Bundesarbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz e.V.

Bundesarbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz e.V. Die Bundesarbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugend-schutz e.V.

(BAJ) ist ein Zusammenschluss von freien Trägern der Jugend-hilfe, Fachorganisationen und Landesarbeits- gemeinschaften/ Landesstellen für Kinder- und Jugend-schutz sowie interessierten Einzelpersönlichkeiten. Zusammen mit unseren Mitgliedern leisten wir Öffentlich-keits- und Aufklärungsarbeit (siehe Link) setzen uns für die Rechte von Kindern und Jugendlichen ein und befördern den gesell-schaftli

chen Diskurs. Der Satzungs-zweck der BAJ ist die Anregung, Förderung und Ko- ordination von Maßnahmen des Kinder- und Jugend-schutzes sowie die Vertretung der Grund- anliegen des Kinder- und Jugendschutzes gegenüber der Gesellschaft, den po-litischen Entscheidungsträgern und staatlichen Institutionen.

26/06/2026

BAJ beim Ganztagskongress des Bundesjugendministeriums: Ganztag als Präventionsraum stärken – Medienbildung wirksam verankern

Wie kann Medienbildung an Schulen gelingen? Mit dieser Leitfrage gestalteten die Bundesarbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz e.V. (BAJ) und die Initiative Gutes Aufwachsen mit Medien (GAmM) ein Fachforum beim Ganztagskongress des Bundesministeriums für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMBFSFJ). Aus Sicht der BAJ eröffnet das zum 1. August in Kraft tretende Ganztagsgesetz die Chance, den Ganztag mit all seinen Angeboten konsequent als Präventionsraum zu verstehen und zu nutzen.
Präventive Bildungsangebote – von Gewaltprävention über die Prävention sexualisierter Gewalt bis hin zum Jugendmedienschutz – sollten fester Bestandteil ganztägiger Bildungs- und Betreuungssettings sein. Dabei ist die enge Kooperation mit freien Trägern der Kinder- und Jugendhilfe zentral. Davon profitieren Schülerinnen und Schüler ebenso wie ihre Eltern und die pädagogischen Fachkräfte.
Im BAJ-Workshop wurde der Kindermedienschutzparcours der Landesstelle Kinder- und Jugendschutz Thüringen e.V. vorgestellt. Die Teilnehmenden diskutierten die besonderen Chancen niedrigschwelliger Formate: Kinder und Jugendliche müssen auf der Beziehungsebene »abgeholt werden«, um mögliche Probleme offen anzusprechen. Die Materialien des Kindermedienschutzparcours bieten hierfür eine hervorragende Grundlage und erleichtern den dialogorientierten Zugang zu Themen des Kinder- und Jugendmedienschutzes.
Als Mitglied der Initiative Gutes Aufwachsen mit Medien brachte die BAJ im Fachforum die Perspektiven des gesetzlichen wie auch des erzieherischen Kinder- und Jugendschutzes ein. Ziel ist es, Medienkompetenzförderung und Schutzkonzepte im Ganztag praxisnah zu verankern – wirksam, alltagsnah und im Verbund mit starken Partnern.

Kinder- und Jugendschutzin Wissenschaft und Praxis2026 | 2. Quartal | 71. JahrgangSexuelle Grenzverletzungen (online)Kin...
23/06/2026

