Obwohl in Deutschland bereits einige Initiativen existieren, fehlt eine übergreifende Koordination in diesem Bereich. Die Naturwissenschaften sollen verstärkt in interdisziplinäre Forschungsprojekte eingebunden werden, um gefährdete Kunst- und Kulturgüter vor irreversibler Veränderung, ihrem Verfall oder ihrer Zerstörung zu bewahren. Mit Kunst- und Kulturgut sind in diesem Sinne sowohl körperliche
Gegenstände als auch räumlich konkretisierbare bzw. auch Bau- und Bodendenkmale) gemeint. Die Arbeit von N.i.Ke. in Deutschland ist den ethischen Richtlinien der ICOM (International Council of Museums) verpflichtet. Das Netzwerk versteht sich als Kommunikations- und Kooperationsplattform der Disziplinen Archäologie und Kunstgeschichte, Restaurierung/Konservierung/Denkmalpflege sowie Natur- und Ingenieurswissenschaften. Es verfolgt dabei zwei Ziele:
Interne Kommunikation
Das Netzwerk dient als Anlaufstelle zur Auswahl und Kombination geeigneter natur- und ingenieurwissenschaftlicher Verfahren für restauratorisch/konservatorische oder archäologisch/kulturhistorische Fragestellungen. Durch die verstärkte Kooperation werden neue naturwissenschaftliche Untersuchungsmethoden etabliert, bestehende Verfahren weiterentwickelt. Geisteswissenschaftler sowie Restauratoren und Konservatoren finden durch dieses Netzwerk einen vereinfachten Zugang zu den entsprechenden Forschungseinrichtungen und naturwissenschaftlichen Infrastrukturen. Gemeinsame Projekte zur Aus- und Weiterbildung verstärken die Verständigung zwischen den Disziplinen und bilden die Grundlage für zukünftige Forschungsvorhaben. Zu gemeinsamen Projekten zur Aus- und Weiterbildung gehören
Gemeinsam organisierte Tagungen / Workshops
Naturwissenschaftliche Schulungen von Geisteswissenschaftlern, Restauratoren, Konservatoren in speziellen Forschungseinrichtungen
Schulungen von Naturwissenschaftlern im Umgang mit Kunst- und Kulturgut
Graduiertenkolleg, Doktorandenkolloquium
Die Mitglieder des Netzwerks erhalten die Möglichkeit, Beiträge zu speziellen naturwissenschaftlichen Datenbanken zu liefern und auf diese Daten zuzugreifen. Nur die Mitglieder des Netzwerks werden freien Zugang zu diesen naturwissenschaftlichen Daten besitzen. Externe Kommunikation
Das gemeinsame Auftreten weist die naturwissenschaftliche Untersuchung von Kunst- und Kulturgut als eigenständiges Forschungsfeld aus und thematisiert dessen Aufgaben und Probleme in der Öffentlichkeit. Gemeinsame Tagungen mit anderen Arbeitskreisen aus interdisziplinären Forschungsfeldern und die Verbesserung der Publikationsmöglichkeiten in bestehenden Fachzeitschriften sorgen für eine permanente Sichtbarkeit. Durch Einbindung potentieller Drittmittelgeber in das Netzwerk wird der Zugriff auf Drittmittel für gemeinsame Forschungsvorhaben verbessert.