Solidarisch gegen Hass

Solidarisch gegen Hass Kontaktinformationen, Karte und Wegbeschreibungen, Kontaktformulare, Öffnungszeiten, Dienstleistungen, Bewertungen, Fotos, Videos und Ankündigungen von Solidarisch gegen Hass, Gemeinnützige Organisation, Berlin.

Solidarisch gegen Hass ist ein Projekt des gemeinnützigen Jehi Or - Jüdisches Bildungswerk für Demokratie gegen Antisemitismus gUG in Förderung der Landesstelle für Gleichbehandlung - gegen Diskriminierung (LADS),

Heute jährt sich der Geburtstag von Anne Frank zum 97. Mal.Ihr Geburtstag ist mehr als ein Moment des stillen Gedenkens....
12/06/2026

Heute jährt sich der Geburtstag von Anne Frank zum 97. Mal.
Ihr Geburtstag ist mehr als ein Moment des stillen Gedenkens. Er erinnert daran, dass das, was ihr widerfahren ist, Ausdruck eines radikalen Antisemitismus war, der tief in der Gesellschaft verankert war.

Ihr Tagebuch zeigt, was Verfolgung konkret bedeutet: im Alltag, im Denken und im Hoffen unter existenzieller Bedrohung.

Gerade deshalb ist die Erinnerung heute unbequem, denn sie zwingt dazu, gegenwärtige gesellschaftliche Entwicklungen zu prüfen. Antisemitismus ist nicht verschwunden. Er tritt wieder offen auf, wird laut artikuliert und ist für Jüdinnen und Juden erneut real bedrohlich.

Erinnerung darf deshalb nicht bei Betroffenheit stehen bleiben. Sie muss dazu führen, diese Entwicklungen klar zu benennen und ihnen entgegenzutreten.



Der §175 war ein Paragraph im deutschen Strafgesetzbuch, der bis zum 11. Juni 1994 Homosexualität bei schwulen und bisex...
11/06/2026

Der §175 war ein Paragraph im deutschen Strafgesetzbuch, der bis zum 11. Juni 1994 Homosexualität bei schwulen und bisexuellen Männern kriminalisierte.

Er wurde erstmals 1871 im Kaiserreich eingeführt und baute auf einer lang bestehenden Kriminalisierung und Abwertung von Homosexualität auf.

Während der NS-Zeit wurde der Paragraph wesentlich verschärft, was zu weitreichender Verfolgung, Verurteilung und sogar Ermordung von Homosexuellen führte.

Auch nach dem Zweiten Weltkrieg wurde der §175 in abgeschwächter Form weiter angewendet, bis er schließlich am 11. Juni 1994 abgeschafft wurde.

+

#§175

Die Melde- und Informationsstelle Antiziganismus (MIA) hat ihren neuen Jahresbericht veröffentlicht - mit alarmierenden ...
10/06/2026

Die Melde- und Informationsstelle Antiziganismus (MIA) hat ihren neuen Jahresbericht veröffentlicht - mit alarmierenden Zahlen: Die durch MIA dokumentierten antiziganistischen Vorfälle in Deutschland sind im Vergleich zum Vorjahr (1.678 Vorfälle) um 24 % gestiegen.

Das sind nicht nur Zahlen, sondern konkrete Erfahrungen von Menschen, , darunter auch viele Kinder und Jugendliche, die im Alltag angegriffen, ausgegrenzt, beleidigt oder benachteiligt werden.

Besonders besorgniserregend ist, dass viele dieser Vorfälle in Bereichen stattfinden, die eigentlich Schutz bieten sollten - etwa in Schulen und im Kontakt mit Behörden - oder auch im öffentlichen Raum. Für viele Sinti und Roma bedeutet das: Diskriminierung ist kein Ausnahmefall, sondern Teil des Alltags.

Gleichzeitig bleibt die Dunkelziffer hoch, denn viele Betroffene melden Vorfälle aus Angst, Misstrauen oder fehlender Unterstützung gar nicht erst.

Der Bericht macht erneut deutlich: Es braucht mehr Sensibilität und konsequentes Handeln auf allen Ebenen.

