Berliner Mieterverein

Berliner Mieterverein Berlins größte Mieterorganisation mit 190.000 Mitgliedern. Rechtsberatung, Schriftverkehr mit Ve Netiquette Berliner Mieterverein e.V.

Der BMV hat sich eine Netiquette gegeben, die wir bitten zu beachten. Der respektvolle Umgang in den Sozialen Medien ist uns genauso wichtig, wie in Telefonaten oder im normalen Schriftverkehr. Bei Beiträgen, Kommentierungen und Links, die dieser Netiquette nicht entsprechen, behalten wir uns vor, diese zu löschen und den Verursacher hierüber zu informieren. Bei mehrfacher Zuwiderhandlung werden w

ir diesen sperren und melden. Rassistische, pornographische, sexistische, fremdenfeindliche, diskriminierende oder beleidigende Inhalte werden entfernt, ebenso Beiträge, die zur Gewalt aufrufen. Weiterhin werden Beiträge oder Kommentare entfernt, die Namen von haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiter:innen enthalten. Berlins größte Mieterorganisation mit über 180.000 Mitgliedern. Rechtsberatung, Schriftverkehr mit Vermieter:innen, Rechtsschutz , Mietrecht und Wohnungspolitik, Unterstützung von Mieter:innen Initiativen
Die starke Interessenvertretung der Berlner Mieter:innen.

Drei von vier Mieterhöhungen fehlerhaft – das zeigen Zahlen unsere Aktion Mietpreisüberprüfung:Wir haben 233 Mieterhöhun...
18/06/2026

Drei von vier Mieterhöhungen fehlerhaft – das zeigen Zahlen unsere Aktion Mietpreisüberprüfung:

Wir haben 233 Mieterhöhungen von privatwirtschaftlichen Vermieter:innen überprüft: Nur 27 % waren vollständig korrekt. Bei fast der Hälfte lag die Miete bereits über der ortsüblichen Vergleichsmiete – eine Zustimmung wäre also ein Fehler gewesen.

Noch alarmierender: In 30 % der Fälle wurde die gesetzliche Kappungsgrenze ignoriert.

Und jede zehnte Miete lag 20 – 50 % über dem Vergleichswert – eine potenzielle Ordnungswidrigkeit.

Mit dem neuen Mietspiegel sind wieder vermehrt Mieterhöhungen zu erwarten. Stimmt nicht einfach zu! ✋

👉 Jetzt Miete kostenlos prüfen lassen – auch ohne Mitgliedschaft. Link in der Bio.


Außengastronomie bis Mitternacht? Konflikt um neue Regeln für „Ausgehviertel“Das neue GaststättengesetzDer Senat hat ein...
11/06/2026

Außengastronomie bis Mitternacht? Konflikt um neue Regeln für „Ausgehviertel“

Das neue Gaststättengesetz
Der Senat hat ein neues Gaststättengesetz auf den Weg gebracht: Es soll längere Bewirtung vor der Tür erlauben.
Sonntag bis Donnerstag:
Bis 23 Uhr
Freitag, Samstag und vor Feiertagen:
Bis 24 Uhr
Allerdings nur in „Ausgehvierteln“.

Pro: Stefan Klein, Autor.

Mieter:innen in den betroffenen Vierteln wussten beim Einzug, was sie erwartet.
Vermieter:innen müssen selbstverständlich für Lärmschutz sorgen.
Der Lärm kommt von Leuten, die Spaß haben: Könnte das nicht neben Kinderlärm ebenso privilegiert behandelt werden?

Contra: Birgit Leiß, MieterMagazin Autorin.

Es dauert vermutlich länger, bis wirklich Ruhe einkehrt.
Viele Menschen müssen schon vor 6 Uhr aufstehen – einige sogar am Sonntag. Soll ihr Recht auf Nachtruhe hinter dem der Nachtschwärmer zurückstehen? Denn Lärm macht nachgewiesen krank.
Das Gesetz ist ein Freifahrtschein für die Gastronomen. Rücksichtnahme ist künftig nicht mehr nötig.

Streitpunkt "Ausgehviertel"

Als Ausgehviertel soll der Senat Gebiete mit einer hohen Dichte an Bars, Restaurants und Clubs nach Abstimmung mit den Bezirken deklarieren können.
Doch der Rat der Bürgermeister lehnt das Gesetz in seiner jetzigen Form ab:
Es fehlten klare, rechtssichere Kriterien für Ausgehviertel.
Man riskiere sowohl Klagen von Wirt:innen auf längere Öffnungszeiten, als auch von Anwohner:innen gegen die Einordung als Ausgehviertel.

