Hearts & Liberation

Hearts & Liberation Hearts&Liberation ist ein gemeinnütziger Verein, der sich für Tier- und Menschenrechte, Diversität, Antifaschismus, Umweltschutz und Feminismus einsetzt

Der Verein Hearts & Liberation e.V. setzt sich zusammen aus einer Gruppe vielseitiger Menschen, welche sich gemeinsam für die Gleichberechtigung und Befreiung aller Lebewesen einsetzen. Wir haben uns nach jahrelangem Aktivismus 2016 dazu entschieden einen eigenen Verein zu gründen und dieses Vorhaben Anfang 2017 in die Tat umgesetzt. Wir streben nach einem Ende der Unterdrückung aller Individuen u

nd legen unser Augenmerk hierbei auf die Abschaffung des Speziesismus, da die nicht-menschliche Spezies Tier in unserer heutigen Gesellschaft weiterhin als Sache und nicht als fühlendes Lebewesen behandelt wird. Der Veganismus stellt für uns einen unabdingbaren, ersten Schritt dar, auf dem Weg zu einem gleichberechtigten und friedlichen Miteinander. Da wir jedes Individuum schätzen und achten, sind Diversität, Antifaschismus, Feminismus und der Umweltschutz ebenso grundlegende, gewichtige Motive, uns für Tiere und Menschen gleichermaßen einzusetzen. Wir kämpfen nicht für eine Verbesserung gegenwärtiger Zustände, sondern für eine Abschaffung sämtlicher physischer und psychischer Foltermaßnahmen. Durch diverse Aktionsformen, wie beispielsweise informative Veranstaltungen, Demonstrationen oder die Verteilung von Flugblättern, wollen wir auf das Leid in dieser Welt aufmerksam machen und der Gesellschaft einen Einblick auf die Qualen gewähren, welche tagtäglich hinter Gittern im Verborgenen ausgeübt werden. Nur so ist es aus unserer Sicht möglich, eine Veränderung im bestehenden System zu erwirken. Wer unsere Ziele und Auffassungen teilt und gemeinsam mit uns für ein Leben ohne Unterdrückung und Ungleichheit kämpfen möchte, ist auf unseren Aktionen gern gesehen.

Was bedeutet es Tierrechtsaktivist*in zu sein? Klar, Demos, Proteste und Aufklärungsarbeit gehören zum Alltag – doch was...
29/11/2019

Was bedeutet es Tierrechtsaktivist*in zu sein? Klar, Demos, Proteste und Aufklärungsarbeit gehören zum Alltag – doch was passiert eigentlich dazwischen mit uns? Was bedeutet es, sich jahrelang mit Leid und Elend zu beschäftigen, die immer gleichen Diskussionen zu führen und ständig mit grausamen Bildern konfrontiert zu sein? Was macht diese Arbeit mit den Aktivist*innen und wie gehen wir mit psychischen Belastungen und Stress um?

Um diese und andere Fragen mit euch diskutieren zu können, laden wir euch am 10.12.2019 um 18:00 Uhr ins New Yorck im Bethanien am Mariannenplatz 2A (1.OG) in Berlin ein.

Wir als Gruppe Hearts & Liberation, Mitinitiator*innen des herrschaftskritischen Blocks, wollen unsere Einschätzung des ...
25/09/2019

Wir als Gruppe Hearts & Liberation, Mitinitiator*innen des herrschaftskritischen Blocks, wollen unsere Einschätzung des diesjährigen Animals Rights March in Berlin abgeben.
Nachdem es bereits im vergangenen Jahr, mit der tatkräftigen Hilfe vieler Tierbefreiungs- und Tierrechtsgruppen aus Berlin, den ersten herrschaftskritischen und emanzipatorischer Block auf dem Animals Rights March Berlin gab, wurde dieses Konzept in diesem Jahr fortgesetzt.

