Tibet Initiative Deutschland e.V.

Tibet Initiative Deutschland e.V. Die Tibet Initiative Deutschland e.V. setzt sich seit 1989 für das Selbstbestimmungsrecht der Tibeter*innen und die Wahrung der Menschenrechte in Tibet ein.

Podcast hören: brennpunkt-tibet.podbean.com The Tibet Initiative Deutschland (TID), founded in 1989, advocates for the Tibetan people's right to self-determination and the protection of human rights in occupied Tibet. With 60 regional groups and 2,000 members throughout Germany, TID is a strong voice for Tibet. Primary funding comes from membership dues and private, individual donations.

1950–2026Vor 76 Jahren begann die chinesische Volksbefreiungsarmee, in Tibet einzumarschieren. Was folgte, war eine tief...
21/08/2026

1950–2026
Vor 76 Jahren begann die chinesische Volksbefreiungsarmee, in Tibet einzumarschieren. Was folgte, war eine tiefgreifende Veränderung der politischen, gesellschaftlichen, religiösen und kulturellen Realität Tibets. Am 10. März 1959 erhoben sich zehntausende Tibeter*innen in Lhasa gegen die chinesische Herrschaft. Der Aufstand wurde gewaltsam niedergeschlagen.
Der 14. Dalai Lama musste Tibet verlassen – und Hunderttausende Tibeter*innen folgten ihm ins Exil.

RELIGION UNTER KONTROLLE
Der tibetische Buddhismus steht unter staatlicher Kontrolle. Chinesische Behörden versuchen, religiöse Institutionen und die Nachfolge des Dalai Lama zu kontrollieren. Auch vom 11. Panchen Lama, Gedhun Choekyi Nyima, der 1995 verschwand, fehlt bis heute jede Spur.

SPRACHE DARF NICHT VERSCHWINDEN
Tibetisch ist weit mehr als eine Sprache: Es bewahrt und vermittelt Geschichte, Religion, Erinnerungen und Identität. Doch im chinesischen Bildungssystem wird Tibetisch zunehmend zurückgedrängt. Das Tibet Action Institute berichtet, dass bereits im Kindergarten Chinesisch als Unterrichts- und Betreuungssprache durchgesetzt wird. Für viele tibetische Kinder bedeutet das, den Zugang zur eigenen Sprache, Kultur und Geschichte zunehmend zu verlieren.

TIBETS LEBENSRAUM GEFÄHRDET
Tibetische Nomad*innen und Dorfgemeinschaften sind von Umsiedlungs- und Arbeitsprogrammen betroffen. Traditionelle Lebensweisen werden zurückgedrängt, während staatliche Programme Menschen in neue Siedlungen und Arbeitsstrukturen zwingen. Dabei geht es um weit mehr als den Verlust von Land: Es geht um die Möglichkeit, selbstbestimmt zu leben, Gemeinschaften zu bewahren und Kultur über Generationen hinweg weiterzugeben.

ABER 76 JAHRE BEDEUTEN AUCH:
Seit 76 Jahren haben Tibeter*innen niemals aufgehört, für ihre Identität, ihre Kultur und ihre Rechte einzustehen.
🧩Mit Demonstrationen.
🧩Mit friedlichem Protest.
🧩Mit Hungerstreiks und Märschen.
🧩Mit Kunst und Musik.
🧩Mit ihrer Sprache.
🧩Mit Gebeten und Flaggen.
🧩Mit Bildung.
Und vor allem mit einer Entscheidung, die bis heute trägt:
Die eigene Identität nicht aufzugeben. ✊

DIE GESCHICHTE TIBETS DARF NICHT IN VERGESSENHEIT GERATEN:
🔸Tibetische Kinder sollen ihre Muttersprache lernen und bewahren können.
🔸Tibeter*innen sollen ihre Religion frei praktizieren können.
🔸Tibetische Kultur soll geschützt, gelebt und weitergegeben werden.
🔸Tibeter*innen sollen über ihre eigene Zukunft selbstbestimmt mitentscheiden können.

Aber 76 Jahre Unterdrückung haben den Wunsch nach Freiheit nicht ausgelöscht. Er lebt weiter. Von Generation zu Generation.

Hashtag Hashtag Hashtag

Im Rahmen von „Mauerbau Grenzen der Freiheit – Exil und neue Mauern“ | © Kulturprojekte Berlin, Foto: Alexander Rentsch
17/08/2026

Im Rahmen von „Mauerbau Grenzen der Freiheit – Exil und neue Mauern“ | © Kulturprojekte Berlin, Foto: Alexander Rentsch

Wenn Mauern fallen, wird Freiheit möglich.Am 16. August waren wir anlässlich von 65 Jahren Mauerbau bei der Veranstaltun...
17/08/2026

Wenn Mauern fallen, wird Freiheit möglich.

Am 16. August waren wir anlässlich von 65 Jahren Mauerbau bei der Veranstaltung „Mauerbau Grenzen der Freiheit – Exil und neue Mauern“ von zu Gast.

Gemeinsam mit Stefan Müller, Wolfgang Templin und Oguzhan Albayrak sprachen wir über Freiheit, Menschenrechte und Widerstand gegen autoritäre Strukturen.

