Bundesverband Nordisches Modell e.V.

Bundesverband Nordisches Modell e.V. Wir stehen für ein Umsteuern in der Prostitutionspolitik.

Wir sind ein bundesweit aktiver Verein mit über 30 Mitgliedsvereinen und aktiven Menschen aus der Zivilbevölkerung, die die Einführung des Nordischen Modells in Deutschland fordern.

Treffende Worte unserer Unterstützerin.
15/06/2026

Treffende Worte unserer Unterstützerin.

Politisch sozialisiert wurde ich in den Gewerkschaften. Dort lernte ich zuzuhören, betriebliche und gesellschaftliche Herausforderungen aufzunehmen, um Lösungen zu ringen und kampagnenfähig zu machen. Die Gewerkschaften sind meine politische Heimat. Viel, viel mehr als meine Partei. Der DGB nennt seinen Bundeskongress „Das Parlament der Arbeit“. Ich war auch öfter Delegierte oder Gast bei DGB-Bundeskongressen. Ein gesellschaftlich relevantes Thema, das ich mir über die Gewerkschaften erarbeitet habe, ist Prostitution. Vor zwanzig Jahren, zur Männer-Fußball-WM in Deutschland 2006, war ich als Vize-Landeschefin des DGB bei einigen Veranstaltungen zum Thema Prostitution eingeladen und begann mich intensiver damit zu befassen. Je tiefer ich einstieg, desto klarer wurde mir, gewerkschaftliche Lösungen für die mannigfachen Probleme der Frauen in diesem Milieu greifen hier nicht. Oft sprechen sie die Sprache nicht. Sie sind ganz überwiegend nicht krankenversichert, geschweige denn rentenversichert. Solidarische Lösungen können nicht greifen, denn die Frauen sind vereinzelt, isoliert und werden regelmäßig in andere Städte verbracht. Das Thema hat mich nicht mehr losgelassen.
Prostitution prägt das gesellschaftliche Bild von Frauen. Sie vermittelt Männern, dass weibliche Körper käuflich sind. Deshalb ist Prostitution keine Angelegenheit einzelner Frauen, sondern eine Frage von Gleichstellung, Menschenwürde und Geschlechtergerechtigkeit.
Deutschland hat sich mit seiner liberalen Prostitutionspolitik wieder einmal einen Spitzenplatz erarbeitet, wir sind das Bordell Europas. Und wer glaubt, man könne die böse Zwangsprostitution und die freiwillige, selbstbestimmte S*xarbeit fein säuberlich trennen, irrt. Gewaltig. Aber genau das hat der DGB bei seinem „Parlament der Arbeit“ getan. Er hat sich nicht bei seinen schwedischen oder französischen Kolleginnen , wo das so genannte Nordische Modell praktiziert wird, informiert. Er hat getrennt. Zwangsprostitution = schlimm. S*xarbeit = gut. Und er hat nicht kapiert, dass unsere liberalen Gesetze die Autobahnen sind, auf denen die Menschenhändler ohne Tempolimit rasen. Die Mär der Freiwilligkeit ist der Humus auf dem Gewalt, Missbrauch, Mord, Demütigung, Menschenverachtung vortrefflich gedeihen. Und Bordellbetreiber werden vom „Parlament der S*xarbeit“ als Gesprächspartner geadelt.
Als Gewerkschafterin empfinde ich das als Verrat an denjenigen Frauen, die am wenigsten Schutz erfahren. Der DGB weiß wenig über Prostitution. Im Beschluss spiegelt sich für mich eine erschreckende Unkenntnis der tatsächlichen Verhältnisse in der Prostitution wider und dennoch weiß der DGB ganz genau: das Nordische Modell ist schlecht.
Eine offene Auseinandersetzung mit den Erfahrungen aus Schweden oder Frankreich fand nicht statt.
Wenn in Deutschland weiterhin hunderttausende Frauen Qualen erleiden wie Folteropfer, dann hat wird der DGB daran ab jetzt, als Teil eines Systems, das diese Zustände fortbestehen lässt, seit seinem Beschluss gegen das Nordische Modell beim Parlament S*xarbeit eine Mitschuld. So wie alle, die sich einbilden, Freiwilligkeit und Zwang in der Prostitution klar abgrenzen zu können. Nein, ich trete nicht aus der Gewerkschaft aus. Aber ich bin unfassbar enttäuscht.
Foto: Bushaltestelle Kurfürstenstraße, Berlin. Warum? Schaut euch, wenn ihr könnt, das Elend auf diesem Straßenstrich an.

Fußball Weltmeisterschaft der Herren: An Spieltagen eskaliert die Gewalt gegen Frauen drastisch. Das betrifft nicht nur ...
14/06/2026

Fußball Weltmeisterschaft der Herren: An Spieltagen eskaliert die Gewalt gegen Frauen drastisch. Das betrifft nicht nur das häusliche Umfeld. Durch den Massentourismus explodiert zeitgleich die Nachfrage nach Prostitution. Für die Frauen dort bedeutet das: noch mehr Enthemmung, noch mehr Aggression, noch mehr Gefahr.