(Den Nachbericht zum letzten Jahr findet ihr hier https://www.facebook.com/heartsandliberation/posts/395162407683237?__tn__=K-R)

Zu unseren Kritikpunkten des letzten Jahres gehörten unter anderem die teils fehlende und nicht deutlich genug vollzogene Abgrenzung zu Diskriminierungsformen wie Rassismus und Sexismus seitens des Organisationsteams und anderer teilnehmender Gruppen bzw. Einzelpersonen. Es gab Holocaust relativierende Plakate bzw. Schilder und einige Teilnehmende entblößten sich vor dem Mahnmal der ermordeten Jud*innen. Sie demonstrierten damit anschaulich, dass fehlende Sensibilität für Diskriminierungsformen genauso wie unangebrachte Protestformen in weiten Teilen der Tierrechtsbewegung geduldet bzw. als legitimes Mittel angesehen werden. Die von uns lautstark geäußerte Kapitalismuskritik, als ursächliche und basale Bedingung für Ausbeutung von Lebewesen, wurde uns im letzten Jahr versucht durch die Leitung des Marsches zu untersagen. Wir gingen also für dieses Jahr mit einer langen Liste an Verbesserungsvorschlägen in die Vorbereitung.
Bereits an dieser Stelle offenbarte sich eine deutliche Veränderung. Mussten wir im vergangen Jahr mit der damaligen Orga-Leitung noch hart um jedes Zugeständnis ringen, zeigten sich die neuen Organisator*innen der Demo an unseren Positionen, Kritikpunkten und Verbesserungsvorschlägen interessiert und waren Veränderungen gegenüber aufgeschlossen. Viele unserer Vorschläge wurden aufgegriffen und umgesetzt. Es gab klare und eindeutige Ansagen in Bezug auf Diskriminierung, Holocaustrelativierung, Sexismus etc.. Reine Partei- oder orgabezogene Werbung in Form von Banner und Plakaten sollte es nicht oder zumindest in nur sehr eingeschränktem Umfang geben. Die größeren Gruppen wie von der “Tierschutzpartei“ oder “anonymous for the voiceless“ sollten zudem weiter hinten im Zug laufen. Ein wichtiges und gutes Zeichen finden wir. Somit standen die Demo mit ihrer Botschaft und nicht einzelne Gruppen im Vordergrund. Auch auf die Kritik an den entblößten Personen wurde eingegangen und die Teilnehmer*innen dazu angehalten solches Verhalten zu unterlassen (Bildern des Marches kann entnommen werde, dass sich teilweise nicht daran gehalten wurde [1]). Das Orga-Team zeigte sich uns gegenüber ehrlich bemüht daran, als problematisch zu betrachtende Personen und Material mit problematischen Inhalten vom Marsch fernzuhalten. Plakate oder Banner mit eben solchen problematischen Inhalten haben wir dieses Jahr erfreulicherweise nicht gesehen (Sollten wir hier aber etwas übersehen haben, sind wir für Hinweise dankbar).
Dem Aufruf zum herrschaftskritischen Block sind diesmal deutlich mehr Menschen gefolgt, so dass der Block sowohl akustisch als auch visuell gut wahrnehmbar war. Durch die zahlenmäßig größere Unterstützung war es uns ebenfalls möglich, als geschlossener und identifizierbarer Block mitten im Marsch zu laufen. Wir konnten dauerhaft laut die uns so wichtigen Positionen einer herrschaftskritischen und emanzipatorischeren Tierbefreiungsbewegung, artikulieren. Dafür vielen Dank an alle Unterstützenden.
Die Abschlusskundgebung war gut vorbereitet und einige Punkte sind uns besonders positiv aufgefallen. Eine kritische Person mit rassistischen Plakat wurde schnell identifiziert und kompromisslos mit Hilfe der Veranstalter*innen von der Demo entfernt. So soll es ein!
Die Redebeiträge wurden zeitgleich in Gebärdensprache übersetzt. Zudem wurde darauf geachtet, dass es ein ausgewogenes Geschlechterverhältnis auf der Bühne gab.
Der herrschaftskritische Block hatte den Slot für den letzten Redebeitrag und somit konnten wir mit der Forderung nach einer emanzipatorischen Tierbefreiungsbewegung, die sich als intersektional versteht und sich unmissverständlich zum gemeinsamen Kampf gegen Unterdrückung, Rassismus, Sexismus und anderen Diskriminierungsformen bekennt, die Veranstaltung schließen.
Wir bedanken uns bei den initiierenden Gruppen des herrschaftskritischen Blocks und den Organisator*innen des diesjährigen Animals Rights March Berlin sowie allen Unterstützer*innen.

GEGEN DIE UNTERDRÜCKUNG UND AUSBEUTUNG ALLER LEBEWESEN!

ONE STRUGGLE - ONE FIGHT!

