13/08/2026
Hendrik Hochheim, Leiter des Bereichs Messen Deutschland im AUMA, blickt schon mal auf das Messejahr 2027 - auf der Basis von AUMA-Befragungen und Auswertungen der Jahre 2025 und 2026. Zentrales Ergebnis: Die deutsche Messewirtschaft zeigt sich trotz Wirtschaftsflaute in Deutschland, Kostensteigerungen überall und geopolitischer Unsicherheiten bemerkenswert widerstandsfähig.
Hendrik Hochheim: "Aussteller halten mehrheitlich an der Zahl ihrer Messebeteiligungen fest, Veranstalter investieren bis zu eine Milliarde Euro in den nächsten Jahren. Messen bleiben damit ein stabiler Faktor für den nötigen Austausch, das Treiben von Innovation und Geschäft – und eine Schlüsselindustrie für den Wirtschaftsstandort Deutschland."
🟣 Thesen aus dem Beitrag in den AUMA-Trends 2026/2027:
👉 Messen gewinnen gerade unter volatilen wirtschaftlichen und politischen Bedingungen strategisch an Bedeutung. Viele Aussteller investieren gezielt in die Qualität ihrer Messeauftritte: Beteiligungen werden stärker priorisiert, klare Ziele definiert und konsequenter auf Wirkung und Wirtschaftlichkeit geprüft.
👉 Messeveranstalter stehen vor einem Wandel der Erwartungen: Besucherinnen und Besucher verlangen mehr Erlebnis, Vernetzung und Personalisierung, während Aussteller verstärkt auf messbaren Erfolg, digitale Services und Flexibilität achten.
👉 Messen bleiben ein zentraler Standortfaktor für Deutschland: Die Messewirtschaft trägt jährlich über 30 Milliarden Euro zur Wertschöpfung bei und sichert mindestens 280.000 Arbeitsplätze, insbesondere in Transport, Gastgewerbe und Handel. Zudem generiert ein durchschnittliches Messejahr 5,4 Milliarden Euro Steuereinnahmen.