Solidarisch gegen Hass

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Solidarisch gegen Hass ist ein Projekt des gemeinnützigen Jehi Or - Jüdisches Bildungswerk für Demokratie gegen Antisemitismus gUG in Förderung der Landesstelle für Gleichbehandlung - gegen Diskriminierung (LADS),

Erich Kästner (1899–1974) war Schriftsteller, Publizist und einer der bedeutenden Autoren der Weimarer Republik. Bekannt...
18/08/2026

Erich Kästner (1899–1974) war Schriftsteller, Publizist und einer der bedeutenden Autoren der Weimarer Republik. Bekannt ist er bis heute vor allem durch Werke wie u.a. Emil und die Detektive oder Das fliegende Klassenzimmer.

Was viele nicht wissen: Kästner war ein scharfer Beobachter seiner Zeit und warnte früh vor Militarismus, Nationalismus und dem Erstarken antidemokratischer Kräfte.

Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten gehörten seine Werke zu den Büchern, die am 10. Mai 1933 öffentlich verbrannt wurden. Anders als viele verfolgte Schriftsteller verließ Kästner Deutschland nicht. In Berlin erlebte er die Bücherverbrennung seiner eigenen Werke mit.

Seine Worte erinnern daran, dass Demokratie und Menschenwürde nicht erst dann verteidigt werden dürfen, wenn Hass und Ausgrenzung längst gesellschaftliche Realität geworden sind.

Geschichte mahnt uns, Entwicklungen früh zu erkennen, Haltung zu zeigen und nicht wegzusehen.




Vor 70 Jahren starb Bertolt Brecht in Ost-Berlin. Geboren 1898 in Augsburg, wurde Brecht zu einem der einflussreichsten ...
14/08/2026

Vor 70 Jahren starb Bertolt Brecht in Ost-Berlin.
Geboren 1898 in Augsburg, wurde Brecht zu einem der einflussreichsten Dramatiker und Lyriker des 20. Jahrhunderts. Mit Werken wie der „Dreigroschenoper“, „Mutter Courage und ihre Kinder“ oder „Der gute Mensch von Sezuan“ prägte er das moderne Theater weit über Deutschland hinaus.

1933 musste Brecht vor den Nationalsozialisten aus Deutschland fliehen. Seine Jahre im Exil führten ihn über mehrere europäische Länder bis in die USA. 1948 kehrte er nach Europa zurück und ließ sich schließlich in Ost-Berlin nieder. Gemeinsam mit Helene Weigel gründete er dort das Berliner Ensemble.

Brecht wollte mit Kunst nicht nur unterhalten. Er wollte zum Denken anregen, Widersprüche sichtbar machen und gesellschaftliche Verhältnisse hinterfragen. Krieg und Frieden, Macht und Verantwortung, Armut, Gerechtigkeit und die Frage, wie der Einzelne in einer widersprüchlichen Welt handelt, ziehen sich durch sein Werk.

70 Jahre nach seinem Tod bleiben viele dieser Fragen bemerkenswert gegenwärtig.

Heute wäre Silvio Meier 61 Jahre alt geworden.Silvio engagierte sich bereits in der DDR in der oppositionellen Friedensb...
12/08/2026

Heute wäre Silvio Meier 61 Jahre alt geworden.

Silvio engagierte sich bereits in der DDR in der oppositionellen Friedensbewegung und später in der linken und antifaschistischen Szene in Berlin-Friedrichshain.

Am 21. November 1992 traf er mit Freund*innen im U-Bahnhof Samariterstraße auf eine Gruppe Neonazis. Nachdem sie einen der Männer auf einen rechtsextremen Aufnäher angesprochen und diesen entfernt hatten, eskalierte die Situation. Silvio wurde mit einem Messer tödlich verletzt. Er war 27 Jahre alt.

Seit 2013 trägt die frühere Gabelsbergerstraße seinen Namen. Die Silvio-Meier-Straße erinnert an ihn, sein Engagement und die tödlichen Folgen rechter Gewalt.

📷 Fotos: Kat Friedrich / Umbruch Bildarchiv, Lausitzer Straße 10, 10999 Berlin, CC BY-SA 2.0 , via Wikimedia Commons
PPCC Antifa/Enthüllung der Schilder in der Silvio-Meier-Straße in Berlin-Friedrichshain, CC BY-NC-SA 2.0, Flickr

Heute, am 9. August 2026, jährt sich der Todestag von May Ayim zum 30. Mal.May Ayim wurde am 3. Mai 1960 in Hamburg gebo...
09/08/2026

Heute, am 9. August 2026, jährt sich der Todestag von May Ayim zum 30. Mal.

May Ayim wurde am 3. Mai 1960 in Hamburg geboren und starb am 9. August 1996 in Berlin. Sie war Dichterin, Pädagogin, Wissenschaftlerin und eine prägende Stimme der Schwarzen Bewegung in Deutschland.

Mit ihrer Sprache machte sie Schwarzes Leben, Rassismus und gesellschaftliche Ausgrenzung sichtbar. Als Mitherausgeberin von „Farbe bekennen“ und durch ihre Lyrik schuf sie Räume für Erinnerung, Selbstbestimmung und Widerstand. Ihr Denken und Schreiben wirken bis heute fort.