Tierfabriken-Widerstand
Anarchistisches Kollektiv Glitzerkatapult - https://glitzerkatapult.noblogs.org/
Animal Climate Action - https://animal-climate-action.org/de/
Liberation Berlin

Tierrechtsaktivistenbündnis

[1] https://scontent-frx5-1.xx.fbcdn.net/v/t1.0-9/69825475_1154975681369303_1083785549187121152_n.jpg?_nc_cat=101&_nc_oc=AQncqeqPfcYiC4CnD_S_C_LeHuzNJPcYsA6tmAVn17cZvmXEFvxwSs7oTreANCS8yq4&_nc_ht=scontent-frx5-1.xx&oh=70e02486802a922b42229cdf75e58fd9&oe=5DFD2522

https://scontent-frx5-1.xx.fbcdn.net/v/t1.0-9/69400599_1154975211369350_4846591871633326080_n.jpg?_nc_cat=109&_nc_oc=AQmQpZkhv2ENs94TfCut4oLJTAF-UBvX71yFwLlbjfEC9wQQRNIl29X8KM7phnXejUA&_nc_ht=scontent-frx5-1.xx&oh=000b1a298e9b9d3f2cf6e95c0afd9289&oe=5E0BC048

https://scontent-frx5-1.xx.fbcdn.net/v/t1.0-9/69068172_1154986091368262_5605723385536446464_n.jpg?_nc_cat=106&_nc_oc=AQkBAL3ETF9ReAex0RQQbuprnFsmzUm7UkAUX2Y9PrclO74va3vepX04xVEstnD4HHE&_nc_ht=scontent-frx5-1.xx&oh=65f8b6d6c5ffd5e5593dfb537b778b4d&oe=5DCF7D54

Kein Tag der deutschen Zukunft!Es ist wieder mal soweit, aus sämtlichen Löchern in Deutschland und anderen Teilen Europa...
01/06/2019

Kein Tag der deutschen Zukunft!

Es ist wieder mal soweit, aus sämtlichen Löchern in Deutschland und anderen Teilen Europas kriechen N***s und Neo-Faschist*innen um ihr menschenverachtendes Gedankengut zum "Tag der deutschen Zukunft" auf die Straße zu tragen. Dabei handelt es sich nicht um ein paar verwirrte Wutbürger*innen, sondern knallharte, rechtsextreme Kader.

Letztes Jahr fand der "TddZ" in Goslar statt und ging, trotz großer Mobilisierung der Rechten, mit ca. 170 Teilnehmenden, in der Bedeutungslosigkeit unter. [1]

Dieses Jahr ist er jedoch in Chemnitz und das ist eine ganz andere Geschichte. Chemnitz ist die Stadt, in der es letztes Jahr nach einer tödlichen Auseinandersetzung eine Spontandemo von mehr als 800 N***s gab, gefolgt von Hetzjagden auf Menschen, die nicht in das Weltbild der Rassist*innen passten. [2] Natürlich ließen sich auch die Neo-Faschist*innen der AfD nicht nehmen in Chemnitz auf zu marschieren und führten vor Ort mit ca. 4500 Teilnehmenden den Schulterschluss mit den extrem rechten Pro Chemnitz und Pegida durch. [3]

Das heißt, das Mobilisierungspotential ist, gerade nach dem Aufwind den die Rechten in den Kommunalwahlen in den neuen Bundesländern haben, extrem hoch.

Doch Chemnitz hält dank coolen Bündnissen wie Bündnis Chemnitz Nazifrei dagegen und gibt die Stadt keineswegs einfach in die Hände der Menschenfeinde. Denn gerade jetzt heißt es nicht etwa rechte Hotspots aufzugeben und mit "Ossibashing" abzutun, sondern die guten Menschen vor Ort zu supporten! Das heißt, auch seine eigene Wohlfühlzone zu verlassen und mal eine Anfahrt aus Berlin, Hamburg oder sonst wo in Kauf zu nehmen um den N***s in ihre braune Suppe zu spucken.

Wir wünschen allen Anti-Faschist*innen, Aktivist*innen und engagierten Bürger*innen viel Glück und Kraft heute und an jedem anderen Tag des Jahres. Redet nicht mit Cops, passt aufeinander auf und schickt die Rassist*innen dahin zurück wo sie hingehören, die Vergangenheit.

Keine Zukunft für N***s, Chemnitz bleibt antifaschistisch!

https://www.facebook.com/events/310151389881424/

[1] https://regionalgoslar.de/tag-der-deutschen-zukunft-viel-wind-um-nichts/
[2] https://www.mdr.de/sachsen/rechtsextreme-uebergriffe-nazis-sachsen-100.html
[3] https://www.stern.de/politik/deutschland/afd-demonstration-in-chemnitz--die-rechten-rosenkavaliere-8238506.html

Feminismus* heisst kämpfenAm Freitag den 8. März ist nicht nur wieder internationaler Frauen*kampftag, es ist auch zum e...
05/03/2019

Feminismus* heisst kämpfen

Am Freitag den 8. März ist nicht nur wieder internationaler Frauen*kampftag, es ist auch zum ersten Mal offiziell Feiertag in Berlin.

