24/08/2026
Um Windenergie ranken sich einige Mythen - z.B. mit Blick auf das Klima. Wir haben uns das mal genauer angeschaut. 🤓
🏭 Es stimmt zwar, dass der Bau von Windenergieanlagen Energie verbraucht. Besonders die Stahltürme und das Betonfundament, aber auch die Rotoren und Motoren benötigen Ressourcen. Die Produktion von Stahl und Zement setzt CO2 frei.
✨ Heute neu gebaute Anlagen an Land verursachen zwischen 7,9 (Starkwind) und 10,6 (Schwachwind) Gramm CO2 pro erzeugte Kilowattstunde (kWh) Strom. Im Vergleich zu anderen Technologien schneidet die Windenergie in der Klimabilanz extrem gut ab.
❌ Strom aus Erdgas verursacht 442 Gramm CO2 pro kWh, bei Steinkohle sind es 864 g und bei Braunkohle 1034 g. Auch die gefährliche Atomenergie schneidet mit ca. 100 g deutlich schlechter ab.
📆 Je nach Standort und Anlagentyp benötigt eine Windenergieanlage 2,5 bis maximal 11 Monate, um die für ihre Herstellung benötigte Energie auszugleichen (energetische Amortisation).
📈 Darüber hinaus erzeugt eine Anlage während ihrer Laufzeit (20-25 Jahre) bis zu 40 Mal so viel Energie, wie für ihre Herstellung, Nutzung und Entsorgung benötigt wird.
🌀 “Aber das SF6 Gas..." Wie auch bei anderen großen Schaltanlagen wird in Windenergieanlagen derzeit noch Schwefelhexafluorid (SF6) als Isolator verwendet.
🌏 SF6 ist für Menschen und Tiere ungefährlich, reagiert kaum mit anderen chemischen Stoffen und ist unbrennbar. Allerdings hat das Gas ein hohes Treibhausgaspotenzial, wenn es freigesetzt wird.
🤏 Pro Windenergieanlage sind etwa 3 kg SF6 in gasisolierten Schaltanlagen enthalten. Bis zu 3 Gramm können beim Betrieb eines Windrades jährlich entweichen, das entspricht ca. 0,0705 Tonnen CO2-Äquivalente pro Jahr.
⚡ Im Gegenzug liegen die Einsparungen (durch den Ersatz von Fossilen) bei ca. 4000 Tonnen CO2 pro Jahr. Die großen Mengen SF6 sind in erster Linie in Atom- und Kohlekraftwerken zu finden und nicht bei Windenergieanlagen.
🍃 Technisch marktreife Alternativen zu SF6 sind mittlerweile verfügbar und werden bei neuen Windparks bereits eingesetzt.
🌍 Für uns ist klar: Ein von Bürger*innen getragener, naturverträglicher Ausbau der erneuerbaren Energien ist für das gesamtgesellschaftliche Projekt Energiewende zentral.
ℹ️ Mehr dazu gibt es in den Kommentaren verlinkt.