Antiziganismus wird in Deutschland zu oft ignoriert. Es reicht nicht, das Problem zu benennen. Es braucht klare Konsequenzen, Solidarität mit Betroffenen und den Willen, etwas zu verändern.

Den kompletten Bericht findet Ihr unter www.antiziganismus-melden.de

Am 9. Juni 2004 kam es in der Kölner Keupstraße zu einem Nagelbombenanschlag, bei dem 22 Menschen verletzt wurden. Die T...
09/06/2026

Am 9. Juni 2004 kam es in der Kölner Keupstraße zu einem Nagelbombenanschlag, bei dem 22 Menschen verletzt wurden. Die Tat ist heute als Teil der rechtsterroristischen Anschlagsserie des „Nationalsozialistischen Untergrunds“ (NSU) eingeordnet.
Charakteristisch für die spätere Aufarbeitung ist die langjährige Ausblendung eines rassistischen Tatmotivs in den Ermittlungen sowie die daraus resultierende Belastung der Betroffenen durch institutionelle Fehlannahmen.
Erst im Zuge der Aufdeckung des NSU im Jahr 2011 wurde der Anschlag als rechtsterroristische Gewalt anerkannt. Die Folgen reichen über die unmittelbaren Verletzungen hinaus und umfassen auch Erfahrungen von Stigmatisierung und institutionellem Versagen.
Das Gedenken an die Keupstraße verweist damit auf einen fortdauernden Auftrag zur kritischen Aufarbeitung, zur Anerkennung der Betroffenenperspektiven und zur Analyse struktureller Voraussetzungen rassistischer Gewalt.

Die Zahl rechtsextremistischer Personen in   hat laut   einen neuen Höchststand erreicht: rund 5.890 – ein Anstieg um 61...
05/06/2026

Die Zahl rechtsextremistischer Personen in hat laut einen neuen Höchststand erreicht: rund 5.890 – ein Anstieg um 61 Prozent!
Besonders besorgniserregend: zunehmende , vor allem bei Jugendlichen und im digitalen Raum. Die Entwicklung zeigt deutlich, wie groß die Herausforderung für und Gesellschaft bleibt – und wie wichtig und klare Haltung sind.



Der Verfassungsschutz hat in Brandenburg im vergangenen Jahr die bisher höchste Zahl an Personen gezählt, die er dem Rechtsextremismus zuordnet. Innenminister Jan Redmann (CDU) forderte eine Beschränkung des Zugangs zu sozialen Medien für Jugendliche.

Harvey Milk war einer der ersten offen schwulen gewählten Politiker in den USA und wurde zu einer zentralen Stimme der m...
04/06/2026

Harvey Milk war einer der ersten offen schwulen gewählten Politiker in den USA und wurde zu einer zentralen Stimme der modernen LGBTIQ+ Bewegung.

Seine Arbeit in San Francisco in den 1970er-Jahren machte ihn zu einem Symbol für politische Teilhabe und mutige Öffentlichkeit in Zeiten systematischer Ausgrenzung.

1978 wurde er im Rathaus von San Francisco erschossen – ein politisch motiviertes Attentat, das die Gewalt hinter dieser Ausgrenzung sichtbar machte und die Bewegung zugleich weiter mobilisierte.

Weniger bekannt, aber historisch relevant: Milk wuchs in einer jüdischen Familie auf. Seine Herkunft prägte sein Verständnis von Minderheitenperspektiven, historischer Verfolgung und der Verantwortung, sich gegen Diskriminierung zu positionieren – nicht als abstraktes Ideal, sondern als konkrete politische Haltung.

Seine Botschaft bleibt auch 2026 aktuell:
Sichtbarkeit ist kein Symbol, sondern eine Voraussetzung für Veränderung. Rechte entstehen nicht im Stillen – sie entstehen dort, wo Menschen ihre Stimme erheben.

