidisches Leben im Irak abseits von Flüchtlingslagern bleibt so unmöglich.

Stattdessen das Signal: jeder, der es aus dem Irak nach Deutschland schafft, darf bleiben.

Hier droht durch einen kurzsichtigen Beschluss mittel- bis langfristig ein staatlich geförderter Exodus der Jesiden aus dem Irak. Das darf nicht die Antwort auf den Völkermord sein!

Wir mahnen zur Beibehaltung der individuelle Schutzbedürftigkeit, um besonders vulnerable Personen in Deutschland ein Leben zu ermöglichen - bei gleichzeitiger Umsetzung der 2023 vom Bundestag empfohlenen Maßnahmen, um Fluchtursachen zu bekämpfen und die Zukunft jesidischen Lebens im Irak zu sichern!

Am Montag, den 23. Februar, wird im Innenausschuss des Deutschen Bundestages eine öffentliche Anhörung zum Thema „Anhöru...
19/02/2026

Am Montag, den 23. Februar, wird im Innenausschuss des Deutschen Bundestages eine öffentliche Anhörung zum Thema „Anhörung zum Aufenthaltsrecht der Jesidinnen und Jesiden“ stattfinden. Auch die Stelle für Jesidische Angelegenheiten wird mit dem Co-Vorsitzenden Caspar Schliephack Sachverständigen stellen.

Hier die schriftliche Stellungnahme.

Darin pochen wir auf die Umsetzung des bei der Anerkennung des Völkermords durch den Bundestag aufgelisteten Maßnahmen zum Wiederaufbau und die gleichzeitige Berücksichtigung der besonders schutzbedürftigen Personen.

Dieser Bericht stammt von unseren Regionalleiter Davas Sansar  Im Dezember 2025 war ich zum ersten Mal im Nordirak. Eine...
29/01/2026

Dieser Bericht stammt von unseren Regionalleiter Davas Sansar

Im Dezember 2025 war ich zum ersten Mal im Nordirak. Einer der wichtigsten Orte meiner Reise war das Sharya Camp. Mir war es ein großes Anliegen, mir selbst ein Bild vor Ort zu machen. Die Situation der Jesiden kannte ich bis dahin nur aus Berichten, Zahlen und Medien. Ich wollte sehen, wie die Menschen dort nach all den Jahren wirklich leben. Viele von ihnen wurden 2014 aus Shingal vertrieben, als der IS den Völkermord an den Jesiden verübte. Seitdem sind sie nicht zurückgekehrt. Ihr Leben ist stehen geblieben – in Zelten.

JESIDISCHES LEBEN IN GEORGIEN – Die jesidische Gemeinde umfasst eine geringe fünfstellige Zahl an Menschen, die auf eine...
25/01/2026

JESIDISCHES LEBEN IN GEORGIEN – Die jesidische Gemeinde umfasst eine geringe fünfstellige Zahl an Menschen, die auf eine unterschiedliche lange Verwurzelung in Georgien verweisen können. Das Zentrum jesidischen Lebens zwischen dem Großen und Kleinen Kaukasus liegt in der Hauptstadt Tiflis, Tbilisi. Wenn gleich im Grenzgebiet zu Armenien und der Türkei einige Dörfer existierten, die bis in die Sowjetunion vornehmlich kurdisch und jesidisch geprägt waren.

Dieser Bericht stammt von Martin Zabel, Autor, Arabist und Islamwissenschaftler mit den Schwerpunkten Osteuropa und Kaukasus. Der Text basiert auf persönlichen Interviews mit Jesidinnen und Jesiden in Tiflis, wo er etwas mehr als ein Jahr gelebt und geforscht hat. Die Photos stammen aus seiner Sammlung.

Mehr lest Ihr auf unserer neuen Seite JESIDEN.ORG.

Zum Protokoll von Staatsempfängen gehört der rote Teppich - auch im Kanzleramt. Der Gast, den Bundeskanzler Merz morgen ...
18/01/2026

Zum Protokoll von Staatsempfängen gehört der rote Teppich - auch im Kanzleramt. Der Gast, den Bundeskanzler Merz morgen in Berlin empfängt, verdient jedoch eine andere Teppichfarbe: Blutrot.

Ahmad al-Sharaa, der es in einem guten Jahr von der Terrorliste auf die Gästeliste des Kanzleramts geschafft hat, ist neuer Machthaber Syriens und ist auf Deutschland Besuch. Bis 2024 wurden al-Sharaas Anhänger von deutschen Behörden als Terrorunterstützer beobachtet und strafrechtlich verfolgt. Denn der neue Machthaber Syriens war unter dem Namen Abu Mohammad Al-Jolani Anführer der dschihadistischen al-Nusra Front und später der Hayat Tahrir al-Sham. Die Liste der Verbrechen dieser Gruppierungen - und ihres Anführers - ist lang und in zahlreichen Urteilen deutscher Gerichte dokumentiert. Und die ohnehin lange Liste der Opfer ihres Terrors - darunter syrische Demokraten und viele Angehörige religiöser und ethnischer Minderheiten - wird auch nach dem Sturz des Assad Regimes und der Machtübernahme der HTS jeden Tag länger: Massaker an der alawitischen und drusischen Bevölkerung im Frühjahr und Sommer 2025 sowie aktuell die seit einigen Wochen laufende Militäroffensive gegen kurdische Stadtteile und Gebiete im Norden des Landes.

