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In Schwedt/Oder wurde der Förderbescheid über insgesamt 350 Mio. € für das Projekt Brandenburg eSAF offiziell durch Bund...
02/06/2026

In Schwedt/Oder wurde der Förderbescheid über insgesamt 350 Mio. € für das Projekt Brandenburg eSAF offiziell durch Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche und Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke übergeben. Auf dem Gelände der PCK Raffinerie soll damit Deutschlands größte Anlage zur Produktion von Electric Sustainable Aviation Fuels (eSAF) im industriellen Maßstab entstehen.

Katherina Reiche ordnet den Schritt klar ein: „Es kommt jetzt darauf an, die Energieversorgung in der PCK und der Region dauerhaft zu stabilisieren, Wachstumspotenziale gezielt zu stärken und neue Investitionen anzustoßen. Das von uns geförderte Projekt Brandenburg eSAF ist dafür ein zentraler Baustein: Es verbindet industrielle Stärke mit Innovation, erschließt neue Wertschöpfungsketten und eröffnet langfristige Perspektiven für Beschäftigung, Wohlstand und Versorgungssicherheit.“

Dietmar Woidke betont den Standortanspruch: „In Brandenburg herrschen ideale Voraussetzungen für die Umsetzung dieses zukunftsweisenden Projekts. Brandenburg war, ist und bleibt Vorreiter für neue Antriebstechniken, auch in der Luftfahrt.“

ORLEN hat in Płock eine neue HVO-Anlage zur Hydrierung von Pflanzenölen (HVO-Synthese) in Betrieb genommen. Die Anlage s...
31/05/2026

ORLEN hat in Płock eine neue HVO-Anlage zur Hydrierung von Pflanzenölen (HVO-Synthese) in Betrieb genommen. Die Anlage soll rund 300.000 Tonnen Biokraftstoff-Komponenten pro Jahr liefern und den Hochlauf erneuerbarer Dieselkomponenten in Europa spürbar beschleunigen.

Bemerkenswert ist der Supply-Chain-Ansatz: ORLEN betont die Nutzung lokaler Rohstoffe (u. a. Rapsöl sowie Used Cooking Oil/UCO) und positioniert die Investition als Stärkung der Versorgungssicherheit und der heimischen Wertschöpfung. Das Investment wird mit über 800 Mio. PLN beziffert (grob ~180-190 Mio. €, je nach Wechselkurs).

Strategisch passt das in eine größere Vision: Mit der neuen Anlage steigt die Biofuel-Kapazität der ORLEN-Gruppe laut Unternehmen auf ~700.000 Tonnen/Jahr, mit dem Ziel 1,1 Mio. Tonnen bis 2030. Für den Markt ist das ein klares Signal, dass HVO nicht nur „Verfügbarkeit an der Zapfsäule“ ist, sondern zunehmend Industrieskalierung mit planbaren Volumina.

Das Bundesministerium für Verkehr (BMV) hat eine öffentliche Marktkonsultation zur geplanten Förderung von strombasierte...
27/05/2026

Das Bundesministerium für Verkehr (BMV) hat eine öffentliche Marktkonsultation zur geplanten Förderung von strombasiertem erneuerbarem Kerosin (eSAF) gestartet. Ziel ist es, den Markthochlauf zu beschleunigen und Investitionshemmnisse abbauen. Dafür stehen bis zu 2 Milliarden Euro Fördermittel im Raum. Ein wichtiges Zeichen!

Spannend ist das Förderdesign: Geplant ist ein Doppelauktionsmechanismus auf Basis des H2Global-Instruments. Dabei werden langfristige Abnahmeverträge mit eSAF-Produzenten mit kurzfristigen Verkaufsverträgen an Inverkehrbringer kombiniert, ein Intermediär gleicht die Differenz zwischen Angebots- und Nachfragepreisen dann aus. Genau das adressiert den Kernengpass heute: fehlende langfristige Offtakes und damit fehlende Planungssicherheit in der Lieferkette.

Das Programm ist zugleich das erste Projekt im Rahmen der europäischen „eSAF Early Movers Coalition“ und soll als Blaupause für weitere Förderprogramme dienen. Wer im Markt unterwegs ist, sollte sich die Konsultation ansehen: Die Rückmeldungen fließen in die Ausgestaltung der Förderung und in das beihilferechtliche Verfahren bei der EU-Kommission ein.

DHL Group erweitert die SAF-Zusammenarbeit mit IAG Cargo deutlich: Eine neue Fünf-Jahres-Vereinbarung (zusammen mit eine...
25/05/2026

DHL Group erweitert die SAF-Zusammenarbeit mit IAG Cargo deutlich: Eine neue Fünf-Jahres-Vereinbarung (zusammen mit einer Verlängerung der Vorjahresvereinbarung 2025) soll rund 240 Mio. Liter SAF ermöglichen, die am London Heathrow Airport „uplifted“ werden. Ziel ist, die Lifecycle-Treibhausgasemissionen der DHL-Express-Fracht auf British-Airways-Flügen messbar zu reduzieren.

