Deutsche Geologische Gesellschaft - Geologische Vereinigung e.V. - DGGV

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Deutsche Geologische Gesellschaft - Geologische Vereinigung e.V. - DGGV Die Deutsche Geologische Gesellschaft – Geologische Vereinigung (DGGV)

Geo4Hannover2027CALL FOR SESSIONSSubmission deadline: November 16, 2026Call for Sessions for DGGV, DMG and PalGes! The D...
17/10/2026

Geo4Hannover2027

CALL FOR SESSIONS

Submission deadline: November 16, 2026

Call for Sessions for DGGV, DMG and PalGes!

The DBG is not issuing a call for sessions here!

We are pleased to invite the geoscience community (in the widest sense) to submit session proposals to the following main themes, reflecting the conference name, and to spread this Call for Sessions across their networks.

https://www.geo4hannover2027.de/call-for-sessions.html

Earth and beyond: Planetary science, geodynamics, geology, landscape dynamics, petrology, geochemistry, marine science
Life: Paleontology, geobiology, habitability, biodiversity, biogeochemistry, biomineralogy, environmental science, land use
Climate: Climate change, climate mitigation and adaption, climate models, cryosphere, oceanography, climate archives, extreme events

Resources: Mining, critical raw materials, energy transformation, mineral deposits, hydrogen

Materials: Crystallography, applied mineralogy, mineral physics, mineral groups

Application: Hydrogeology, radioactive waste storage, geothermal energy, CCUS, archaeometry, geohazards, geoheritage
Crosscutting Methods: (Big) data analysis, data management, modelling, GIS & remote sensing, field and laboratory analytical techniques, drilling, geochronology, imaging techniques

Early Careers: Pre-Icebreaker, young scientist session, SECRET, Career paths

The Public: Geoscience in school, geoscience education research, museums, care and preservation, knowledge transfer, dialogue, geoparks

Please note:
Each session requires a minimum of two conveners. We encourage that for each session at least one early-career professional be included as convener.

Provide a title, a list of at least two conveners including contact information, and a short description of your session (max. 250 words).

Select the appropriate theme(s) for your session. We particularly encourage sessions covering more than one theme. You can choose as many as three.

Suggest a keynote speaker if desired. Let us all aim for a diverse group of keynote speakers! We will apply for DFG support to help cover their travel and accommodation costs. This support is only available for foreign keynote speakers (not for German citizens abroad!).

Submit a proposal: https://www.conftool.pro/geo4hannover2027/

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Der Geologische Kalender 2027 >> Rohstoffe

DGGV-Exkursion Namibia II 2026In den Diamantenabbaugebieten am Oranje River. Interessensbekundungen für zukünftige Exkur...
16/10/2026

DGGV-Exkursion Namibia II 2026

In den Diamantenabbaugebieten am Oranje River.

Interessensbekundungen für zukünftige Exkursionen an [email protected]

Foto: (H.-Gerd Röhling)

Geologischer Dienst Nordrhein-WestfalenDie Seismik-Messungen starten!Rund 180 Kilometer liegen vor den Vibro-Trucks, que...
16/10/2026

Geologischer Dienst Nordrhein-Westfalen

Die Seismik-Messungen starten!

Rund 180 Kilometer liegen vor den Vibro-Trucks, quer durch das nördliche Münsterland und den angrenzenden Niederrhein.
Geplant sind drei Messlinien:

📍 Geldern → Legden
📍 Ahaus → Hopsten
📍 Hopsten → Westerkappeln

Unterwegs ist ein Messtrupp mit drei Vibro-Trucks. Sie fahren die festgelegten Messlinien ab und erkunden das Erdwärmepotenzial.📍 Los geht’s heute im Süden von Geldern.

Mehr: https://www.facebook.com/geowaermenrw

Grafik: Verlauf der drei Messlinien in NRW (Quelle: GD NRW)

Zweite Runde strategischer EU-RohstoffprojekteMit der zweiten Auswahlrunde strategischer Rohstoffprojekte unter dem Crit...
16/10/2026

Zweite Runde strategischer EU-Rohstoffprojekte

Mit der zweiten Auswahlrunde strategischer Rohstoffprojekte unter dem Critical Raw Materials Act (CRMA) hat die EU weitere Projekte benannt. Innerhalb der EU wurden 46 Vorhaben in 16 Mitgliedstaaten ausgewählt. Deutschland ist in der neuen Runde mit acht Projekten am stärksten vertreten, gefolgt von Frankreich, Italien und Finnland mit jeweils fünf Projekten.