S*xuelle Ausbeutung darf kein Teil des Spektakels sein. Wir müssen das Problem an der Wurzel packen: bei der Nachfrage. Deshalb fordern wir das generelle und


Die deutschen Prostitutionsgesetze sind gescheitert, weil sie die negativen Folgen des Prostitutionssystems nicht einged...
12/06/2026

Die deutschen Prostitutionsgesetze sind gescheitert, weil sie die negativen Folgen des Prostitutionssystems nicht eingedämmt, sondern dessen Wachstum begünstigt haben. Der BVNM warnt daher eindringlich vor weiteren Nachbesserungsversuchen am Prostituiertenschutzgesetz. Noch mehr Regulierung würde lediglich die Folgen eines gescheiterten Systems verwalten, statt dessen Ursachen zu bekämpfen.

Weder die Legalisierung des S*xkaufs noch die zunehmende Regulierung konnten Ausbeutung, Menschenhandel oder Gewalt wirksam zurückdrängen. Stattdessen ist ein Markt entstanden, der von der Nachfrage der Freier lebt und dadurch immer neue Menschen für die Prostitution verfügbar machen muss. Wer wirksam schützen will, muss die Nachfrage nach käuflichem S*x durch ein S*xkaufverbot reduzieren.

Nordisches Modell jetzt!

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Der BVNM hat sich mit dem 46 + 18 (Prüf-)Empfehlungen aus der Evaluation des ProstSchG auseinander gesetzt, eine 82-seit...
09/06/2026

Der BVNM hat sich mit dem 46 + 18 (Prüf-)Empfehlungen aus der Evaluation des ProstSchG auseinander gesetzt, eine 82-seitige Stellungnahme verfasst und nun veröffentlicht.

Als BVNM lehnen wir immer neuere gesetzliche Nachbesserungen ab, denn sie führen nur zu einem noch schwerer kontrollierbaren System, da die strukturellen Ursachen nicht verändert werden.

Jede Nachbesserung des Prostituiertenschutzgesetzes macht ein gescheitertes System nur noch komplizierter, ohne seine Ursachen zu beseitigen. Solange S*xkauf legal bleibt und Prostitution als normaler Markt behandelt wird, bleibt umfassender Schutz eine Illusion. Deshalb braucht es einen grundlegenden Paradigmenwechsel: weg vom deutschen Fördermodell, hin zum Nordischen Modell mit Prävention, Ausstiegshilfen, Aufklärung und einer konsequenten Reduzierung der Nachfrage nach käuflichem S*x.

Hier gelangen Sie zur Stellungnahme:

https://www.bundesverband-nordischesmodell.de/wp-content/uploads/go-x/u/90eccd9c-a246-44d6-ab02-47a3baa7459c/Stellungnahme-des-BVNMs-zu-den-Empfehlungen-1-46-und-Pruefempfehlungen-1-18-des-KFNs.pdf

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1975 besetzten prostituierte Frauen die Kirche Saint-Nizier in Lyon.Nicht, um   als Beruf anerkennen zu lassen.Nicht, um...
02/06/2026

1975 besetzten prostituierte Frauen die Kirche Saint-Nizier in Lyon.

Nicht, um als Beruf anerkennen zu lassen.

Nicht, um zu normalisieren.

Sie protestierten gegen Polizeigewalt, Repressionen und die Bedingungen, unter denen sie leben mussten.

Bis heute wird dieser Protest häufig umgedeutet. Tatsächlich kämpften die französischen Frauen für ihre Würde, ihre Rechte und gegen die unrechtmäßige Kriminalisierung durch die Polizei. Barbara, eine der Sprecherinnen sagte unmissverständlich: „Aber wir hatten nicht die geringste Absicht, die Prostitution neu zu organisieren.“

Die Geschichte von Saint-Nizier ist die Geschichte von prostituierten Frauen, die sich gegen ein System wehrten, das sie auf ihren Körper reduzierte.

Es lag ihnen fern, Prostitution als "S*xarbeit" umzudeuten.

Da das Buch von Barbara heute nur noch schwer erhältlich ist, hat der BVNM zentrale Zitate und Auszüge daraus in seiner neuen Broschüre zusammengetragen und zugänglich gemacht. Ergänzt wird die Veröffentlichung durch ein Vorwort von Helena, einer deutschen Aktivistin und Aussteigerin aus der Prostitution, die die Aktualität von Barbaras Erfahrungen einordnet.

https://www.bundesverband-nordischesmodell.de/wp-content/uploads/go-x/u/69b92833-f5a1-4e68-bdf4-33d07a6660c2/Broschuere-des-BVNMs-ueber-das-Buch-von-Barbara_Die-geteilte-Frau-1.pdf

 
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Wir gratulieren Cathrin Schauer- Kelpin herzlichen zur sächsischen Verfassungsmedaille und sind stolz, sie und den von i...
31/05/2026

Wir gratulieren Cathrin Schauer- Kelpin herzlichen zur sächsischen Verfassungsmedaille und sind stolz, sie und den von ihr gegründeten Verein als Gründungsmitglied zu wissen.