Kinder- und Jugendschutzin Wissenschaft und Praxis
2026 | 2. Quartal | 71. Jahrgang
Sexuelle Grenzverletzungen (online)
Kinder und Jugendliche wachsen heute selbstverständlich mit digitalen Medien auf. Gleichzeitig entstehen dadurch neue Risiken: Technologiegestützte sexualisierte Gewalt hat in den vergangenen Jahren stark zugenommen und stellt den Kinder- und Jugendschutz vor große Herausforderungen. Dabei werden soziale Netzwerke, Messenger-Dienste, Online-Plattformen und andere digitale Anwendungen genutzt, um sexuelle Grenzverletzungen und Missbrauchshandlungen anzubahnen, zu dokumentieren oder zu verbreiten. Besonders junge Menschen sind von Phänomenen wie Cybergrooming, Sextortion oder der ungewollten Konfrontation mit pornografischen Inhalten betroffen. Täterinnen und Täter suchen gezielt den Kontakt zu Kindern und Jugendlichen, gewinnen ihr Vertrauen und nutzen digitale Kommunikationswege, um Abhängigkeiten zu schaffen und sexuelle Handlungen anzubahnen. Auch die missbräuchliche Weitergabe intimer Aufnahmen kann für Betroffene schwerwiegende Folgen haben. Nationale und internationale Studien belegen, dass immer mehr Kinder und Jugendliche von technologiegestützter sexualisierter Gewalt betroffen sind. Neben den psychischen Belastungen wirkt sich insbesondere die dauer-hafte und potenziell weltweite Verbreitung von Missbrauchsdarstellungen belastend aus. Vor diesem Hintergrund gewinnen Prävention, Medienkompetenz und wirksame Schutzkonzepte im Kinder- und Jugendschutz zu-nehmend an Bedeutung. Die aktuelle Ausgabe von KJug beleuchtet die verschiedenen Erscheinungsformen technologiegestützter sexualisierter Gewalt, ihre Folgen für junge Menschen und wirksame Ansätze zur Prävention und Intervention.

JUGENDSCHUTZ-Newsletter Social Media-Verbot, Vapes und aktuelle Erkenntnisse aus der Forschung: In dieser Ausgabe des JU...
18/06/2026

JUGENDSCHUTZ-Newsletter
Social Media-Verbot, Vapes und aktuelle Erkenntnisse aus der Forschung: In dieser Ausgabe des JUGENDSCHUTZ-Newsletters werfen wir einen Blick auf ausgewählte Positionen zur Debatte um die Social-Media-Nutzung von Kindern und Jugendlichen und mögliche Verbote. Außerdem stellen wir eine Studie des Fraunhofer-Instituts zu unabsichtlich KI-generierten Bildern vor und beleuchten aktuelle Diskussionen rund um Vapes & Co. Weitere Informationen und Themen aus dem Kinder- und Jugendschutz finden Sie unter www.bag-jugendschutz.de. Wir wünschen eine interessante und informative Lektüre!
Ihr Team vom JUGENDSCHUTZ-Newsletter

Stellungnahme zum Referentenentwurf eines Gesetzes zur Stärkung des zivilrechtlichen und strafrechtlichen Schutzes vor d...
27/05/2026

Stellungnahme zum Referentenentwurf eines Gesetzes zur Stärkung des zivilrechtlichen und strafrechtlichen Schutzes vor digitaler Gewalt
Die BAJ begrüßt, dass der Entwurf digitale Gewalt rechtsgebietsübergreifend adressiert und damit zentrale Fragen des Kinder- und Jugendmedienschutzes berührt. Zugleich betont die BAJ, dass Schutzlücken geschlossen werden müssen, ohne Kinder und Jugendliche in entwicklungsbezogenen oder peerbezogenen Konstellationen unverhältnismäßig zu kriminalisieren.

Die Bundesarbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz (BAJ) sensibilisiert Fachkräfte der Jugendhilfe, junge Menschen zum Umgang mit Gefahren zu befähigen, unterstützt die elterliche Erziehungsverantwortung und informiert über gesetzliche Schutzregelungen.

Kinder- und Jugendschutz im Diskurs – zwischen Kontinuität und Wandel - KJug 1-2026Die Lebenswelten von Kindern und Juge...
17/04/2026