Fokus verschiebt sich Richtung Recycling
In der ersten Auswahlrunde lag der Schwerpunkt der Projekte auf dem Bergbau, der Weiterverarbeitung sowie auf Kombinationen dieser beiden Bereiche. In der zweiten Runde nimmt dagegen das Recycling eine deutlich stärkere Rolle ein. Rund 39 Prozent der ausgewählten Vorhaben sind Recyclingprojekte. Weitere 24 Prozent sind Projekte der Weiterverarbeitung, 17 Prozent betreffen den Bergbau und rund 20 Prozent sind Kombinationen der drei Bereiche. Mit der zweiten Runde setzt die EU-Kommission verstärkt auf den Aufbau einer europäischen Kreislaufwirtschaft für strategische Rohstoffe.

Doch nicht nur in den Projektarten unterscheiden sich die Auswahlrunden. Auch die Anzahl der berücksichtigten Rohstoffe wurde in der zweiten Runde deutlich erweitert. Während in der ersten Runde viele Projekte aus der Batteriewertschöpfung benannt wurden, wurden nun auch weitere Rohstoffe ausgewählt, darunter Aluminium, Magnesium, Niob und Titan.

Hohes Antragsinteresse

Das Interesse am Status als strategisches EU-Projekt blieb weiterhin hoch. Insgesamt gingen 161 Anträge ein, davon 95 aus der EU und 66 aus Drittstaaten beziehungsweise überseeischen Ländern und Gebieten. Bereits in der ersten Runde waren 170 Anträge eingegangen.

Ob aus dem strategischen Status tatsächlich zusätzliche Kapazitäten entstehen, entscheidet sich jedoch erst bei der Umsetzung. Erfahrungen der ersten Projektgeneration zeigen, dass hierbei Schwierigkeiten auftreten können. Am häufigsten stellt die Finanzierung das größte Hindernis dar. Hinzu kommen fehlende oder nicht ausreichend langfristige Abnahmeverträge. Auch Genehmigungsverfahren bleiben trotz der im CRMA vorgesehenen Beschleunigung ein wichtiger Faktor.

Entscheidend ist die Umsetzung

Die zweite Runde erhöht nicht nur die Anzahl der strategischen EU-Projekte, sondern auch den Umsetzungsdruck. Die 46 zusätzlichen Vorhaben verbreitern das potenzielle Rohstoffangebot Europas und stärken insbesondere Recycling und Weiterverarbeitung. Für die Versorgungssicherheit der EU ist jedoch nicht allein die Anzahl der ausgewählten Projekte entscheidend. Maßgeblich ist vielmehr, wie viele davon tatsächlich finanziert, genehmigt, gebaut und langfristig wettbewerbsfähig betrieben werden können. Der strategische Projektstatus ist zwar ein wichtiger erster Schritt, die eigentliche Bewährungsprobe bleibt aber die Umsetzung.

Mehr: https://www.deutsche-rohstoffagentur.de/DERA/SharedDocs/Meldungen/meldung-26-10-12.html

Grafik: Die 46 strategischen EU-Projekte der zweiten Auswahlrunde nach Mitgliedstaat, Projektart und Rohstoff. „Kombiniert" umfasst Projekte mit mindestens zwei der Kategorien Bergbau, Weiterverarbeitung und Recycling; „Polymetallisch" steht für Projekte mit zwei oder mehr Rohstoffen (Quelle: BGR / EU-Kommission).

Geotope in Deutschland / Geosites in GermanyGeorgenfelder HochmoorMoore sind dauerhaft vernässte Sedimentationsräume, in...
16/10/2026

Geotope in Deutschland / Geosites in Germany

Georgenfelder Hochmoor

Moore sind dauerhaft vernässte Sedimentationsräume, in denen abgestorbene Pflanzenreste ins Wasser fallen und dort nur teilweise zersetzt werden, sodass sie das organische Sediment Torf bilden. Torf ist eines der jüngsten Gesteine in Sachsen, welches nach der letzten Eiszeit im Holozän, also im Laufe der vergangenen 11.000 Jahre, entstand. Für die Torfbildung ist ein ganzjährig feuchtes Klima nötig, damit das Moor nicht trocken fällt. Die meisten Moore in Sachsen entwickelten sich aus einem Grundwasser-gespeisten Niedermoor mit Binsen-Schilfrohr-Erlen-Vegetation zu einem Regenwasser-gespeisten Hochmoor mit Torfmoos-Wollgras-Vegetation. Diese ist im Georgenfelder Hochmoor noch heute zu finden.

