Frauen in die Aufsichtsräte - FidAR e.V.

Frauen in die Aufsichtsräte - FidAR e.V. Die Initiative für mehr Frauen in die Aufsichtsräte

FidAR wurde Ende 2006 von Frauen in Führungspositionen aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik mit dem Ziel gegründet, den Frauenanteil in den deutschen Aufsichtsräten signifikant und nachhaltig zu erhöhen. FidAR hat inzwischen fast 600 Mitglieder – Männer und Frauen – die wichtige Positionen in Wirtschaft, Wissenschaft und öffentlichem Leben einnehmen. FidAR fordert Maßnahmen, um den Frauenante

il in den Aufsichtsräten deutscher Kapitalgesellschaften deutlich zu steigern und den Frauenanteil im Top-Management zu erhöhen. FidAR Ziele & Maßnahmen: www.fidar.de/ueber-fidar/ziele-und-massnahmen.html

Impressum unter www.fidar.de/kontakt-anfrage/impressum.html

15/08/2026

Was wird die Welt als Nächstes verändern? Neue Technologien? FidAR-Präsidentin Prof. Dr. Anja Seng setzt eher auf die Menschen.

Was sie auf die Frage von Christian Bredlow im Podcast Innoflash antwortet, sehen Sie im Video. 👇

Die komplette Folge können Sie auf YouTube sehen und überall dort hören, wo es Podcasts gibt. Oder direkt hier:

🎙️ https://www.digitalmindset.de/2026/innoflash-113-anja-seng

Und was glauben Sie: Was wird die Welt als Nächstes verändern?

Unser Women-in-Board-Index hat es gerade wieder gezeigt: 81 Prozent der Vorstände in Deutschland sind Männer. Bemerkensw...
13/08/2026

Unser Women-in-Board-Index hat es gerade wieder gezeigt: 81 Prozent der Vorstände in Deutschland sind Männer. Bemerkenswert, dass sie es trotz Frauenförderung an die Spitze geschafft haben!

Aber auch ohne Ironie: Es ist schon erstaunlich, wie schnell eine privilegierte Gruppe von Benachteiligung spricht, sobald sie ihre Privilegien in Gefahr sieht – jedem demokratischen Verständnis von Chancengleichheit und Geschlechtergleichstellung zum Trotz.

Seit 20 Jahren setzt sich FidAR nun für die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern ein. Der Vorwurf, dass wir mit unseren Forderungen nach gleichberechtigter Teilhabe Männer benachteiligen würden, begleitet uns seitdem. Hier spricht meist die Angst des mittelmäßigen Mannes davor, von einer besser qualifizierten Frau ersetzt zu werden.

Der Vorwurf ist in den vergangenen Jahren etwas leiser geworden. Doch solange wir über diese Torte der Wahrheit – wenn auch schmerzhaft – lachen müssen, schwebt der Vorwurf weiter in der Luft. Es zeigt: Wir sind noch nicht am Ziel.

Danke an Katja Berlin und Yes Publishing, dass FidAR in diesem Jahr monatlich eine Torte der Wahrheit präsentieren darf, die uns zeigt, warum es FidAR (leider) immer noch braucht.

Die Rolle des Aufsichtsrats hat sich geändert. Damit Aufsichtsrät:innen künftig diese neue Rolle ausfüllen können, müsse...
12/08/2026

Die Rolle des Aufsichtsrats hat sich geändert. Damit Aufsichtsrät:innen künftig diese neue Rolle ausfüllen können, müssen sie zwei wesentliche Anforderungen erfüllen.

Multiaufsichtsrätin Isabel Hartung hat im Rahmen eines Webinars für FidAR-Mitglieder berichtet, wie sich aktuell die Aufgaben von Aufsichtsräten ändern, und dabei ihre Erfahrungen aus Mandaten in Familienunternehmen, Private Equitys und Multinationals geteilt.

Die Rolle von Aufsichtsräten hat sich auf zwei Ebenen erweitert:

🕛 Zeithorizont: Aufsichtsräte müssen stärker VOR-Denken, nicht mehr nur NACH-Prüfen. Sie müssen Vorstand und Geschäftsführung frühzeitig beraten und unterstützen, auch im Einzelaustausch.

📚 Breite der Kompetenz: Aufsichtsräte benötigen nicht nur Einzelwissen, zum Beispiel zu KI, Cybersicherheit, Datenschutz oder Regulierung, sondern auch immer mehr Netzwerkkompetenz. Denn Netzwerke ermöglichen schnellen Zugang zu Expertisen, die man selbst nicht hat, und erlaubt Best-Practice-Austausch mit anderen Branchen und Unternehmen.