Kinder- und Jugendschutz im Diskurs – zwischen Kontinuität und Wandel - KJug 1-2026
Die Lebenswelten von Kindern und Jugendlichen haben sich in den vergangenen Jahrzehnten tiefgreifend verändert. Analoge wie digitale Medien prägen ihren Alltag maßgeblich. Gleichzeitig haben globale Krisen – darunter die Pandemie sowie kriegerische Konflikte – das physische und psychische Wohlbefinden junger Menschen nachhaltig beeinflusst.
Vor diesem Hintergrund beleuchtet Professorin Karin Böllert in ihrem Beitrag »Aufwachsen mit Vertrau-en und Zuversicht« die zentrale Bedeutung verlässlicher Rahmenbedingungen für ein gelingendes Auf-wachsen. Grundlage ihrer Analyse sind die Empfehlungen des 17. Kinder- und Jugendberichts zur Weiterentwicklung der Kinder- und Jugendhilfe, insbesondere mit Blick auf den erzieherischen Kinder- und Jugendschutz. Auch Klaus Hinze widmet sich diesem Themenfeld und geht der Frage nach, wie der erzieherische Kinder- und Jugendschutz konkreter, greifbarer und systematischer gestaltet werden kann. Beide Beiträge unterstreichen die Notwendigkeit, Kinder und Jugendliche in einer zunehmend komplexen Welt gezielt zu unterstützen und zu stärken.
Im November 2025 wurde in Berlin das Erscheinen der Fachzeitschrift KJug – Kinder- und Jugendschutz in Wissenschaft und Praxis im 70. Jahrgang gefeiert. Im Fokus der Veranstaltung standen sieben Jahr-zehnte kontinuierlicher Facharbeit und engagierter Auseinandersetzung. KJug hat sich über die Jahre als zentrales Forum für den interdisziplinären Austausch etabliert und leistet einen wichtigen Beitrag zur fachlichen Weiterentwicklung des Kinder- und Jugendschutzes in Deutschland. Auch das Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend hob diese Bedeutung hervor. In einem Grußwort betonte Bundesjugendministerin Karin Prien die wichtige Rolle der Zeitschrift für die Weiterentwicklung des Handlungsfeldes.

Altersbeschränkung auch bei Büchern?Interview im Deutschlandfunk Kultur mit Maja Wegener Die Diskussion um den Bedarf ge...
09/04/2026

Altersbeschränkung auch bei Büchern?
Interview im Deutschlandfunk Kultur mit Maja Wegener
Die Diskussion um den Bedarf gesetzlicher Alterskennzeichen für Bücher kommt immer wieder auf. Derzeit wird sie auf Grund von Literaturerscheinungen wie Dark Romance diskutiert.
Maja Wegener gab dazu am 09.04.2026 im Deutschlandfunk Kultur ein Interview, in dem sie hervorhob, dass es mit Blick auf die Möglichkeit von Indizierungen durch die Prüfstelle für jugendgefährdende Medien bereits Jugendschutzregelungen für Printmedien gibt. Statt einer gesetzlichen Regelung für Alterskennzeichen für Bücher, die derzeit vom Gesetzgeber so auch nicht vorgesehen ist, ist es für Kinder und Jugendliche wichtiger, dass sie Ansprechpersonen haben, mit denen sie vertrauensvoll und niedrigschwellig über Inhalte sprechen können, die sie verstören oder die sie nicht einordnen können. Darüber hinaus sind Bücher mit Blick auf Wirkmechanismen anders einzuordnen als bspw. Filme oder Games.

08/04/2026

Der zweite Zwischenbericht zur Evaluation des Konsumcannabisgesetzes ist am 01. April 2026 erschienen. Als Mitglied im interdisziplinären Fachbeirat bringt die BAJ dabei die Perspektive des Kinder- und Jugendschutzes ein.
Die Ergebnisse zeigen: Die Cannabisprävalenz unter Jugendlichen ist nach der Teillegalisierung stabil bzw. leicht rückläufig. Präventionsangebote erreichen junge Menschen vor allem über Schule und soziale Medien.
Deutlich wird aber auch, wo Handlungsbedarf besteht: Frühinterventionsprogramme werden seltener genutzt, weil mit der Entkriminalisierung wichtige Zugänge weggefallen sind. Hier braucht es passgenaue, pädagogisch ausgerichtete Angebote und eine bessere Zusammenarbeit von Jugendhilfe, Beratungsstellen, Polizei und Ordnungsbehörden.
Kritisch sieht die BAJ die Entwicklungen rund um Medizinalcannabis. Der erleichterte Zugang über Rezepte und Online-Apotheken erhöht die Verfügbarkeit hochpotenter Produkte und die Sichtbarkeit von Cannabis insgesamt.
Aus Sicht der BAJ bleibt ein starker erzieherischer Kinder- und Jugendschutz zentral, um Jugendliche, Eltern und Fachkräfte wirksam zu unterstützen.

Bundesarbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz (BAJ) | BAJ

Praxisleitfaden – Das erweiterte Erziehungsprivileg - Jugendschutzrelevante Medien in der Kinder- und Jugendarbeit recht...
24/03/2026

Praxisleitfaden – Das erweiterte Erziehungsprivileg - Jugendschutzrelevante Medien in der Kinder- und Jugendarbeit rechtssicher einsetzen (Flyer)

Das Jugendschutzgesetz (JuSchG) eröffnet Fachkräften im Bereich der Kinder- und Jugendarbeit über das sogenannte erweiterte Erziehungsprivileg die Möglichkeit, auch jugendschutzrelevante Medieninhalte in der pädagogischen Arbeit einzusetzen. Voraussetzung ist das Einverständnis der Eltern. Im Flyer wird gezeigt, was erlaubt ist, wo die Grenzen liegen und worauf in der Praxis zu achten ist.

Zu bestellen über die BAJ Homepage

04/03/2026

Die Bundesarbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz e.V. (BAJ) sucht zum 01.07.2026 (unbefristet) eine/n Referent:in (m/w/d) Kinder- und Jugendschutz
Arbeitsort: Berlin | Stellenumfang: Vollzeit; Teilzeit ab 35 Std./Woche nach Absprache möglich
Die Bundesarbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz e.V. (BAJ) setzt sich seit mehr als 70 Jahren für ein gutes und gesundes Aufwachsen von Kindern und Jugendlichen ein. Als bundesweit tätiger Verband vertritt sie die Anliegen des Kinder- und Jugendschutzes gegenüber Politik, Verwaltung und Öffentlichkeit, bringt ihre Expertise in Stellungnahmen und Anhörungen ein und leistet Aufklärungs- und Informationsarbeit. Grundlagen sind vor allem das Jugendschutzgesetz, der Jugendmedienschutz-Staatsvertrag und der erzieherische Kinder- und Jugendschutz gemäß § 14 SGB VIII.
Ihre Aufgaben
Schwerpunkt der Stelle ist die Redaktion der Fachzeitschrift; darüber hinaus gestalten Sie fachpolitische Positionierungen und den Aufbau projektbezogener Vorhaben mit. Die Erarbeitung und Umsetzung der Aufgaben erfolgt in enger Zusammenarbeit mit der Geschäftsführung.
• Redaktion der Fachzeitschrift »Kinder- und Jugendschutz in Wissenschaft und
Praxis« sowie Betreuung des wissenschaftlichen Beirats
• Redaktion/ Erstellung weiterer Publikationen (Print und digital)
• Erarbeitung von Stellungnahmen und Teilnahme an Fachgesprächen
• Konzeption, Durchführung und Auswertung von Fachveranstaltungen
• Entwicklung, Beantragung (Drittmittel/Fördermittel) und Umsetzung von
Projekten
• Mitwirkung an der inhaltlichen Betreuung der Website sowie der Social-Media-
Kanäle
• Abwesenheitsvertretung der Geschäftsführung
Ihr Profil / Ihre Kompetenzen
• abgeschlossenes wissenschaftliches Hochschulstudium (Master/Diplom) oder
vergleichbare Qualifikation
• Fundierte Kenntnisse im Themenfeld des Kinder- und Jugendschutzes sowie
ausgeprägtes Interesse an aktuellen fachlichen, rechtlichen und fachpolitischen
Entwicklungen
• Redaktions- und/oder Projekterfahrung, idealerweise im wissenschafts- oder
fachnahen Kontext
• Sehr gute Ausdrucksfähigkeit in Wort und Schrift, redaktionelle Textsicherheit
sowie gute Englischkenntnisse
• Erfahrung in Projektarbeit, idealerweise auch mit Fördermitteln/Drittmitteln,
oder die Bereitschaft, sich darin einzuarbeiten
• Organisationsstärke, selbstständige Arbeitsweise und Teamfähigkeit
• Sicherer Umgang mit gängigen Office-Anwendungen; Bereitschaft, sich in BAJ-
spezifische Tools/Prozesse einzuarbeiten
Wir bieten
• ein kleines konstruktiv zusammenarbeitendes und freundliches Team
• attraktive Vergütung in Anlehnung an den TVöD Bund (Ost), Entgeltgruppe 13
• Leistungen zur Altersvorsorge (VBLU)
• einen gut ausgestatteten Arbeitsplatz nahe Alexanderplatz
• Möglichkeit zum mobilen Arbeiten
• Weiterbildungsmöglichkeiten sowie familienfreundliche Arbeitszeiten
Die Förderung der Gleichberechtigung ist für die BAJ eine Selbstverständlichkeit. Den Belangen des Bundesgleichstellungsgesetzes wird bei Bewerbungs- und Einstellungsverfahren Rechnung getragen. Schwerbehinderte Menschen werden bei gleicher Eignung im Rahmen der gesetzlichen Bestimmungen besonders berücksichtigt.
Hinweis zum Datenschutz: Mit Ihrer Bewerbung erklären Sie sich einverstanden, dass Ihre personenbezogenen Daten vorübergehend gespeichert und zur Abwicklung des Bewerbungs- und ggf. eines Einstellungsverfahrens gespeichert werden. Wir behandeln diese Daten mit größter Sorgfalt nach den gesetzlichen Bestimmungen zum Datenschutz.

