13/11/2025
Die beschlossenen Kürzungen in der Kinder- und Jugendarbeit in Treptow-Köpenick sind fatal und sie sind nicht zufällig.
Sie sind Ausdruck der mangelnden Wertschätzung von Sorgearbeit, jener Arbeit, die nicht viel Profit abwirft, aber das Leben erhält. Diese Arbeit wird immer noch maßgeblich von Frauen übernommen, schlecht bezahlt oder wie jetzt: weg gekürzt. Viele Projekte sind jetzt schon unterfinanziert und nur durch viele Stunden unbezahltes Ehrenamt umsetzbar.
Kürzungen in der Daseinsvorsorge treffen Sorgeleistende, Kinder, Jugendliche und Familien, die darauf angewiesen sind, am härtesten. Volle Solidarität mit den Jugendlichen, die für den Erhalt der Orte kämpfen, an denen sie im Zentrum stehen ✊🏻✊🏽✊🏿
Ebenso mit all jenen Fachkräften und Familien, die künftig mit noch weniger Zeit und Ressourcen auffangen müssen, was anderswo wegfällt. Wie die Jugendlichen und Kolleg*innen gestern gesagt haben: 2% sind unter diesen Bedingungen tödlich, Kürzungen unmöglich! ❌
Bei Sorge ins ParkCenter organisieren wir uns dafür, dass aus dem ParkCenter am Treptower Park ein Ort für diese Arbeit wird. Wir sind gegen den Einzug von Investoren und den Neubau von Büroflächen, die kein Mensch braucht. Was es braucht, sind Orte und Strukturen für gute Sorgearbeit, für die, die sind leisten und die, die sie brauchen. Deswegen fordern wir den Einzug von Jugendarbeit, Familienarbeit, Pflege und vielem mehr in einem selbstverwalteten, gemeinwohlorientierten Sorgezentrum!
Ein Ort deines Vertrauens ist von Kürzungen betroffen, sogar von Schließung bedroht? Wütend, traurig, erschöpft? Wir laden alle herzlich ein ins Kümmer-Kaffee! Lasst uns gemeinsam schauen, wie wir uns gegenseitig im Kiez unterstützen und gemeinsam für gerechtere Sorgearbeit kämpfen können.
🗓️ Jeden Donnerstag 16-18 Uhr
📍 Moosdorfstraße 7-9