EJF Deutschland

EJF Deutschland Environmental Justice Foundation (EJF)
Weltweit im Einsatz für unsere gemeinsame Erde und das grundlegende Menschenrecht auf eine sichere Umwelt.

Weltweit im Einsatz für unsere gemeinsame Erde und das grundlegende Menschenrecht auf eine sichere Umwelt. Investigative Untersuchungen und Filme sind unsere wichtigsten Werkzeuge, um weltweit Missstände aufzudecken. Gleichzeitig unterstützen wir Aktivist*innen, indigene Gruppen, betroffene Gemeinschaften und unabhängige Journalist*innen, die an vorderster Front für Umweltgerechtigkeit kämpfen. Mi

t unserer Arbeit tragen wir zur transparenten politischen Entscheidungsfindung bei – für grundlegende, langfristige Reformen zum Schutz der natürlichen Umwelt und der Menschenrechte und eine friedliche, gerechte und nachhaltige Zukunft.

Feuchtgebiete zählen zu den wertvollsten und artenreichsten Lebensräumen der Welt. Sie versorgen uns mit sauberem Trinkw...
03/01/2025

Feuchtgebiete zählen zu den wertvollsten und artenreichsten Lebensräumen der Welt. Sie versorgen uns mit sauberem Trinkwasser, schützen vor extremen Wetterereignissen wie Überschwemmungen und Stürmen, regulieren das Klima und sind ein Zuhause für eine beeindruckende Vielfalt an Pflanzen und Tieren.

🌿 In Feuchtgebieten wurden bisher über 100.000 Arten entdeckt, und jedes Jahr kommen etwa 200 neue dazu. Besonders bemerkenswert: Viele Arten sind endemisch und kommen nur dort vor.

🌍 Diese einzigartigen Ökosysteme spielen auch eine Schlüsselrolle im Klimaschutz. Moore, die nur etwa 3 % der weltweiten Landfläche ausmachen, speichern 25 % des Bodenkohlenstoffs – ein entscheidender Beitrag im Kampf gegen die Klimakrise.

💧 Feuchtgebiete reinigen unser Wasser, indem sie Schadstoffe wie Schwermetalle, Pestizide und Antibiotika filtern. Gleichzeitig sorgen sie für stabile Grundwasserspiegel und Bodenfeuchtigkeit – lebenswichtig für Menschen und Natur.

Die sogenannte Ramsar-Konvention schützt diese wertvollen Lebensräume. Viele Ramsar-Gebiete haben zudem kulturelle oder spirituelle Bedeutung für lokale Gemeinschaften.

🇩🇪 In Deutschland gibt es 35 Ramsar-Gebiete. Über 80 % davon sind Watt- und Wasserflächen in der Nord- und Ostsee.

Einige Rohstoffkonzerne behaupten, Tiefseebergbau sei für die Energiewende notwendig. Doch das stimmt nicht.Die Energiew...
02/01/2025

Einige Rohstoffkonzerne behaupten, Tiefseebergbau sei für die Energiewende notwendig. Doch das stimmt nicht.

Die Energiewende darf nicht als Rechtfertigung dienen, einen fragilen, fast unberührten Teil unserer Erde zu zerstören, den wir weder vollständig kennen noch verstehen.

Der Raubbau in der nahezu unberührten Tiefsee wäre eine ökologische Katastrophe, der unbedingt verhindert werden muss.

Mehr dazu in unserem Bericht: https://ejfoundation.org/de/berichte/kritische-rohstoffe-und-der-grüne-übergang-braucht-es-tiefseebergbau

In Tiefseebergbau zu investieren bedeutet auch zu glauben, dass es in den nächsten 25 Jahren keine bedeutenden technolog...
01/01/2025

In Tiefseebergbau zu investieren bedeutet auch zu glauben, dass es in den nächsten 25 Jahren keine bedeutenden technologischen Fortschritte in der Batterieproduktion geben wird. Schon heute wissen wir, dass diese Annahme falsch ist.

Echte Lösungen für eine nachhaltige Zukunft:

🔋 neue Batterietechnologien
♻️ Verbesserung bestehender Recyclingraten
📉 Reduzierung unseres Rohstoffbedarfs

Die Tiefsee ist das Zuhause zahlreicher Lebewesen, die wir noch nicht erforscht haben und die wir nicht verstehen. Sie könnten biochemische Stoffe enthalten, die unter anderem für die Medizin revolutionär wären.

