Friedensglockengesellschaft Berlin e.V.

Friedensglockengesellschaft Berlin e.V. Wir sind ein gemeinnütziger, eingetragener friedenspolitischer Verein mit Sitz in Berlin.

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19/06/2026

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19/06/2026

Pressemitteilung
Ausstellung jüdischer Künstlerin nach Antisemitismusvorwürfen und staatlichem Druck zensiert; Einladung zur Finnisage als Vernissage
Vier Tage vor der Eröffnung der Einzelausstellung „YALLAH BYE: Liad Hussein Kantorowicz, Berlin 2010–2026“, deren Eröffnung für kommenden Sonntag, den 21. Juni, im Ausstellungsraum PINK:LIFE in Berlin geplant war, wurde diese abgesagt, nachdem der Berliner Kultursenat damit gedroht haben soll, die Ausstellung zu schließen oder andernfalls erhaltene Fördermittel des Veranstalters zurückzufordern. Die jüdische Künstlerin Kantorowicz soll als antisemitisch bezeichnet worden sein, der Galerie soll vorgeworfen worden sein, mit der geplanten Ausstellung antisemitische Propaganda zu verbreiten. Eine „Finisage als Vernissage“ wird nun an diesem Sonntag, dem 21. Juni, von 15:00 bis 22:30 Uhr am Flutgraben stattfinden. Die Künstlerin ruft die Öffentlichkeit dazu auf, diese Finissage als Akt des Widerstands gegen Zensur und politische Verfolgung zu unterstützen.
Laut einem Telefongespräch zwischen PINK.LIFE and Kantorowicz am Mittwoch, dem 19. Juni, wurde PINK.LIFE telefonisch mehrfach gefordert, die Ausstellung *YALLAH BYE* abzusagen – von Vertreter*innen der Senatsverwaltung für Kultur und Gesellschaftlichen Zusammenhalt, dem Bezirk Pankow sowie Lichtenberg. Dem soll eine Kampagne vorausgegangen sein, an der politische Berufen aus Berlin beteiligt waren.
Die zensierte Ausstellung ist eine Retrospektive der Arbeiten aus Kantorowicz’s Zeit in Berlin –2010 bis 2026 – und befasst sich mit dem Verlust von Berlins Status als „place to be“ in der Ära 2010er Jahren. Die Ausstellung hinterfragt den Zusammenhang zwischen den materiellen Bedingungen Berlins, die es seiner einzigartigen Off-Szene zunächst ermöglichten, zu weltweitem Ruhm zu gelangen, und die – mit ihrer Transformation – das Schwinden der Künstler*innenklasse zur Folge haben. Die Zunahme politischer Repression und Zensur zählt zu diesen sich massiv verschlechternden Bedingungen. Seit ihrer Ankunft in Berlin im Jahr 2010 war Kantorowicz von Repression betroffen, da ihre Kunst fest in einer antizionistischen und palästinasolidarischen politischen Haltung und Tradition verankert ist.
In dem Versuch, sich gegen den aktuellen Akt politischer Repression und Mundtotmachung zu wehren, wird „Am Flutgraben“ eine alternative Veranstaltung zur abgesagten Eröffnung ausrichten. „YALLAH BYE. Liad Hussein Kantorowicz: Berlin 2010–2026“ wird die Form einer Finissage annehmen – denn weder der Berliner Kultursenat noch Berlin noch Deutschland sollen Kantorowicz’s Ausstellung schließen, so die Künstlerin – sie werde die Einzige sein, die ihre eigene Ausstellung beendet. Die Veranstaltung wird Teile der Ausstellung zeigen und ihrem ursprünglich geplanten Format folgen, mit Performances zu jeder vollen Stunde.
Für Presseanfragen steht die Künstlerin zur Verfügung unter [email protected] 017658363995
„YALLAH BYE. Liad Hussein Kantorowicz: Berlin 2010–2026“
Am Flutgraben 3 · 12435 Berlin
15:00 bis 22:30 Uhr

https://www.nachdenkseiten.de/?p=152384
17/06/2026

https://www.nachdenkseiten.de/?p=152384

Zum 85. Jahrestag des deutschen Überfalls auf die Sowjetunion: Während deutsche Generäle mit Angriffen auf Russland drohen und die Bundeswehr zur größten Armee Europas aufgerüstet wird, gemahnt der 85. Jahrestag des Überfalls auf die Sowjetunion an die gefährlichen historischen Kontinuitäte...

