Bundesverband Kraft-Wärme-Kopplung e.V.

Bundesverband Kraft-Wärme-Kopplung e.V. Viel Spaß!

Auf dieser Seite veröffentlichen wir die wichtigsten Infos rund um die Kraft-Wärme-Kopplung: Technologie, Wirkungsgrade, Neuentwicklungen für die Energie- und Wärmewende.

Prof. Dr. Harry Hoster von der Universität Duisburg-Essen und Andreas Rimkus, Präsident des Bundesverbandes Kraft-Wärme-...
19/06/2026

Prof. Dr. Harry Hoster von der Universität Duisburg-Essen und Andreas Rimkus, Präsident des Bundesverbandes Kraft-Wärme-Kopplung e.V. (B.KWK), begrüßen Sie zum 24. Duisburger KWK-Symposium mit der Frage, wo die KWK aktuell steht und welche Perspektiven sich aktuell abzeichnen. Es zeigt sich, dass Wasserstoff aus der Phase politischer Überhöhung in eine realistischere Markt- und Umsetzungsphase eingetreten ist, in der Infrastruktur, Regulierung, Speicherfähigkeit und wirtschaftliche Tragfähigkeit über den tatsächlichen Hochlauf entscheiden. Die Kraft-Wärme-Kopplung gewinnt in diesem Umfeld an Bedeutung, weil sie Strom und Wärme hocheffizient verbindet, dezentrale Resilienz schafft und als flexible Ergänzung zu Wind- und Solarenergie genau dann Leistung bereitstellen kann, wenn Dunkelflauten oder hohe Wärmelasten auftreten. Biogas und Biomethan bieten dafür – im Gegensatz zur Zukunftstechnologie Wasserstoff – bereits heute verfügbare, speicherbare und systemdienliche Optionen, deren Potenzial stärker genutzt werden muss, anstatt es regulatorisch vorschnell zu begrenzen. Auslaufende Förderungen gefährden zudem bestehende Biogas- und Wärmenetzinfrastrukturen, obwohl diese für ländliche Räume, dezentrale Versorgung und kommunale Wärmewende weiterhin hohen Wert besitzen. Saisonale Wärmespeicher, grüne Gase, wasserstofffähige KWK-Anlagen, hybride Systeme mit Wärmepumpen sowie bilanzielle Anrechnungsmodelle können die Defossilisierung von Gebäuden und Fernwärme deutlich beschleunigen. Dafür benötigt die Branche langfristige Investitionssicherheit, eine belastbare Weiterentwicklung des KWKG, technologieoffene Ausschreibungen, schnellere Genehmigungen und eine bessere Verzahnung von Netzausbau, kommunaler Wärmeplanung und Kraftwerksstrategie. KWK ist kein Übergangsproblem, sondern ein flexibler, effizienter und praxistauglicher Bestandteil einer klimafreundlichen, bezahlbaren und resilienten Energieversorgung.

Prof. Dr. Harry Hoster von der Universität Duisburg-Essen und Andre...

𝗔𝗯𝘄𝗮𝘀𝘀𝗲𝗿𝘄𝗮̈𝗿𝗺𝗲𝗽𝘂𝗺𝗽𝗲 𝘂𝗻𝗱 𝗕𝗛𝗞𝗪: 𝗗𝗶𝗲 𝗵𝗼𝗰𝗵𝗲𝗳𝗳𝗶𝘇𝗶𝗲𝗻𝘁𝗲 𝗘𝗻𝗲𝗿𝗴𝗶𝗲𝗹𝗼̈𝘀𝘂𝗻𝗴 𝗳𝘂̈𝗿𝘀 𝗪𝗼𝗵𝗻𝗾𝘂𝗮𝗿𝘁𝗶𝗲𝗿Für das Hamburger Wohnquartier „Hellin...
08/06/2026

𝗔𝗯𝘄𝗮𝘀𝘀𝗲𝗿𝘄𝗮̈𝗿𝗺𝗲𝗽𝘂𝗺𝗽𝗲 𝘂𝗻𝗱 𝗕𝗛𝗞𝗪:
𝗗𝗶𝗲 𝗵𝗼𝗰𝗵𝗲𝗳𝗳𝗶𝘇𝗶𝗲𝗻𝘁𝗲 𝗘𝗻𝗲𝗿𝗴𝗶𝗲𝗹𝗼̈𝘀𝘂𝗻𝗴 𝗳𝘂̈𝗿𝘀 𝗪𝗼𝗵𝗻𝗾𝘂𝗮𝗿𝘁𝗶𝗲𝗿