Tiefseebergbau droht diese uns bisher unbekannte Welt auszulöschen. Das muss um jeden Preis verhindert werden.

Der Ozean ist unverzichtbar für das Leben auf der Erde – doch illegale Fischerei, Verschmutzung und die Klimakrise setze...
31/12/2024

Der Ozean ist unverzichtbar für das Leben auf der Erde – doch illegale Fischerei, Verschmutzung und die Klimakrise setzen ihm massiv zu.

Trotz Versprechen, bis 2030 30 % der Meere zu schützen, sind aktuell nur 8 % geschützt – und davon haben gerade einmal 2,4 % einen hohen Schutzstatus. Viele Schutzgebiete existieren nur auf dem Papier und bieten keinen effektiven Schutz vor zerstörerischen Praktiken.

Um das 30x30-Ziel zu erreichen, müssen Schutzgebiete sinnvoll geplant und umgesetzt werden – mit aktiver Beteiligung lokaler und indigener Gemeinschaften.

Es ist Zeit, den Ozean konsequent zu schützen, damit er uns im Kampf gegen die Klimakrise und das Artensterben unterstützt.

Grundschleppnetzfischerei hat in Meeresschutzgebieten (MPAs) nichts zu suchen. 🇫🇷 Wir haben die französische Regierung a...
30/12/2024

Grundschleppnetzfischerei hat in Meeresschutzgebieten (MPAs) nichts zu suchen. 🇫🇷 Wir haben die französische Regierung aufgefordert, sich an ihre Gesetze zu halten und die Praxis in zwei ihrer empfindlichsten und artenreichsten Schutzgebieten zu stoppen.

Bei der Grundschleppnetzfischerei werden schwere Netze über den Meeresboden gezogen. Dadurch werden wichtige Lebensräume langfristig zerstört und Tiere gefangen, die eigentlich gar nicht gefischt werden sollen.

Trotz ihrer verheerenden Auswirkungen wird in 77 % der französischen Natura-2000-Meeresschutzgebiete weiterhin Grundschleppnetzfischerei betrieben – ein Verstoß gegen das französische Umweltrecht.

Obwohl sich unser Antrag auf zwei spezifische französische Meeresschutzgebiete konzentriert, sehen wir darin ein exemplarisches Versagen bei der Durchsetzung bestehender Umweltgesetze: So beobachten wir ähnliche Verstöße in anderen EU-Mitgliedstaaten, wo die Grundschleppnetzfischerei ebenfalls in Schutzgebieten praktiziert wird.

🇩🇪 In Deutschland gibt es klare Hinweise für ein ähnliches Versagen bei der Umsetzung geltenden Rechts. Wir haben Nachforschungen eingeleitet und prüfen die Notwendigkeit ähnlicher rechtlicher Schritte wie in Frankreich.

Frankreich setzt nationale und EU-Gesetze nicht um, indem es weiterhin die zerstörerische Grundschleppnetzfischerei in Meeresschutzgebieten erlaubt.

27/12/2024

Das Ergebnis unserer Untersuchungen der Aktivitäten der chinesischen Hochseeflotte vor der Küste Ostafrikas ist erschütternd: Zwangsarbeit, Menschenhandel und körperliche Misshandlungen gehören ebenso zum Alltag wie grausame Praktiken in der Fischerei – von der brutalen Verstümmelung von Haien bis hin zum gezielten Töten von Meeressäugern.

Besonders brisant: Diese Schiffe sind mit dem chinesischen Fischereikonzern Zhejiang Ocean Family Co, Ltd (ZOF) verbunden, der Handelsbeziehungen zu bekannten Unternehmen wie Amazon, Lidl, Marks & Spencer und Carrefour unterhält.

Die Meeresfrüchte dieses Unternehmens finden weltweit ihren Weg in die Regale – möglicherweise auch Produkte, die mit diesen Verbrechen in Zusammenhang stehen.

Der globale Fischereisektor muss dringend transparenter werden. Die Globale Charta für Transparenz in der Fischerei ist ein wichtiger Schritt, um illegale Praktiken aufzudecken und verantwortungsvolle Unternehmen zu unterstützen.