Das Georgenfelder Hochmoor liegt auf dem erzgebirgischen Hochplateau in einer flachen Senke, in welcher sich das Wasser staute. Es umfasst eine 2-4 Meter mächtige Torfschicht. Diese wurde als Rohstoff abgebaut. Dafür wurde das Moor entwässert, sodass sich eine Kiefern-Vegetation entwickeln konnte. Der Torfbergbau wurde 1926 stillgelegt, und das Moor wurde zum Naturschutzgebiet erklärt.

Mehr: https://www.geologie.sachsen.de/georgenfelder-hochmoor...

Foto: Torfmoos-Vegetation mit Moorkiefern im Georgenfelder Hochmoor. Eingang zum Georgenfelder Hochmoor. (Quelle: LfULG).
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Der Geologische Kalender 2027 >> Rohstoffe

Focus on the Environmental Impact of Marine Mu*****ns in the Baltic SeaHundreds of thousands of tonnes of mu*****ns on t...
16/10/2026

Focus on the Environmental Impact of Marine Mu*****ns in the Baltic Sea

Hundreds of thousands of tonnes of mu*****ns on the seabed of the Baltic Sea are the dangerous legacy of the world wars. For ten years now, GEOMAR has been investigating where these mu*****ns are located and what condition they are in after decades in salt water. This is laying the scientific foundations for the safe management of mu*****ns contamination. Through three coordinated research cruises, the research is being extended to Baltic Sea areas in neighbouring countries. Yesterday, the third expedition set sail from Kiel aboard the research vessel ALKOR.

International Cooperation in the Baltic Sea

During the 24-day research voyage AL663 (COMMS-26), the researchers are investigating various sites suspected of containing mu*****ns and areas where contamination with conventional or chemical mu*****ns is known or suspected. The focus is on questions such as how marine mu*****ns affect the marine environment, how risks to ecosystems can be better assessed, and which measurement and mapping technologies can assist in the identification and assessment of abandoned mu*****ns in future.

In addition to GEOMAR, partner institutions from Poland are taking part in the expedition, whilst other partner institutes in the MUNI-RISK project are based in Denmark and Finland. The expedition will travel through the central and eastern Baltic Sea as far as Estonia and Latvia. This collaboration helps to harmonise data, methods and assessment approaches across the Baltic Sea region. This is because historical mu*****ns contamination is not a local problem: dumping sites, transport routes and ecological impacts transcend national borders.

Underwater Technologies for Reliable Identification

The expedition will utilise autonomous and remotely operated underwater vehicles, as well as various acoustic, optical and geochemical measurement techniques. These are used to map the seabed, document suspicious objects in high resolution and facilitate the targeted collection of water and sediment samples. In addition, a new monitoring buoy is being tested, which is intended for use in future clean-up operations (in collaboration with the EU-funded CAMMera project).

“In Germany, we are on the verge of a large-scale clean-up – this is a success story that is unique worldwide,” says expedition leader Prof. Dr Jens Greinert, a marine geologist and head of the Deep Sea Monitoring research group at GEOMAR. The contract to develop and build a largely automated recovery platform has only just been awarded; it is due to be deployed initially in the Bay of Lübeck from 2029. “This positive development is based on continuous scientific work and cooperation with political and business sectors in Germany, and in Schleswig-Holstein in particular. In collaboration with our Baltic neighbours, we would now like to build on this success story.” Creating the data foundation for this – that is what the expedition is all about. Jens Greinert: “Only if we know what it actually looks like down there can we realistically assess risks and develop appropriate measures. We will also be welcoming representatives from industry and government departments aboard the ALKOR, who are interested in our technologies and also wish to learn about the latest findings. Port calls in Ventspils and Gdynia are planned for this purpose.”

Scientifically Monitoring the Effects of Clean-Up Operations

Another key focus of the expedition is the question of how trial recoveries off the coast of Schleswig-Holstein affect the marine environment in the long term. In recent years, various approaches to the recovery of obsolete mu*****ns have been tested in Lübeck Bay. The scientific monitoring is intended to determine whether and how concentrations of pollutants, sediment conditions and biological communities change following clearance activities.

Understanding Risks, Preparing Solutions

The expedition supports several national and European research initiatives on dealing with marine mu*****ns. The findings are intended to help assess risks to people and the environment more accurately, further develop technical solutions and provide a scientific basis for political and regulatory decision-making processes in the Baltic Sea region.