Dass der deutsche Bundeskanzler Al-Sharaa aka. Al-Jolani dennoch empfängt, seine Herrschaft mit Hunderten Millionen für den Wiederaufbau stützen will und Al-Jolanis Anhänger jubelnd vor dem Kanzleramt stehen, ist skandalös und erschüttert uns als Stelle für Jesidische Angelegenheiten zu tiefst.

Anführer von Terrororganisationen gehören laut Gesetz vor Gericht - und nicht auf den roten Teppich im Kanzleramt. Geldgeschenke an Anführer von Terrororganisationen sind laut Gesetz als Terrorfinanzierung zu verfolgen und zu unterbinden - und nicht als „Wiederaufbau-Hilfe“ zu rechtfertigen. Anhänger von Terrororganisationen sind durch die Strafverfolgungsbehörden zu bearbeiten - und nicht als harmlose Fans vor dem Kanzleramt hofiert zu werden. Terroristen ist das Handwerk zu legen - und nicht auf roten Teppichen die Hände zu schütteln.



Zeichnung:

Vor 85 Jahren begann mit der sogenannten „T4-Aktion“ eines der grausamsten Verbrechen der Nationalsozialisten: die syste...
10/01/2026

Vor 85 Jahren begann mit der sogenannten „T4-Aktion“ eines der grausamsten Verbrechen der Nationalsozialisten: die systematische Ermordung geistig behinderter und psychisch erkrankter Menschen. Allein im Jahr 1940 wurden in Grafeneck über 10.000 Menschen ermordet.

Im Podcast „Verschwörungsfragen“ spricht Dr. Michael Blume mit Thomas Stöckle, dem Leiter der Gedenkstätte Grafeneck, über die Bedeutung dieses Ortes und über die Frage, wie Erinnerung auch in Zukunft lebendig bleiben kann.

Als weiterer Gast war unser Vorsitzender Gohdar Alkaidy eingeladen. Er sprach über den Genozid an den Jesiden, den der sogenannte IS 2014 im Irak verübte, und über die Verantwortung, die aus Erinnerung erwächst. Baden-Württemberg nahm 2015 rund 1.000 Überlebende dieses Völkermordes auf. 2023 erkannte der Deutsche Bundestag den Genozid an den Jesiden offiziell an – ein wichtiger Schritt, dem nun konkrete Maßnahmen folgen müssen, wie die Förderung eines Dokumentationszentrums und eines Erinnerungsortes.
Erinnerung ist kein Blick zurück allein.

Sie ist Voraussetzung für Mitmenschlichkeit, für Gerechtigkeit und für die Würde der Opfer – gestern, heute und morgen.

Hören Sie den Podcast hier: https://verschwoerungsfragen.podigee.io
gg.antisemitismusbw

Auch nach elf Jahren Völkermord sind rund 3000 Jesidinnen und Jesiden vermisst. Viele von ihnen waren Kinder, als sie vo...
20/12/2025

Auch nach elf Jahren Völkermord sind rund 3000 Jesidinnen und Jesiden vermisst. Viele von ihnen waren Kinder, als sie von den Terroristen des sog. „Islamischen Staates“ entführt, indoktriniert, zwangsislamisiert und zwangsrekrutiert wurden: als Kindersoldaten und Selbstmordattentäter.

Einige wenige hatten im größten Unglück dennoch das große Glück, befreit zu werden oder aus eigener Kraft aus den Fängen der Terroristen zu enfliehen.

Unser Co-Vorsitzender hat mit S.R. Seido dazu zusammen ein Buch geschrieben, beim

Wir haben mit Freude an der Akteurskonferenz der Partnerschaft Baden-Württemberg und Nordirak/Kurdistan teilgenommen. Vi...
25/11/2025

Wir haben mit Freude an der Akteurskonferenz der Partnerschaft Baden-Württemberg und Nordirak/Kurdistan teilgenommen. Vielen Dank an das für die gelungene Ausrichtung und die vielen Einblicke, die u.a. mit Staatssekretär und dem Gouverneur von Duhok, .ali_tatar, gewährt wurden.

Unser Co-Vorsitzender Caspar Schliephack im Interview mit dem  zur islamistischen Radikalisierung von Kindern und Jugend...
21/11/2025

Unser Co-Vorsitzender Caspar Schliephack im Interview mit dem zur islamistischen Radikalisierung von Kindern und Jugendlichen und wie man damit umgehen kann.

Der Islamwissenschaftler sagte mit Blick auf die von ihm und seinem Team betriebene Islamismusprävention folgenden Grundsatz: „Wir sind schnell im Verdacht, langsam im Urteil und vertraulich in der Beratung“.

Hier lest Ihr mehr: https://www.ardmediathek.de/video/rbb24-brandenburg-aktuell/radikalisierung-im-netz/rbb/Y3JpZDovL3JiYl8wODllOTU0Yi0zMWE2LTRmMGEtOGZjYi1lNTVkMWQ3MWMxMzRfcHVibGljYXRpb24

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