Mahnwachen gegen Antisemitismus

Mahnwachen gegen Antisemitismus Solidarität mit allen jüdischen Bürgerinnen und Bürgern - für die Vielfalt jüdischen Lebens.

Nach dem erneuten islamistischen Terroranschlag auf den Berliner .berlin.pride darf die Debatte nicht bei den Tätern end...
29/07/2026

Nach dem erneuten islamistischen Terroranschlag auf den Berliner .berlin.pride darf die Debatte nicht bei den Tätern enden. Als Lehre aus dem -Komplex, muss unsere gesellschaftliche Verantwortung ins Zentrum rücken.

Deshalb fordern wir als pluralistische und parteiunabhängige Initiative von freiwillig Engagierten, einen im Abgeordnetenhaus von Berlin zur Aufklärung, unter welchen politischen, gesellschaftlichen Bedingungen islamistische und antisemitische Narrative öffentliche Verbreitung finden konnten.

Islamistischer Terror entsteht nicht im luftleeren Raum.

Die von uns ausgewerteten Berichte vom , .berlin , dem /BMI sowie Unterlagen des Berliner Senats (u.a. zum Thema Antisemitismusprävention in der Jugendarbeit) zeigen, dass israelbezogener Antisemitismus seit dem 7. Oktober ein zentrales Erscheinungsbild des Antisemitismus in Berlin ist und antisemitische sowie terrorverherrlichende Narrative insbesondere auf Demonstrationen öffentliche Resonanz finden.

Sie werfen zugleich Fragen nach dem politischen und gesellschaftlichen Umgang mit diesen Entwicklungen auf.

Wer islamistischen Terror wirksam bekämpfen will, muss nicht nur die Täter strafrechtlich verfolgen, sondern auch die gesellschaftlichen Bedingungen untersuchen, unter denen islamistische Ideologien Verbreitung gewinnen konnten und gesellschaftlich normalisert werden.

Deshalb fordern wir einen parlamentarischen Untersuchungsausschuss.

Er soll aufklären:
• welche Rolle Antisemitismus als ideologischer Kern islamistischer Ideologien spielt,
• wie islamistische Narrative gesellschaftliche Resonanz gewinnen konnten,
• und welchen Beitrag politische Akteure sowie die Jugend- und Sozialarbeit im Umgang mit diesen Entwicklungen geleistet haben.

Die Lehre aus dem NSU lautet: Demokratie muss nicht nur Terror-Netzwerke und Anschläge aufklären, sondern auch die gesellschaftlichen Bedingungen, unter denen extremistischer Hass wachsen kann.

Jüdisches Forum – JFDA e.V.

Kein Platz für Antisemitismus - Weder im Scheunenviertel noch Irgendwo!Gruppen-Übergreifende Kundgebung📍 Oranienburger S...
24/07/2026

Kein Platz für Antisemitismus - Weder im Scheunenviertel noch Irgendwo!

Gruppen-Übergreifende Kundgebung
📍 Oranienburger Str. / Krausnicker Str.
🗓 1. August 2026 | 13:45 Uhr
ACHTUNG: DYNAMISCHES DEMO-GESCHEHEN - ZEIT UND ORT KÖNNEN SICH KURZFRISTIG ÄNDERN

Zwei Aufmärsche von Verschwörungsideologen, Israelhassern und Terror-Verharmlosern wollen durch das historische jüdische Viertel Berlins ziehen. Eine gezielte Provokation.

Wir haben etwas dagegen. Unterstützt uns dabei. Gemeinsam gegen Jeden Antisemitismus!

Antisemitische Mythen, die Relativierung von Terror und der Missbrauch des Genozidbegriffs vergiften die Öffentlichkeit und bedrohen jüdisches Leben und unsere Demokratie.

Das Scheunenviertel ist kein Ort für Antisemiten. Noch sonst ein Ort.

Kommt zur Kundgebung!

Unterstützer der Terror-Gruppen Hisbollah, Hamas und PFLP wollen am Samstag im Berliner Scheunenviertel demonstrieren.Da...
29/05/2026

Unterstützer der Terror-Gruppen Hisbollah, Hamas und PFLP wollen am Samstag im Berliner Scheunenviertel demonstrieren.