Damit Aufsichtsrätinnen und Aufsichtsräte diese Rolle in Zukunft gut ausüben können, braucht es laut Isabel Hartung zwei Fähigkeiten:

💬 Mut, um Themen zu hinterfragen, um offenzulegen, wenn man sich mit einem Thema nicht auskennt und um externe Expertise einzuholen

🤝 Vertrauen, um der Geschäftsführung Sparringspartnerin oder Sparringspartner auf Augenhöhe zu sein, deren Impulse angehört werden

Wenn Sie in Zukunft keine Webinare mit Insights zu aktuellen Trends der Aufsichtsratsarbeit, guter Governance oder Führungsarbeit verpassen wollen, abonnieren Sie unseren Newsletter: https://www.fidar.de/presse-aktuelles/fidar-newsletter.html

Als FidAR-Mitglied erhalten Sie übrigens auch Zugang zu exklusiven Veranstaltungen – zu fachlichen Themen und zum Netzwerken in Ihrer Region.

Die Gläserne Decke in die Aufsichtsräte haben Frauen größtenteils durchbrochen. Doch dort stoßen sie an die nächste Barr...
11/08/2026

Die Gläserne Decke in die Aufsichtsräte haben Frauen größtenteils durchbrochen. Doch dort stoßen sie an die nächste Barriere: Sie gelangen seltener als Männer in die wichtigen Ausschüsse des Gremiums.

Die Ausschüsse bereiten die Entscheidungen des Aufsichtsrats vor. Hier werden die Weichen gestellt, hier wird Einfluss genommen. Umso wichtiger ist es, dass Frauen in Ausschüssen der Kontrollgremien genauso vertreten sind.

🟢 Die gute Nachricht:

Frauen erhalten mehr Zugang zum Inner Circle der Aufsichtsräte und damit mehr Einfluss. Das zeigt der aktuelle Women-on-Board-Index von FidAR. Während der Frauenanteil in den Aufsichtsräten insgesamt bei 37,0 Prozent stagniert, steigt er – zumindest leicht – in den Ausschüssen der Gremien. Und dort, wo der meiste Aufholbedarf besteht – im Präsidial- und Nominierungsausschuss – ist der Zuwachs sogar am deutlichsten.

🔴 Die schlechte Nachricht:

Frauen sind in den wichtigen Ausschüssen des Aufsichtsrats nach wie vor deutlich unterrepräsentiert. Der Frauenanteil in den Ausschüssen liegt weit unter dem Frauenanteil in den Aufsichtsräten insgesamt. Bis zur Parität in den Ausschüssen ist es noch ein weiter Weg: In den Präsidialausschüssen muss der Frauenanteil dazu beispielsweise fast verdoppelt werden.

Um echte gleichberechtigte Teilhabe zu erreichen, ist es also nicht damit getan, Frauen in den Aufsichtsrat zu berufen. Sie sollten direkt in relevanten Ausschüssen mitwirken, um genauso Einfluss auf die Entscheidungen des Gremiums zu haben wie Männer.

Mit dem Women-on-Board-Index untersucht FidAR seit 2011 jährlich den Status quo der gleichberechtigten Teilhabe in Aufsichtsräten und Vorständen der 183 im DAX, MDAX und SDAX sowie der im Regulierten Markt notierten, paritätisch mitbestimmten Unternehmen.

Alle Ergebnisse und die Studie zum Download gibt es unter www.wob-index.de.

Der WoB-Index wird gefördert vom Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend.

Am 20. September wählt Berlin ein neues Abgeordnetenhaus. Die Wahlprogramme reichen von konkreten Maßnahmen für Gleichst...
10/08/2026

Am 20. September wählt Berlin ein neues Abgeordnetenhaus. Die Wahlprogramme reichen von konkreten Maßnahmen für Gleichstellung über allgemeine Bekenntnisse bis hin zu Ablehnung.

Ausführliche Positionen zur gleichberechtigten Teilhabe vertreten Bündnis 90/Die Grünen, Die Linke und die SPD:

🔴 Die SPD will Frauen in Führungspositionen fördern und politische Funktionen sowie Positionen in landeseigenen Unternehmen paritätisch besetzen. Sie setzt auf Gender Mainstreaming, insbesondere bei Investitionen, und fordert ein Berliner Paritätsgesetz sowie eine paritätische Wahlrechtsreform auf Bundesebene.

