13/05/2026
🕯️ Am 11. Mai 2026 nahm APIDA e.V. an der Gedenkveranstaltung und Ausstellungseröffnung mit dem Titel „Die Çetin-Mert-Akte“ teil, die von der Türkische Gemeinde zu Berlin (TGB) organisiert wurde.
Onur Oguz Dellal vertrat den Verein bei dieser bedeutenden Veranstaltung.
Die Geschichte von Çetin Mert gehört bis heute zu den tragischsten menschlichen Schicksalen im Zusammenhang mit der Geschichte des geteilten Berlins.
Im Jahr 1975 spielte der fünfjährige Çetin Mert mit seinen Freunden Fußball in der Nähe der Spree, unweit der Berliner Mauer. Als der Ball ins Wasser fiel, lief Çetin ihm hinterher und ging ins Wasser. Da er nicht schwimmen konnte, geriet er schnell in Lebensgefahr. Zeugenaussagen zufolge wollte ein türkischer Mann ins Wasser springen, um ihn zu retten, wurde jedoch von DDR-Grenzpolizisten unter Waffendrohung daran gehindert. Wenige Augenblicke später verlor der kleine Çetin sein Leben.
Sein Tod war weit mehr als ein tragischer Unfall. Im Laufe der Jahre wurde sein Schicksal zu einem Symbol für den menschlichen Preis der Berliner Mauer — ein bedrückendes Beispiel dafür, wie politische Grenzen und ideologische Trennungen selbst den grundlegenden menschlichen Instinkt, ein Kind zu retten, überschatteten.
Die Ausstellung und Gedenkveranstaltung hatten eine starke emotionale und historische Bedeutung. Durch Archivmaterialien, Zeugenaussagen und öffentliche Diskussionen wurde nicht nur an Çetin Mert erinnert, sondern auch ein wichtiger Teil der Berliner Erinnerungskultur für kommende Generationen bewahrt.
Im Rahmen der Veranstaltung bestand zudem die Möglichkeit zu kurzen Gesprächen mit der Kreuzberger Bürgermeisterin Clara Herrmann, dem TGB-Vorsitzenden Selçuk Demirci sowie dem Pressesprecher der Berliner Polizeigewerkschaft Benjamin Jendro.
Çetin Mert wird weiterhin mit Respekt und Mitgefühl in Erinnerung bleiben.
Unser Mitgefühl gilt seiner Familie und seinen Angehörigen.
Alles Gute zum Geburtstag, Çetin Mert…
Deine Geschichte lebt über Generationen hinweg weiter.