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Gedenkort-T4 Gedenkort-T4.eu informiert über die nationalsozialistischen „Euthanasie“-Morde in Deutschland und Europa und ihre Vor- und Nachgeschichte

Auch aus Göttingen fielen Menschen den "Euthanasie"-Verbrechen der N***s zum Opfer. Bisher gibt es keine Stolpersteine f...
15/10/2026

Auch aus Göttingen fielen Menschen den "Euthanasie"-Verbrechen der N***s zum Opfer. Bisher gibt es keine Stolpersteine für sie. Nun hat Linda Verdier eine Biographie von Luise Messerschmidt, die in Pirna-Sonnenstein vergast wurde, geschrieben. Link im ersten Kommentat.
Im Bild: Die Transportliste, auf der auch Luise Messerschmidts Name unter denen stand, die aus Göttingen in die Anstalt Großschweidnitz kamen. Von dort wurde sie nach Pirna-Sonnenstein gebracht und ermordet.

Was hat die Augsburger Puppenkiste mit nationalsozialistischer Eugenik und "Euthanasie"-Verbrechen zu tun. Die Augsburge...
14/10/2026

Was hat die Augsburger Puppenkiste mit nationalsozialistischer Eugenik und "Euthanasie"-Verbrechen zu tun. Die Augsburger Zeitung schreibt, dass der Gründer Walter Oehmichen in den 1930er-Jahren in Theaterstücken mitwirkte, die zu Zwangssterilisation und "Euthanasie" anstifteten.

Der Puppenkisten-Gründer erhielt im Spruchkammerverfahren eine milde Einstufung auch dank zweier eidesstattlicher Erklärungen. Die erfolgten wider besseres Wissen.

Gertrud Sonder wurde als Tochter von Eisig und Meta Neumann geboren, die 1904 nach Mergentheim zogen. Sie heiratete Salo...
06/10/2026

Gertrud Sonder wurde als Tochter von Eisig und Meta Neumann geboren, die 1904 nach Mergentheim zogen. Sie heiratete Salomon Sonder und brachte 1907 den gemeinsamen Sohn Hans Simon zur Welt. Ab 1924 war Gertrud in der Nervenklinik in Werneck untergebracht. Während ihr Sohn 1928 nach New York emigrierte, wurde ihre Ehe 1935 vom Landgericht Würzburg aufgrund ihrer Erkrankung geschieden.

Im Herbst 1940 geriet Gertrud in die Maschinerie der NS-Krankenmorde. Auf Anordnung des Würzburger Gauleiters Hellmuth wurde die Anstalt Werneck ab dem 3. Oktober 1940 geräumt. 760 Frauen und Männer wurden innerhalb weniger Tage abtransportiert. Gertrud Sonder war bereits zuvor, am 14. September, in die Heil- und Pflegeanstalt Eglfing-Haar verlegt worden. Am 20. September 1940 deportierte man sie in die Tötungsanstalt Hartheim, wo sie noch am selben Tag im Rahmen der sogenannten „Aktion T4“ ermordet wurde.

Ein wichtiger Aspekt bei der Rekonstruktion solcher Biografien ist die systematische Verschleierung der Taten durch die Nationalsozialisten. In einigen Aufzeichnungen, wie dem Gedenkbuch Yiskor, wird als Todesdatum fälschlicherweise der 25. Januar 1941 in Chelmno angegeben. Tatsächlich wurde ihr Tod jedoch durch ein fiktives Standesamt in der Stadt Chełm (im besetzten Polen) beurkundet. Dies war bei jüdischen Opfern der Patientenmorde gängige Praxis: Den Angehörigen sollte vorgetäuscht werden, ihre Verwandten seien nach Polen verbracht worden und dort verstorben.

Erst durch den Abgleich verschiedener Archive lassen sich die tatsächlichen historischen Fakten und die Schicksale der Opfer verlässlich nachzeichnen.

Erinnerung in Niederösterreich.
06/10/2026

Erinnerung in Niederösterreich.

Gedenkort eröffnet: Erst seit wenigen Jahren wird öffentlich aufgearbeitet, was in der damaligen psychiatrischen Anstalt Mauer-Öhling (Bezirk Amstetten) im Nazi-Regime passiert ist. Tausende Menschen – aus NS-Sicht „unwertes Leben“ – wurden ermordet. Jetzt erinnern 2.848 Namensschilder an die Opfer.

