06/08/2026
Ein Veranstaltungshinweis der Deutsch - Polnischen Gesellschaft Bochum NRW e.V. in Bochum Gerthe
Gemeinsam-er gegen Rechts?
Zapraszamy!
EINLADUNG
von Carina Gödecke und Kai Gera
zu einer gemeinsamen Veranstaltung der Stadt Bochum und
des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge Kreisverbände Bochum und Herne am:
3. September 2026
um 17:00 Uhr
auf dem Kommunalfriedhof in Bochum-Gerthe
In Bochum und Herne gibt es 46 Kriegsgräberstätten, auf denen fast 10.000 Tote des 1. und des 2. Weltkriegs
begraben wurden. Kriegsgräberstätten gehören damit zu den besonderen Erinnerungsorten in unseren Städten.
Ihre langfristige Bewahrung und ihr Erhalt sind mehr als eine kommunale Verpflichtung. Kriegsgräberstätten er-
innern uns alle daran, niemals zu vergessen, dass unter jedem Grabstein ein Schicksal begraben ist, niemals zu
vergessen, dass Kriege letztlich keine Gewinner, aber immer Verlierer haben.
Kriegsgräberstätten sind damit in unserer Zeit vor allem Mahnmale des Friedens. Das Leitbild des Volksbundes „Versöhnung über Gräbern“ wird dort in besonderer Weise erleb- und erfahrbar. Aber, gerade im fortschreitenden 21. Jahrhundert, brauchen kriegsgräberstätten und vor allem die Lebens- und Leidensgeschichten Derjenigen, die dort ihre letzte Ruhestätte gefunden haben, unsere ganz besondere Aufmerksamkeit. Der Landesverband des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge hat daher vor einigen Jahren den Monat September zum
Monat des Kriegsgrabes erklärt.
Unter dem Motto „Ge(h)denken“ werden wir Ihnen in unseren Städten nach und nach verschiedene Kriegsgräberstätten vorstellen.
Eine der besonderen Kriegsgräberstätten befindet sich auf dem kommunalen Friedhof in Bochum-Gerthe. Diese eher kleine Gräberanlage, ist weniger bekannt, aber gerade deshalb von hoher Bedeutung, weil dort Opfer des NS-Terrors, der Bombenangriffe und der Zwangsarbeit und Kriegsgefangenschaft aus der ganzen Zeit des NS-Regimes Seite an Seite begraben sind.
Die Grabsteine in Bochum-Gerthe erzählen Gerther Geschichten. Zum Beispiel die des Blutkellers der SA in der Hegelschule, in der Heinrich Fischer, Gerther KPD-Gemeinderat, schon im Jahr 1933 zu Tode gefoltert wurde. Oder die Geschichte der 13-jährigen Schülerin Marianne Rzeznik, die im April 1943 nach einem Bombenangriff Opfer eines Blindgängers wurde. Und sie erinnern an Leon Lewandowski, einen der vielen polnischen Zwangsarbeiter, der kurz vor Kriegsende im April 1945 erschlagen im Gebüsch des Lagers Heinrichstraße gefunden wurde. Opfer, die wir nicht vergessen dürfen, auf einer Kriegsgräberstätte, die nicht in
Vergessenheit geraten darf.
Daher laden wir Sie herzlich zu einem Informationsrundgang über diese, aufgrund ihrer Geschichte eindrucks vollen Kriegsgräberstätte ein. Gemeinsam mit Dr. Kai Rawe, dem Leiter des Bochumer Zentrums für Stadtgeschichte und Ulrich Kind vom Kohlengräberland werden wir die Bedeutung von Kriegsgräberstätten für die kom munale Erinnerungskultur darstellen, um im Anschluss an wenigen ausgewählten Gräbern die Lebensgeschich ten der Bochumer Bürger, die ihr Leben als Opfer des Nazi-Terrors oder im 2. Weltkrieg verloren haben, zu er zählen. Ganz besonders freuen wir uns über die Teilnahme unseres Oberbürgermeisters Jörg Lukat , der die Erinnerungskultur für Bochum in einem Grußwort einordnen wird.
Die Veranstaltung findet am Donnerstag, den 03. September 2026, ab 17:00 Uhr auf dem Friedhof in Bochum-Gerthe, Kirchharpener Straße 63, 44805 Bochum statt. Treffpunkt ist die Trauerhalle, die Sie über den Eingang an der Kirchharpener Straße erreichen. Wir freuen uns sehr, Sie bei dieser besonderen Veranstaltung, die der Kreisverbände Bochum und Herne des Volksbundes
Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. und die Stadt Bochum gemeinsam durchführen, begrüßen zu können.
Mit herzlichen Grüßen
Carina Gödecke und Kai Gera
Carina Gödecke
Vorsitzende Kreisverband Bochum
MAIL / KONTAKT:
[email protected]
SPD
SPD-Fraktion im Bundestag
Axel Schäfer
Europa-Union Deutschland e.V.
Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e. V.
DPG Bochum NRW e.V.
Kosmopolen Verein
Emanuela Danielewicz - Gemeinsam-er gegen Rechts? Zapraszam!
www.dpg-bochum.nrw
Deutsch-Polnische Gesellschaft Bundesverband e.V.