12/06/2026
Am 9. Juni fand ein virtueller Austausch zur "Nationalen Dekade gegen Postinfektiöse Erkrankungen" zwischen 16 Patientenorganisationen und dem BMFTR statt. Neben Deutsche Gesellschaft für ME/CFS, ME CFS Research Foundation und Long COVID Deutschland brachte sich auch der Fatigatio e. V. in die Diskussion ein.
Im Mittelpunkt standen die Umsetzung der Forschungsdekade sowie die Einbindung der Betroffenenperspektive.
Der Fatigatio e. V. brachte dabei zentrale Anliegen ein, darunter eine klare Differenzierung der Patientengruppen, die Berücksichtigung von Menschen mit ME/CFS unabhängig vom Auslöser und eine strukturierte Beteiligung von Betroffenen in allen Phasen der Forschung.
Das BMFTR kündigte an, ausschließlich biomedizinische Forschung zu fördern und erklärte, dass derzeit keine psychosomatischen Forschungsschwerpunkte vorgesehen sind.
Während zunächst ME/CFS und Long Covid im Fokus der Forschungsdekade stehen sollen, werden zu einem späteren Zeitpunkt auch weitere postakute Infektionssyndrome (PAIS) berücksichtigt.
Zudem sollen schwer erkrankte Betroffene sowie Kinder und Jugendliche in der Forschung stärker einbezogen werden.
Die erste Förderrichtlinie wurde bereits veröffentlicht. Weitere Fördermaßnahmen, wie klinische Studien, sollen folgen.
Mehr Informationen findet ihr auf unserer Website: https://www.fatigatio.de/aktuelles/detail/virtueller-betroffenenaustausch-anlaesslich-der-nationalen-dekade-gegen-postinfektioese-erkrankungen