Wir begrüßen die Entscheidung Berlins, diesen Tag als neuen Feiertag einzuführen, sendet es doch ein wichtiges Signal: Noch immer ist Gleichberechtigung nicht erreicht, noch immer werden Frauen* in unserer Gesellschaft benachteiligt. Das muss aufhören und deshalb heisst es auch in diesem Jahr "Auf die Straße - Feminismus* heisst kämpfen".

Wir bereiten uns schon auf die Demo am Freitag vor und möchten alle auffordern sich uns anzuschließen.

Zeigt Solidarität und geht gemeinsam auf die Straße!

Unsere Solidarität an die, die sich auf allen Ebenen für den Erhalt und die Verteidigung von linken Freiräumen stark mac...
26/01/2019

Unsere Solidarität an die, die sich auf allen Ebenen für den Erhalt und die Verteidigung von linken Freiräumen stark machen.

Unsere Faust gegen diejenigen, die die Städte zu ihrem Eigentum erklären wollen und versuchen uns diese Freiräume zu nehmen.

Solange ihr uns die Zentren nehmen wollt, nehmen wir euch den Schlaf!

https://www.facebook.com/Potse-Berlin-723326324448304/
https://www.facebook.com/SJZDrugstore/
http://liebig34.blogsport.de/
http://www.exzess.info/
https://btle.blackblogs.org/
https://syndikatbleibt.noblogs.org/
http://meuterei.tk/
uvm.

(K)Ein Tag zum FeiernBerlin hat nun einen neuen Feiertag. Dass es der 8. März und damit der internationale Frauenkampfta...
25/01/2019

(K)Ein Tag zum Feiern

Berlin hat nun einen neuen Feiertag. Dass es der 8. März und damit der internationale Frauenkampftag geworden ist, finden wir richtig und wichtig.

Es ist ein wichtiges Zeichen für einen noch lang nicht abgeschlossenen Prozess der Gleichberechtigung und darüber hinaus eine längst überfällige Ehrung.



Photo von strassenstriche.net (https://www.flickr.com/photos/strassenstriche/25110909374/in/photolist-23Cvfr6-kPZ4Wp-kPYSHc-Fkv8Pa-23URr2Y-kQ21Eu-Fkv82i-kPYNRz-23URqnm-23Cvgs4-Fkv9t6-23Cvd26-23URpyY-22eCaAS-23URtfq-Fkv6hB-Fkv77c-24Xygd5-FdF8NP-241DHdU-22gnq6m-GXEHcm-23WzJQ3-F2Z1fu-F2YYa7-EfY4mJ-FnbFTX-FdF7Cx-FbnCAY-F5gTcK-FbnBHA-F2YN9f-FbnC7m-EfXYvm-F5gN4i-EfXZVA-FdEZX8-FbnvHu-23WzNpN-252kwak-23WzWA7-252AyYC-SGaH8z-SDHt6m-SDH4rs-Fri33t-GXEUqo-SGa2fZ-EZgJZ7-Frim12)

Wir haben ein MüllproblemWeihnachten ist vorbei und auch Silvester liegt jetzt bereits über eine Woche hinter uns. Was h...
08/01/2019

Wir haben ein Müllproblem

Weihnachten ist vorbei und auch Silvester liegt jetzt bereits über eine Woche hinter uns. Was haben diese beiden Ereignisse gemeinsam – sie erzeugen riesige Müllberge. Die Verpackungsreste vom Weihnachtsfest verschwinden noch relativ unbemerkt in den Mülltonnen aber die Silversterüberreste liegen teilweise noch heute, für alle Augen gut sichtbar, auf unseren Straßen.

„Nun gut, aber wir recyceln ja total viel“ werden hier einige einwerfen und laut zahlreicher Agenturmeldungen, Zeitungsberichten und auch der Bundesregierung, sind wir ja auch Recycling-Europameister und damit scheint sich diese Annahme zu bestätigen [1]. Die Sache hat nur einen Haken – es stimmt nicht. Laut Statistischem Bundesamt trennt jede*r dritte Müll – mal mehr mal weniger intensiv und lediglich jede*r vierte trennt Müll konsequent [2]. Wozu ihr gehört und wie es in eurem Umfeld aussieht, könnt ihr leicht selbst überprüfen aber diese statistische Erhebung zeigt, dass ein bedeutender Teil der Haushalte keinen Müll trennt.