Für das Hamburger Wohnquartier „Helling“ in der Dieselstraße mit 149 Wohnungen hat das Planungsbüro „Freie Ingenieure“ eine Abwasserwärmepumpe, ein Blockheizkraftwerk, Photovoltaik, Pufferspeicher sowie einen Spitzenlastkessel zu einem flexiblen und netzdienlichen Wärmeversorgungssystem verknüpft. Eine wichtige Energiequelle ist das normalerweise ungenutzte Abwasser der Bewohnenden. Diese ungewöhnliche Wärmequelle erschließt ein 160 Meter langer Wärmetauscher im Abwasserkanal mit einer Entzugsleistung von 165 kW. Die ganzjährig vergleichsweise konstante Quellentemperatur von etwa 15 bis 17 °C schafft sehr günstige Betriebsbedingungen für die Wärmepumpe und ermöglicht eine flexible Stromnutzung unabhängig von den schwankenden Außentemperaturen. Das BHKW ergänzt die Wärmepumpe nicht lediglich als zusätzliche Wärmequelle, sondern stabilisiert das Gesamtsystem: Bei Stromüberschüssen aus Photovoltaik oder günstigen Strompreisen erhält die Wärmepumpe Vorrang, während das BHKW bei fehlendem Überschuss oder wirtschaftlich günstigerer Eigenerzeugung Wärme und Strom bereitstellt. Prognosen, Energiepreise, bisherige Effizienzwerte und der erwartete Wärmebedarf können zusätzlich genutzt werden, um die Pufferspeicher vorausschauend zu beladen. Voraussetzung für die Effizienz komplexer Quartierslösungen sind niedrige Systemtemperaturen, ein sorgfältiger hydraulischer Abgleich, eine qualifizierte Inbetriebnahme und ein dauerhaftes Monitoring. Die bisherigen Monitoringdaten bestätigen die praktische Leistungsfähigkeit des Konzeptes: Trotz eines noch zu hohen Vorlauftemperaturniveaus erreicht die Wärmepumpe eine Jahresarbeitszahl von 4,4 und im betrachteten Zeitraum decken die Wärmepumpe 41 Prozent und das BHKW 53 Prozent der Wärmeerzeugung ab, während der konventionelle Spitzenlastkessel nur noch 6 Prozent beiträgt.

Für das Hamburger Wohnquartier „Helling“ in der Dießelstraße mit 14...

Holzgas-KWK ermöglicht eine verlässliche, steuerbare und dezentrale erneuerbare Energieversorgung, indem Holzhackschnitz...
05/06/2026

Holzgas-KWK ermöglicht eine verlässliche, steuerbare und dezentrale erneuerbare Energieversorgung, indem Holzhackschnitzel, Pellets und zunehmend auch geeignete Reststoffe thermochemisch vergast und anschließend in Blockheizkraftwerken (BHKW) zur gekoppelten Erzeugung von Strom und Wärme genutzt werden. Die Technologie hat die Marktreife erreicht: Elektrische Wirkungsgrade von rund 30 Prozent, Gesamtenergienutzungsgrade von über 80 Prozent und mehr als 8.000 Betriebsstunden pro Jahr sind bei fachgerechter Auslegung und Betriebsführung erreichbar. Holzgas-BHKW ergänzen fluktuierende Wind- und Solarstromerzeugung durch kontinuierlich verfügbare Leistung und sind besonders wirtschaftlich, wenn Strom und Wärme vor Ort genutzt werden. Voraussetzung für einen zuverlässigen Betrieb ist die enge Verbindung von ausgereifter Technik und qualifiziertem Personal, da Brennstoffqualität, Vergasungsprozess und Reststoffmanagement dauerhaft überwacht werden müssen. Weiterentwicklungspotenziale liegen in einem breiteren Brennstoffspektrum, flexibleren Betriebsweisen, der Nutzung von Holzgas als Erdgasersatz für Prozesswärme sowie in der stofflichen Verwertung der entstehenden Kohle. Nachhaltig verfügbare Biomassemengen begrenzen das Gesamtpotenzial, doch geeignete Anwendungen stärken Versorgungssicherheit, regionale Wertschöpfung und treibhausgasneutrale Kreislaufwirtschaft.