Was sagt ihr?

Das geplante Gesetz polarisiert - zwischen Senat und Bezirken, aber auch zwischen den Menschen als Anwohner:innen und Kneipengänger:innen.

💬 Schreibt uns in die Kommentare, was Ihr davon haltet!

LINK IN BIO oder:

https://www.berliner-mieterverein.de/magazin/online/mm0626/pro-contra-2.htm

10/06/2026

Die Lösung ist ein Wohnungswirtschaftsgesetz:

Das Problem: Sozialwohnungen fallen nach 20 bis 30 Jahren aus der günstigen Preisbindung. Das war bei 80.000 Berliner Sozialwohnungen in den vergangenen 10 Jahren der Fall.

Auf heute nur noch rund 85.000 Sozialwohnungen in der Hauptstadt kommen etwa eine Million WBS-Berechtigte Haushalte.

Mit einem Wohnungswirtschaftsgesetz könnte eine verpflichtende Quote für Sozialwohnungen eingeführt werden. Egal ob Aktiengesellschaft oder andere größere Vermieter:innen: Alle, die am Wohnungsmarkt verdienen, müssen auch gesellschaftliche Verantwortung übernehmen.

Der Berliner Mieterverein gehört zum Bündnis Berliner Sozialgipfel. Wir fordern, dass das Land Berlin ein solches Wohnungswirtschaftsgesetz verabschiedet.

Vor der Berlin-Wahl möchten wir von euch wissen, warum Wohnen entscheidet: Schreibt es uns in die Kommentare!

Sozialquote Wohnungswirtschaftsgesetz

📚 Die neue Ausgabe unseres MieterMagazins ist da mit vielen wichtigen Themen:Was tut sich auf dem Berliner Wohnungsmarkt...
04/06/2026

📚 Die neue Ausgabe unseres MieterMagazins ist da mit vielen wichtigen Themen:

Was tut sich auf dem Berliner Wohnungsmarkt? Welche Rechte haben Mieter? Und welche Entwicklungen prägen die Stadt?

Die Antworten gibt's im neuen MieterMagazin. 👇

Link in Bio! oder:

https://www.berliner-mieterverein.de/mietermagazin.htm

Your Landlord wants to sell your house?The “Vorkaufsrecht” could maybe help.What tenants need to know about the right of...
04/06/2026

Your Landlord wants to sell your house?
The “Vorkaufsrecht” could maybe help.
What tenants need to know about the right of municipal first refusal in 'Milieuschutz' areas!
What is the “Vorkaufsrecht”?
How does it work?
What is the waiver agreement?

In 2021, the Federal Administrative Court significantly weakened the Vorkaufsrecht.
Today, it can only be used if:
• The building is in a state of disrepair, OR
• The conditions of the local development plan are being violated
🏛️ In April 2026, Federal Building Minister Verena Hubertz (SPD) proposed an amendment to the Building Code that would (re)strengthen the Vorkaufsrecht in Milieuschutz areas.
⚫ Whether it passes depends on the coalition partner CDU.

✅ We will keep you updated!

What does this mean for you?
If your landlord wants to sell:
📌 Check whether you live in a Milieuschutzgebiet (you can find maps on Berlin's Senate website)
📌 Contact your district authority
📌 Connect with yout neighbours

➡️ Questions? DM us or visit our website www.berliner-mieterverein.de
➡️ Check out our FAQs on this topic

LINK IN BIO or:

https://www.berliner-mieterverein.de/aktuelles/newsletter/faq-milieuschutz-berlin-tenants.htm

German: https://www.berliner-mieterverein.de/aktuelles/newsletter/faq-milieuschutz-berlin-mieterinnen-wissen-sollten.htm

🏢 Vonovia schüttet eine Milliarde Euro an Dividenden aus, während Mieter:innen kämpfen in Berlin gegen Verdrängung und n...
28/05/2026

🏢 Vonovia schüttet eine Milliarde Euro an Dividenden aus, während Mieter:innen kämpfen in Berlin gegen Verdrängung und neue Maschen für Mieterhöhungen. Aber es gibt auch einiges Gutes zu vermelden!

Unser Mai-Newsletter zeigt, was das bedeutet – und was ihr dagegen tun könnt.

