26/06/2026
Seit ihrer Installation in Berlin-Moabit im Jahr 2020 ist die Friedensstatue Ari – ein Denkmal für die sogenannten „Trostfrauen“, die für die japanischen Kriegsbordelle des Zweiten Weltkriegs zwangsprostituiert wurden - ein wichtiger Schauplatz des Widerstands gegen sexuelle und rassistische Gewalt geworden. Nachdem sie 2025 aus dem öffentlichen Raum entfernt worden war, fand Ari bei ZK/U ein vorübergehendes Zuhause. Rund um Ari entfalten sich seither neue Diskussionen über Erinnerung, Gerechtigkeit und ihre Zukunft im öffentlichen Raum der Stadt.
Die Veranstaltung gliedert sich in zwei Teile: einen offenen Workshop und eine Public Assembly als ein Forum der Stadtgesellschaft.
Offener Workshop: Dieser Teil ist der ARI MAP gewidmet, die vom Research CoLab Mapping Postcolonial Neighborhoods entwickelt wurde und bei dieser Gelegenheit öffentlich vorgestellt wird. Gemeinsam mit zivilgesellschaftlichen Akteur*innen, Künstler*innen und Wissenschaftler*innen erkunden wir im Workshop die Verbindungen, die Ari in Berlin und darüber hinaus geschaffen hat: die transnationalen Solidaritäten, die sie ermöglicht, die Begegnungen, die sie angestoßen und die Communities, die sie miteinander ins Gespräch gebracht hat. Ausgehend von einer großformatigen Version der ARI MAP kartieren wir kollektiv vergangene, gegenwärtige und zukünftige Praktiken des Erinnerns, der Solidarität und des kollektiven Handelns, die Teil einer erweiterten Online-Version der ARI MAP werden.
Public Assembly mit Ari: Aufbauend auf den Geschichten, Verbindungen und Ideen aus dem Workshop bringt das öffentliche Forum zivilgesellschaftliche Akteur*innen, Lokalpolitiker*innen und weitere Beteiligte zusammen, um über mögliche Zukünfte für und mit Ari in Berlin nachzudenken. Wie kann Ari weiterhin dazu beitragen, den öffentlichen Raum der Stadt und den Widerstand gegen sexualisierte Gewalt, Rassismus und historisches Vergessen mitzugestalten? Welche Formen des Erinnerns, der Solidarität und des Zusammenlebens möchten wir gemeinsam stärken?