Holzgas-KWK ermöglicht eine verlässliche, steuerbare und dezentrale...

Effiziente Prozesswärme am Beispiel des Chemiepark MarlIm Chemiepark Marl müssen große Energiemengen auf hohen Temperatu...
27/05/2026

Effiziente Prozesswärme am Beispiel des Chemiepark Marl

Im Chemiepark Marl müssen große Energiemengen auf hohen Temperaturniveaus als industrielle Prozesswärme bereitgestellt werden. Eine klassische gasgefeuerte Kraft-Wärme-Kopplung übernimmt dort aktuell die Dampfversorgung. Drei GuD-Blöcke erzeugen Prozessdampf auf mehreren Druckstufen bis etwa 70 bar bei rund 500 °C und erfüllen zugleich eine zweite zentrale Aufgabe, nämlich die energetische Verwertung von Restgasen aus chemischen Prozessen. Am Beispiel Marl wird deutlich, warum industrielle KWK für energieintensive Standorte nicht einfach durch eine einzelne Dekarbonisierungstechnologie ersetzt werden kann. Wasserstoff bietet über Projekte wie GetH2 eine strategische Perspektive, bleibt aber wegen Verfügbarkeit, Preisentwicklung, technischer Umrüstpfade und fehlender Planungssicherheit kurzfristig zu unsicher. Bestehende Gasturbinen können nur begrenzte Beimischungen ohne größere Anpassungen nutzen, höhere Wasserstoffanteile erfordern technische Erweiterungen. Wärmepumpen sind hingegen energetisch hinsichtlich des Wirkungsgrades und der Nutzung von Umwelt- und Abwärme attraktiv, erreichen jedoch die für viele industrielle Anwendungen erforderlichen Temperaturen nicht und lösen auch die Restgasfrage nicht. E-Kessel sind ausgereift, flexibel regelbar und können Hochdruckdampf bereitstellen, setzen aber ausreichende Stromnetzkapazitäten sowie günstige Strompreise voraus und ersetzen ebenfalls keine Restgasverbrennung. Die Dekarbonisierung industrieller Prozesswärme lässt sich deshalb nicht mit nur einer Lösung bewältigen, sondern benötigt ein Zusammenspiel aus KWK, Wasserstoff, E-Kesseln, Wärmepumpen und Infrastrukturmaßnahmen. Versorgungssicherheit, Wettbewerbsfähigkeit und verlässliche regulatorische Rahmenbedingungen bleiben die entscheidenden Voraussetzungen, damit industrielle Standorte ihre Wärmeversorgung transformieren können, ohne laufende Produktionsprozesse zu gefährden.

Im Chemiepark Marl müssen große Energiemengen auf hohen Temperaturniveaus als industrielle Prozesswärme bereitgestellt werden. Eine klassische gasgefeuerte K...

𝗛𝟮-𝗧𝗿𝗮𝗻𝘀𝗳𝗼𝗿𝗺𝗮𝘁𝗶𝗼𝗻 𝗱𝗲𝗿 𝗚𝗮𝘀𝗻𝗲𝘁𝘇𝗲 𝘇𝘂𝗿 𝗗𝗲𝗸𝗮𝗿𝗯𝗼𝗻𝗶𝘀𝗶𝗲𝗿𝘂𝗻𝗴 𝗱𝗲𝘀 𝗘𝗻𝗲𝗿𝗴𝗶𝗲𝘀𝘆𝘀𝘁𝗲𝗺𝘀Deutschland wird auch mit einem klimaneutralen Ene...
20/05/2026

