16/10/2026
Der Welternährungstag findet seit 1979 jedes Jahr in verschiedenen Ländern statt. Neben Kongressen zu Welthunger und Ernährungssicherung nutzen Nichtregierungsorganisationen den Tag, um auf das weltweite Hungerproblem aufmerksam zu machen.
Die Zahlen zum Hunger sind bedrückend. Nach dem UN-Bericht zu Ernährungssicherheit hatten 2023 weltweit 733 Millionen Menschen nicht genug zu essen. Das betraf einen von elf Menschen weltweit und einen von fünf allein in Afrika. Und es geht noch weiter. Laut dem Bericht haben Milliarden Menschen keinen Zugang zu angemessener Nahrung. Weltweit waren im Jahr 2023 rund 2,33 Milliarden Menschen von moderater oder schwerer Ernährungsunsicherheit betroffen. Mehr als 864 Millionen dieser Menschen waren von schwerer Ernährungsunsicherheit betroffen. Dies bedeutet, dass sie zeitweise einen ganzen Tag oder länger ohne Nahrung auskommen mussten. Die Zahl ist seit 2020 hoch geblieben. Während sich in Lateinamerika eine Verbesserung abzeichnet, bestehen besonders in Afrika weiterhin große Herausforderungen. Dort sind 58 Prozent der Bevölkerung von moderater oder schwerer Ernährungsunsicherheit betroffen.
Kaum zu glauben, dass es auch diese Zahlen gibt: Rund 931 Millionen Tonnen Lebensmittel wurden 2019 weltweit von Handel, Gastronomie und Verbrauchern weggeworfen. 61 % stammten aus den privaten Haushalten, 26 % aus der Gastronomie und 13 % aus dem Einzelhandel. Rund ein Drittel aller Lebensmittel weltweit landen im Müll. Hier läge doch eine Handlungsoption für uns im Globalen Norden: sorgsamer mit diesen Ressourcen umzugehen rettet kein afrikanisches Kind vor dem Hunger, wäre aber respektvoll gegenüber den Menschen, die mit ihrer Arbeit für unsere Ernährung sorgen und gegenüber den Tieren, deren Leben wir einschränken oder beenden.
Quellen: https://www.destatis.de/DE/Themen/Laender-Regionen/Internationales/Thema/landwirtschaft-fischerei/Foodwaste.html
https://www.unicef.de/informieren/aktuelles/presse/-/jeder-elfte-mensch-von-hunger-betroffen