13/11/2025
Die EU hat ein neues Klimaziel beschlossen: Bis 2040 sollen die Treibhausgasemissionen deutlich sinken, um das Ziel der Klimaneutralität bis 2050 weiter zu verfolgen. Neu ist, dass ein Teil der Einsparungen durch Projekte außerhalb der EU erreicht werden darf, etwa durch Aufforstung oder CO₂-Speicherung in anderen Ländern. Das bedeutet, dass weniger Emissionen tatsächlich innerhalb Europas reduziert werden müssen. Expert:innen warnen, dass internationale Zertifikate häufig kaum überprüfbare oder wirksame Emissionsminderungen bringen und wichtige Transformationen in Europa verzögern können.
Für Kinder und Jugendliche ist diese Debatte besonders relevant. Wissenschaftliche Analysen weisen darauf hin, dass die geplanten Maßnahmen eventuell nicht ausreichen, um die Erderwärmung auf 1,5 Grad zu begrenzen. Jede Lücke zwischen dem, was politisch beschlossen wird, und dem, was eigentlich nötig wäre, entscheidet mit darüber, wie stark junge Menschen künftig von Klimafolgen betroffen sein werden.
Aus kinderrechtlicher Perspektive haben Kinder ein Recht auf eine gesunde Umwelt und eine sichere Zukunft. Wenn Klimaschutzmaßnahmen abgeschwächt oder hinausgezögert werden, steigen die Risiken durch Hitzewellen, Extremwetter, Luftverschmutzung und andere Belastungen. Kinder reagieren darauf gesundheitlich empfindlicher als Erwachsene – und sie werden am längsten mit den Auswirkungen leben müssen. Werden Emissionen ausgelagert statt reduziert, steigt die Gefahr, dass notwendige Veränderungen zu spät kommen.
Klimapolitik muss sich deshalb an den langfristigen Interessen junger Menschen orientieren. Ausnahmen und Verzögerungen dürfen nicht dazu führen, dass gerade diejenigen stärker belastet werden, die am wenigsten Einfluss auf politische Entscheidungen haben.
Mehr zu dem Klimaziel der EU unter dem Link in der Bio!