🟢 Bündnis 90/Die Grünen wollen strukturelle Gleichstellung mit einer ressortübergreifenden Gleichstellungsstrategie fördern. In landeseigenen Unternehmen soll der Frauenanteil in Führungspositionen 50 Prozent erreichen, ebenso in Hochschulen, Kultur und Justiz, u.a. durch Zielvereinbarungen, transparente Auswahlverfahren, Quoten und paritätische Vorschlagslisten. Auch sie fordern ein Paritätsgesetz.

🔴 Für Die Linke muss Geschlechtergerechtigkeit überall stattfinden. Sie setzt auf feministische Politik, um Strukturen aufzubrechen, die gleiche Teilhabe verhindern. Sie will Frauen den Zugang und Aufstieg in männerdominierten Branchen erleichtern und so Chancengleichheit herstellen, u.a. durch verbindliche Gleichstellungsziele und entsprechende öffentliche Förderung.

Weniger ausführlich positionieren sich FDP und CDU zur Gleichstellung, ganz zu schweigen vom BSW:

⚫️ Die CDU erwähnt die Gleichberechtigung von Frau und Mann mehrfach als Grundwert des Lebens in Deutschland. Darüber hinaus macht sie keine Angaben zur gleichberechtigten Teilhabe oder zu Frauen in Führungspositionen.

🟡 Die FDP fordert passende Rahmenbedingungen für alle Menschen unabhängig vom Geschlecht, um das eigene Potenzial zu entfalten. Dafür will sie u.a. tradierte Rollenbilder aufbrechen. Vom öffentlichen Dienst erwartet sie, Gleichberechtigung zu ermöglichen, insbesondere in Führungspositionen.

🟠 Das BSW lehnt eine Pflicht zur Gendersprache ab und macht darüber hinaus keine Angaben zu gleichberechtigter Teilhabe.

Eine ablehnende Haltung zu gleichstellungspolitischen Instrumenten vertritt die AfD:

🔵 Die AfD fordert „Gleichberechtigung statt Gleichstellung“ und „echte Chancengleichheit statt erzwungener Ergebnisgleichheit“. Sie lehnt Gleichstellungsbeauftragte, „leistungsfeindliche und diskriminierende Quoten“ sowie eine Verpflichtung zu paritätischen Wahllisten ab.

Eine ausführliche Übersicht der Parteipositionen zu gleichberechtigter Teilhabe, Frauen in Führungspositionen, Parität in Parlamenten, Equal Pay und Gründerinnen finden Sie in unserer Synopse der Wahlprogramme.

➡️https://www.fidar.de/webmedia/user_upload/2026_Wahlsynopse_Berlin.pdf

Damit Sie eine gute Wahl treffen – auch für die Gleichstellung. Denn Gleichstellung ist wählbar! 🗳️

Wie gelingt Karriere, ohne sich selbst zu verbiegen? Damit beschäftigt sich FidAR-Vizepräsidentin Silke Robeller in ihre...
08/08/2026

Wie gelingt Karriere, ohne sich selbst zu verbiegen? Damit beschäftigt sich FidAR-Vizepräsidentin Silke Robeller in ihrer Sommerlektüre – und empfiehlt zwei Bücher über Haltung und Authentizität.

📚 „Anstand statt Ellbogen“ von Birte Steinkamp und Clemens Graf von Hoyos plädiert für einen guten und bewussten Umgang mit anderen Menschen, basierend auf dem eigenen Wertesystem. Es zeigt, wie man sich treu bleibt und sich gleichzeitig auf andere einstellt – für eine Balance zwischen Konvention und Selbstverwirklichung.

📚 „Hochbegabte Frauen in Führungspositionen“ von Tamara Lorenz beleuchtet, wie hochbegabte Frauen ihre Stärken gezielt als Führungsressource einsetzen können, ohne sich zu verstellen. Das Buch bietet praktische Impulse, um die eigene Karriere erfolgreich zu gestalten und als Führungskraft klar und authentisch zu sein.

Für Silke Robeller eint beide Bücher eine zentrale Botschaft:

„Führung definiert sich nicht über Machtspiele, sondern über Haltung, Integrität und Wirkung. Ich entscheide mich bewusst gegen toxische Muster, denn nachhaltige Führung entsteht aus Werten.“

Beide Bücher zeigen auf unterschiedliche Weise, wie Frauen (und Männer) erfolgreich sein können, indem sie ihre eigenen Stärken bewusst einsetzen – statt jemand anderes werden zu wollen.

Welche Bücher begleiten Sie durch den Sommer?

