Solidarisch gegen Hass

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Solidarisch gegen Hass ist ein Projekt des gemeinnützigen Jehi Or - Jüdisches Bildungswerk für Demokratie gegen Antisemitismus gUG in Förderung der Landesstelle für Gleichbehandlung - gegen Diskriminierung (LADS),

Mascha Kaléko wurde 1907 als Golda Malka Aufen in Galizien in eine jüdische Familie geboren und wuchs in Berlin auf. Mit...
04/10/2026

Mascha Kaléko wurde 1907 als Golda Malka Aufen in Galizien in eine jüdische Familie geboren und wuchs in Berlin auf. Mit ihren Gedichten wurde sie in der Weimarer Republik zu einer wichtigen Stimme der modernen Großstadtliteratur.

Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten wurden ihre Bücher verboten. 1938 floh sie mit ihrer Familie aus Deutschland und emigrierte in die USA.

Heimat, Verlust und Exil wurden zu wiederkehrenden Themen ihres Schreibens. Kalékos Gedichte erzählen dabei nicht nur von ihrer eigenen Geschichte, sondern von einer Erfahrung, die das jüdische Leben des 20. Jahrhunderts tief geprägt hat.

Eine Dichterin, die Heimat verlor – und Worte fand, um sie zu bewahren.

Zitat: Mascha Kaléko, „Heimweh, wonach?“

Am 3. Oktober 1990 wurde die staatliche Einheit Deutschlands nach mehr als vier Jahrzehnten der Teilung wiederhergestell...
03/10/2026

Am 3. Oktober 1990 wurde die staatliche Einheit Deutschlands nach mehr als vier Jahrzehnten der Teilung wiederhergestellt.
Der Tag erinnert nicht nur an die Wiedervereinigung, sondern auch an den historischen Wert von Freiheit und Selbstbestimmung.

Habt einen schönen Tag der Deutschen Einheit!

Heute Abend beginnt mit Sonnenuntergang Schmini Azeret, das den Abschluss der jüdischen Feiertage rund um Sukkot bildet....
02/10/2026

Heute Abend beginnt mit Sonnenuntergang Schmini Azeret, das den Abschluss der jüdischen Feiertage rund um Sukkot bildet. Am darauffolgenden Tag wird Simchat Tora gefeiert – der jährliche Tora-Lesezyklus endet und beginnt unmittelbar von Neuem. Der Feiertag ist geprägt von Gesang, Tanz und den traditionellen Hakafot mit den Torarollen.

Heute jährt sich der antisemitische Terroranschlag auf die Heaton-Park-Synagoge in Manchester zum ersten Mal.Am Morgen d...
02/10/2026

Heute jährt sich der antisemitische Terroranschlag auf die Heaton-Park-Synagoge in Manchester zum ersten Mal.

Am Morgen des 2. Oktober 2025, am jüdischen Feiertag Jom Kippur, fuhr ein Attentäter gezielt mit einem Auto in Menschen vor der Synagoge und griff anschließend mit einem Messer an. Zwei Menschen wurden getötet, weitere verletzt. Sicherheitskräfte und Polizei verhinderten, dass der Täter in die Synagoge eindringen konnte.
Besonders tragisch: Einer der Getöteten wurde versehentlich von einem Polizisten erschossen, als er versuchte, den Angreifer daran zu hindern, in das Gebäude vorzudringen.
Der Täter bekannte sich zur Terrormiliz Islamischer Staat (IS); die britischen Ermittlungsbehörden gehen von einer Beeinflussung durch extremistisch-islamistische Ideologie aus.

Der Anschlag traf eine jüdische Gemeinde an ihrem höchsten Feiertag. Ein Jahr später bleibt die Erinnerung an die Opfer – und die Verantwortung, jüdisches Leben zu schützen und Antisemitismus entschieden entgegenzutreten.

Heute beginnt der Jewish History Month: Ein Monat, um jüdische Geschichte sichtbar zu machen, jüdisches Leben und Kultur...
01/10/2026

Heute beginnt der Jewish History Month: Ein Monat, um jüdische Geschichte sichtbar zu machen, jüdisches Leben und Kultur zu würdigen und den Blick auf die vielfältigen Geschichten, Erfahrungen und Beiträge jüdischer Menschen zu richten.

Elie Wiesel wäre heute 98 Jahre alt geworden.Am 30. September 1928 in Sighet in eine jüdische Familie geboren, wurde er ...
30/09/2026

Elie Wiesel wäre heute 98 Jahre alt geworden.
Am 30. September 1928 in Sighet in eine jüdische Familie geboren, wurde er als Jugendlicher 1944 nach Auschwitz deportiert. Er überlebte Auschwitz und Buchenwald, seine Eltern und seine jüngere Schwester wurden ermordet. Nach dem Krieg wurde er Schriftsteller, Hochschullehrer und Menschenrechtsaktivist.