Das Scheunenviertel war vor der Shoah ein wichtiger Ort jüdischen Lebens in Berlin und ist es auch heute wieder.

Wir stellen uns symbolisch gegen die Terror-Demo am Monbijouplatz in der Nähe der Synagoge und dem Centrum
Judaicum.

SOLIDARITÄT STATT HASS - GEGEN JEDEN ANTISEMITISMUS!

Terror stoppen, jüdisches Leben schützen!

30.05.2026, 17:15 Uhr
Monbijouplatz, 10178 Berlin (S-Bhf. Hackescher Markt)

Heute, am 25. Mai, ab 18 Uhr soll im CoLab/Gangway am Görlitzer Park eine Grundlagenschulung zum Thema Imperialismus sta...
24/05/2026

Heute, am 25. Mai, ab 18 Uhr soll im CoLab/Gangway am Görlitzer Park eine Grundlagenschulung zum Thema Imperialismus stattfinden. Eingeladen hat der Kommunistische Jugendbund, die Jugendorganisation des Bundes der Kommunist:innen (BdK).

Dabei soll wiederholt Judenhass verharmlost und der antisemitische Terror verherrlicht werden.

Träger der Jugendhilfe, wie in diesem Beispiel Gangway ( ) , sollten ihre Räume nicht Linksautoritären zur Verfügung stellen – auch nicht ihren Jugendorganisationen. Sie sollten ihre eigenen Adressat:innen empowern, sich derlei Propaganda zu widersetzen und für eine aufgeklärte, empathische Welt eintreten.

Indem Gangway seine Räume zur Verfügung stellt, trägt der Verein zur Normalisierung solcher Positionen bei. Auch öffnen sie sich damit der Strategie des BdK, „Gegenmacht“ in Nachbarschaft und Kiez aufzubauen. Drei Stadtteilkommitees in Neukölln, Wedding und Lichtenberg arbeiten daran.

Sie bieten Hausaufgabenhilfe, Singen, Zine Workshops… und „Bildungsveranstaltungen“ wie die obigen.

Da es Strategie ist, sich aus den „eigenen“ Orten in die Kieze zu vernetzen, richten wir hiermit einen Appell an alle Jugend- und Sozialeinrichtungen:

Checkt, wem ihr eure Räume zur Verfügung stellt – und welche Ideologien ihr damit in eure Räume holt!

Keine Finanzierung von Antisemitismus, Terror-Verharmlosung oder Stalinismus-Apologetik mit öffentlichen Fördermitteln!

18/05/2026

„Heute stehen wir hier, weil uns […] klargemacht wurde, wir Juden würden wohl schon allein damit provozieren, dass wir leben.“

Marina Koren, Vorsitzende von aMensch e.V., auf der Mahnwache gegen Antisemitismus am 3. Mai beschrieb in ihrer Rede jüdischen Alltag in Berlin 2026: Kinder, die auf dem Spielplatz nur noch mit Spitznamen gerufen werden. Menschen, die „jüdisch“, „Israel“ oder Hebräisch in der Öffentlichkeit vermeiden. Mesusot, die nicht mehr an Türen hängen.

„Um nicht zu provozieren.“

„Provozieren“. Ein Wort das mehrfach in der Rede genannt wurde.

„Ein kleiner Davidstern auf der Brust provoziert nämlich einen Messerangriff.“

„Eine Mesusa. Ein kleines jüdisches Zeichen an der Tür.“

Eine gelbe Schleife zur Solidarität mit den von palästinensischen Terroristen entführten Menschen, könnte Gewalt provozieren.

Marina Koren benennt die eigentliche Verschiebung eindrücklich: Nicht der Hass müsse sich rechtfertigen, sondern jüdische Sichtbarkeit.

„Im Deutschland von 2026 ist ein Laminiergerät ein Sicherheitskonzept.“ Für eine jüdische Veranstaltung mit Jugendlichen stellt man Namensschilder lieber selbst her aus Angst Namen könnten in falsche Hände geraten.

Marina Koren widersprach auch der politischen Ausweichsprache:
„Reden Sie nicht bloß von Antisemitismus, wenn blanker Judenhass gemeint ist. […]
Nicht nur von rechts. Sondern auch von links.“

Die Mahnwache fand nach erneuten Mordaufrufen gegen Juden statt.