𝗛𝟮-𝗧𝗿𝗮𝗻𝘀𝗳𝗼𝗿𝗺𝗮𝘁𝗶𝗼𝗻 𝗱𝗲𝗿 𝗚𝗮𝘀𝗻𝗲𝘁𝘇𝗲 𝘇𝘂𝗿 𝗗𝗲𝗸𝗮𝗿𝗯𝗼𝗻𝗶𝘀𝗶𝗲𝗿𝘂𝗻𝗴 𝗱𝗲𝘀 𝗘𝗻𝗲𝗿𝗴𝗶𝗲𝘀𝘆𝘀𝘁𝗲𝗺𝘀

Deutschland wird auch mit einem klimaneutralen Energiesystem auf importierbare, speicherbare und molekülbasierte Energieträger angewiesen sein. Wasserstoff bildet deshalb einen zentralen Baustein zur Ergänzung der Elektrifizierung. Grüner Wasserstoff ersetzt künftig nicht nur Erdgas in Industrie, Prozesswärme, KWK, Fernwärme und Teilen der Wärmeversorgung, sondern auch heute überwiegend grau erzeugten Wasserstoff. Das bestehende Gasnetz ist für diese Transformation strategisch bedeutsam, weil das geplante H2-Kernnetz viele dezentrale Industrie-, Prozesswärme- und KWK-Standorte nicht erreicht. Ein Rückbau der auch für H2 nutzbaren Verteilnetze gefährdete die Versorgungssicherheit und industrielle Wertschöpfung. Die DVGW-Forschung zeigt eine weitgehende technische Umstellbarkeit der Infrastruktur: Typische Stahlleitungen in Deutschland und Europa sind unter üblichen Betriebsbedingungen für 100 Prozent Wasserstoff geeignet, Kunststoffe in Verteilnetzen gelten ebenfalls als tauglich, Duktilguss zeigt positive Untersuchungsergebnisse, lediglich Grauguss bleibt kritisch. Neben der Materialeignung sind jedoch auch Komponenten wie Verdichter, Messsysteme, Filter, Vorwärmung und Endgeräte entscheidend – diese müssen je nach Wasserstoffanteil geprüft, angepasst oder ersetzt werden. Praxisprojekte mit Beimischungen bis 20, 30 Prozent sowie erste 100-Prozent-H₂-Verteilnetze bestätigen die grundsätzliche Umsetzbarkeit. Mit verifHy, den DVGW-Regelwerken und zahlreichen Forschungsprojekten bestehen belastbare Grundlagen für sichere Transformationspfade. Der Hochlauf hängt jetzt nur noch von diversifizierten Importen, heimischer Elektrolyse, Wasserstoffderivaten, Speichern sowie der pragmatischen Einbindung von Wasserstoff in die bestehenden Netze und Systeme ab.

Deutschland wird auch mit einem klimaneutralen Energiesystem auf im...

𝗘𝗶𝗻𝗲 𝗘𝗿𝗳𝗼𝗹𝗴𝘀𝗴𝗲𝘀𝗰𝗵𝗶𝗰𝗵𝘁𝗲: 𝗞𝗼𝗺𝗺𝘂𝗻𝗮𝗹𝗲 𝗪𝗮̈𝗿𝗺𝗲𝘄𝗲𝗻𝗱𝗲 𝗺𝗶𝘁𝘁𝗲𝗹𝘀 𝗙𝗲𝗿𝗻𝘄𝗮̈𝗿𝗺𝗲 𝗮𝘂𝘀 𝗞𝗪𝗞-𝗔𝗻𝗹𝗮𝗴𝗲𝗻Die Kraft-Wärme-Kopplung ist ein tragend...
05/05/2026