Die Anforderungen an Aufsichtsräte wachsen. Zwischen Regulierung, neuen Technologien und geopolitischen Risiken werden W...
07/08/2026

Die Anforderungen an Aufsichtsräte wachsen. Zwischen Regulierung, neuen Technologien und geopolitischen Risiken werden Weiterbildung und Austausch mit anderen Governance-Expert:innen immer wichtiger.

Wie können Aufsichtsräte und Vorstände ihre Organisationen resilient aufstellen und Wachstumsziele auch unter schwierigen Bedingungen erreichen? Welche regulatorischen und technologischen Entwicklungen gilt es im Blick zu behalten? Und welche Rolle spielen Aufsichtsratsbesetzungen und Nachfolgeplanung für gute Corporate Governance?

Antworten auf diese Fragen gibt die Konferenz „Fokus Aufsichtsrat“ der Frankfurt School of Finance & Management am 11. November.

Die hochkarätig besetzte Konferenz bringt Vertreterinnen und Vertreter aus Aufsichtsräten, Leitungsgremien und Beiräten zum branchenübergreifenden Austausch zusammen. Diskutiert werden aktuelle Entwicklungen und Erfahrungen aus der Unternehmenspraxis.

Weitere Informationen zur Konferenz finden Sie hier:
➡️ www.fsforum.de/far

Als FidAR-Mitglied erhalten Sie im Rahmen unserer Kooperation mit der Frankfurt School 50 Prozent Rabatt auf den Ticketpreis. Bei Interesse genügt eine kurze Nachricht an unsere Geschäftsstelle.

Drei Frauen verstärken die Aufsichtsräte der größten börsennotierten Unternehmen in Deutschland: Sabine Barthauer, Dr. P...
06/08/2026

Drei Frauen verstärken die Aufsichtsräte der größten börsennotierten Unternehmen in Deutschland: Sabine Barthauer, Dr. Petra Pani und Juliane Wagner. Wir gratulieren herzlich!

Die Hauptversammlungssaison und damit die Zeit der vielen Personalwechsel in den Aufsichtsräten ist vorerst vorbei. Dennoch gibt es personelle Änderungen in einigen Gremien, nicht nur auf Anteilseignerseite:

Juliane Wagner zieht als Arbeitnehmervertreterin in den Aufsichtsrat der Knaus Tabbert AG. Damit steigt der Frauenanteil im Gremium auf 42 Prozent. Zuletzt lag das Unternehmen auf Rang 90 im Women-on-Board-Index I, dem Ranking nach dem Frauenanteil im Aufsichtsrat. Knaus Tabbert kann nun in die Top 50 aufsteigen.

Die Südzucker AG hat mit Sabine Barthauer und Dr. Petra Pani zwei neue Aufsichtsrätinnen auf Anteilseignerseite. Der Frauenanteil im Aufsichtsrat bleibt unverändert bei 35 Prozent. Das bedeutet Platz 92 im aktuellen WoB-Index I.

Insgesamt ist der Trend in Deutschland beunruhigend: Der durchschnittliche Frauenanteil in den Aufsichtsräten der 183 größten börsennotierten Unternehmen stagniert bereits das zweite Jahr in Folge. Er liegt aktuell bei 37 Prozent. Zu diesem Ergebnis kommt unser Women-on-Board-Index, mit dem wir jedes Jahr den Status quo der gleichberechtigten Teilhabe an Führungspositionen untersuchen.

Umso wichtiger ist jede einzelne Frau, die Aufsichtsrätin wird. Wir wünschen allen Frauen viel Erfolg in ihren neuen Positionen und setzen darauf, dass sie ihre Gestaltungsmacht nutzen und die gleichberechtigte Teilhabe in ihren Unternehmen fördern und festigen und damit Stagnation und Backlash entschieden entgegentreten.

342 Sparkassen, 833 Vorstandsmitglieder – und darunter gerade einmal 87 Frauen.Das Problem mangelnder Teilhabe von Fraue...
05/08/2026

342 Sparkassen, 833 Vorstandsmitglieder – und darunter gerade einmal 87 Frauen.

Das Problem mangelnder Teilhabe von Frauen an Führungspositionen von Sparkassen sitzt tief. Denn so schlecht diese Zahlen sind – sie sind eine gute Nachricht. Denn Ende Juni hat der Frauenanteil in Sparkassenvorständen erstmals die 10-Prozent-Marke überschritten auf 10,4 Prozent. Das ist ein Plus von 1,9 Prozentpunkten gegenüber dem Vorjahr.

Bei den Vorstandsvorsitzen sieht es noch schlimmer aus: Von den 87 Vorständinnen führen 18 den Vorsitz des Gremiums. Das entspricht 2,2 Prozent Frauen an der Spitze der Sparkassenvorstände. Dieser Anteil ist noch deutlich geringer als in den DAX-Konzernen.