Jüdinnen und Juden haben in Berlin längst begonnen, sich unsichtbar zu machen, um sicherer zu sein.

„Aber wir sind lebende Juden, und wir werden uns nicht länger wegducken.“ erklärte Marina Koren.

Die Mahnwache gegen Antisemitismus wurde gemeinsam mit , , , , , .de und organisiert und künstlerisch durch den Gesang von .official7 begleitet.

Danke für Eure Teilnahme.

17/05/2026

Leises Innehalten, Sammeln und Kraft schöpfen mit der eindringlichen Stimme der wunderbaren Sängerin SHEVA (sheva.official7 ).

Die in Potsdam geborene SHEVA singt seit 11 Jahren professionell – genreübergreifend und mit außergewöhnlicher Ausdruckskraft.

SHEVA sang diesmal „K’shehalev Bocheh“ (When the Heart Cries) von Sarit Hadad.

Hier die Lyrics:

When the heart is crying
And only God can hear it
The pain rises up
The soul no longer can bear
A man falls down
Before he starts to sink down
He cuts the silence
With a little prayer

Listen God, oh my God
Almighty One
You gave to me my life
You gave me everything
In my eye a tear,
My heart’s quietly crying
And when the heart is still,
The soul within, it’s screaming
Listen God, oh my God
Now I am all alone
Strengthen me, oh my God
Help me to carry on
I’m in so much pain
There’s nowhere left to run
Please bring it to an end
For all my strength is gone…

Die Mahnwache gegen Antisemitismus wurde gemeinsam mit , , , , , .de und organisiert und künstlerisch durch den Gesang von sheva.official7 begleitet.

Danke für eure Teilnahme!

16/05/2026

„Der Kampf gegen Antisemitismus muss konsequent sein und er muss aus dem Herzen der Gesellschaft kommen. Keine Toleranz den Intoleranten!“

Mit diesen eindringlichen Worten machte Sigmount Königsberg, Antisemitismusbeauftragter der Jüdischen Gemeinde zu Berlin, bei der letzten Mahnwache gegen Antisemitismus deutlich:

„Es brennt! Erst brennt es bei den Juden und dann brennt es in der Gesellschaft!“

Antisemitismus richtet sich niemals nur gegen Jüdinnen und Juden. Er ist immer ein Angriff auf Demokratie, Freiheit, Menschenwürde und das friedliche Zusammenleben in einer pluralistischen Gesellschaft. Wer antisemitischen Hass duldet, öffnet den Feinden der Demokratie die Tür.

Sigmount Königsberg erinnerte daran, warum Wachsamkeit und Haltung heute wichtiger denn je sind:

„Antisemitismus ist nicht 1933 vom Himmel gefallen. Er war nie weg. Er war vorher da, er war nachher da, er war immer da.“

Deshalb braucht es klaren Widerspruch – auf der Straße, in den sozialen Medien, in Schulen, Universitäten und Parlamenten. Schweigen schützt keine Minderheiten. Schweigen stärkt die Täter.

Wenn heute der demokratische Staat Israel mit Begriffen wie „Kindermörder“ diffamiert wird, werden uralte antisemitische Ritualmordlegenden neu verbreitet. Antisemitismus zeigt sich oft in neuer Sprache, doch der Hass dahinter ist derselbe.

Wer unsere offene Gesellschaft verteidigen will, muss Antisemitismus entschlossen entgegentreten.

Die Mahnwache gegen Antisemitismus wurde gemeinsam mit .de organisiert und künstlerisch durch den Gesang von sheva.official7 begleitet.

Danke an alle, die Haltung gezeigt haben. Gegen Hass. Gegen Antisemitismus. Für Demokratie und gegen Gewalt.

15/05/2026

Auf der Mahnwache gegen Antisemitismus am 3. Mai sprach auch Tugay Saraç, Queerbeauftragter der liberalen Ibn Rushd – Goethe Moschee. Fassungslos resümierte er:
„Slogans wie „Kill all Jews“, Messerangriffe wie jetzt in London, Anschläge auf Synagogen auf den Straßen Berlins sollten doch eigentlich einen bundesweiten, einen weltweiten Aufschrei auslösen, aber wir sehen, dass der Aufschrei viel zu leise ist. Eigentlich müssten wir heute zwei-drei-viertausend sein!“.