🌍 Neu: Unser FAQ zum Milieuschutz und Vorkaufsrecht gibt's diesmal auf Englisch. Weil Verdrängung keine Sprachbarriere kennt.
Außerdem: das Gebäudemodernisierungsgesetz erklärt, ein Update zum Mietenkataster, ein Hausbesuch in der Mehrower Allee 50 – und Termine, die ihr nicht verpassen solltet.

👉 Link in der Bio.


🏠 Neuer Mietspiegel für Berlin: Stärkster Anstieg seit 2017 und immer extremere Oberwerte.📊 7,71 € pro Quadratmeter betr...
28/05/2026

🏠 Neuer Mietspiegel für Berlin: Stärkster Anstieg seit 2017 und immer extremere Oberwerte.

📊 7,71 € pro Quadratmeter beträgt die ortsübliche Vergleichsmiete im Schnitt im neuen Mietspiegel 2026.
Um 6,9 % ist sie damit gegenüber dem vorigen Mietspiegel 2024 (7,21 €/qm) gestiegen – der höchste Anstieg seit 2017.

📈 Immer häufiger koppeln sich die Oberwerte für Wohnungen mit überwiegend positiv gewerteter Ausstattung von den Mittelwerten ab.
In guter Wohnlage beträgt der Abstand zwischen Mittelwert und Oberwert im Altbau zum Teil vier bis fünf Euro, in den Neubauklassen sechs bis acht Euro.
Die hohen Oberwerte sind maßgeblich auf die Neuvermietung zurückzuführen, die innerhalb der letzten sechs Jahre vereinbart wurden – nicht wenige davon unter Verstoß gegen die Mietpreisbremse.

🏆 Den absoluten Höchstwert markiert die Kategorie *gute Wohnlage / Baualtersklasse 2020–2024 / unter 60 m²* mit einem Oberwert von 27,84 EUR/m² (2023: 24,74 EUR/m²).

💬 „Ob der Mittelwert oder der Oberwert herangezogen wird, kann wie in oben genanntem Beispiel einen Unterschied von 8,82 Euro pro Quadratmeter ausmachen“, so BMV-Geschäftsführerin Wibke Werner, „mehr denn je kommt es daher zukünftig darauf an, dass Mieter:innen Mieterhöhungsverlangen sorgfältig prüfen und die Orientierungshilfe mit den Wohnwertmerkmalen zur Spanneinordnung nutzen, um die korrekte ortsübliche Vergleichsmiete für die betreffende Wohnung zu ermitteln!“

⚖️ Deutlich größere Bedeutung bekommt dadurch auch die Kappungsgrenze, nach der die Miete nicht mehr als 15 Prozent in drei Jahren steigen kann. Die Kappungsgrenze wird immer mehr zum entscheidenden Korrektiv.

👉 Unsere PM mit Kurzbewertung https://www.berliner-mieterverein.de/presse/pressearchiv/berliner-mietspiegel-2026-2.htm



-Fans

„Wer in Berlin noch in Wohnungen investiert, muss bekloppt sein."So sachgerecht lästerte Prof. Dr. Steffen Sebastian, Im...
27/05/2026

„Wer in Berlin noch in Wohnungen investiert, muss bekloppt sein."

So sachgerecht lästerte Prof. Dr. Steffen Sebastian, Immobilienexperte aus Regensburg, auf der Investmentexpo diese Woche in Berlin – ausgerechnet in der Stadt, über die er sprach. Viele Investor:innen pflichten ihm wohl bei: zu viel Regulierung, zu viel Unsicherheit vor der Abgeordnetenhauswahl im September, zu viel Angst vor Vergesellschaftung. Deshalb würden sich viele über später oder lang aus Berlin zurückziehen, meint der Professor der Universität Regensburg.

Aber das ist nur die halbe Geschichte.
Denn gleichzeitig kauft der internationale Investment-Manager M&G Real Estate gerade 13 Mehrfamilienhäuser innerhalb des S-Bahn-Rings. Warum? Weil Berlin für ausländische Investoren trotz allem „extrem underpriced" sei, so M&G-Manager Marcus Eilers, und daher renditeträchtig. Und weil angelsächsische Fonds gezielt darauf warten, dass deutsche Investoren ihre Berliner Bestände verscherbeln – um dann günstig einzukaufen.

Der pikante Nebenplot: Ein Investor räumte auf dem Podium ein, dass viele Vermieter wohl bewusst gegen die Mietpreisbremse verstoßen – und jetzt nervös auf das geplante Berliner Mietenkataster schauen, das per KI flächendeckend kontrollieren soll.