Mehr dazu: https://ejfoundation.org/de/berichte/flut-der-ungerechtigkeit-ausbeutung-und-illegale-fischerei-auf-chinesischen-schiffen-im-suedwestlichen-indischen-ozean

Das Pantanal-Feuchtgebiet in Brasilien ist ein wichtiges Rückzugsgebiet für Jaguare und beherbergt die höchste Jaguar-Di...
26/12/2024

Das Pantanal-Feuchtgebiet in Brasilien ist ein wichtiges Rückzugsgebiet für Jaguare und beherbergt die höchste Jaguar-Dichte weltweit. Doch ihr Lebensraum ist bedroht. Um ihre Zukunft zu sichern, müssen wir ihr Zuhause schützen.

Die Zukunft des Pantanals und anderer Feuchtgebiete ist noch nicht entschieden, doch es ist höchste Zeit zu handeln.

Vor dem nächsten UN-Klimagipfel im brasilianischen Belém im nächsten Jahr müssen Feuchtgebiete endlich die Unterstützung erhalten, die sie verdienen.

Treibnetze sind eine tödliche Gefahr für unsere Meere. Die kilometerlangen Netze fangen nicht nur Thunfisch und Schwertf...
25/12/2024

Treibnetze sind eine tödliche Gefahr für unsere Meere. Die kilometerlangen Netze fangen nicht nur Thunfisch und Schwertfisch, sondern auch Delfine, Wale und Schildkröten, die darin qualvoll ertrinken.

Werden diese Netze verloren oder entsorgt, werden sie zu „Geisternetzen“ – eine unkontrollierbare Bedrohung für Meereslebewesen, die gleichzeitig den Ozean weiter mit Plastik vermüllt.

Unser Team hat im Alborán-Meer aufgedeckt, dass marokkanische Fischer diese verbotenen Netze weiterhin einsetzen – oft unter den Augen der Behörden.

Marokko muss dringend das Verbot durchsetzen, und die EU sollte verhindern, dass illegal gefangener Fisch auf dem europäischen Markt landet.

Gemeinsam mit Fischergemeinschaften müssen wir Lösungen finden, die den Schutz der Meere und den Schutz der Lebensgrundlagen der Menschen verbinden.

📖 Mehr in unserem Bericht:

Treibnetze können mehrere Kilometer lang sein und fangen alles ein, was sich ihnen in den Weg stellt.

24/12/2024

🌊 Meere schützen, unsere Zukunft sichern!

Der Ozean ist das „blau schlagende Herz“ unserer Erde und die größte aktive Kohlenstoffsenke – er macht das Leben auf der Erde möglich.

Doch seine wertvollen Ökosysteme sind in Gefahr: Zerstörung von Mangroven und Seegraswiesen, illegale Fischerei und Überfischung bedrohen die Artenvielfalt, unser Klima und die Lebensgrundlagen von Millionen Menschen.

Um die Meere und unsere Zukunft zu schützen, brauchen wir echte Schutzmaßnahmen. Mindestens 30 % der Meere müssen zu wirksamen Meeresschutzgebieten werden – und nicht zu ‚paper parks‘, die nur auf dem Papier existieren.

Das wird nicht nur zu gesünderen Fischpopulationen und einer blühenden Meeresflora- und fauna führen, sondern auch dazu beitragen, dass Meeres- und Küstenökosystemen wie Mangrovenwälder, Seegraswiesen und Salzmarschen ihre CO2-speichernde Funktion beibehalten und uns helfen, die Klimakrise zu bekämpfen.

Thailand geht entschieden gegen Plastikverschmutzung vor und hat den Import von Plastikmüll verboten. 👏Wir begrüßen dies...
23/12/2024

Thailand geht entschieden gegen Plastikverschmutzung vor und hat den Import von Plastikmüll verboten. 👏

Wir begrüßen diese Entscheidung der thailändischen Regierung – das Verbot von Plastikmüllimporten wird dazu beitragen, die Menge an Plastik und Plastikverschmutzung in Thailand zu reduzieren.

Auch wenn dies ein großer Fortschritt für Thailand ist, bleibt noch viel zu tun. Nach Inkrafttreten des Gesetzes muss die thailändische Regierung sicherstellen, dass es auch durchgesetzt und umgesetzt wird.

In den Lieferketten für Fisch und Meeresfrüchte herrschen oft erschreckende Missstände: Tierquälerei, Menschenrechtsverl...
20/12/2024

In den Lieferketten für Fisch und Meeresfrüchte herrschen oft erschreckende Missstände: Tierquälerei, Menschenrechtsverletzungen und illegale Fischerei sind keine Ausnahmen, sondern traurige Realität.