Ob nun getrennt oder nicht, die Deutschen haben im Jahr 2016 412 Mio. Tonnen Abfall erzeugt. Davon sind 13% bzw. etwa 52 Mio. Tonnen Siedlungsabfälle. Das ist der Teil des Mülls, der von uns Bürger*innen erzeugt und hoffentlich getrennt wird. Aufgeteilt auf uns alle ergibt das 626 kg Abfall pro Kopf. Damit liegen wir deutlich über dem EU-Durchschnitt von 480 kg [3]. Lediglich zwei Länder in der EU erzeugen mehr Abfall pro Kopf als wir. Da stellt sich die Frage: Warum ist das so? „Das liegt an der Konjunktur“ könnte Mensch jetzt denken und ja, da ist was dran. Geht es der Wirtschaft eines Landes gut, wird gemein hin mehr konsumiert und was konsumiert wird, erzeugt häufig Abfall. Diese Annahme verbindet also die wirtschaftliche Leistung eines Staates direkt mit der Abfallmenge. Bei genauer Betrachtung stimmt das jedoch nicht so recht. Laut Institut der deutschen Wirtschaft (IW) wuchs die Wirtschaft in der EU im Zeitraum von 2005 bis 2016 um 28%, gleichzeitig schrumpften die erzeugten Müllmengen um 4%. Im gleichen Zeitraum wuchs die deutsche Wirtschaft um 32%, aber unser Müllberg wuchs um 11% [4]. Also woran liegt es, dass es unsere Nachbar*innen aus den Niederlanden oder Frankreich zwischen 150 kg und 200 kg weniger Müll pro Kopf erzeugen als wir und das bei ähnlichen Lebensstandards?

Ist ja alles halb so wild, wir sind ja schließlich Recycling-Europameister – oder doch nicht?

Eine stolze Recyclingquote von 66% gibt das Umweltbundesamt (UBA) aus – Rekord! Eine so große Recycling-Quote kann kein anderes Land in der EU aufweisen [5]. Aber auch hier lohnt sich ein genauerer Blick. Die Quote von 66% gilt nämlich nicht für die gesamte Abfallmenge (412 Mio Tonnen.) sondern nur für die 13 % der Siedlungsabfälle (52 Mio. Tonnen). Und auch da muss unterschieden werden.
Es gibt aber nicht nur negative Zahlen. Beim Recycling von Metallen, Papier und Glas erreichen wir ansehnliche Recyclingquoten von bis zu 90%. Aber es gibt ein Sorgenkind und das heißt Kunststoffe [5]. Bei Kunststoffen in Siedlungsabfällen kommen wir laut UBA auf eine Recyclingquote von 49,7%. Gefordert ist gesetzlich eine Quote von 36% - dann ist doch alles in Ordnung, oder? Nein ist es nicht! Die Quote ist ein rein statistisches Märchen. Aber zunächst ein paar Fakten: Von den pro Kopf erzeugten 626 kg Abfall, sind rund 220 kg Verpackungsabfälle. Seit dem Jahr 2000 nahm der Anteil an Verpackungen im deutschen Einzelhandel um 19% zu – der Anteil der Kunststoffverpackungen an diesem Wert beträgt 74% [5]. Wir erzeugen beim Verpackungsmüll also vor allem Kunststoffmüll und der wird offiziell zu 49,7 % recycelt. Dieser Wert ist aber Augenwischerei und das hat vor allem zwei Gründe:

Erstens, wird diese Quote nach dem Input-Verfahren ermittelt. Das bedeutet, alles was überhaupt über die Sortierbänder eines Recyclingbetriebs läuft, trägt zur Quote bei – egal, ob es dann später tatsächlich recycelt wird oder nicht. In Großstädten beträgt der Anteil an „Fehlwürfen“ (materialfremde Stoffe) in der Gelben Tonne (Verpackungen und Werstoffe), bis zu 50%. Bis zu 50% der Menge aus solchen Tonnen wird in den Betrieben aussortiert und in erster Linie der thermischen Verwertung zugeführt – das heißt, sie werden verbrannt. Die gesamte Menge wird aber der Recyclingquote zugerechnet. Verbrennen ist jedoch etwas anderes als Recycling. In der Praxis sieht es nämlich so aus, dass es viel zu kostenintensiv ist, Mischfraktionen (Verpackungsmengen aus verschiedenen Kunststoffen, also nicht sortenrein) die vielleicht auch noch verunreinigt sind, zu trennen. Da ist es leichter sie zu verbrennen. Nach Einschätzung von Thomas Obermeier, ehemaliger Präsident der Deutschen Gesellschaft für Abfallwirtschaft (DGAW), beträgt die tatsächliche stoffliche Verwertung höchstens 12%.[6]

