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HIF Global, das weltweit führende Unternehmen im Bereich e-Fuels, und der japanische Energiekonzern Idemitsu Kosan wolle...
16/08/2026

HIF Global, das weltweit führende Unternehmen im Bereich e-Fuels, und der japanische Energiekonzern Idemitsu Kosan wollen gemeinsam die Entwicklung eines eFuel-Projekts in Japan überprüfen. Im Rahmen einer jetzt unterzeichneten Absichtserklärung (Memorandum of Understanding, kurz: MOU) sollen Möglichkeiten untersucht werden, synthetische Kraftstoffe auf Basis von grünem Wasserstoff und abgeschiedenem CO₂ für den japanischen Markt zu produzieren und bereitzustellen.

Die Partnerschaft verbindet zwei Unternehmen mit klar verteilten Rollen: Während HIF Global zu den weltweit führenden Projektentwicklern im Bereich Power-to-Liquids (PtL) zählt, bringt Idemitsu als einer der größten Raffinerie- und Kraftstoffanbieter Japans umfangreiche Erfahrungen im Ausbau von Infrastruktur, Vermarktung und Versorgung des heimischen Marktes ein. Gemeinsam soll bewertet werden, wie sich eFuels künftig in die bestehende Kraftstoffversorgung integrieren lassen.

Die Ankündigung unterstreicht die wachsende Bedeutung Japans für den internationalen eFuel-Hochlauf. Das Land verfügt nur über begrenzte heimische erneuerbare Energiepotenziale und setzt deshalb zunehmend auf internationale Partnerschaften, um den langfristigen Bedarf an klimaneutralen Molekülen für Luftfahrt, Schifffahrt und den Straßenverkehr zu decken. 

Der brasilianische Kraftstoffhersteller Acelen Renewables hat nach eigenen Angaben bereits rund 90 % der künftigen Produ...
11/08/2026

Der brasilianische Kraftstoffhersteller Acelen Renewables hat nach eigenen Angaben bereits rund 90 % der künftigen Produktion seiner geplanten Bioraffinerie in Bahia über langfristige Verträge abgesichert. Dazu gehören sowohl Abnahmevereinbarungen für Sustainable Aviation Fuel (SAF) und HVO (Renewable Diesel) als auch Verträge zur Versorgung mit Rohstoffen. Zu den Partnern zählen unter anderem Bunge, Trafigura, Moeve und BGN.

Die Bioraffinerie soll ab 2029 jährlich rund eine Milliarde Liter erneuerbare Kraftstoffe produzieren und setzt dabei auf Macaúba-Öl als Hauptrohstoff. Die in Brasilien heimische Palme wächst auf degradierten Flächen und gilt als vielversprechender Feedstock für die Produktion von HVO und SAF.

Bemerkenswert ist vor allem der Zeitpunkt. Noch bevor die Anlage in Betrieb geht, sind große Teile der späteren Produktion bereits vermarktet. Das zeigt, wie sich der Markt für erneuerbare Kraftstoffe entwickelt: Entscheidend sind nicht mehr allein Technologie und Produktionskapazität, sondern zunehmend auch langfristige Liefer- und Abnahmeverträge. Sie schaffen Planungssicherheit für Investoren und erleichtern die Finanzierung großer Industrieprojekte.

Der finnische Kraftstoffhersteller Neste, weltweit einer der größten Produzenten von HVO (Renewable Diesel) und Sustaina...
09/08/2026

Der finnische Kraftstoffhersteller Neste, weltweit einer der größten Produzenten von HVO (Renewable Diesel) und Sustainable Aviation Fuel (SAF), hat seine starken Halbjahreszahlen für 2026 veröffentlicht. Besonders bemerkenswert: Der Geschäftsbereich Renewable Products erreichte im zweiten Quartal eine vergleichbare Verkaufsmarge von 1.223 US-Dollar je Tonne - der höchste Wert, der in der Unternehmensgeschichte gemessen wurde.

Als Treiber nennt Neste unter anderem eine robuste Nachfrage nach erneuerbaren Kraftstoffen, ein günstiges Marktumfeld sowie eine starke operative Performance. Gleichzeitig investiert das Unternehmen weiter in den Ausbau seiner Produktionskapazitäten und hält an seinem strategischen Kurs fest, die weltweite Verfügbarkeit von Renewable Diesel und SAF weiter zu erhöhen.