Berlin, 14. Juni 2026Pressemitteilung des Netzwerk Cuba-Informationsbüro e.V.Beeindruckende vielfältige Mammutlesung für...
16/06/2026

Berlin, 14. Juni 2026
Pressemitteilung des Netzwerk Cuba-Informationsbüro e.V.
Beeindruckende vielfältige Mammutlesung für Kuba gegen US-Terror
Mit einem Lesemarathon protestierten am letzten Samstag auf Initiative der FBK-Freundschaftsgesellschaft Berlin-Kuba 65 Persönlichkeiten vor dem Haupteingang der US-Botschaft in Berlin gegen die seit 1961 andauernde Blockadepolitik der USA gegen Kuba. Unter den Mitwirkenden waren Künstler, Schriftsteller, Mitglieder von Solidaritätsgruppen, Wissenschaftler, Juristen, Politiker, Gewerkschafter, Kubareisende und Kubaner. Prominente wie Gabriele Krone-Schmalz, Arnulf Rating und Martin Sonneborn, die aus zeitlichen Gründen nicht teilnehmen konnten, schickten solidarische Grüße und wünschten der Veranstaltung viel Erfolg.
In vielen Beiträgen wurden die fast jährlich gesteigerten Repressionen USA gegen das friedfertige Nachbarland benannt und verurteilt. Es wurden führende US-Politiker zitiert, die die Zerstörung des sozialistischen Gesellschaftssystem herbeireden, die Attentatsversuche gegen Fidel Castro und Che Guevara erwähnt, die Subversionsversuche des CIA sowie die Militärinvasion in der Schweinebucht 1961 beschrieben. Fidel Castro wurde ebenso zitiert wie Che Guevara, Eduadro Galeano und andere Zeitzeugen wurden in Erinnerung gebracht.
In mehreren Reden kamen auch die Verbrechen vor allem der zweiten Trump-Regierung zu Wort, die sämtliche Treibstofflieferungen an Kuba sowie Waren- und Geldtranfer mit Kuba verbietet und Länder, die sich dieser Politik nicht unterwerfen wollen, mit Erpressung und Strafen bedroht. So soll Kubas Revolution endgültig erdrosselt werden.
Auch sehr persönliche Berichte über die schrecklichen Folgen dieses Wirtschaftskrieges der USA für die Familien, die Ärzte, für alle Bürgerinnen und Bürger in Kuba ebenso wie Schilderungen über Begegnungen mit kubanischen Menschen berührten die zeitweise fast einhundert Teilnehmenden sehr. Texte, Gedichte und Musik aus Kuba und für Kuba, brachten spürbar zum Ausdruck, welche hochentwickelte Zivilisation und humane Gesellschaft in dem karibischen Inselstaat entwickelt wurde, die nun durch das barbarische und gewalttätige Trump-Regime zerstört werden soll.
Vier junge Aktivistinnen einer italienischen Solidaritätsorganisation, die zur Zeit mit einem Kleinbus durch europäische Großstädte touren, und mit dem Motto „Europa wach auf: Lass Kuba atmen“ die Dringlichkeit betonen, Kuba vor der US-Barbarei zu schützen, erfreuten die Anwesenden mit ihrem Besuch und warben dafür, sich stark zu machen gegen die menschenverachtenden Maßnahmen der US-Administration.
Die Organisatorin dieses außergewöhnlichen Lesemarathons und langjährige Vorsitzende der FBK, Jutta Kausch, leitete durch die fast sieben Stunden dauernde Veranstaltung. Sie wünschte sich, dass der Protest gegen die US-Blockadepolitik künftig noch stärker werde, und dass die Bundesregierung und EU die maßlosen Regelverletzungen durch die Trump-Regierung deutlich verurteilen, und nicht nur das, sondern dagegen politisch, juristisch und praktisch vorgehen. Kausch fasste zusammen: „In diesem Jahr, in dem die USA die UN-Charta endgültig ad acta gelegt haben und sich an gar keine internationalen Gesetze und Standards mehr halten, ist es wichtiger denn je, seine Stimme zu erheben.“

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