Und zweitens, läuft zwar ein erheblicher Anteil des deutschen Plastikabfalls über in Deutschland stehende Sortierbänder und trägt damit zur Recyclingquote bei, wird aber ins Ausland verbracht. Der Löwenanteil bisher nach China. Bis China den Aufkauf von ausländischem Müll weitestgehend stoppte, exportierten wir 516.000 Tonnen (2016) Kunststoffabfälle dorthin. Das ist etwa 1/3 der gesamten Menge, die die gesamte EU exportiert (1.6 Mio. Tonnen) [7]. Da wir unseren Müll nun nicht länger nach China verkaufen können, aber das seit Januar 2019 geltende neue Verpackungsgesetz noch höhere Recyclingquoten verlangt, haben wir ein Problem. Wir sollen noch mehr recyceln, haben dazu aber eigentlich weder die Infrastruktur noch die Kapazitäten. Das führt dazu, dass sich mittlerweile Polen und Rumänien zum Müllplatz der EU entwickeln. Dorthin steigen nämlich unsere Müllexporte. Einmal dort angekommen, ist es nur noch schwer nachvollziehbar, was dort mit unserem Müll geschieht. Recherchen deckten auf, dass der Müll dort vor allem verbrannt oder deponiert wird – also nix mit Recycling [8].

Den Titel Recycling-Meister haben wir nicht verdient – eher den des Müll-Export-Meisters. Wir müssen aufhören uns, und andere, mit verdrehten Statistiken und geschönten Quoten zu belügen. Was wir tun müssen, ist mit realistischen Quoten zu arbeiten, sinnvoll gesetzliche Vorgaben anzupassen und Hersteller stärker in die Pflicht zu nehmen. Natürlich sollten wir auch alle an unserem Konsumverhalten arbeiten.

[1] https://wirtschaft.com/deutsche-sind-recycling-europameist…/
[2]https://de.statista.com/…/muelltrennung---verhalten-in-deu…/
[3]https://www.destatis.de/…/Abfa…/AbfallbilanzPDF_5321001.pdf…
[4] https://www.faz.net/…/abfall-in-deutschland-die-muellberge-…
[5]https://www.umweltbundesamt.de/…/verpackungsverbrauch-in-de…
https://www.destatis.de/…/Abfa…/AbfallbilanzPDF_5321001.pdf…
[6] https://www.sueddeutsche.de/…/muell-kreislauf-das-deutsche-…
[7] https://www.youtube.com/watch?v=G5_lFoGY6Ks
[8] https://www.youtube.com/watch?v=R8W9VqIm1SQ

+++ Knallt es nicht schon genug auf dieser Welt? +++Die Feiertage sind vorüber, doch für viele Menschen naht nun eine Ze...
30/12/2018

+++ Knallt es nicht schon genug auf dieser Welt? +++

Die Feiertage sind vorüber, doch für viele Menschen naht nun eine Zeit, der sie wohl nicht minder mit Spannung entgegenfiebern – Silvester.
Jedes Jahr aufs Neue lässt sich zwischen Weihnachten und Neujahr das gleiche Prozedere beobachten. Menschen stellen sich in lange Schlangen, fahren etliche Kilometer und geben viel Geld aus für – ja, wofür eigentlich?
Knaller, Böller und Raketen sind die Ausbeute jener nachweihnachtlichen Kommerzfischzüge, deren Folgen Umweltverschmutzung, Brände, traumatisierte Menschen und Tiere sowie hier und da fehlende oder zumindest angesengte Gliedmaßen sind.

Warum machen wir das?

Eigentlich wollen wir alle mit unseren Freund*innen und Familien den Jahreswechsel feiern, auf ein erfolgreiches vergangenes Jahr anstoßen oder zumindest darauf hoffen, dass das neue besser werden wird. In seiner ursprünglichen Bedeutung sollten zur Jahreswende mit lautem Glockengeläut und Feuerwerk böse Geister vertrieben und das neue Jahr freudig begrüßt werden. Alles schön und gut, doch betrachtet Mensch die Auswüchse in den vergangenen Jahren wird schnell klar, das Begrüßen des neuen Jahres ist in den Hintergrund getreten – das Knallen und Böllern ist zum Selbstzweck avanciert, um dessen finanzkräftige Mittel sich eine ganze Industrie entwickelt hat.