Die Zahlen zeigen, dass erneuerbare Kraftstoffe zunehmend nicht nur klimapolitisch, sondern auch wirtschaftlich an Bedeutung gewinnen. Während in den vergangenen Jahren vor allem Investitionsankündigungen im Fokus standen, liefern Unternehmen wie Neste inzwischen den Nachweis, dass sich der Markt für HVO und SAF Schritt für Schritt etabliert und zu einem tragenden Bestandteil des Geschäfts entwickelt.

Der italienische Engineering- und Anlagenbauer Saipem hat von Enilive einen Auftrag in Höhe von etwa 800 Mio. Euro zum A...
06/08/2026

Der italienische Engineering- und Anlagenbauer Saipem hat von Enilive einen Auftrag in Höhe von etwa 800 Mio. Euro zum Ausbau der Bioraffinerie in Venedig erhalten. Das Projekt umfasst den Bau einer neuen Deoxygenierungsanlage, einem zentralen Prozessschritt bei der Herstellung von HVO (Hydrotreated Vegetable Oil). Ziel ist es, die Produktionskapazität für erneuerbare Kraftstoffe am Standort weiter auszubauen.

Die Raffinerie in Venedig war bereits 2014 die erste konventionelle Raffinerie Europas, die vollständig zu einer Bioraffinerie umgebaut wurde. Mit der neuen Investition setzt Enilive den Ausbau seiner Produktionskapazitäten konsequent fort. Das Unternehmen gehört heute zu den größten HVO-Produzenten Europas und investiert parallel in den Ausbau der Tankstelleninfrastruktur, unter anderem durch die geplante Übernahme des OIL!-Tankstellennetzes in der DACH-Region.

Die Meldung zeigt, dass sich der Hochlauf erneuerbarer Kraftstoffe nicht nur an neuen Produktionsstandorten entscheidet. Ebenso wichtig ist der gezielte Ausbau bestehender Anlagen. Zusätzliche HVO-Kapazitäten schaffen die Grundlage dafür, künftig mehr erneuerbaren Diesel für Straßenverkehr, Logistik und Industrie bereitzustellen und gleichzeitig die Versorgungssicherheit in Europa zu stärken.

Velocys, ein britisches Technologieunternehmen, das auf Fischer-Tropsch-Reaktoren und Prozesslösungen für Sustainable Av...
02/08/2026

Velocys, ein britisches Technologieunternehmen, das auf Fischer-Tropsch-Reaktoren und Prozesslösungen für Sustainable Aviation Fuel (SAF) sowie Power-to-Liquids (PtL) spezialisiert ist, hat mit dem AlphaCore™ 400 die nächste Generation seines Fischer-Tropsch-Reaktors vorgestellt. Nach Angaben des Unternehmens bietet das neue System mehr als die doppelte Produktionskapazität der bisherigen Reaktorgeneration und soll die Wirtschaftlichkeit großskaliger Anlagen für Sustainable Aviation Fuel (SAF) und synthetische Kraftstoffe weiter verbessern.

Die Fischer-Tropsch-Synthese gilt als eine der Schlüsseltechnologien für die Herstellung synthetischer Kraftstoffe. Dabei werden Synthesegase, beispielsweise aus grünem Wasserstoff und CO₂ oder aus Biomasse, in flüssige Kohlenwasserstoffe umgewandelt, aus denen unter anderem SAF, e-Diesel oder e-Naphtha hergestellt werden können. Die eigentliche Herausforderung liegt heute weniger im chemischen Prozess als in dessen wirtschaftlicher Skalierung.

Genau hier setzt Velocys an. Mit einer höheren Reaktorkapazität sollen sich die Anzahl der benötigten Reaktormodule, der Anlagenaufwand und damit auch die Investitionskosten pro Produktionseinheit reduzieren. Für die nächste Generation industrieller PtL- und SAF-Anlagen könnten solche technologischen Fortschritte ein wichtiger Baustein sein, um synthetische Kraftstoffe künftig effizienter und wettbewerbsfähiger zu produzieren.

Enilive übernimmt das Tankstellennetz OIL! mit rund 320 Standorten in Deutschland, Österreich, der Schweiz und Dänemark....
29/07/2026

Enilive übernimmt das Tankstellennetz OIL! mit rund 320 Standorten in Deutschland, Österreich, der Schweiz und Dänemark. Die Übernahme stärkt nicht nur die Marktpräsenz des Unternehmens in Mitteleuropa, sie könnte mit der Übernahme auch den Ausbau von HVO100 deutlich beschleunigen. 

