29/05/2026
Auch in der katholischen Kirche mehren sich die Stimmen, die sich für ein und für das stark machen:
"Die Geschichte der Kirche ist leider voll von einer einseitigen Moralisierung, die die betroffenen Frauen als "Sünderinnen" an den Rand drängte, während die Käufer – die Männer der "guten Gesellschaft" – oft unbehelligt blieben. Das war und ist eine himmelschreiende Ungerechtigkeit. Wenn wir über Sünde sprechen, dann müssen wir über die "strukturelle Sünde" sprechen, die dieses System am Leben erhält. Die Frauen in der Prostitution sind in der überwältigenden Mehrheit Opfer von Armut, Zwang und Gewalt; sie handeln oft aus einer existenziellen Ausweglosigkeit heraus... Die wahre Sünde liegt bei denen, die die Not dieser Frauen für ihre Lust ausnutzen, und bei denen, die als Profiteure und Hintermänner Milliarden damit verdienen. Die Scham gehört in die Gesichter der Sexkäufer, der Bordellbetreiber und einer schweigenden Gesellschaft, die dieses Elend als "normal" akzeptiert."
Thomas Schwartz, Hauptgeschäftsführer des katholischen Osteuropa-Hilfswerks Renovabis
Prostitution eine "strukturelle Sünde"