„Wir haben ja nur die eine Packung Raketen gekauft.“

Nach Annahmen des Verbands der pyrotechnischen Industrien VPI gaben die Deutschen vergangenes Jahr rund 137 Millionen Euro für Böller und Raketen aus [1]. Statistisch geben damit alle volljährigen Bundesbürger*innen (ca. 69 Millionen [2]) etwa 2€ für ihr Feuerwerk aus. Gefühlt und sicher auch tatsächlich dürfte die Zahl derer, die Geld für Feuerwerk ausgeben und die Höhe dieser Ausgaben aber stark von diesen statistischen Werten abweichen. Der VPI prognostizierte im Jahr 2014, dass jede*r Vierte in Deutschland knallt und dabei rund 35€ verpulvert. 2014 lag der Umsatz an Feuerwerkskörpern jedoch noch bei rund 129 Millionen Euro, die pro-Kopf-Ausgaben dürften also gestiegen sein und das sind nur die Ausgaben der Privathaushalte [3]. Hinzu kommen noch die Feuerwerke der Städte und Gemeinden, die aus Steuermitteln finanziert werden.
Dem gegenüber stehen jedes Jahr Millionen an Folgekosten. Allein in Berlin waren im Jahr 2016, 600 Angestellte der BSR mit rund 150 Fahrzeugen im Einsatz [4], um den Dreck von einer Nacht zu beseitigen. Und es wird immer mehr, denn umweltbewusstes Handeln ist hier nicht weit verbreitet. Haben wir uns in weiten Teilen der Gesellschaft bereits daran gewöhnt Müll zu trennen und Abfall nicht auf die Straßen zu werfen, fehlt dieses Bewusstsein weitestgehend, wenn es um den Silvestermüll geht. Kaum ein Mensch räumt seine abgebrannte Batterie weg oder trägt die nach dem Austrinken als Starthilfe zweckentfremdete Sektflasche zum Altglascontainer. Die Angestellten der BSR bemühen sich zwar nach Kräften doch hier ist jede*r Einzelne gefragt. Schon vor Jahren forderte Berlins damalige Umweltsenatorin Katrin Lompscher (Linke) die Berliner Bevölkerung auf, ihren Raketen- und Böllermüll gleich wieder zu entsorgen. Ihr Appell blieb weitestgehend ungehört [5]. Machen wir uns nichts vor, in Sachen Umweltschutz versagen die meisten Menschen in dieser Nacht auf ganzer Linie.

Giftiges Silvester.

Wir wünschen uns ein gesundes neues Jahr. Vielleicht gerade deshalb nehmen sich zahlreiche Menschen jedes Mal zum Jahreswechsel vor mit dem Rauchen aufzuhören. Ein gesunder wie auch potentiell lebensverlängernder Vorsatz. Doch an anderer Stelle achten wir dann leider überhaupt nicht auf unsere Gesundheit oder die unserer Mitmenschen. Was haben wir uns noch vor einigen Tagen über VW und Co. aufgeregt. Feinstaub in unseren Innenstädten dominierte wochenlang die Meldungen der Nachrichtenmagazine und Zeitungen. Doch was machen wir zum Jahreswechsel – wir schießen unzählige Feinstaubemittenten gen Himmel und nicht einer von ihnen hat einen Filter. Bei Böllern und Raketen hilft auch kein Softwareupdate. Das wäre allenfalls für unser Denken hilfreich. In diesem Jahr rechnet das Umweltbundesamt, dass durch die Silvesterknallerei über 4.500 Tonnen Feinstaub in die Luft geblasen werden. Das entspricht etwa 15,5% der Gesamtmenge an Feinstaub, die Autos und LKW über das ganze Jahr verteilt in die Umwelt abgeben[6]. Damit sprengen wir jeden Grenzwert. Ab diesem Jahr gilt in der EU ein Grenzwert von 50 Mikrogramm Feinstaub pro Kubikmeter Luft und Tag. In Bernhaus wurden in der letzten Silvesternacht 385, in Wiesbaden 503 und in München zeitweise Spitzenwerte von 1.346 Mikrogramm gemessen. Hinzu kommen durch die Sprengungen in die Luft abgegebene Kleinstpartikel an Schad- und Kunststoffen. Diese sind oft kleiner als zehn Mikrometer und damit lungengängig. Ebenso gelangen diese Partikel über die Luft in den Boden und unsere oberflächennahen Gewässer. Die Langzeitfolgen für unsere Umwelt sind noch nicht absehbar, aber positiv dürfte die Bilanz wohl auch hier nicht ausfallen [7].