Heute vor 103 Jahren wurde Liane Berkowitz in Berlin geboren. Als Jugendliche schloss sie sich dem Widerstand gegen die ...
07/08/2026

Heute vor 103 Jahren wurde Liane Berkowitz in Berlin geboren. Als Jugendliche schloss sie sich dem Widerstand gegen die NS-Diktatur an. Für ihre Beteiligung an einer Protestaktion der „Roten Kapelle“ wurde sie verfolgt und im Alter von 19 Jahren in Berlin-Plötzensee ermordet.

Heute vor 57 Jahren starb Theodor W. Adorno. Als einer der wichtigsten Vertreter der Kritischen Theorie widmete er einen...
06/08/2026

Heute vor 57 Jahren starb Theodor W. Adorno.
Als einer der wichtigsten Vertreter der Kritischen Theorie widmete er einen wesentlichen Teil seines Werks der Kritik an Autoritarismus, Antisemitismus und gesellschaftlicher Kälte. Er fragte danach, welche gesellschaftlichen und psychologischen Bedingungen Ausgrenzung und Gewalt ermöglichen und wie Bildung und Aufklärung ihnen entgegenwirken können.

Seine Forderung, „daß Auschwitz nicht noch einmal sei“, bleibt ein Auftrag für die Gegenwart: Antisemitismus in all seinen Formen zu erkennen und ihm konsequent zu widersprechen.

Erinnerung muss Folgen haben.

Repost aus aktuellem Anlass:Die IHRA-Definition bietet eine international anerkannte Grundlage, um Antisemitismus klar z...
06/08/2026

Repost aus aktuellem Anlass:

Die IHRA-Definition bietet eine international anerkannte Grundlage, um Antisemitismus klar zu benennen. Gerade weil sich judenfeindliche Einstellungen oft subtil und wandelbar zeigen, ist ein gemeinsamer Referenzrahmen wichtig. Die Definition verbindet eine allgemeine Beschreibung mit konkreten Beispielen und macht so sichtbar, wie Antisemitismus heute auftritt.

Für Behörden, Träger und Projekte schafft sie Orientierung und mehr Handlungssicherheit. Entscheidungen werden nachvollziehbarer und konsistenter, gleichzeitig hilft sie, problematische Muster frühzeitig zu erkennen und einzuordnen.

Dass die IHRA-Definition immer wieder diskutiert wird, zeigt ihre Relevanz. Ein Teil der Kritik bezieht sich auf die Anwendung der Beispiele und die Sorge vor zu engen oder zu weiten Auslegungen. Diese Debatten machen deutlich, wie wichtig klare und transparente Kriterien sind.

Insgesamt trägt die IHRA-Definition dazu bei, Antisemitismus konkret zu benennen, statt ihn abstrakt zu verurteilen - und stärkt damit den Schutz und die Sichtbarkeit von Betroffenen.

04/08/2026
Am 02. August erinnern wir an den viel zu lange marginalisierten Völkermord an den europäischen Sinti und Roma.Schätzung...
02/08/2026

Am 02. August erinnern wir an den viel zu lange marginalisierten Völkermord an den europäischen Sinti und Roma.
Schätzungsweise 500.000 Sinti und Roma wurden im Nationalsozialismus ermordet.

In der Nacht vom 2. auf den 3. August 1944 wurde das sogenannte "Z-Lager" im Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau von der SS gewaltsam aufgelöst. Etwa 4.300 Sinti und Roma - überwiegend Kinder, Frauen und ältere Menschen - wurden innerhalb weniger Stunden brutal ermordet.

Die Anerkennung, Erforschung und Erinnerung an den Holocaust an Sinti und Roma ist eine bleibende Verpflichtung - gegen das Vergessen und gegen den bis heute fortwirkenden Antiziganismus in allen Teilen unserer Gesellschaft, den es nach wie vor zu bekämpfen gilt.

Die Lehre kann nur heißen:

Zum Jahrestag des Geburtstages von Primo Levi erinnern wir an ein Werk, das Zeugnis und Warnung zugleich ist.Levi, Überl...
31/07/2026

Zum Jahrestag des Geburtstages von Primo Levi erinnern wir an ein Werk, das Zeugnis und Warnung zugleich ist.

Levi, Überlebender von Auschwitz, beschrieb in "Ist das ein Mensch?" die Mechanismen der Entmenschlichung mit schonungsloser Klarheit. Sein Lebenswerk kreist um die präzise Analyse von Erinnerung, Schuld, Verantwortung und den Bedingungen, unter denen Zivilisation zerbricht. Seine Worte verpflichten: Erinnerung darf nicht stillstehen.

Gerade heute, da Antisemitismus wieder laut, offen und sogar teils offen eliminatorisch auftritt, wird seine Mahnung konkret. Wir müssen uns dem entgegenstellen - immer, entschieden und solidarisch. Denn was geschehen ist, kann sich wiederholen.

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