Jährlich sterben Schätzungen zufolge über 100.000 Menschen in der Fischerei. Menschenhandel, moderne Sklaverei und gefährliche Arbeitsbedingungen prägen das Leben vieler Crews an Bord. Gewalt gegen Arbeiter*innen auf Hochseeschiffen bleibt oft ungestraft.

Die hochkomplexen, undurchsichtigen Lieferketten erschweren es, illegale Aktivitäten aufzudecken und Verantwortliche zur Rechenschaft zu ziehen.

Besonders deutlich zeigt sich dies bei der weltweit größten Hochseeflotte: der chinesischen. EJF-Untersuchungen belegen, dass sie in erschreckendem Ausmaß für illegale Fischerei, Tierquälerei und Menschenrechtsverletzungen verantwortlich ist – sowohl auf hoher See als auch in den Küstengewässern des Globalen Südens.

Das muss sich dringend ändern.

🔎 Transparenz ist der Schlüssel: Wenn Fanglizenzen, Informationen über Verstöße und die wahren Profiteure der Fischerei öffentlich zugänglich sind, können illegale Praktiken aufgedeckt und gestoppt werden.

➡️ Diese kostengünstigen Maßnahmen fördern eine nachhaltige, legale und ethische Fischerei – und helfen uns als Verbraucher*innen, bewusstere Entscheidungen zu treffen, ohne fragwürdige Machenschaften zu unterstützen.

📕 EJF-Bericht: „Flut der Ungerechtigkeit“: Ausbeutung und illegale Fischerei auf chinesischen Schiffen im südwestlichen Indischen Ozean: https://ejfoundation.org/de/berichte/flut-der-ungerechtigkeit-ausbeutung-und-illegale-fischerei-auf-chinesischen-schiffen-im-suedwestlichen-indischen-ozean

🌊 Zusammen mit dem Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland, der Deutsche Umwelthilfe und Patagonia haben wir eine kl...
19/12/2024

🌊 Zusammen mit dem Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland, der Deutsche Umwelthilfe und Patagonia haben wir eine klare Botschaft an die Politik überbracht:

Grundschleppnetze zerstören wertvolle Meeresschutzgebiete – das muss ein Ende haben. ❌

Mit knapp 200.000 Unterschriften, davon 69.000 aus Deutschland, haben engagierte Menschen aus ganz Europa die Petition unterstützt, die in Berlin an Bernt Farcke vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft - BMEL übergeben wurde.

🔴 Warum Grundschleppnetze ein Problem sind:

Bei dieser zerstörerischen Fangmethode werden riesige Fischernetze über den Meeresboden gezogen. Das zerstört Lebensräume und gefährdet empfindliche Ökosysteme – sogar in Schutzgebieten wie der Doggerbank und dem Wattenmeer.

🐟 Diese Gebiete, die eigentlich als Rückzugsorte für bedrohte Arten dienen sollen, werden durch Grundschleppnetzfischerei massiv geschädigt.

Unser Einsatz für unseren Ozean ist nicht verhandelbar, denn er ist essenziell für die Gesundheit unseres Planeten, die Ernährungssicherheit und die Regulierung unseres Klimas. 🌊

Ein Verbot der Grundschleppnetzfischerei in Schutzgebieten ist nicht nur ein notwendiger Schritt zum Schutz unserer Meere, sondern auch eine Investition in die Zukunft kommender Generationen.

Die Zeit zu handeln ist jetzt. Unsere Meere und die Menschen, die von ihnen abhängen, können nicht länger warten.

Eine Petition mit 200.000 Stimmen wurde von Patagonia und anderen NGO beim Bundesministerium eingereicht. Gefordert wird ein Verbot für Grundschleppnetze.

Adresse

Skalitzer Straße 85/86
Berlin
10997

Benachrichtigungen

Lassen Sie sich von uns eine E-Mail senden und seien Sie der erste der Neuigkeiten und Aktionen von EJF Deutschland erfährt. Ihre E-Mail-Adresse wird nicht für andere Zwecke verwendet und Sie können sich jederzeit abmelden.

Die Organisation Kontaktieren

Nachricht an EJF Deutschland senden:

Teilen