29/07/2026
Nach dem erneuten islamistischen Terroranschlag auf den Berliner .berlin.pride darf die Debatte nicht bei den Tätern enden. Als Lehre aus dem -Komplex, muss unsere gesellschaftliche Verantwortung ins Zentrum rücken.
Deshalb fordern wir als pluralistische und parteiunabhängige Initiative von freiwillig Engagierten, einen im Abgeordnetenhaus von Berlin zur Aufklärung, unter welchen politischen, gesellschaftlichen Bedingungen islamistische und antisemitische Narrative öffentliche Verbreitung finden konnten.
Islamistischer Terror entsteht nicht im luftleeren Raum.
Die von uns ausgewerteten Berichte vom , .berlin , dem /BMI sowie Unterlagen des Berliner Senats (u.a. zum Thema Antisemitismusprävention in der Jugendarbeit) zeigen, dass israelbezogener Antisemitismus seit dem 7. Oktober ein zentrales Erscheinungsbild des Antisemitismus in Berlin ist und antisemitische sowie terrorverherrlichende Narrative insbesondere auf Demonstrationen öffentliche Resonanz finden.
Sie werfen zugleich Fragen nach dem politischen und gesellschaftlichen Umgang mit diesen Entwicklungen auf.
Wer islamistischen Terror wirksam bekämpfen will, muss nicht nur die Täter strafrechtlich verfolgen, sondern auch die gesellschaftlichen Bedingungen untersuchen, unter denen islamistische Ideologien Verbreitung gewinnen konnten und gesellschaftlich normalisert werden.
Deshalb fordern wir einen parlamentarischen Untersuchungsausschuss.
Er soll aufklären:
• welche Rolle Antisemitismus als ideologischer Kern islamistischer Ideologien spielt,
• wie islamistische Narrative gesellschaftliche Resonanz gewinnen konnten,
• und welchen Beitrag politische Akteure sowie die Jugend- und Sozialarbeit im Umgang mit diesen Entwicklungen geleistet haben.
Die Lehre aus dem NSU lautet: Demokratie muss nicht nur Terror-Netzwerke und Anschläge aufklären, sondern auch die gesellschaftlichen Bedingungen, unter denen extremistischer Hass wachsen kann.
Jüdisches Forum – JFDA e.V.