Berliner Erzieher*innen und Sozialpädagog*innen haben am 6. März 2021 eine eigene Vertretung gegründet:
Landesverband sozialpädagogischer Fachkräfte „e. V.“
Berufsverband der Beschäftigten in Kindertagesstätten und anderen Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe
Während alle Berufsgruppen - z. Lehrer, TanztherapeutInnen oder Psychotherapeuten - über mindestens einen Berufsverband verfügen, gab
es in Deutschland bis vor Kurzem keine einzige eigene Vertretung für Erzieher*innen und Sozialpädagog*innen. Inzwischen bilden sich in allen Bundesländern Berufsverbände - überwiegend für den Bereich der Kindertagestätten. Wir haben den Schritt auch in Berlin gewagt! Ziel dieses Berufsverbandes ist es, die etwa 30.000 Berliner Erzieher*innen und Sozialpädagog*innen in den Kindertagesstätten und Einrichtungen der Kinder-und Jugendhilfe politisch zu vertreten sowie uns für bessere Bedingungen in der Bildung und Erziehung von Kindern und Jugendlichen einzusetzen. Gerade während der letzten Monate wurde deutlich, dass die Interessen der Erzieher*innen und Sozialpädagog*innen nicht ausreichend vertreten und auch bei vielen Entscheidungen der Politik nicht berücksichtigt wurden, obwohl es gerade jetzt darauf ankommt, dass gut motivierte Beschäftigte unter schwierigen Bedingungen die Betreuung und pädagogische Bildung insbesondere in Kitas sicherstellen können. Die Politik hat in den letzten Monaten erheblich dazu beigetragen, dass die Beschäftigten immer weniger motiviert sind. Politische Sonntagsreden darüber, welche große gesellschaftliche Bedeutung Kinderbetreuung und Erziehung haben, reichen nicht aus, wenn Maßnahmen ohne eine Beteiligung oder gegen die Interessen der Beschäftigten getroffen werden. Um die Interessen der vielen Tausend Berliner Beschäftigten in der Kinder- und Jugendhilfe wahrnehmen zu können, ist eine Selbstvertretung daher längst überfällig. Eine gute Zusammenarbeit mit den Gewerkschaften würden wir sehr begrüßen. Wir haben uns viel vorgenommen und wünschen uns tatkräftige Unterstützung.