𝗘𝗶𝗻𝗲 𝗘𝗿𝗳𝗼𝗹𝗴𝘀𝗴𝗲𝘀𝗰𝗵𝗶𝗰𝗵𝘁𝗲: 𝗞𝗼𝗺𝗺𝘂𝗻𝗮𝗹𝗲 𝗪𝗮̈𝗿𝗺𝗲𝘄𝗲𝗻𝗱𝗲 𝗺𝗶𝘁𝘁𝗲𝗹𝘀 𝗙𝗲𝗿𝗻𝘄𝗮̈𝗿𝗺𝗲 𝗮𝘂𝘀 𝗞𝗪𝗞-𝗔𝗻𝗹𝗮𝗴𝗲𝗻

Die Kraft-Wärme-Kopplung ist ein tragendes Element der kommunalen Strom- und Wärmeversorgung, muss aber zukünftig in eine umfassende Transformationsstrategie aus Fernwärmeausbau, erneuerbarer Wärme, Speichertechnik, Power-to-Heat, Wärmepumpen, Geothermie, Biomasse, Altholz und perspektivisch Wasserstoff eingebettet werden. An dem in diesem Vortrag konkret vorgestellten Beispiel Nürnberg zeigt sich, dass Fernwärme eine zentrale Säule der Wärmewende in verdichteten Stadträumen ist: Der Wärmemarktanteil soll bis 2040 auf bis zu 50 Prozent steigen, die Fernwärmeerzeugung bereits bis 2035 klimaneutral werden. Dafür sind massive Investitionen in Erzeugung und Verteilung nötig, darunter der Ausbau des Fernwärmenetzes von rund 348 auf etwa 618 Kilometer Trassenlänge sowie Investitionen von über zwei Milliarden Euro bis 2045. KWK-Anlagen liefern dabei nicht nur Wärme, sondern auch flexible, gesicherte und netzdienliche Stromerzeugung, die in einem Energiesystem mit hohem Anteil fluktuierender erneuerbarer Energien unverzichtbar bleibt. Dezentrale KWK-Standorte wirken als systemdienliche „Prosumer XXL“, weil sie Strom- und Wärmeversorgung koppeln, vorgelagerte Netze entlasten und durch Wärmespeicher, Elektroheizer und perspektivisch grüne Brennstoffe flexibel auf Markt- und Netzsituationen reagieren können. Eine rein zentrale Kraftwerksstrategie greift deshalb zu kurz, wenn sie die Effizienzvorteile und die regionale Systemwirkung der KWK nicht angemessen berücksichtigt. Die kommunale Wärmewende gelingt nur mit verlässlichen regulatorischen Rahmenbedingungen, einer echten KWKG-Novelle, der Beibehaltung vermiedener Netzentgelte (vNNE) für netzdienliches Verhalten von Erzeugungsanlagen, ausreichender BEW-Förderung, realistischen Ausbaupfaden und frühzeitiger Kommunikation mit Stadtgesellschaft, Wohnungswirtschaft, Gewerbe, Handwerk und Netzbetreibern. Die kommunale Wärmeplanung markiert dabei nicht den Abschluss, sondern den Startpunkt eines fortlaufenden Transformationsprozesses, dessen Erfolg von technischer Umsetzbarkeit, Finanzierung, Akzeptanz und koordinierter Infrastrukturplanung abhängt.

Die Kraft-Wärme-Kopplung ist ein tragendes Element der kommunalen Strom- und Wärmeversorgung, muss aber zukünfitg in eine umfassende Transformationsstrategie...

Wir heißen Sie herzlich willkommen zur Aufzeichnung des 23. Duisburger KWK-Symposiums des Lehrstuhls für Energietechnik ...
28/04/2026

Wir heißen Sie herzlich willkommen zur Aufzeichnung des 23. Duisburger KWK-Symposiums des Lehrstuhls für Energietechnik (LET) der Universität Duisburg-Essen (UDE) und des Bundesverbandes Kraft-Wärme-Kopplung (B.KWK). Prof. Dr. Harry Hoster und Dr. Georg Klene eröffnen die Veranstaltung. Im Fokus standen im Rahmen dieses Symposiums nicht nur Fragen zur Verlängerung des KWK-Gesetzes, sondern auch die aktuellen Rahmenbedingungen und die bestehende Infrastruktur. Die KWK beansprucht eine zentrale Stellung als tragende Säule im Klimaschutz. Rund 90 Teilnehmende aus Industrie, Wissenschaft, Politik und Verwaltung waren live vor Ort. Jetzt haben Sie die Möglichkeit, den Fachvorträgen als Videoaufzeichnung zu folgen und sich zum diesjährigen 24. KWK-Symposium am 10. Juni 2026 anzumelden: https://www.bkwk.de/veranstaltungen/24-duisburger-kwk-symposium/

https://www.youtube.com/watch?v=qrLjDDCtxig

1 comment. "Begrüßung zum 23. KWK-Symposium der Universität Duisburg-Essen und des B.KWK [KWK-Symposium 2025]"

𝗩𝗼𝗺 𝗕𝗶𝗼𝗺𝗲𝘁𝗵𝗮𝗻𝗿𝗲𝗴𝗶𝘀𝘁𝗲𝗿 𝘇𝘂𝗺 𝗨𝗻𝗶𝗼𝗻𝘀𝗿𝗲𝗴𝗶𝘀𝘁𝗲𝗿: 𝗛𝗲𝗿𝗮𝘂𝘀𝗳𝗼𝗿𝗱𝗲𝗿𝘂𝗻𝗴𝗲𝗻 𝗱𝗲𝗿 𝗡𝗮𝗰𝗵𝘄𝗲𝗶𝘀𝗳𝘂̈𝗵𝗿𝘂𝗻𝗴Die Nachweisführung für   ist historisch...
21/04/2026