Tugay betonte: „Wir möchten eine humanistische Koexistenz, wir möchten die Freiheit für alle Menschen - Freiheit von Hass, Freiheit von Antisemitismus, Freiheit von Rassismus. Wir setzen uns hier ein für Demokratie und für Menschen und nicht einfach nur für irgendwelche Nationalstaaten - hier geht es um das Recht auf Leben, um das Recht, frei von Angst zu leben.“

Er kritisierte die Verzerrung von Maßstäben, die angelegt werden, wenn es um jüdisches/ israelisches Leben geht:

„Wenn ich hier und heute auf der Straße zusammengeschlagen werde, weil ich ein Türke bin, dann wird niemand auf mich zukommen und sagen: ‚Ja, was ist denn aber mit den Kurden?!‘ - und die Türkei ermordet Kurden seit Jahrzehnten - wenn ein Chinese auf den Straßen Berlins zusammengeschlagen wird, wird ihn niemand fragen: ‚Was ist denn mit den Uiguren?! Was ist denn mit Taiwan?!‘.“

Und welch unheilvolle Koalitionen entstehen hier:
„Wie können Menschen, die sich links verorten, mit Leuten auf eine Demonstration gehen, die sich dafür einsetzen, dass queere Menschen ermordet werden? […] Die Brandmauer geht nicht nur zu deutschen Rechtsextremen - die Brandmauer muss auch zu Islamisten gehen, die muss auch zu Linksextremen gehen, die Menschen ermorden wollen.“

Wir dürfen nicht resignieren! Lasst uns kämpfen: für eine offene Gesellschaft, für Vielfalt, für Demokratie, gegen Hass, gegen jeden Antisemitismus und Rassismus!

Die Mahnwache gegen Antisemitismus wurde zusammen mit der
de
organisiert und künstlerisch durch Gesang von sheva.official7 begleitet.

14/05/2026

Auf der Mahnwache gegen Antisemitismus sprach Michaela Bechtel-Hirsh vom Neuköllner Netzwerk gegen Hass, Leiterin des Projektes Solidarisch gegen Hass: „Antisemitismus war nie weg. Er hat nur seine Form verändert. Er tarnt sich, er passt sich an. Er findet neue Worte für denselben Hass.“

Besonders eindringlich war ihre Analyse der Sprache, die sich heute oft als moralisch oder politisch legitim ausgibt, aber alte antisemitische Muster reproduziert:
„Wenn heute von ‚Kindermördern‘ gesprochen wird, von einem ‚Weltenübel‘, von angeblicher allumfassender Schuld, dann ist das kein Zufall. Dann ist das Antisemitismus. Nur mit neuem Etikett.“

Michaela verwies auf die Bedeutung des israelbezogenen Antisemitismus: „Es ist viel zu häufig Delegitimierung oder Dämonisierung. Es ist die Wiederkehr alter Feindbilder.“

Viele Jüdinnen und Juden inzwischen im Alltag: dass antisemitische Parolen nicht abstrakt bleiben, sondern darüber entscheiden, ob Menschen ihre Kette tragen, ihre Kinder unbeschwert zur Schule schicken oder sichtbar jüdisch sein können. Einer der wichtigsten Sätze des Abends lautete.

Dabei „verändern Worte Räume. Sie verändern das, was möglich erscheint.“

Besonders deutlich wurde Bechtel-Hirsh, als sie sagte:
„Antisemitismus ist kein Missverständnis. Er ist keine Meinung. Und er ist kein Vorurteil unter vielen.“

Michaela machte dabei deutlich, dass wer Antisemitismus bekämpft „nicht nur Jüdinnen und Juden schützt. Er schützt die Grundlagen unserer Gesellschaft: Gleichheit, Freiheit und die Würde jedes einzelnen Menschen.“

Die Mahnwache gegen Antisemitismus wurde zusammen mit der .de und sheva.official7 organisiert.

Danke für Eure Teilnahme!

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