• Wer wir sind
Der IVS wurde am 1. März 2006 als Reaktion auf das sozialversicherungsrechtliche Abrechnungschaos gegründet, dass u. durch Verlautbarungen der Spitzenverbände der Sozialversicherer im Jahre 2005 entstanden war. Bisher zählt der IVS 240 Mitglieder (Stand: 01/12). Der IVS ist eine berufsständische Vereinigung für Schauspieler, die vornehmlich als Synchronschauspieler tätig sind. Im I
VS können die Mitglieder ihre Interessen benennen, bündeln und diese gegenüber den Auftraggebern sowie anderen staatlichen und nichtstaatlichen Institutionen vertreten. Der IVS strebt auf der Basis des Urheberrechtsgesetzes eine angemessene Vergütung der Leistungen und eine faire Beteiligung seiner Mitglieder am ökonomischen Erfolg der durch sie mitgeschaffenen Produkte an, auch über den Zeitpunkt der Entstehung hinaus. Um seine Ziele zu erreichen, strebt der IVS einen ständigen und partnerschaftlichen Dialog mit den Synchronfirmen, Verleihern und Produzenten an. Außerdem sucht der IVS den konstruktiven Dialog mit gleichartigen Vereinigungen innerhalb der EU, um deren Lösungen und Ergebnisse zu erfahren und in die eigene Arbeit zu integrieren. In der Zukunft sollen gemeinsame europäische Richtlinien erarbeitet und durchgesetzt werden. Neben den sozialrechtlichen und ökonomischen Fragen sieht der IVS seine Aufgaben auch in der Mitgestaltung der Arbeitsprozesse und der Verbesserung der Arbeitsbedingungen für seine Mitglieder. Bei Notwendigkeit nimmt er Rechtsberatung in Anspruch bzw. beauftragt Rechtsanwälte mit der Klärung von Sachverhalten.
• Was wir wollen
- Erstes Ziel des IVS ist es, die Klärung der Statusfrage für Synchronschauspieler zu erreichen.
- Der IVS hat sich in einem fast zwei Jahre währenden internen Austausch und im Dialog mit staatlichen Institutionen, Kulturpolitikern und ver.di-Mitarbeitern von seinem Drei-Säulen-Modell verabschiedet und vertritt die einzige gesetzeskonforme Sozialversicherungsform für seine Mitglieder: Synchronschauspieler sind unständig Beschäftigte - wie die überwiegende Zahl aller Schauspieler, ob sie nun für Film und Fernsehen drehen oder an Theatern spielen.
- Der IVS hat ein Gagenkonzept entwickelt, welches Mitglieder im IVS-Forum einsehen und diskutieren können. Dieses Konzept stellt einen Katalog von Mindestforderungen vor, die sich am europäischen Maßstab orientieren. Darüber hinaus gehende Gagen sollen nach wie vor individuell verhandelbar bleiben. Im Dialog mit dem Bundesverband deutscher Synchronproduzenten (BVDSP) werden verschiedene Konzepte mit dem Ziel diskutiert, gemeinsam die Lösung der drängenden Probleme der Synchronbranche anzugehen.
- Der IVS lehnt die die pauschalisierte Rechteabtretung nach amerikanischem Vorbild ab und setzt sich dafür ein, dass die Rechteverwerter sich endlich am deutschen Urheberrechtsgesetz und damit auch am ökonomischen Erfolg der Produkte orientieren. Zu diesem Zweck ist, nachdem die mit dem BVDSP angedachte gemeinsame Klageerhebung nicht zustande kam, eine Musterklage erhoben worden.
- Der IVS setzt sich für eine branchenumfassende Zahlung der Gagen und Honorare jeweils zum 20. des Folgemonats ein.
• Wie wir uns vernetzen
Die Mitglieder des IVS haben sich vernetzt. Im Internet wurde ein Forum eingerichtet. Hier berichten der Vorstand und die Fachausschüsse kontinuierlich über ihre Arbeit und informieren über die neuesten Ergebnisse. Im Forum tauschen sich die Mitglieder zu den verschiedensten Fragen und Problemen, die im Synchronalltag auftauchen, aus und diskutieren darüber. In Themenforen - von "Status und Soziales" über "Gagen", "Gesetzeslage" und "Urheberrecht" bis hin zu "Aus anderen EU-Ländern" - kann nachgelesen und nachgefragt werden, was andere schon herausgefunden haben. Schnell und unkompliziert können die Mitglieder des IVS untereinander Erfahrungen austauschen. Musterbriefe zur Nutzung bereitgestellt und die Antworten der Firmen veröffentlicht - und das alles zeitnah und allen zugänglich. Es ist jetzt schon schwierig und wird in Zukunft noch schwieriger, den Einzelnen ökonomisch unter Druck zu setzen oder seine berechtigten Forderungen zu ignorieren.