05/08/2026
Wir sind noch immer schockiert und wütend angesichts des Attentats auf den Berliner CSD am letzten Wochenende und in Gedanken bei den Betroffenen.
Wir unterstützen das Statement des Teams hinter dem Berliner CSD, wenn sie sagen: "Klar stellen wir uns jedem Versuch entgegen, die Tat für Hass gegen Muslim*innen zu instrumentalisieren." Obwohl sie gerade angegriffen wurden, wissen Qu**rs in Berlin und überall sofort, dass sie nicht nur trauern können - sondern dass sie ihre Haltung gegen rassistische Spaltungsversuche verteidigen müssen. Damit sie mit dieser Befürchtung kein Recht behalten, wäre es das richtige Zeichen, wenn die Bundesregierung eben diesen Moment nutzt, um von ihren Kürzungsvorhaben im sozialen Bereich und für die Demokratie Leben Mittel zurück zu treten.
Die Fragen, die wir uns jetzt stellen sollten, lauten: Wie können wir sicherer sein vor queerfeindlicher Gewalt? Wie können wir uns schützen vor religiös begründeter Gewalt? Aus psychologischer Perspektive ist es besonders wichtig, junge Menschen zu schützen vor Identitätsangeboten fundamentalistischer, hetzerischer Organisationen. Vor diesem Hintergrund fordern wir die Stärkung der Jugendhilfe, und der Förderung unabhängiger demokratiefördernder Projekte.
Nur eine vielfältige, pro-demokratische Gesellschaft macht uns wirklich sicher.