Enilive zählt bereits heute zu den führenden Anbietern erneuerbarer Kraftstoffe in Europa und betreibt mit HVOlution ein eigenes HVO100-Angebot, das in Italien und Deutschland bereits an einem wachsenden Tankstellennetz verfügbar ist. Mit der Integration der OIL!-Standorte entsteht nun die Möglichkeit, dieses Angebot schrittweise auch in weiteren Märkten auszubauen. Bestehende Tankstellen lassen sich dabei vergleichsweise einfach für HVO100 nachrüsten, da der Kraftstoff über die vorhandene Infrastruktur gelagert und abgegeben werden kann.

Gerade für Deutschland ist das ein interessanter Schritt. Obwohl immer mehr Fahrzeughersteller HVO100 freigeben und die Nachfrage aus Transport, Logistik und Flottenbetrieb wächst, bleibt die Zahl der verfügbaren Tankstellen bislang begrenzt. Ein etablierter Betreiber mit mehreren hundert Standorten könnte dazu beitragen, die Verfügbarkeit von HVO deutlich zu erhöhen und den Zugang für gewerbliche wie private Nutzer zu erleichtern.

Die Übernahme zeigt zugleich, dass sich der Wettbewerb im europäischen Kraftstoffmarkt zunehmend auf die Frage verlagert, wer die Infrastruktur für erneuerbare Kraftstoffe bereitstellt. Neben Produktionskapazitäten wird damit der Ausbau des Tankstellennetzes zu einem entscheidenden Baustein für die Marktdurchdringung von HVO100.

Gulfstream, ein seit 1999 vollständig zu General Dynamics gehörender US-amerikanischer Flugzeughersteller, hat erstmals ...
25/07/2026

Gulfstream, ein seit 1999 vollständig zu General Dynamics gehörender US-amerikanischer Flugzeughersteller, hat erstmals die Auswirkungen von 100 % Sustainable Aviation Fuel (SAF) unter realen Bedingungen in Reiseflughöhe untersucht, also auf rund 50.000 Fuss (ca. 15,2 km). Für die Testkampagne flog eine Gulfstream G800 mit vollständig nachhaltigem Flugkraftstoff, begleitet von einer speziell ausgerüsteten G700 mit Messtechnik, die Emissionen direkt im Abgasstrahl analysierte.

Im Fokus standen dabei die Nicht-CO₂-Effekte des Luftverkehrs. Nach Angaben von Gulfstream führten die Flüge mit 100 % SAF zu einer deutlich geringeren Rußpartikelanzahl. Diese Partikel gelten als wesentlicher Faktor für die Bildung langlebiger Kondensstreifen, die einen erheblichen Einfluss auf die Klimawirkung des Luftverkehrs haben können.

Die Ergebnisse liefern wichtige Daten für die weitere Entwicklung und Zulassung nachhaltiger Flugkraftstoffe. Während SAF bislang überwiegend als Beimischung zu fossilem Kerosin eingesetzt wird, soll die Untersuchung dazu beitragen, den Weg für den künftigen Einsatz von 100 % SAF weiter zu ebnen.

Das brasilianische Unternehmen Energis8 (E8R) plant den Bau einer großskaligen SAF-Anlage in Paulínia im Bundesstaat São...
20/07/2026

Das brasilianische Unternehmen Energis8 (E8R) plant den Bau einer großskaligen SAF-Anlage in Paulínia im Bundesstaat São Paulo. Ziel ist eine Jahresproduktion von rund 1 Milliarde Litern Sustainable Aviation Fuel (SAF) bis 2031. Die Investition wird auf etwa 1,3 Milliarden US-Dollar beziffert.

Besonders interessant ist der gewählte Ansatz: Energis8 setzt auf den Alcohol-to-Jet (AtJ)-Pfad und nutzt dabei Brasiliens starke Ethanolindustrie. Das Unternehmen möchte Ethanol von Produzenten beziehen und daraus SAF herstellen, anstatt selbst als klassischer Kraftstoffhersteller aufzutreten. Damit könnte Brasilien einen Teil seines bestehenden Bioethanol-Ökosystems für die Dekarbonisierung der Luftfahrt nutzen.