***rhistory

Bereits zum siebten Mal jährt sich der Todestag des ehem. Kasseler Regierungspräsidenten Dr. Walter Lübcke. Er wurde in ...
02/06/2026

Bereits zum siebten Mal jährt sich der Todestag des ehem. Kasseler Regierungspräsidenten Dr. Walter Lübcke. Er wurde in der Nacht vom 1. zum 2. Juni 2019 von einem Rechtsextremisten erschossen.

Der Politiker setzte sich für die Rechte von Geflüchteten ein und wurde dafür jahrelang beschimpft und bedroht, bis sein späterer Mörder die Drohungen wahr machte und ihn aus einer rechtsterroristischen Gesinnung heraus ermordete.

Der Mord an Walter Lübcke gilt als ein erschütterndes Beispiel für die zunehmende Verrohung und den Hass gegenüber demokratisch gewählten Amtsträger:innen. Aktuelle Entwicklungen zeigen, dass die Bedrohungslage für Politiker:innen insbesondere auf kommunaler Ebene, weiterhin hoch ist. Rechtsextreme Motive spielen dabei eine zentrale Rolle, doch auch darüber hinaus nehmen Hass und Gewaltbereitschaft in Teilen der Gesellschaft zu.

Wo Politiker:innen angegriffen werden, ist unsere Demokratie selbst in Gefahr. Dem müssen wir uns entschieden entgegenstellen.

🏳️‍🌈 Der Juni steht international im Zeichen des Pride Month – einer Zeit, in der die Rechte, Lebensrealitäten und Kämpf...
01/06/2026

🏳️‍🌈 Der Juni steht international im Zeichen des Pride Month – einer Zeit, in der die Rechte, Lebensrealitäten und Kämpfe von Menschen der LGBTQIA+-Communities in den Fokus rücken. Auch in Deutschland bietet dieser Monat Anlass, sich mit Fragen von Gleichstellung, Antidiskriminierung und gesellschaftlicher Teilhabe auseinanderzusetzen.

Der Pride Month erinnert an den Stonewall-Aufstand in New York im Juni 1969 – ein historischer Wendepunkt im Kampf gegen die systematische Marginalisierung q***rer Menschen. Er ist heute nicht nur ein Symbol für Vielfalt, sondern auch ein Appell an Politik, Wissenschaft und Zivilgesellschaft, bestehende Ungleichheiten sichtbar zu machen und zu überwinden.

🌈 Vielfalt ist kein Randthema – sie ist zentral für eine demokratische und inklusive Gesellschaft.🌈


***an ***r

Heute vor 33 Jahren, am 29. Mai 1993, wurden in Solingen fünf Mitglieder der Familie Genç bei einem rassistischen Branda...
29/05/2026

Heute vor 33 Jahren, am 29. Mai 1993, wurden in Solingen fünf Mitglieder der Familie Genç bei einem rassistischen Brandanschlag brutal ermordet: Hülya, Saime, Gürsün, Hatice und Gülüstan.
Neonazis hatten das Haus der Familie in Brand gesetzt. Der Brandanschlag war Teil einer Welle rechter Gewalt in Deutschland zu Beginn der 1990er Jahre, bei der unzählige Menschen getötet, verletzt und traumatisiert wurden.

Der Anschlag in Solingen erschütterte Deutschland – er war ein grausames Zeichen dafür, wie tödlich rassistischer Hass sein kann. Und er mahnt uns bis heute, konsequent gegen Rassismus, Rechtsextremismus und jede Form gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit einzutreten.

Mevlüde Genç, die bei dem Anschlag zwei Töchter, zwei Enkelinnen und eine Nichte verlor, setzte sich bis zu ihrem Tod 2022 unermüdlich für Frieden und Verständigung ein und erhielt dafür mehrere Auszeichnungen.

Foto: Sir James, CC BY-SA 2.0 DE


Adresse

Berlin

Benachrichtigungen

Lassen Sie sich von uns eine E-Mail senden und seien Sie der erste der Neuigkeiten und Aktionen von Solidarisch gegen Hass erfährt. Ihre E-Mail-Adresse wird nicht für andere Zwecke verwendet und Sie können sich jederzeit abmelden.

Die Organisation Kontaktieren

Nachricht an Solidarisch gegen Hass senden:

Teilen