09/10/2024
Das Netzwerk „Reinickendorf Aktiv für Demokratie und Vielfalt“ veranstaltete im Rahmen der IKW 2024 am 23. September im Interkulturellen Zentrum Linde eine Podiumsdiskussion, in der es um die Situation in den Flüchtlingsunterkünften auf dem ehemaligen Flughafengelände Tegel ging. Der ehemalige Kirchenraum war mit etwa 50 Interessierten gut gefüllt. Unter dem Motto „Jenseits von Lagern - Menschenwürdige Alternativen zur Unterbringung von Geflüchteten im Ankunftszentrum Tegel“ informierten die Podiumsgäste über die drängendsten Probleme in der provisorischen Unterkunft.
Ehemalige Bewohnende und Mitarbeitende berichteten am offenen Mikrofon über ähnliche Erfahrungen. Viele kritisierten, dass ihnen weder von den Mitarbeitenden der Unterkünfte noch in den Ämtern geholfen werde.
In der anschließenden Diskussion ging es um die Frage, wie es sein kann, dass eine Struktur aufrecht erhalten wird, die fast zehnmal so viel kostet wie eine normale Gemeinschaftsunterkunft. Emily Barnickel forderte, der Senat solle einen Wohnungsnotstand ausrufen und mithilfe des Sonderbaurechts den Bau selbst in die Hand nehmen. Zudem betonten beide, dass es Möglichkeiten gebe, die genutzt werden könnten wie die gut 1000 Monteurswohnungen der Belinovo oder leerstehende Wohnungen. Auch durch Vereinfachung von Untervermietung und polizeilicher Anmeldung auch ohne Wohnungsgeberbescheinigung könne der Zugang zu Wohnraum erleichtert werden. Auch bräuchten die Sozialen Wohnhilfen Erstzugriffsrechte auf Neuvermietungen und das Projekt Housing First sowie das geschützte Marktsegment müssten aufgestockt werden.
rietz.35