Bewerbung
Bitte senden Sie Ihre Bewerbungsunterlagen bis zum 01.04.2026 in einem PDF-Dokument per E-Mail an: [email protected]
Die Bewerbungsgespräche finden voraussichtlich in der 16./17. KW 2026 in Berlin-Mitte statt.
Für Nachfragen wenden Sie sich an:
Maja Wegener, Geschäftsführerin
Mühlendamm 3, 10178 Berlin
Telefon: 030 400 40 310
www.bag-jugendschutz.de

Aus Sicht des Kinder- und Jugendmedienschutzes eröffnen KI-Technologien neue Lern- und Gestaltungsmöglichkeiten, bergen ...
10/02/2026

Aus Sicht des Kinder- und Jugendmedienschutzes eröffnen KI-Technologien neue Lern- und Gestaltungsmöglichkeiten, bergen jedoch auch Risiken für die Entwicklung junger Menschen. Dazu zählen unter anderem KI-generierte Inhalte wie Deepfakes, die zur Manipulation, Einschüchterung, Erpressung oder zum Mobbing eingesetzt werden können. Diese Phänomene stellen neue Formen digitaler Gewalt dar, die auch Minderjährige betreffen und pädagogische wie rechtliche Interventionen erforderlich machen.
»Künstliche Intelligenz bietet viele Chancen für Lernen, Kreativität und Teilhabe. Aber die Nutzung von KI will gelernt sein. So ist es unsere pädagogische Verantwortung, Kinder und Jugendliche vor entwicklungsbeeinträchtigenden oder jugendgefährdenden Auswirkungen zu schützen«, erklärt Klaus Hinze, Vorsitzender der Bundesarbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz e.V. (BAJ). »Jugendmedienschutz und Medienbildung müssen hier eng zusammenwirken.«
Kinder und Jugendliche nutzen KI-Anwendungen häufig eigenständig und ohne pädagogische Begleitung. Vor dem Hintergrund der zunehmenden Integration KI-basierter Anwendungen in digitale Alltagspraktiken junger Menschen gewinnt die Vermittlung KI-spezifischer Kompetenzen zunehmend an Bedeutung. Umso wichtiger ist es, Fachkräfte in Bildung, Erziehung und Jugendarbeit sowie Eltern mit praxisnahen, anwendungsbezogenen Informationen und Materialien zu unterstützen. Sie benötigen Orientierung, um junge Menschen kompetent begleiten, Fragen aufgreifen und Risiken angemessen thematisieren zu können.
»Es ist ein zentrales Ziel von Jugendmedienschutz und Medienbildung, jungen Menschen die Fähigkeit zu vermitteln, Informationen kritisch zu hinterfragen, KI-generierte Inhalte einzuordnen und sinnvoll zu nutzen, hierzu bedarf es der Vermittlung KI-spezifischer Kompetenzen. Die Bundesarbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz e.V. leistet mit ihren Angeboten einen wichtigen Beitrag zur Stärkung von Medienkompetenz und zum Schutz von Kindern und Jugendlichen im KI-Zeitalter«, so Hinze.

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