21/08/2026
1950–2026
Vor 76 Jahren begann die chinesische Volksbefreiungsarmee, in Tibet einzumarschieren. Was folgte, war eine tiefgreifende Veränderung der politischen, gesellschaftlichen, religiösen und kulturellen Realität Tibets. Am 10. März 1959 erhoben sich zehntausende Tibeter*innen in Lhasa gegen die chinesische Herrschaft. Der Aufstand wurde gewaltsam niedergeschlagen.
Der 14. Dalai Lama musste Tibet verlassen – und Hunderttausende Tibeter*innen folgten ihm ins Exil.
RELIGION UNTER KONTROLLE
Der tibetische Buddhismus steht unter staatlicher Kontrolle. Chinesische Behörden versuchen, religiöse Institutionen und die Nachfolge des Dalai Lama zu kontrollieren. Auch vom 11. Panchen Lama, Gedhun Choekyi Nyima, der 1995 verschwand, fehlt bis heute jede Spur.
SPRACHE DARF NICHT VERSCHWINDEN
Tibetisch ist weit mehr als eine Sprache: Es bewahrt und vermittelt Geschichte, Religion, Erinnerungen und Identität. Doch im chinesischen Bildungssystem wird Tibetisch zunehmend zurückgedrängt. Das Tibet Action Institute berichtet, dass bereits im Kindergarten Chinesisch als Unterrichts- und Betreuungssprache durchgesetzt wird. Für viele tibetische Kinder bedeutet das, den Zugang zur eigenen Sprache, Kultur und Geschichte zunehmend zu verlieren.
TIBETS LEBENSRAUM GEFÄHRDET
Tibetische Nomad*innen und Dorfgemeinschaften sind von Umsiedlungs- und Arbeitsprogrammen betroffen. Traditionelle Lebensweisen werden zurückgedrängt, während staatliche Programme Menschen in neue Siedlungen und Arbeitsstrukturen zwingen. Dabei geht es um weit mehr als den Verlust von Land: Es geht um die Möglichkeit, selbstbestimmt zu leben, Gemeinschaften zu bewahren und Kultur über Generationen hinweg weiterzugeben.
ABER 76 JAHRE BEDEUTEN AUCH:
Seit 76 Jahren haben Tibeter*innen niemals aufgehört, für ihre Identität, ihre Kultur und ihre Rechte einzustehen.
🧩Mit Demonstrationen.
🧩Mit friedlichem Protest.
🧩Mit Hungerstreiks und Märschen.
🧩Mit Kunst und Musik.
🧩Mit ihrer Sprache.
🧩Mit Gebeten und Flaggen.
🧩Mit Bildung.
Und vor allem mit einer Entscheidung, die bis heute trägt:
Die eigene Identität nicht aufzugeben. ✊
DIE GESCHICHTE TIBETS DARF NICHT IN VERGESSENHEIT GERATEN:
🔸Tibetische Kinder sollen ihre Muttersprache lernen und bewahren können.
🔸Tibeter*innen sollen ihre Religion frei praktizieren können.
🔸Tibetische Kultur soll geschützt, gelebt und weitergegeben werden.
🔸Tibeter*innen sollen über ihre eigene Zukunft selbstbestimmt mitentscheiden können.
Aber 76 Jahre Unterdrückung haben den Wunsch nach Freiheit nicht ausgelöscht. Er lebt weiter. Von Generation zu Generation.
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