𝗩𝗼𝗺 𝗕𝗶𝗼𝗺𝗲𝘁𝗵𝗮𝗻𝗿𝗲𝗴𝗶𝘀𝘁𝗲𝗿 𝘇𝘂𝗺 𝗨𝗻𝗶𝗼𝗻𝘀𝗿𝗲𝗴𝗶𝘀𝘁𝗲𝗿: 𝗛𝗲𝗿𝗮𝘂𝘀𝗳𝗼𝗿𝗱𝗲𝗿𝘂𝗻𝗴𝗲𝗻 𝗱𝗲𝗿 𝗡𝗮𝗰𝗵𝘄𝗲𝗶𝘀𝗳𝘂̈𝗵𝗿𝘂𝗻𝗴

Die Nachweisführung für ist historisch aus verschiedenen, nicht aufeinander abgestimmten Regelungssträngen für Herkunft, Nachhaltigkeit und Förderung entstanden und hat dadurch eine hohe strukturelle Komplexität entwickelt. Biomethan muss je nach Einsatzpfad gleichzeitig oder nacheinander Anforderungen aus , , , , und weiteren Regelwerken erfüllen, sodass nicht ein einheitlicher Nachweis genügt, sondern mehrere Register und Bilanzierungslogiken parallel bedient werden müssen. Besonders im Strom- und Wärmebereich zeigt sich, dass Herkunftsnachweise, Nachhaltigkeitsnachweise und registergestützte Mengenverfolgung unterschiedliche Funktionen erfüllen, aber in der Praxis eng miteinander verknüpft werden müssen. Daraus entstehen komplexe Prozessketten zwischen Biogasanlage, Händler, , , , , Gasversorgern und Anlagenbetreibern, bei denen die korrekte Zuordnung, Übertragung, Entwertung und Prüfung der Nachweise entscheidend ist. Ein zentrales Problem liegt in den unterschiedlichen Bilanzierungsanforderungen der beteiligten Systeme. Nationale Vorgaben etwa aus und lassen sich nur eingeschränkt mit europäischen Anforderungen an Herkunftsnachweise vereinbaren. Dadurch entsteht eine doppelte oder parallele Nachweisführung, die administrativ aufwendig, fehleranfällig und für Marktteilnehmer schwer beherrschbar ist. Die Unionsdatenbank als integrierte Lösung, soll Nachhaltigkeitsnachweise, Handel und Ausbuchung stärker in einem System zusammenführen. Das Zielbild ist ein „One-Stop-Shop“, in dem der Transfer von Mengen und Nachweisen konsistenter erfolgt und der Nachhaltigkeitsnachweis zum maßgeblichen Dokument wird, während klassische Herkunftsnachweise eine nachgeordnete Rolle einnehmen. Vollständig gelöst werden die aktuellen Probleme damit jedoch noch nicht, weil Übergangsphasen, unterschiedliche Laufzeiten von Nachweisdokumenten, neue Nachhaltigkeitsanforderungen und die noch unvollständige Funktionalität der Unionsdatenbank zusätzliche Unsicherheiten erzeugen. Die Biomethan-Nachweisführung leidet zudem gegenwärtig weniger an fehlender Registertechnik als an regulatorischer Überlagerung, uneinheitlichen Bilanzierungsregeln und institutionellen Schnittstellen. Der Übergang vom Biomethanregister zum Unionsregister kann die Nachweisführung vereinfachen, wenn nationale und europäische Anforderungen systematisch harmonisiert, Registerdaten technisch gekoppelt und die Marktakteure nicht länger zu parallelen Nachweisregimen gezwungen werden.