Konkret erhält DHL Express die Scope-3-Emissionsreduktionen aus etwa 40 Mio. Litern „neat SAF“ pro Jahr; daraus erwartet DHL eine Lifecycle-Reduktion von ca. 640.000 t CO₂e. Wird das zusätzliche Framework mit DHL Global Forwarding einbezogen, könnten die Gesamtreduktionen laut DHL über 1 Mio. t CO₂e (Lifecycle) steigen.

Interessant ist auch die „Qualitätsseite“: Das eingesetzte SAF ist laut DHL ISCC-zertifiziert, stammt u. a. aus Used Cooking Oil, und wird mit ca. 90% Lifecycle-Reduktion gegenüber fossilem Jet Fuel angegeben. Das ist genau die Art von Beschaffung (Mengen, Zertifizierung, langfristige Struktur), die SAF vom Pilot-Thema zum echten Beschaffungsmarkt macht.

Rolls-Royce Power Systems stellt die Motorenprüfstände an mehreren Standorten auf HVO (Hydrotreated Vegetable Oil) um. L...
12/05/2026

Rolls-Royce Power Systems stellt die Motorenprüfstände an mehreren Standorten auf HVO (Hydrotreated Vegetable Oil) um. Laut Unternehmen werden damit die CO₂-Emissionen der Testläufe deutlich reduziert. Ein konkretes Signal, dass HVO nicht nur im Fuhrpark, sondern auch in industriellen Entwicklungs- und Testumgebungen als Standard funktioniert.

Genannt werden Prüfstandsbetriebe in Friedrichshafen, Augsburg und Ruhstorf. Die Umstellung spart laut Rolls-Royce Power Systems rund 3.200 Tonnen CO₂ pro Jahr ein. Zusätzlich werden positive Effekte bei Rußpartikeln und NOx erwähnt. Das ist relevant, weil Testumgebungen oft hohe Laufzeiten und Volllastprofile abbilden.

Für den Markt ist das ein wichtiges Signal: Wenn ein OEM-naher Player HVO in der eigenen Entwicklungs- und Validierungsinfrastruktur einsetzt, stärkt das Vertrauen in den Kraftstoff als Drop-in-Hebel für Bestandsanwendungen. Genau so entsteht Skalierung, wenn über reale Betriebsdaten, reproduzierbare Prozesse und konsequente Umsetzung in alltäglichen und industriellen Prozesse messbare Benefits entstehen.

Mehr dazu: https://efuel-today.com/rolls-royce-power-systems-setzt-bei-motorentests-auf-hvo/

In Großbritannien ist eine Pilotanlage gestartet, die nicht recycelbare Kunststoffabfälle in Richtung Sustainable Aviati...
11/05/2026

In Großbritannien ist eine Pilotanlage gestartet, die nicht recycelbare Kunststoffabfälle in Richtung Sustainable Aviation Fuel (SAF) bringen soll. Betreiber ist Clean Planet Technologies, der „Sustainability Innovation Centre“ steht in Discovery Park, Sandwich (Kent, Südost-England).

Spannend ist weniger die Schlagzeile „Plastik zu Kerosin“, sondern der Fokus auf den harten Teil der Industrialisierung: Die Anlage ist explizit für Feedstock- und Fuel-Testing, Validation und den Weg durch die ASTM-Qualifizierung gebaut, unterstützt durch das staatlich geförderte UK SAF Clearing House.

Das ist ein gutes Signal für die SAF-Roadmap: Neben HEFA & Co. entstehen zusätzliche Pfade für „schwierige“ Reststoffe. Gleichzeitig gilt aber: Pilot heißt Pilot - der nächste Schritt ist, ob die Qualität, Skalierbarkeit und Zertifizierung in der Praxis überzeugen.

Spannender Impuls aus der Kommunalpolitik: Die CDU-Fraktion Gelsenkirchen will den Einsatz des erneuerbaren Diesels HVO1...
06/05/2026

Spannender Impuls aus der Kommunalpolitik: Die CDU-Fraktion Gelsenkirchen will den Einsatz des erneuerbaren Diesels HVO100 bei GELSENDIENSTE prüfen lassen und ausdrücklich als pragmatischen Klimaschutz-Schritt für den Bestand in die Diskussion heben.

Konkret soll per Anfrage geklärt werden, welche Dieselfahrzeuge im kommunalen Fuhrpark grundsätzlich für den Einsatz von HVO100 geeignet sind und was für eine Umstellung im Betrieb nötig wäre. Genau diese Herangehensweise ist praxisnah: Erst technische Eignung/Herstellerfreigaben und Umsetzung prüfen, dann sauber entscheiden und implementieren.