Heute wurde Cathrin Schauer-Kelpin, Gründerin und geschäftsführender Vorstand von KARO e.V., in Dresden mit der Sächsischen Verfassungsmedaille geehrt.

Eine wohlverdiente Auszeichnung für über 30 Jahre unermüdlichen Einsatz gegen Menschenhandel, Zwangsprostitution und sexuelle Ausbeutung.

Diese Ehrung ist ein starkes Zeichen gesellschaftlicher Verantwortung — und eine Anerkennung für die Arbeit von KARO e.V., die Lebensrealitäten sichtbar macht, die viel zu oft im Verborgenen bleiben.

Der Präsident des Sächsischen Landtags, Alexander Dierks, betonte anlässlich der Verleihung die besondere Bedeutung dieses Engagements für unsere Gesellschaft:

"Unsere Demokratie lebt von Menschen, die Verantwortung übernehmen und sich über viele Jahre hinweg mit großen Einsatz für andere einsetzen."

Gratuliere liebe Cathrin!

Am kommenden Dienstag, 02.06.2026, bieten wir um 18.30 Uhr ein kostenloses Webinar an. Wir berichten über die Situation ...
29/05/2026

Am kommenden Dienstag, 02.06.2026, bieten wir um 18.30 Uhr ein kostenloses Webinar an. Wir berichten über die Situation der Prostitution in Deutschland und stellen die vier Säulen des Nordischen Modells vor.

Anmeldung zu einem Zoom Meeting

Bitte registrieren Sie sich:

https://us06web.zoom.us/meeting/register/OP57Zm0-TxKUqGQhKqjGGw

Nach der Registrierung erhalten Sie eine Bestätigungs-E-Mail mit Informationen über die Teilnahme am Meeting.

15/05/2026

Gilt „Nur Ja heißt Ja“ für alle – oder endet die Selbstbestimmung dort, wo die Armut beginnt?

Der Bundestag debattiert über das neue S*xualstrafrecht: Nur ein aktives, freiwilliges „Ja“ macht S*x konsensual. Aber wir müssen die Realität beim Namen nennen: In der Prostitution sagen die meisten Frauen nicht „Ja“, weil sie es wollen, sondern weil sie es müssen.

Wenn ein „Ja“ die einzige Möglichkeit ist, die Miete zu zahlen, Schulden zu begleichen oder die Familie zu ernähren, dann ist es kein Ausdruck von Freiheit. Es ist eine Reaktion auf eine existenzielle Notlage.

Wer Geld auf den Tisch legt, kauft kein Einverständnis – er kauft sich den Zugang zu einem Menschen, der keine andere Wahl hat. Echter Konsens braucht Augenhöhe, keinen Preisdruck.

Wir fordern: Wer sexuelle Selbstbestimmung und das Prinzip „Nur Ja heißt Ja“ ernst meint, darf bei Ausbeutung aus Notlagen nicht wegsehen. Das Nordische Modell ist die konsequente Antwort für echte Menschenwürde.

Spotlight - kein HighlightDer DGB fordert ernsthaft, "Betreiber*innen von Prostitutionsstätten" an Gesetzgebungsprozesse...
14/05/2026

Spotlight - kein Highlight

Der DGB fordert ernsthaft, "Betreiber*innen von Prostitutionsstätten" an Gesetzgebungsprozessen zu beteiligen.

Mit anderen Worten: Profiteure eines Systems aus sexueller Verfügbarkeit und Ausbeutung sollen künftig mitentscheiden, wie dieses System reguliert wird. 

Das ist keine Solidarität mit Menschen in der Prostitution — das ist Lobbyarbeit für den Prostitutionsmarkt.

Der Antrag zum Download (Zugriff 14.05.2026, 19.30 Uhr)

https://www.dgb.de/fileadmin/download_center/Antr%C3%A4ge_23._OBK/Antrag_F02.pdf
gewerkschaftsbund


80 % Zustimmung GEGEN das Nordische Modell: Der heutige Beschluss des DGB-Bundeskongresses ist aus unserer Sicht ein fat...
14/05/2026

80 % Zustimmung GEGEN das Nordische Modell: Der heutige Beschluss des DGB-Bundeskongresses ist aus unserer Sicht ein fatales Signal für Frauenrechte und den Schutz vulnerabler Menschen in der Prostitution.

Während Freier, Zuhälter, Bordellbetreiber und andere Profiteure gestärkt werden, bleiben Machtgefälle, Gewalt und Ausbeutung weiter ausgeblendet.

https://www.dgb.de/fileadmin/download_center/Antr%C3%A4ge_23._OBK/Antrag_F02.pdf
gewerkschaftsbund

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Prenzlauer Allee 186
Berlin
10405

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