1 comment. "Biomethanregister und Unionsregister: Herausforderungen der Nachweisführung [B.KWK-Kongress 2025]"

𝗪𝗮𝘀𝘀𝗲𝗿𝘀𝘁𝗼𝗳𝗳 𝗶𝗺 𝗧𝗮𝗹 𝗱𝗲𝗿 𝗧𝗿𝗮̈𝗻𝗲𝗻 𝗼𝗱𝗲𝗿 𝗮𝘂𝗳 𝗱𝗲𝗺 𝗪𝗲𝗴 𝘇𝘂𝗺 𝗗𝘂𝗿𝗰𝗵𝗯𝗿𝘂𝗰𝗵?Wasserstoff befindet sich nicht mehr in einer rein vision...
13/04/2026

𝗪𝗮𝘀𝘀𝗲𝗿𝘀𝘁𝗼𝗳𝗳 𝗶𝗺 𝗧𝗮𝗹 𝗱𝗲𝗿 𝗧𝗿𝗮̈𝗻𝗲𝗻 𝗼𝗱𝗲𝗿 𝗮𝘂𝗳 𝗱𝗲𝗺 𝗪𝗲𝗴 𝘇𝘂𝗺 𝗗𝘂𝗿𝗰𝗵𝗯𝗿𝘂𝗰𝗵?

Wasserstoff befindet sich nicht mehr in einer rein visionären Frühphase, sondern aktuell in einer herausfordernden Übergangsphase von überzogenen Erwartungen zu realen Anwendungen. Auf eine Phase politischer Euphorie und zahlreicher Pilot- und Förderprogramme folgte, wie nach dem "Gartner Hype Cycle" zu erwarten war, eine Ernüchterung, weil Kosten, Genehmigungen, Netzanschlüsse, Brennstoffverfügbarkeit und Geschäftsmodelle langsamer vorankommen als erwartet. Der zentrale Engpass liegt derzeit weniger in der grundsätzlichen technischen Machbarkeit als in Infrastruktur, Investitionsbedingungen, Regulierung und dem zeitlich abgestimmten Hochlauf von Erzeugung, Transport, Speicherung und Nutzung. Gerade deshalb entscheidet sich der Marktdurchbruch nicht an Einzelprojekten, sondern an der Fähigkeit, eine vollständige Wasserstoffwertschöpfungskette aufzubauen, in der Produktion, Logistik, Speicherung und Anwendung systemisch zusammenpassen. Für den stationären Energiesektor wird Wasserstoff vor allem dort relevant, wo gesicherte, flexible und perspektivisch treibhausgasarme Leistung benötigt wird. H₂-fähige Gasturbinen und KWK-Systeme übernehmen dabei die Funktion, erneuerbare Stromüberschüsse mittelbar speicherbar zu machen und in Zeiten geringer Wind- und PV-Erzeugung wieder als Strom und Wärme bereitzustellen. Der Weg dahin bleibt kapitalintensiv, infrastrukturell anspruchsvoll und politisch abhängig, aber die Entwicklung ist bereits so weit institutionell, technologisch und industriell verankert, dass Wasserstoff eher auf dem Weg in eine produktive Marktphase als in einem dauerhaften „Tal der Tränen“ einzuordnen ist. Von besonderer Bedeutung ist dabei der schnelle Ausbau des deutschen Wasserstoff-Kernnetzes als infrastrukturelle Voraussetzung für den Übergang in einen funktionierenden Markt.

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Wasserstoff befindet sich nicht mehr in einer rein visionären Frühphase, sondern aktuell in einer herausfordernden Übergangsphase von überzogenen Erwartungen...

Kraft-Wärme-Kopplung auf Basis nichtfossiler Brennstoffe mittels thermochemischer Vergasung ist eine besonders wirksame ...
07/04/2026

Kraft-Wärme-Kopplung auf Basis nichtfossiler Brennstoffe mittels thermochemischer Vergasung ist eine besonders wirksame Option für eine treibhausgasneutrale Kreislaufwirtschaft, weil sie biogene Reststoffe in Strom, Wärme und nutzbare Kohlenstoffprodukte wie Biokohle umwandelt. Besonders die Holzvergasungs-KWK ist technisch weit entwickelt, marktreif und dezentral gut einsetzbar, wenn sie in lokale Energiesysteme mit Wärmespeichern und ergänzenden Technologien eingebunden wird. Über den aktuellen Stand der Technik, mögliche Potenziale und aktuelle Forschungsvorhaben informiert Sie dieser Vortrag:

Kraft-Wärme-Kopplung auf Basis nichtfossiler Brennstoffe mittels thermochemischer Vergasung ist eine besonders wirksame Option für eine treibhausgasneutrale ...

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