15/08/2026
Ein aktuell in den sozialen Medien verbreitetes Video zeigt einen schweren Brandzwischenfall während einer Live-Performance. Es macht deutlich, warum Gefährdungsbeurteilungen im Stunt-, Film-, Theater-, SFX- und Showbereich niemals als lästige Bürokratie betrachtet werden dürfen.
Eine Gefährdungsbeurteilung schafft die Grundlage dafür, mögliche Gefahren systematisch zu erkennen, Risiken realistisch zu bewerten und daraus konkrete Schutzmaßnahmen abzuleiten.
Bei Performances mit offenem Feuer müssen unter anderem Windverhältnisse und mögliche Veränderungen, Sicherheitsabstände, die verwendeten Kostüme und ihr Brandverhalten, Flucht- und Rettungswege sowie geeignete und unmittelbar verfügbare Löschmittel berücksichtigt werden.
Ebenso entscheidend sind klar definierte Verantwortlichkeiten und Abbruchkriterien:
Wer überwacht die Bedingungen? Wer ist befugt, die Aktion abzubrechen? Wann muss abgebrochen werden? Wer greift im Notfall ein – und mit welcher Ausrüstung?
Eine Gefährdungsbeurteilung ist kein Dokument, das einmal erstellt und anschließend abgelegt wird. Verändern sich die Bedingungen, müssen auch die Bewertung und die daraus abgeleiteten Maßnahmen überprüft und angepasst werden.
Professionelle Stunt- und Performancearbeit bedeutet nicht, dass keine Risiken existieren.
Sie bedeutet, Risiken frühzeitig zu erkennen, realistisch zu bewerten und so weit wie möglich zu beherrschen.
Der betroffenen Performerin wünschen wir eine schnelle und vollständige Genesung.
🎬 STUNT | 🎥 FILM | 🎭 THEATER | 🔥 SFX | 🎪 SHOW
Safety is part of the performance.
Das Video, auf das wir uns beziehen, wurde über Ámbito Plus geteilt:
https://www.instagram.com/reel/Db4ciFwCck_/?igsh=aTIwM3BrOHR3Mngw