Für viele die schlimmste Nacht des Jahres.

Jene unter uns, die ihr Leben mit einem oder mehreren Tieren teilen, muss nicht erst gesagt werden, welche teils traumatische Wirkung die Silvesterknallerei bei den kleinen Fellnasen entfaltet. Wenig überraschend. Habt Ihr Euch schon einmal vor dem Knall eines Böllers erschrocken oder habt Euch wegen des schrillen hohen Tons einer Rakete die Ohren zu gehalten? So geht aus auch Hund, Katze und Co. mit dem Unterschied, dass die meisten Tiere die Geräusche noch um ein Vielfaches lauter wahrnehmen und überhaupt nicht wissen, wie ihnen geschieht. Doch nicht nur die in Haushalten lebenden Hunde und Katzen leiden unter der Silvesterknallerei. Ebenso ängstlich und verwirrt zeigen sich Wildtiere. Von Vö**ln über Rehe, Eichhörnchen und Waschbären, sie alle leiden an diesen Tagen und werden in ihrem natürlichen Verhalten erheblich gestört. Auch sogenannte Nutztiere bleiben nicht unberührt. In Mastanlagen und auf Weiden kann sich unter Hühnern und Gänsen sowie Pferden und Rindern schnell Panik breitmachen, die nicht selten zum Tod führen kann.

Muss das sein?

Von den vielfältigen Gründen auf die Silvesterknallerei zu verzichten, haben wir Euch hier einige aufgelistet. Ob nun bei den Kosten, der Belastung für unsere Umwelt oder dem zugefügtem Leid für Tiere – Silvester hat eine konsequente Negativbilanz. Es gibt zahlreiche Gründe den Jahreswechsel zu feiern, aber keinen Lebewesen zu traumatisieren und die Umwelt zu verpesten.
Wir von Hearts & Liberation wünschen Euch ein gesundes neues Jahr und möchten euch auffordern, auf jegliche Form des Feuerwerks zu verzichten. Verbringt den Abend mit Freund*innen, der Familie und euren Tieren. Spendet das so gesparte Geld an Hilfsorganisationen oder macht den obdachlosen Menschen auf Eurem Heimweg eine kleine Freude.

[1]https://de.statista.com/…/umsatz-der-deutschen-pyrotechnis…/
[2]https://de.statista.com/…/bevoelkerung-deutschlands-nach-a…/
[3] https://de.statista.com/statistik/daten/studie/284913/umfrage/umsatz-der-deutschen-pyrotechnischen-industrie/
[4] https://www.bz-berlin.de/…/600-bsr-mitarbeiter-raeumten-ber…
[5] https://www.morgenpost.de/berlin/article104993701/Berliner-sollen-Silvestermuell-selbst-aufraeumen.html
[6] https://www.umweltbundesamt.de/themen/dicke-luft-jahreswechsel
[7] http://www.sueddeutsche.de/…/feinstaub-feinstaub-exzess-dur…

+++ Niemand wird vergessen +++Morgen findet in Gedenken an Silvio Meier, der vor 26 Jahren von Fachisten ermordet wurde,...
20/11/2018

+++ Niemand wird vergessen +++

Morgen findet in Gedenken an Silvio Meier, der vor 26 Jahren von Fachisten ermordet wurde, eine Mahnwache im U-Bahnhof Samariterstraße statt.

Auch wir sind dabei.

Erinnern heißt kämpfen - kein Fußbreit dem Faschismus.

20/10/2018

Hallo liebe Freund*innen,

der für heute geplante Vortrag „Tierliebe und Menschenhass“ mit Mira Landwehr muss leider abgesagt werden.

Mira ist leider krank und ihr, wie auch uns, tut es sehr leid deshalb den Vortrag, auf den sich so viele von euch gefreut haben, heute absagen zu müssen.

Da uns aber der Vortrag von Mira sehr wichtig ist, versuchen wir einen Ersatztermin zu finden.

Wir informieren euch zeitnah über den neuen Veranstaltungstermin und hoffen, dass ihr zahlreich erscheint.

Für heute bitten wir um euer Verständnis und wünschen Mira gute Besserung.

Adresse

Berlin

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