Die Ankündigung zeigt, wie unterschiedlich die globalen SAF-Strategien ausfallen. Während in Europa häufig über eSAF auf Basis von grünem Wasserstoff und CO₂ diskutiert wird, setzt Brasilien auf seine vorhandenen Stärken im Bereich erneuerbarer Kohlenstoffquellen. Für die Luftfahrtbranche ist das eine weitere Erinnerung daran, dass der SAF-Hochlauf nicht über einen einzigen Technologiepfad erfolgen wird, sondern über eine Kombination verschiedener Produktionsrouten und regionaler Rohstoffvorteile.

Die BMW Group und Enilive haben eine Vereinbarung geschlossen, um den Einsatz von HVO100 in den Unternehmensflotten von ...
17/07/2026

Die BMW Group und Enilive haben eine Vereinbarung geschlossen, um den Einsatz von HVO100 in den Unternehmensflotten von BMW in Italien auszubauen. Künftig sollen geeignete Dieselfahrzeuge der BMW Group Italia mit Enilive HVOlution betankt werden, einem Kraftstoff aus erneuerbaren Rohstoffen, der laut Enilive ohne technische Umrüstung in vielen freigegebenen Dieselfahrzeugen eingesetzt werden kann (mehr dazu unter: https://www.enilive.de/produkte/hvolution)

Im Mittelpunkt steht dabei nicht die Theorie, sondern der praktische Betrieb. Große Unternehmensflotten stehen zunehmend unter Druck, ihre Emissionen zu senken, gleichzeitig müssen Fahrzeuge täglich verfügbar bleiben und wirtschaftlich betrieben werden können. Genau hier setzt HVO100 an: Der Kraftstoff kann bestehende Dieselantriebe weiter nutzen und ermöglicht eine unmittelbare Reduktion der Treibhausgasemissionen über den Lebenszyklus, ohne dass Fahrzeuge ersetzt oder Ladeinfrastruktur aufgebaut werden muss.

Bemerkenswert ist die Signalwirkung der Vereinbarung. Während viele Hersteller über alternative Antriebe sprechen, nutzt BMW den Kraftstoff nun auch im eigenen operativen Umfeld. Für Enilive wiederum ist die Kooperation ein weiterer Baustein beim Ausbau des HVO-Marktes in Italien. Das Unternehmen betreibt bereits mehrere Bioraffinerien und gehört zu den wichtigsten Akteuren beim Hochlauf erneuerbarer flüssiger Kraftstoffe in Europa.

Der Schritt zeigt zudem, dass die Dekarbonisierung von Fuhrparks nicht ausschließlich über den Austausch von Fahrzeugen erfolgen muss. Gerade bei bestehenden Flotten können erneuerbare Kraftstoffe eine zusätzliche Option sein, um Emissionen kurzfristig zu reduzieren und gleichzeitig die vorhandene Infrastruktur weiter zu nutzen. In Italien, wo Enilive sein HVO100-Netz kontinuierlich ausbaut, entstehen damit zunehmend reale Anwendungsfälle jenseits von Pilotprojekten und Demonstrationen.

Die US Umweltbehörde EPA hat die Renewable Fuel Standards für 2026 und 2027 finalisiert und damit die höchsten Gesamtvol...
12/07/2026

Die US Umweltbehörde EPA hat die Renewable Fuel Standards für 2026 und 2027 finalisiert und damit die höchsten Gesamtvolumina in der Geschichte des Programms festgelegt. Für 2026 liegen die Vorgaben bei 26,81 Mrd. Gallonen, für 2027 bei 27,02 Mrd. Gallonen erneuerbarer Kraftstoffe.

Besonders relevant ist der Bereich Biomass Based Diesel, also Biodiesel und Renewable Diesel, also HVO. Nach Einschätzung der EPA erfordern die neuen Vorgaben eine deutliche Steigerung von Produktion und Einsatz. In der Marktberichterstattung wird ein Plus von mehr als 60% gegenüber 2025 genannt.

Damit setzen die USA einen klaren regulatorischen Impuls für erneuerbare flüssige Kraftstoffe. Neben Elektromobilität bleibt der Bestand mit Dieselmotoren ein zentraler Hebel, besonders dort, wo schwere Fahrzeuge, lange Laufzeiten und bestehende Infrastruktur den Alltag bestimmen. Für Biodiesel und Renewable Diesel bedeutet das mehr politischen Rückenwind, mehr Nachfrage und mehr Druck, Produktionskapazitäten auch tatsächlich hochzufahren.

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