“The Baltic Sea is heavily contaminated with legacy mu*****ns; this applies to all coastlines,” says Greinert. “That is why we need reliable data, common standards and close cooperation across national borders.”

More: https://www.geomar.de/en/news/article/focus-on-the-environmental-impact-of-marine-mu*****ns-in-the-baltic-sea

Photo: A photo mosaic showing old mu*****ns in the Kolberger Heide submergence area, taken during the AL548 expedition as part of the ExPloTect and BASTA projects, with the assistance of the AUVs ANTON and LUISE. A view of the testing of a new monitoring buoy, which is to be used in future clearance operations (in collaboration with the EU-funded CAMMera project) (Quelle: GEOMR AUV Team / Photo: Jens Greinert, GEOMAR).

Studie: Potenzial kritischer Rohstoffe aus Kleinbergbau für weltweite VersorgungKritische Rohstoffe sind für unsere Ener...
16/10/2026

Studie: Potenzial kritischer Rohstoffe aus Kleinbergbau für weltweite Versorgung

Kritische Rohstoffe sind für unsere Energieversorgung und weitere Industriezweige von hoher Relevanz. Diese Rohstoffe werden weltweit sowohl industriell als auch im artisanalen und Kleinbergbau gewonnen. Über diesen sogenannten ASM-Sektor gibt es bisher jedoch nur wenig Informationen. Eine gerade veröffentlichte BGR-Studie zeigt auf, welche Rolle der ASM-Sektor für kritische Rohstoffe spielt.

Demnach ist der Weltmarktanteil der ASM-Förderung besonders hoch für die sogenannten 3T-Rohstoffe (Zinn, Tantal, Wolfram), die beispielsweise im Elektroniksektor von großer Bedeutung sind. Von der Menge und dem Wert der Produktion her ist im ASM-Sektor allerdings die Förderung von Kupfer, Seltenen Erden und Lithium mittlerweile deutlich wichtiger geworden. Im Jahr 2025 lag der Exportwert der dort geförderten kritischen Rohstoffe bei weltweit insgesamt etwa 8,5 Mrd. US$. Damit ist dieser Sektor stark gewachsen, was eng mit einer zunehmenden Semi-Industrialisierung der Abbauprozesse verbunden ist.

Die genannten kritischen Rohstoffe werden in erster Linie von chinesischen Akteuren aufgekauft und verarbeitet. In europäischen nachgelagerten Lieferketten wird ein ASM-Rohstoffbezug hingegen eher vermieden, da die Rohstoffförderung mit Risiken für Mensch und Umwelt einhergehen kann. Jedoch erscheint auch für europäische Unternehmen eine Diversifizierung ihrer Lieferquellen für kritische Rohstoffe durch ein Engagement im ASM-Sektor prinzipiell möglich, solange dies verantwortungsbewusst erfolgt und auf eine Verbesserung der lokalen Abbaubedingungen geachtet wird.

Mehr: https://www.bgr.bund.de/SharedDocs/Meldungen/DE/Allgemeines/2026/studie_potenzial_kritischer_rohstoffe.html

Foto: Zunehmende Semi-Industrialisierung des ASM-Sektors am Beispiel des Kupferabbaus im Kongo (Quelle: BGR).

Geotope in Deutschland / Geosites in GermanyFossilfundstelle BromackerIn Europa einzigartig ist die Fossil-Lagerstätte a...
16/10/2026

Geotope in Deutschland / Geosites in Germany

Fossilfundstelle Bromacker

In Europa einzigartig ist die Fossil-Lagerstätte auf dem Bromacker im Apfelstädtgrund zwischen Georgenthal und Tambach-Dietharz. Vor 120 Jahren wurde hier die erste Fährtenplatte geborgen. Schnell wurden die Steinbrüche auf dem Bromacker zu einem der bedeutendsten Fundorte permischer Tetrapoden-Fährten auf der Welt. Doch die eigentliche Sensation kam erst 1974 ans Licht, als Dr. Thomas MARTENS bei geologischen Kartierungen zufällig einige Knochen in den Siltsteinen, im Hangenden der Sandsteine fand. Diese Knochen waren der erste Hinweis auf die „Verursacher“ der Tambacher Fährten.