1986 erhielt er den Friedensnobelpreis für sein Engagement für Frieden, Versöhnung und Menschenwürde.

Seine eigene Erfahrung des Holocaust machte er zur Grundlage eines lebenslangen Einsatzes gegen Vergessen, Gleichgültigkeit und Menschenfeindlichkeit.
Seine Worte „Ein einziger Mensch mit Integrität kann einen Unterschied machen – einen Unterschied zwischen Leben und Tod“ erinnern daran, dass gesellschaftliche Verantwortung nicht erst bei großen Taten beginnt. Manchmal beginnt sie damit, nicht wegzusehen.

In Erinnerung an die Opfer des Babyn Yar Massakers, heute vor 85 Jahren. In einer Schlucht nahe Kiew wurden am 29. und 3...
29/09/2026

In Erinnerung an die Opfer des Babyn Yar Massakers, heute vor 85 Jahren. In einer Schlucht nahe Kiew wurden am 29. und 30. September 1941 mehr als 33.000 Jüdinnen und Juden von Nationalsozialisten brutal ermordet.
In den darauffolgenden Jahren fanden weitere Massaker statt, bei denen Zehntausende Menschen – Sinti und Roma, sowjetische Kriegsgefangene und Widerstandskämpfer:innen – ermordet wurden.

Babyn Yar steht als Mahnmal für die Grausamkeit des Holocaust. Die Lehre kann nur heißen:

Eva Szepesi wird heute 94 Jahre alt.1932 in Budapest geboren, wurde sie als jüdisches Kind Ende 1944 nach Auschwitz-Birk...
29/09/2026

Eva Szepesi wird heute 94 Jahre alt.

1932 in Budapest geboren, wurde sie als jüdisches Kind Ende 1944 nach Auschwitz-Birkenau deportiert. Sie überlebte und wurde am 27. Januar 1945 als Zwölfjährige befreit.
Erst 50 Jahre später begann sie, öffentlich über ihre Erfahrungen zu sprechen. Seitdem engagiert sie sich als Zeitzeugin gegen das Vergessen und gegen Antisemitismus.

In ihrer Rede vor dem Deutschen Bundestag 2024 sagte sie: „Die Shoah begann nicht mit Auschwitz. Sie begann mit Worten. Sie begann mit dem Schweigen und dem Wegschauen der Gesellschaft.“ Eva Szepesi erinnert uns daran, hinzusehen, zuzuhören und Menschenfeindlichkeit im Alltag nicht unwidersprochen zu lassen.

Martin Luther King Jr. steht wie kaum ein anderer für den gewaltfreien Kampf gegen Rassismus und für die Gleichberechtig...
28/09/2026

Martin Luther King Jr. steht wie kaum ein anderer für den gewaltfreien Kampf gegen Rassismus und für die Gleichberechtigung aller Menschen. Als Bürgerrechtler und Baptistenpastor wurde er zu einer prägenden Stimme der US-amerikanischen Bürgerrechtsbewegung und erhielt 1964 den Friedensnobelpreis.

Sein Vermächtnis verweist dabei auf eine grundlegende psychologische Dynamik sozialen Handelns: Schweigen ist psychologisch nicht neutral.
Wo Unrecht unwidersprochen bleibt, können sich soziale Normen und Verhaltensmuster verfestigen.

Zivilcourage beginnt deshalb oft dort, wo Menschen ihre Verantwortung nicht an die Mehrheit delegieren.

Am Abend des 26. September 1980 explodierte am Haupteingang des Münchner Oktoberfests eine Bombe. 13 Menschen wurden get...
26/09/2026

Am Abend des 26. September 1980 explodierte am Haupteingang des Münchner Oktoberfests eine Bombe.
13 Menschen wurden getötet, darunter der Attentäter. 221 Menschen wurden verletzt. Damit gilt der Anschlag als einer der schwersten Terrorakte in der Geschichte der Bundesrepublik.

Der Attentäter hatte Verbindungen zur rechtsextremen Szene, unter anderem zur Wehrsportgruppe Hoffmann. Die ursprünglichen Ermittlungen gingen von einem allein handelnden Täter und persönlichen Motiven aus. Diese Einzeltäterthese wurde über Jahrzehnte kontrovers diskutiert.
Nach erneuten Ermittlungen kam die Bundesanwaltschaft 2020 zu dem Ergebnis, dass es sich eindeutig um einen rechtsextremen Terroranschlag handelte. Zugleich konnten mögliche Anstifter, Mitwisser oder Mittäter weder nachgewiesen noch ausgeschlossen werden.

Wir erinnern an: Gabriele Deutsch, Robert Gmeinwieser, Axel Hirsch, Markus Hölzl, Paul Lux, Ignatz Platzer, Ilona Platzer, Franz Schiele, Angela Schüttrigkeit, Errol Vere-Hodge, Ernst Vestner, Beate Werner.

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