19/10/2026
Gefährliche Reise über die Straße von Messina
Jedes Frühjahr und jeden Herbst ziehen zahlreiche Vogelarten zwischen Europa und Afrika. Ein wichtiger Konzentrationspunkt ihrer Reise ist die Meerenge zwischen dem italienischen Festland und Sizilien: Neben Rauchschwalben, Bienenfressern und Distelfinken überqueren hier auch mehr als 20 verschiedene Greifvogelarten die Wasserstraße.
Vor allem in den frühen Morgen- und späten Nachmittagsstunden fliegen die Greifvögel niedrig über die bewaldeten Hänge des Aspromonte – und werden dort zur leichten Beute für Wilderer.
Seit rund 40 Jahren ist der NABU als Mitorganisator und Förderer von Schutzcamps während des Vogelzugs vor Ort. Mit Erfolg: Die Zahl der Wilderer ist durch die langjährigen Einsätze der Vogelschützer*innen deutlich zurückgegangen.
Doch die Gefahr ist noch nicht gebannt. Auch 2026 wurden erneut Wespenbussarde und Rohrweihen illegal abgeschossen.
Die Vogelschützer*innen kritisieren zudem, dass nicht genügend der für die Kontrollen zuständigen italienischen Forst-Carabinieri vor Ort waren. Deshalb bleibt der Einsatz wichtig: Vogelzug beobachten, Wilderei dokumentieren und die Zugvögel auf ihrer langen Reise schützen.
Das Vorhaben wird durch die VGP Foundation gefördert.