Seit 1978 finden hier jedes Jahr gezielte Ausgrabungen unter der Leitung von Dr. Thomas MARTENS (www.ursaurier.de) statt, seit 1993 unter Beteiligung amerikanischer Paläontologen. Mehr als 40 Skelette, die mindestens 13 verschiedenen Arten angehören, wurden bislang geborgen. Die meisten stellen Erstfunde im Weltmaßstab dar. Es sind frühe Landwirbeltiere, die oft eine Mischung amphibischer, reptilischer und säugetierähnlicher Merkmale zeigen. Man kann sie unter dem Begriff „Ursaurier“ zusammenfassen.

Die Fauna zeigt enge Verbindungen zum Unterperm Nordamerikas. Gemeinsame Arten wie Seymouria sanjuanensis, die auch aus der Cutler-Formation in New Mexico (USA) bekannt ist, sind ein anschaulicher Beweis für eine Landverbindung der Kontinente im Perm und damit für die Existenz des Superkontinents Pangäa.
Die besondere Bedeutung der Fundstelle auf dem Bromacker besteht darin, dass hier ein rein terrestrisches Ökosystem eines Hochlandmilieus überliefert ist. Dieser Fazies-Bereich hat, vor allem in Europa, noch keine weiteren bedeutenden Fundstellen hervorgebracht. Die Wirbeltierfundstellen des Perms konzentrieren sich im aquatischen Bereich (Seeablagerungen) des Tieflandes.
Der „Bromacker-Horizont“ ist heute – nach rund drei Jahrzehnten Forschung – die paläontologisch und sedimentologisch am besten untersuchte Schicht des Unteren Perm auf der Welt. Die hier gewonnnen Erkenntnisse gehen weit über die reine Wirbeltier-Paläontologie hinaus. Die Funde vom "Bromacker" werden vorwiegend im Museum der Natur in Gotha verwahrt.

Mehr: https://www.thueringer-geopark.de/.../die...

Foto: Paläontologische Grabung am Bromacker im Jahr 2008. Fossil und Rekonstruktion von Eudibamus (Quelle: Geopark Thüringen - Inselsberg - Drei Gleichen).
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Der Geologische Kalender 2027 >> Rohstoffe

Der Geologische Kalender 2027» Rohstoffe «Von Anfang an haben die Menschen Rohstoffe genutzt. Nach ihnen wurden die Epoc...
15/10/2026

Der Geologische Kalender 2027

» Rohstoffe «

Von Anfang an haben die Menschen Rohstoffe genutzt. Nach ihnen wurden die Epochen der Geschichte in Steinzeit, Bronzezeit und Eisenzeit benannt. Mit Beginn der industriellen Revolution stieg die Nachfrage nach den unterschiedlichsten Rohstoffen – für die Produktion, das Bauwesen und als Energieträger – stark an. Heute verbraucht die Bevölkerung der Erde etwa 100 Milliarden Tonnen Rohstoffe pro Jahr. Fast alle Elemente und Gesteine werden für moderne Technologien benötigt. Ereignisse der jüngsten Zeit haben klar gemacht, dass viele Rohstoffe nicht unbegrenzt zur Verfügung stehen.

Preis
22,00 € zzgl. Verpackungs- und Versandkosten

16,00 € zzgl. Verpackungs- und Versandkosten für Mitglieder der DGGV und anderer geowissenschaftlicher Gesellschaften:
Einfach Mitgliedsnummer und/oder Hinweis zur Mitgliedschaft (ggf. Namen der Gesellschaft) in die Bemerkungen im Kassenbereich eingeben.

Versandkosten berechnen wir nach Anzahl der bestellten Kalender, wobei immer 3 Kalender in eine Verpackung passen.

Dementsprechend erhöht sich der Versandpreis ab 4 Kalendern.
Lieferbar Ende Oktober/Anfang November

Bestellung können schon jetzt erfolgen:
- per DGGV-Geoshop https://www.dggv.de/produkt/der-geologische-kalender-2027/
- per mail an [email protected]
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Geotope in Deutschland / Geosites in GermanyOfnethöhlenAm Riesrand zwischen Holheim und Utzmemmingen liegt der Riegelber...
15/10/2026

Geotope in Deutschland / Geosites in Germany

Ofnethöhlen

Am Riesrand zwischen Holheim und Utzmemmingen liegt der Riegelberg, eine große Scholle aus Kalkgestein. Ihre heutige verkippte Lage ist auf den Einschlag eines Asteroiden zurückzuführen.

An ihrer Südwestseite findet man mit den Ofnethöhlen Reste eines ehemaligen Karstsystems, das durch die Einwirkung Kohlendioxidhaltiger Wässer während der letzten Jahrmillionen entstanden war.