Der Deutsche Sparkassen- und Giroverband (DSGV) hatte die 10-Prozent-Marke für 2027 angepeilt und nun ein Jahr früher erreicht. Das zeigt, dass Zielgrößen wirken.

Bis 2035 sollen es 30 Prozent Frauen auf der obersten Managementebene sein. Beim aktuellen Tempo fällt diese Marke allerdings erst 2037, rechnet das Beratungsunternehmen Barkow Consulting vor. Und Ende Juli ist der Frauenanteil auch schon wieder gesunken, weil zwei Frauen die Vorstände verlassen haben.

Sparkassen sind Anstalten des öffentlichen Rechts. Hier hat die Politik ungleich mehr Steuerungsmöglichkeiten als in der Privatwirtschaft. Doch sie nutzt sie nicht. Und die Sparkassen selbst machen gleichberechtigte Teilhabe noch immer nicht zur Führungsaufgabe: Es gibt kaum klare Gleichstellungsstrategien, geschlechtsneutrale Recruiting-Kriterien, flexible Arbeitszeitmodelle oder eine Kultur, die Teilhabe als Qualitätsmerkmal versteht.

Das Potenzial liegt offen: 63 Prozent der Sparkassen-Belegschaft sind Frauen. Wer bei diesem Ausgangswert einen Vorstand mit gerade einmal 10 Prozent Frauen produziert, hat kein Nachwuchs-, sondern ein Governance-Problem!

Mecklenburg-Vorpommern wählt im September einen neuen Landtag. Erschreckend wenige Parteien sprechen in ihren Wahlprogra...
04/08/2026

Mecklenburg-Vorpommern wählt im September einen neuen Landtag. Erschreckend wenige Parteien sprechen in ihren Wahlprogrammen detailliert über Frauen- oder Gleichstellungspolitik.

Ausführliche Pläne beschreiben die Parteien der aktuellen Regierungskoalition, SPD und Die Linke, sowie Bündnis 90/Die Grünen:

🔴 Die SPD will sich weiterhin mit aller politischer Kraft gegen die strukturelle Benachteiligung von Frauen stemmen, die Errungenschaften der Gleichberechtigung verteidigen und die Gleichstellung weiter konsequent vorantreiben, u.a. mit geschlechtergerechten Strukturen und Maßnahmen zur Erhöhung des Frauenanteils in Führungspositionen der Landesverwaltung. Zu Parität in Parlamenten macht die SPD auf Landesebene keine Angaben.

🔴 Die Linke versteht Gleichstellung ausdrücklich als Demokratiepolitik und will die bereits geschaffenen Grundlagen weiterentwickeln und umsetzen, z.B. die Gleichstellungsbeauftragten von Land und Kommunen stärken. Die Partei will Frauen in Führungspositionen gezielt fördern, z.B. durch transparente Auswahlprogramme, Mentoring und moderne Führungsmodelle. Zudem strebt sie eine Paritätsregelung für Kommunalwahlen an.

🟢 Bündnis 90/Die Grünen wollen eine umfassende, ressortübergreifende Gleichstellungsstrategie erarbeiten und umsetzen. Sie setzen sich für Parität in öffentlichen Unternehmen ein und fordern geschlechterparitätische Wahllisten bei Kommunal- und Landtagswahlen.

FDP und BSW äußern sich nur am Rande zur Gleichstellung:

🟡 Die FDP will jedem Menschen eine gleichberechtigte Teilhabe gewährleisten, trifft aber keine Aussagen zu konkreten Maßnahmen.

🟣 Das BSW möchte Teilhabe für alle Menschen ermöglichen. Es verbindet die Gleichstellung der Geschlechter vor allem mit fairen Arbeitsbedingungen und fordert u.a. transparente Bezahlung und Aufstiegsmöglichkeiten für Frauen.

Die Wahlprogramme von AfD und CDU enthalten gar keine Aussagen zur gleichberechtigten Teilhabe von Frauen an Entscheidungspositionen.

Die ausführliche Synopse der Programme mit den Positionen der Parteien zu Gleichstellung, Frauen in Führungspositionen, Parität in Parlamenten, Equal Pay und Gender Budgeting gibt es auf unserer Website zum Download. Damit Sie eine gute Wahl treffen können. Auch für die Gleichstellung.
➡️https://www.fidar.de/webmedia/user_upload/2026_Wahlsynopse_MV.pdf

Adresse

Kurfürstendamm 61
Berlin
10707

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