Fazit: Das Berlin-Bashing ist laut auf der Investmentexpo im Waldorf-Astoria. Die Investitionen laufen dennoch. Und wer die Regulierung fürchtet, hält sich vermutlich nicht an geltendes Recht.

Dank an den für die Berichterstattung.

🪤 Neue Masche: „Freiwillig“ in die Mietfalle. So schützen sich Mieter:innen vor der Mieterhöhung nach § 557 BGB.So funkt...
21/05/2026

🪤 Neue Masche: „Freiwillig“ in die Mietfalle. So schützen sich Mieter:innen vor der Mieterhöhung nach § 557 BGB.

So funktioniert die Masche von „Mieteinander“
1️⃣ Vermieter:innen beauftragen den Dienstleister, der als neutraler Vermittler auftritt.
2️⃣ Dieser fragt in persönlichen Mietergesprächen nach Problemen und Wünschen der Mieter:innen.
3️⃣ Bietet kleine Reparaturen oder Renovierungen an (Tropfender Wasserhahn, kaputter Lichtschalter).
4️⃣ Fordert Verständnis für Kosten der Vermieter:innen und „faire Mietanpassung“ – oft zwischen 30 % und 40 % Erhöhung.

💰 Das Geschäft mit eurem Vertrauen

⚖️ Nach § 557 BGB sind „vereinbarte Erhöhungen“ nicht an die ortsübliche Vergleichsmiete oder Kappungsgrenze gebunden – sobald die Mieter:innen unterschreiben, sie sind nicht einklagbar
💸 Das Kalkül: Kleine, günstige Reparaturen gegen dauerhaft höhere Mieteinnahmen
🏦 Ziel: Mehr Cashflow und Wertsteigerung der Immobilie - nicht eure Wohnqualität

✅ Unser Selbsttest

🏚️ Bestandsmieten: 6 - 10 €/m² in einem Haus mit 8 Wohnungen
🎯 Zielmiete: 12 €/m² (deutlich über Mietspiegel)
📈 Erhöhungspotenzial: insgesamt über 15.000 €/Jahr
🏦 Erwartete Wertsteigerung der Immobilie: über 300.000 €
💰 Provision für den Dienstleister:
ca. 15.000 €
👉 85 % der Wertsteigerung beim Eigentümer

🛡️ So schützen sich Mieter:innen

➡️ Nichts vor Ort unterschreiben! Alle Angebote schriftlich geben lassen
➡️ Mietspiegel checken
➡️ Instandhaltung ist Vermieterpflicht – keine Verhandlungsmasse!
💬 Beratung holen, bevor ein Angebot akzeptiert wird
✊ Teile diesen Post, um andere zu warnen

📄 Laut Referentenentwurf zum neuen Baugesetzbuch soll Vorkauf von Immobilien durch Bezirke nun auch „den sozialen Missst...
08/05/2026

📄 Laut Referentenentwurf zum neuen Baugesetzbuch soll Vorkauf von Immobilien durch Bezirke nun auch „den sozialen Missstände vorbeugen […] die durch die räumliche Wirkung […] rechts-, links- oder religiös motivierter extremistischer Bestrebungen entstehen.“

⛓️‍ Die Bezirke sollen zukünftig ihr Vorkaufsrecht ausüben können, wenn „Tatsachen die Annahme rechtfertigen”, dass Käufer:innen verfassungsfeindliche Bestrebungen verfolgen.
- Diese müssen weder kämpferisch, noch illegal sein. (RefE. S. 102)
👉 Keine Verurteilung oder Straftat nötig.

⚖️ Wer entscheidet darüber?

🔎 Wann eine negative Auswirkung zu befürchten ist, entscheidet die Gemeinde:
- Dafür kann sie Informationen von Polizei und Verfassungsschutz anfordern.
- Um das zu ermöglichen, soll auch das Bundesverfassungsschutzgesetz angepasst werden.

👩‍⚖️ Die Entscheidung zum Vorkauf soll gerichtlich überprüfbar sein, doch:
- Bis zu einer Grundsatzentscheidung kann es Jahre dauern.
- Der Rechtsweg birgt ein großes Kostenrisiko.
- Der geplante Kauf ist damit längst vereitelt.

💭 Was denkst du?
- Ist dieser Gesetzentwurf mit Meinungsfreiheit und Rechtsstaatlichkeit vereinbar?

Adresse

SpichernStr. 1
Berlin
10777

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