Wenn Kommunen und Städte Klimaschutz „ab heute“ liefern wollen, sind Drop-in-Optionen wie HVO100 ein logischer und notwendiger Baustein, insbesondere dort, wo Fahrzeuge lange laufen und Ersatz durch Neufahrzeuge nicht kurzfristig möglich ist, weil die Beschaffung teuer und langwierig ist.

Der April-Roundup von GreenAir News zeigt ein klares Muster: SAF ist nicht mehr nur Regulierung und Zielbild einer nachh...
01/05/2026

Der April-Roundup von GreenAir News zeigt ein klares Muster: SAF ist nicht mehr nur Regulierung und Zielbild einer nachhaltigen Flugwirtschaft, sondern wird zunehmend über konkrete Mechaniken in den Betrieb und die Praxis übersetzt. Mehrjährige Abnahmevereinbarungen, klaren Volumenziele und zunehmend standardisierte und transparente Nachweiswege tragen zum Ausbau des SAF-Anteils im internationalen Flugverkehr bei.

Besonders spannend ist dabei der „operational Layer“: Book-and-Claim/Insetting-Modelle und Produkte wie GoGreen-Ansätze sorgen dafür, dass nicht nur Airlines, sondern auch Verlader und Logistiker SAF-Nachfrage in erheblichem Volumen bringen können, inklusive umittelbar zuordenbarer CO₂e-Wirkung.

Unser Fazit: Der Markt bewegt sich weg von Einzelprojekten hin zu praxisrelevanter Skalierung über Verträge, Infrastruktur und Governance. Genau das ist die Phase, in der SAF sich vom Pilot-Projekt zum industriellen Faktor entwickelt, der aus einer nachhaltigen Flugwirtschaft nicht mehr wegzudenken ist.

DHL berichtet, 2025 insgesamt 185 Kilotonnen SAF in den eigenen Flugoperationen genutzt zu haben, das entspricht etwa 10...
23/04/2026

DHL berichtet, 2025 insgesamt 185 Kilotonnen SAF in den eigenen Flugoperationen genutzt zu haben, das entspricht etwa 10% des gesamten Jet-Fuel-Verbrauchs und ist nahezu eine Verdreifachung gegenüber 2024. Damit zählt DHL neben IAG und Air France-KLM zu den Top-3-SAF-Käufern (und Verbrauchern).

Spannend ist der Markthebel über Partnerschaften: Eine neue 5-Jahres-Vereinbarung mit IAG Cargo soll 240 Mio. Liter SAF am Standort London Heathrow ermöglichen. DHL spricht dabei von Scope-3-Reduktionen für DHL Express auf BA-Flügen; zudem wird eine Größenordnung von ca. 40 Mio. Litern „neat SAF“ pro Jahr genannt, die etwa 640.000 Tonnen CO₂e (Lifecycle) einsparen sollen.

DHL beziffert die SAF-Ausgaben 2025 auf rund 200 Mio. € und nennt SAF den mit Abstand größten Dekarbonisierungshebel im Konzern. Parallel wird das Thema über Book-and-Claim/Insetting in Produkte wie GoGreen Plus und GoGreen Plus Base operationalisiert, um Kundennachfrage in Volumen zu übersetzen.

FincoEnergies und Scan Global Logistics (SGL) bringen ein praxisnahes Konzept für den Straßentransport nach vorn: ein „B...
14/04/2026

FincoEnergies und Scan Global Logistics (SGL) bringen ein praxisnahes Konzept für den Straßentransport nach vorn: ein „Biofuel Swap“-Modell, bei dem zertifiziertes HVO100 eingesetzt wird, um sofortige und verifizierbare CO₂e-Reduktionen zu ermöglichen - ohne dass Kunden ihre Fahrzeuge oder Prozesse kurzfristig umbauen müssen.

Der Kern ist Insetting statt Symbolik: HVO100 wird dort eingesetzt, wo es operativ sinnvoll verfügbar ist, während die Emissionsreduktion transparent zugeordnet und dokumentiert wird. Damit wird aus „wir würden gern“ ein skalierbarer Ansatz, der in bestehenden Logistikketten funktioniert.

Für Flotten und Versender ist das ein wichtiges Signal: Drop-in-Kraftstoffe bleiben ein zentraler Hebel, um Emissionen im Bestand kurzfristig zu senken - besonders, wenn Nachweisführung, Zertifizierung und Abwicklung so gestaltet sind, dass es im Tagesgeschäft nicht ausbremst.

Mehr dazu: https://efuel-today.com/biofuel-swap-mit-hvo100-sofort-messbare-co2-reduktionen-im-strassentransport/

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