Neuerscheinung: Im Juli 2026 erschien das Buch Fräulein Schnitzler und ihr Bruder.Worum geht es? In den Worten der Autor...
27/09/2026

Neuerscheinung:

Im Juli 2026 erschien das Buch Fräulein Schnitzler und ihr Bruder.

Worum geht es?

In den Worten der Autorin:

In weiten Teilen geht es um das Erzählen von Lücken in Narrativen über die NS-Zeit: um Schul- und Ausbildungsverbote für die junge Kindergärtnerin Fräulein Schnitzler, um den Widerstand gegen das NS-Regime durch die Verweigerung von Zwangssterilisationen durch ihren Vater im evangelischen Elisabeth-Krankenhaus und um den Schutz ihres Bruders mit Trisomie 21 vor Deportation und Tötung in Hadamar. Mich hat die Frage interessiert, wie Menschen unter politischem Restriktionen Haltung wahren.

Leseprobe und Bestellmöglichkeit hier:
https://opgenbeek-verlag.de/Romane

24/09/2026
07/09/2026
Einige Impressionen von der Gedenkveranstaltung des Förderkreises Gedenkort T4 e.V. an der Berliner Tiergartenstraße.
06/09/2026

Einige Impressionen von der Gedenkveranstaltung des Förderkreises Gedenkort T4 e.V. an der Berliner Tiergartenstraße.

Einladung zum Gedenken an die Opfer der "Euthanasie"-MordeAm 4. September 2026 laden die Stiftung Denkmal für die ermord...
30/08/2026

Einladung zum Gedenken an die Opfer der "Euthanasie"-Morde

Am 4. September 2026 laden die Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas und der Förderkreis Gedenkort T4 e.V. dazu ein, gemeinsam innezuhalten und der Opfer der nationalsozialistischen »Euthanasie«-Morde zu gedenken.

Die Gedenkstunde beginnt um 14.30 Uhr am Gedenk- und Informations-Ort in der Tiergartenstraße 4, 10785 Berlin.

Bei einer Kranzniederlegung und dem gemeinsamen Entzünden von Kerzen wollen wir ein stilles Zeichen der Erinnerung setzen.

Ab 15.30 Uhr kommen wir für den zweiten Teil des Programms in der Gedenkstätte Deutscher Widerstand (Stauffenbergstraße 13–14, Eingang über den Ehrenhof, 10785 Berlin-Mitte) zusammen, um das Gedenken weiter zu vertiefen.

Das Programm ab 16.00 Uhr

Begrüßung: Irit Kulzk wird die Gäste herzlich willkommen heißen. Worte des Gedenkens: Im Anschluss sprechen Jürgen Dusel, Dr. Ulrich Baumann und Dr. Julia Spohr zu uns.
17.00 Uhr: Der Förderkreis Gedenkort T4 e.V. bietet inklusive Führungen und Workshops an, um das Vergangene gemeinsam begreifbarer zu machen.
17.30 Uhr: Ein Beitrag von Prof. Dr. Thomas Beddies.
18.15 Uhr: Gemeinsamer Abschluss der Veranstaltung.

Alle wichtigen Informationen zu diesem Tag und das Anmeldeformular finden Sie im ersten Kommentar.

Virtuelles Gedenkbuch für Opfer der NS-Krankenmorde der Anstalt Konradstein/Kocborowo"In einem gemeinsamen Projekt wolle...
27/07/2026

Virtuelles Gedenkbuch für Opfer der NS-Krankenmorde der Anstalt Konradstein/Kocborowo
"In einem gemeinsamen Projekt wollen das Deutsch-Polnische Haus sowie die Gedenkstätten Großschweidnitz und Pirna-Sonnenstein ein virtuelles Gedenkbuch für die Opfer der nationalsozialistischen Krankenmorde der Anstalt Konradstein/Kocborowo erstellen."

In einem gemeinsamen Projekt wollen das Deutsch-Polnische Haus sowie die Gedenkstätten Großschweidnitz und Pirna-Sonnenstein ein virtuelles Gedenkbuch für die Opfer der nationalsozialistischen Krankenmorde der Anstalt Konradstein/Kocborowo erstellen.

Adresse

Tiergartenstrasse 4
Berlin
10785

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