30/07/2026
Soziokultur ist eine zentrale Infrastruktur gesellschaftlicher Resilienz.
In seinem Beitrag für Ausgabe 193 der Kulturpolitischen Mitteilungen richtet Prof. Dr. Markus Hilgert den Blick auf jene kulturellen und sozialen Räume, in denen gesellschaftlicher Zusammenhalt, Vertrauen, Teilhabe und demokratische Praxis im Alltag entstehen und eingeübt werden.
Vieles von dem, was heute unter gesellschaftlicher Resilienz verstanden wird, gehört seit Jahrzehnten zum praktischen Kern soziokultureller Arbeit: Adaptivität, Teilhabe, Selbstwirksamkeit, lokale Vernetzung, Ambiguitätstoleranz und demokratische Konfliktfähigkeit.
Soziokulturelle Einrichtungen schaffen Räume, in denen Menschen einander begegnen, Konflikte austragen, Perspektiven wechseln und gesellschaftliche Zugehörigkeit erfahren können. Sie sind häufig niedrigschwelliger, lokaler, alltagsnäher und partizipativer organisiert als viele klassische Kulturinstitutionen. Dadurch entstehen soziale Vertrauensräume, die für resiliente Gesellschaften unverzichtbar sind.
Hilgert leitet daraus eine klare kulturpolitische Konsequenz ab: Soziokultur sollte nicht länger als randständiger oder zu vernachlässigender Förderbereich betrachtet werden. Sie gehört vielmehr in das Zentrum kulturpolitischer Strategien gesellschaftlicher Zukunftsfähigkeit.
Der Beitrag „Soziokultur als Infrastruktur gesellschaftlicher Resilienz. Plädoyer für eine neue kulturpolitische Zentralität“ ist in Ausgabe 193 der Kulturpolitischen Mitteilungen erschienen.
🔗 https://soziokultur.de/soziokultur-als-infrastruktur-gesellschaftlicher-resilienz/
📷 Michel Buchmann
GesellschaftlicherZusammenhalt