Im Mittelpunkt stand für uns die aktuelle Lage in Tibet. Das sogenannte „Ethnic Unity Law“ ist ein weiteres Instrument, mit dem die chinesische Regierung ihre Kontrolle ausweitet und die tibetische Identität weiter zurückdrängt. Gleichzeitig sorgen strenge Grenzen und Barrieren dafür, dass Tibet zunehmend von der Außenwelt abgeschirmt wird und die Kommunistische Partei Chinas kontrollieren kann, welche Informationen nach außen gelangen.

Der Fall der Berliner Mauer und die Friedliche Revolution zeigen uns, dass politische Mauern und autoritäre Strukturen nicht für immer bestehen müssen. Sie geben uns Hoffnung, dass eines Tages auch die politischen und gesellschaftlichen Barrieren in Tibet überwunden werden.

Gewaltloser Widerstand kann erfolgreich sein. Wir wünschen uns eine Welt, in der alle Menschen frei und selbstbestimmt leben können – und in der diejenigen nicht alleingelassen werden, die an vorderster Front für Menschenrechte und Demokratie kämpfen.

Vielen Dank an für die Einladung und die wichtige Plattform, um über Tibet, Freiheit und Menschenrechte zu sprechen.

⚠️Nach Druck aus China: Tibetologie-Konferenz kann nicht wie geplant in Nepal stattfinden⚠️Die 17. Konferenz der Interna...
10/08/2026

⚠️Nach Druck aus China: Tibetologie-Konferenz kann nicht wie geplant in Nepal stattfinden

⚠️Die 17. Konferenz der International Association for Tibetan Studies (IATS) sollte vom 23. bis 29. August 2026 an der Kathmandu University stattfinden. Die nepalesische Regierung wies die Universität jedoch kurzfristig an, die Veranstaltung nicht durchzuführen.

⚠️Zuvor hatte sich der chinesische Botschafter mit hochrangigen Vertreter*innen der nepalesischen Regierung getroffen. Chinesische Vertreter*innen sollen dabei Bedenken vor möglichen Protesten von Tibetaktivist*innen während der Konferenz geäußert haben.

⚠️Der Vorstand der IATS hat beschlossen, die Konferenz selbst zu übernehmen und vollständig online durchzuführen.

⚠️Doch die Verlagerung ins Netz kann nicht darüber hinwegtäuschen, was hier passiert ist: Eine internationale wissenschaftliche Veranstaltung kann nicht an dem Ort und unter den Bedingungen stattfinden, die Wissenschaftler*innen und Organisator*innen selbst gewählt hatten.

⚠️Das ist alarmierend.

⚠️Peking versucht längst nicht mehr nur innerhalb Chinas zu bestimmen, wie über Tibet gesprochen und geforscht wird. Chinas politische Macht wird auch im Ausland eingesetzt, um das eigene Narrativ durchzusetzen.

⚠️Die Folgen verheerend: Wenn Veranstalter*innen, Universitäten oder Regierungen aus Sorge vor der Kommunistischen Partei Chinas beginnen, bestimmte Themen, Veranstaltungen oder Stimmen zu meiden, entsteht Selbstzensur.

⚠️Wissenschaftsfreiheit braucht Schutz. Hochschulen und Wissenschaftler*innen dürfen mit dem politischen Druck autoritärer Staaten nicht allein gelassen werden.

⚠️Über Tibet zu forschen, sich zu organisieren und selbstbestimmt zusammenzukommen, muss überall möglich sein – digital und vor Ort.

⚠️Wissenschaftsfreiheit, Organisations- und Versammlungsfreiheit dürfen nicht an Chinas politischem Druck endenn.

🎙Neue Podcastfolge 💫Warum greifen Menschen zu einer so extremen Form des politischen Protests wie der Selbstverbrennung?...
08/08/2026

🎙Neue Podcastfolge 💫
Warum greifen Menschen zu einer so extremen Form des politischen Protests wie der Selbstverbrennung?

In dieser Folge von Brennpunkt Tibet sprechen wir mit Dr. Carola Roloff, Tibetologin, Buddhismuswissenschaftlerin und buddhistischer Nonne. Seit über 40 Jahren beschäftigt sie sich mit Buddhismus in Forschung und Praxis.

Gemeinsam sprechen wir über Selbstverbrennungen, ihre Bedeutung als Protestform und ihre Einordnung aus buddhistischer Perspektive.

Jetzt reinhören:
🔗https://brennpunkt-tibet.podbean.com/e/selbstverbrennung-als-protestform/

07/08/2026

Zum Gedenken an Lobga Rangzen, der sich aus Protest gegen die chinesische Besatzung Tibets selbst verbrannte, versammelten sich Tibeter*innen und Unterstützer*innen aus ganz Deutschland in Berlin.

Mit einer Mahnwache vor der chinesischen Botschaft erinnerten wir an seinen Mut und machten deutlich: Der Kampf für Freiheit, Menschenrechte und Religionsfreiheit in Tibet geht weiter.

Lobga Rangzens letzter Protest richtete sich gegen die Besatzungspolitik und gegen Gesetze, die die tibetische Identität weiter einschränken. Sein Opfer darf nicht in Vergessenheit geraten.

🕊️ Gemeinsam erheben wir unsere Stimmen für Freiheit, Gerechtigkeit und Menschenwürde.

💬 Teile dieses Reel und hilf mit, die Situation in Tibet sichtbar zu machen.

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