Vor etwa 15 Millionen Jahren, zur Zeit des Tertiärs, schlug im Übergangsbereich der heutigen schwäbischen und fränkischen Alb ein rund 1,5 Kilometer großer Asteroid ein und schuf einen 750 Meter tiefen und 25 Kilometer weiten Krater.

Er durchschlug rund 600 Meter mächtige Ablagerungen aus der Jura- und Triaszeit und zertrümmerte das darunter liegende Grundgebirge bis in eine Tiefe von etwa sechs Kilometern. Gesteine wurden zerbrochen, umgewandelt, ausgeworfen, aufgeschmolzen oder sie verdampften. Fragmente unterschiedlichen Alters vom Staubkorn bis zu riesigen Gesteinsschollen bildeten die Bunten Trümmermassen (Bunte Brekzie und Schollen).

Aus aufgeschmolzenen und miteinander verschweißten Fragmenten entstand Suevit.

Nach dem Einschlag entwickelte sich im Krater ein abflussloser See, der über einen Zeitraum von rund zwei Millionen Jahren vollständig mit Ablagerungen aufgefüllt wurde. Erst seit der jüngeren Tertiärzeit machte die Abtragung die Hohlform wieder sichtbar.

Der Riegelberg, auch "Himmelreich" genannt, bildet am südwestlichen Riesrand einen dem Kraterrand vorgelagerten Höhenrücken aus Kalkstein. Allerdings lagern die Gesteine nicht autochthon 😊 vor Ort entstanden), sondern es handelt sich um eine 1,75 x 0,75 Kilometer große Malmkalkscholle innerhalb der Bunten Trümmermassen, den beim Riesimpakt entstandenen Gesteinen.

Während des Einschlages wurden nicht nur kleine Gesteinsfragmente und –schmelzen ausgeworfen, sondern auch große Gesteinskörper verlagert. Viele dieser Schollen sind völlig vom ursprünglichen Gesteinsverband gelöst, weit transportiert und stark zertrümmert. Sie werden als allochthone (=ortsfremde) Gesteinskörper bezeichnet. Im Unterschied zu diesen ist die Scholle des Riegelberges zwar gegenüber ihrer ursprünglichen Position etwas abgesunken und verkippt, aber nicht sehr weit verlagert worden. Sie glitt noch während des Auswurfs von Material vom Rand in den gerade entstehenden Krater ab.

Weitere derartige "parautochthone" Schollen säumen den Kraterrand im Inneren auf eine Breite von etwa fünf Kilometern. Vor allem im Süden, wo vor dem Ries-Impakt Malmkalksteine die Landoberfläche bildeten, treten sie heute als Höhenrücken hervor. Die Erosion präparierte sie als Härtlinge aus den weicheren Auswurfmassen und Seesedimenten heraus.

Die Kalkgesteine des Oberen Jura (Malm) sind am Südende des Riegelberges als massiger Riffkalk entwickelt. Während der vergangenen Jahrmillionen unterlagen sie mehrfach der Verkarstung, bei der in Sickerwässern aus Atmosphäre und Bodenluft gelöstes Kohlendioxid die Kalksteine auflöste. Die Karstformen im Südwesten des Riegelberges bezeugen diesen Prozess. Nahe der Hangkante sind "Karren" - Lösungsrillen im Kalkstein - zu sehen. Besonders eindrucksvoll aber sind die Große und die Kleine Ofnethöhle, Reste eines ehemaligen, unterirdischen Karstsystems.Sie stellen Höhlenruinen dar, die auf der vom Ries-Krater abgewandten Seite von einem Trockental angeschnitten sind. Die Große Ofnethöhle liegt auf 520 Meter Höhe und besitzt eine Gesamtganglänge von einigen Zehner Metern. Etwa 50 Meter schräg oberhalb befindet sich die Kleine Ofnethöhle; sie verfügt über eine Gesamtlänge von rund 15 Metern. Besondere wissenschaftliche Bedeutung erlangten die Höhlen durch archäologische Funde, die eine Nutzung durch den Menschen schon während der Steinzeit belegen.

Mehr: https://www.lfu.bayern.de/.../bayerns.../38/index.htm

Foto/Grafik: Blick in eine der Ofnethöhlen. Das Ries-Ereignis. Der Riegelberg. Geologische Karte der Umgebung der Ofnethöhlen. Blich zu den Ofnethöhlen und zum Riegelberg (Quelle: LFU Bayern).
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