31/05/2026
Seit über drei Jahren unterstütze wir mit Be an Angel die Frontstadt Kherson über unsere lokale Partnerorganisation Сильні Бо Вільні (Sylni Bo Vilni).
In Kherson zeigte mir Dima die Schutzweste eines Freiwilligen, die bei einem Drohnenangriff von Schrapnell getroffen wurde.
Der Drohnendetektor hatte Alarm ausgelöst. Drei Helfer mussten ihr Fahrzeug fluchtartig verlassen. Zwei wurden an den ungeschützten Extremitäten verletzt. Der Träger dieser Schutzweste überlebte.
Dima selbst war bei diesem Einsatz nicht dabei. Doch wie alle Freiwilligen von Sylni Bo Vilni fährt auch er regelmäßig Evakuierungs- und Versorgungseinsätze in den Frontgebieten rund um Kherson. Die Organisation arbeitet mit drei Teams zu jeweils zwei Helfern. Sie evakuieren Menschen während der Drohnenattacken, bringen ältere Personen zu Ärzten und versorgen die Bevölkerung mit Lebensmitteln, Medikamenten und Hygieneartikeln – dort, wo staatliche Strukturen nicht mehr vorhanden sind.
Für diese Arbeit erhalten die Freiwilligen durchschnittlich etwa 500 Euro im Monat, arbeiten in der Regel sieben Tage pro Woche- oft 12-14 Stunden und immer unter Lebensgefahr. Gleichzeitig können die männlichen Helfer jederzeit zum Militärdienst eingezogen werden.
Fünf Freiwillige der Organisation haben bereits ihr Leben verloren.
Wer dieses Loch in der Schutzweste sieht, erkennt sehr schnell, dass Schutzausrüstung kein Luxus ist. Sie entscheidet darüber, ob Menschen nach einem Einsatz nach Hause zurückkehren.
Aktuell benötigen unsere Partner insbesondere:
• Schutzwesten: 350–700 €
• Drohnendetektoren: 750–1.000 €
• REB-Systeme für Einsatzfahrzeuge: ca. 8.500 €
Und natürlich 500€ monatlich für die Freiwilligen…
Jede Spende hilft dabei, Menschen zu schützen, die täglich ihr eigenes Leben riskieren, um andere zu retten.